»Was steht ihr da und schaut zum Himmel? Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist«: Hochfest der Himmelfahrt des Herrn

Um das Auferstehungsgeschehen bei uns ankommen zu lassen, gibt uns die Kirche 50 Tage Zeit – bis Pfingsten, dem Fest der Geistsendung. 40 Tage nach Ostern feiern wir die Himmelfahrt Christi. In diesem Fest wird die Zielrichtung unseres Lebens deutlich. Wir brauchen nicht aufzugehen in den Geschäftigkeiten unserer Welt: Wir haben es nicht nötig, uns selbst zu behaupten, wir können leben – frei, da wir gebunden sind »im Himmel«. In der Auffahrt Christi zum Vater ist ein Teil von uns bereits bei Gott angekommen. Der Blick hinauf lässt uns den Stellenwert der irdischen Güter relativieren. Vielleicht ist es uns gerade deswegen möglich, sie wirklich zu genießen – mit ande­ren zusammen. Die Himmelfahrt Christi zeigt uns, wer Christus ist, aber auch, wozu wir berufen sind. Das lässt uns das Leben im Hier und Jetzt zuversichtlich und in Liebe gestalten.

Herzlich laden wir zur Feier der hl. Messe am Hochfest Christi Himmelfahrt, 10. Mai 2018, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle ein.

Bittmesse am Dritten Bitttag

»Die Bitttage vor dem Fest Christi Himmelfahrt gehen auf eine Anordnung des Bischofs Mamertus von Lyon im Jahr 469 zurück, wegen Erdbeben und Missernten an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt mit Fasten verbundene Bußprozessionen zu halten. Um 800 wurden diese drei Bitttage (Rogationes oder litaniae minores) auch von Rom eingeführt, allerdings ohne das vorgeschriebene Fasten. Zusammen mit den Quatembertagen hat die ›Grundordnung des Kirchenjahres und des Kalenders‹ von 1969 den Sinn der Bitttage so umschrieben: ›An den Bitt- und Quatembertagen betet die Kirche für mannigfache menschliche Anliegen, besonders für die Früchte der Erde und für das menschliche Schaffen; auch eignen sich die Tage für den öffentlichen Dank.‹ (Nr. 45)« (Die Feier der Bitttage: eine pastorale Einführung, 1992)

Jesus wird heimkehren zum Vater, und wir wollen ihm unsere Anliegen mitgeben. Wenn er im Himmel vor Gott unser Anwalt ist, soll er dem Vater sagen, was uns bedrückt. Die Heilige Schrift ermutigt uns zum Vertrauen auf Jesus, der für uns eintritt: „Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch, der auferweckt worden ist, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein.“ (Röm 8,24)

Wir laden herzlich ein zur Feier der Bittmesse am Mittwoch, 9. Mai 2018,
um 18.30 Uhr in der Benediktskapelle.

Seliger des Monats Mai 2018: Seliger Rolando Rivi

Der »Selige des Monats Mai 2018« ist der Selige Rolando Rivi. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 29. Mai. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Sein Mut zur Zugehörigkeit zum Herrn hatte dem jungen Mann das Leben gekostet. Den vielen Angehörigen, die ihm angesichts des abgrundtiefen antiklerikalen Hasses der Partisanen dazu aufgerufen hatten, den Talar aus Sicherheitsgründen abzulegen, hatte Rolando Rivi folgendermaßen geantwortet: ‚Ich kann und darf mein Gewand nicht ablegen. Ich habe keine Angst und trage es mit Stolz. Ich kann mich nicht verstecken, denn ich gehöre dem Herrn.‘“ (Zenit.org vom 03.10.2013)

»Als zweiter von drei Söhnen von Roberto Rivi und Albertina Canovi wurde Rolando Maria Rivi am 7. Jänner 1931 geboren. Im Herbst 1942 trat er in das Priesterseminar von Marola ein, jedoch war er 1944 nach der deutschen Besetzung des Landes gezwungen, in den elterlichen Haushalt zurückzukehren. Aber er fühlte sich nach wie vor als Seminarist. Er trug weiterhin die Soutane gegen den elterlichen Rat aus Sorge vor antireligiösem Hass, denn Gewalttaten und Morde an Priestern waren zu dieser Zeit sehr häufig. Am 10. April 1945 wurde Rivi von einer Gruppe kommunistischer Partisanen gefangen genommen. Nach drei Tagen der Schläge, Demütigungen und Qualen wurde er mit einer Pistole in einem Wald bei Monchio erschossen. Gemäß der Angaben einiger Partisanen, einschließlich des Mörders, Giuseppe Corghi, wurde am Abend des 14. April von Don Alberto Camellini, Pfarrer von San Valentino, und Roberto Rivi der infolge der Gewalteinwirkung schwer entstellte Leichnam Rivis gefunden. Zwei tödliche Wunden wies der Körper auf, eine an der linken Schläfe und eine durch das Herz. Am nächsten Tag wurden die sterblichen Überreste nach Monchio gebracht, wo eine christliche Bestattung durchgeführt werden konnte. Wenige Tage nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa wurde am 29. Mai 1945 die Leiche Rivis unter Huldigung aller katholischen Gemeindemitglieder auf den Friedhof von San Valentino überführt. Nachdem sein Grab das Ziel von Wallfahrten geworden war, wurden am 26. Juni 1997 seine Gebeine im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in den Schrein der Pfarrer von San Valentino umgebettet. Nach einer Reihe von Wunderheilungen, die von der katholischen Kirche anerkannt werden, da sie auf Fürsprachen hin erfolgt sind, wurde am 7. Januar 2006 von der Erzdiözese Modena Rivis Seligsprechungsverfahren eröffnet. Im Mai 2012 hat die zuständige Kongregation im Vatikan die Gültigkeit seines Martyriums in odium fidei bestätigt. Papst Franziskus genehmigte am 28. März 2013 das Dekret, das Rivis Martyrium anerkennt. In der Sporthalle von Modena wurde am 5. Oktober 2013 die Seligsprechung vor Tausenden Menschen gefeiert.«

(Quelle: Wikipedia)


Gebet zum Seligen Rolando Rivi

O Gott, barmherziger Vater, Du hast die Geringen dazu erwählt, die Mächtigen dieser Welt zu erniedrigen.

Ich danke Dir, dass Du mir im Seligen Seminaristen Rolando Rivi einen Zeugen vollendeter Liebe zu Deinem Sohn Jesus Christus und seiner Kirche gegeben hast, die bis zur Aufopferung seines Lebens ging.

Ich bitte Dich, gib mir die Kraft, dass ich erleuchtet von diesem Beispiel und auf die Fürbitten des Seligen Rolando Rivi stets selbst ein lebendiges Abbild Deiner Liebe in der Welt sein möge. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.

(Inoffizielle Eigenübersetzung aus dem Italienischen)

Eucharistische Anbetung und Gebet um geistliche Berufe

Der heilige Vater Papst em. Benedikt XVI. schreibt in einer Predigt über die eucharistische Anbetung: »Wir beugen uns vor einem Gott, der sich zuerst zum Menschen herabgebeugt hat als barmherziger Samariter, um ihm zu helfen und ihm das Leben wiederzugeben, und der vor uns niederkniete, um uns die schmutzigen Füsse zu waschen. Den Leib Christi anzubeten, heißt glauben, dass in jenem Stück Brot wirklich Christus ist, der dem Leben wahren Sinn gibt – dem unendlichen Universum ebenso wie dem kleinsten Geschöpf, der ganzen Menschheitsgeschichte wie dem kürzesten Leben. Die Anbetung ist Gebet, das die eucharistische Feier und Gemeinschaft verlängert und vor dem sich die Seele weiter nährt. Sie nährt sich von Liebe, Wahrheit, Frieden; sie nährt sich von Hoffnung, weil derjenige, vor dem wir uns niederwerfen, uns nicht richtet, uns nicht zerbricht, sondern uns befreit und verwandelt.« (S.H. Papst em. Benedikt XVI.: Predigt an Fronleichnam am 22. Mai 2008)

Herzlich laden wir ein, am Donnerstag, 26. April 2018, vor dem Allerheiligsten Anbetung zu halten und Gott, unseren barmherzigen Vater, um Arbeiter für seinen Weinberg zu bitten. Die eucharistische Anbetungsstunde findet nach der Feier der heiligen Messe statt, die um 18.00 Uhr beginnt.

Weltgebetstag um geistliche Berufungen 2018: »Wofür lebst du?«

Am 22. April 2018 begeht die Kirche den Weltgebetstag für geistliche Berufungen. Das Canisiuswerk bietet Informationen, Anregungen und Gestaltungsvorschläge. Die österreichische Berufungspastoral hat für das Jahr 2018 und den Weltgebetstag das Thema Wofür lebst du? gewählt.

Um das Thema „Berufung“ wachzuhalten, begeht die Kirche seit 1964 jeweils am 4. Sonntag der Osterzeit den Weltgebetstag für geistliche Berufungen. Der Vatikan veröffentlicht dazu meist eine Botschaft des Papstes. Für Österreich gibt das Canisiuswerk jährlich Unterlagen und Anregungen heraus.

Im Sinne von Mt 9,38 „Bittet den Herrn der Ernte“ beten wir um guten und ausreichenden Nachwuchs in den verschiedenen geistlichen und kirchlichen Berufen und Berufungen.

Wir erinnern uns aber auch daran, dass alle Christen Berufene sind, und mit ihrem Leben der in Taufe und Firmung grundgelegten Berufung zum gemeinsamen Priestertum Ausdruck geben sollen. Eine Antwort auf Gottes Ruf.

Herzlich laden wir ein zur Feier der heiligen Messe und zum Gebet um geistliche Berufe am Guthirtensonntag, 22. April 2018, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung.


Wofür lebst du?

Christus
Er ist das Leben,
das ich leben möchte.
Er ist das Licht,
das ich anzünden möchte.
Er ist die Freude,
die ich teilen möchte.
Er ist der Friede,
den ich geben möchte.
Jesus ist alles in allem für mich.
Mutter Teresa


Gebet nach Papst Franziskus

Vater der Barmherzigkeit,
stets hast du uns mit
den Gaben des Geistes unterstützt,
in deiner Treue wende dich uns zu.

Gewähre uns lebendige, feurige und frohe christliche Gemeinden.
Mache sie zu Quellen geschwisterlichen Lebens,
und erwecke in ihnen junge Menschen
mit dem Wunsch, sich dir und der Evangelisierung zu weihen.

Schenke den Berufenen Kraft und Gnade, sich mit Leidenschaft
dem Dienst am Reich Gottes hinzugeben.
Mach unsere Gemeinden zum fruchtbaren Boden
der Berufungskatechese
und segne ihre Bemühungen,
Wege der besonderen Hingabe zu eröffnen.

Schenke jenen die Gaben der Klugheit und Unterscheidung,
die in der Ausbildung und Begleitung tätig sind.
Denen, die du berufst, möge in allem die Größe deiner barmherzigen Liebe aufleuchten! Amen.

»Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft…« – Verkündigung des Herrn

Neun Monate vor dem Fest der Geburt des Herrn wird das Fest der Verkündigung gefeiert: der Tag, an dem der Engel zu Maria gesandt wurde und ihr verkündete, dass sie zur Mutter des Messias, des Gottessohnes, erwählt war. Maria, Vertreterin ihres Volkes und der Menschheit, hat mit ihrem einfachen Ja geantwortet. Die Gottesmutterschaft ist das zentrale Geheimnis im Leben Marias; alles andere zielt darauf hin oder hat dort seinen Ursprung und seine Erklärung. – Ein Fest der „Verkündigung der Geburt des Herrn“ wurde in der Ostkirche bereits um 550 am 25. März gefeiert; in Rom wurde es im 7. Jahrhundert eingeführt.

Da in diesem Jahr das Hochfest der Verkündigung des Herrn auf den Palmsonntag gefallen ist, wurde das Fest auf den Montag nach dem Weißen Sonntag verlegt.

Herzlich laden wir ein zur Feier der Messe am Montag, 9. April 2018, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung

Heilige des Monats April 2018: Heilige Maria Elisabeth Hesselblad

Die »Heilige des Monats April 2018« ist die heilige Maria Elisabeth Hesselblad. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 24. April. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

»Die Verheißung Jesu erfüllt sich auf wunderbare Weise auch im Leben von Maria Elisabeth Hesselblad. Ebenso wie die aus dem selben Land stammende hl. Birgitta erwarb auch sie durch das Gebet und die im Leben gemachten Erfahrungen ein tiefes Verständnis von der Weisheit des Kreuzes«, sprach der heilige Papst Johannes Paul II. in seiner Predigt anläßlich ihrer Seligsprechung im Heiligen Jahr 2000.

»Elisabeth Hesselblad war das fünfte von 13 Kindern von Augusto Roberto Hesselblad und seiner Frau Cajsa Petersdotter Dag. Die Tochter einer lutherischen Familie wanderte im Alter von 18 Jahren in die USA aus. In New York wurde sie zur Krankenschwester ausgebildet und arbeitet dann im im Roosevelt-Hospital in diesem Beruf. Dabei kam sie in engen Kontakt zu Katholiken und entschied sich zum Übertritt; 1902 wurde sie von einem Jesuiten, der ihr geistlicher Führer wurde, in Washington in die römisch-katholische Kirche aufgenommen. Wegen einer schweren Erkrankung am Magden- / Darmtrakt, bei der man ihren Tod befürchtete, unternahm sie eine Wallfahrt zu den sieben Pilgerkirchen in Rom. Papst Pius X. genehmigte ihren Eintritt in den == Birgittenorden; sie lebte nun als arme Tochter der heiligen Birgitta ganz allein in Rom. Nach unerwarteter Genesung 1908 besuchte sie von Rom aus während drei Jahren Birgittenklöster in ganz Europa und gründete dann 1919 in Rom einen neuen Zweig des Ordens für Nonnen, die Schwestern des Heiligsten Erlösers von der heiligen Birgitta. 1923 konnte so der Birgittenorden wieder in Schweden Fuß fassen und in Djursholm – einem Ortsteil von Danderyd bei Stockholm – ein Haus eröffnen. 1931 wurde Maria Elisabeth für ihren Orden das Haus der Birgitta in Rom übergeben, das zur Ordenszentrale wurde. 1935 konnten Birgittenschwestern wieder nach Vadstena ins Ursprungshaus des Ordens einziehen. Die letzten Lebensjahre von Maria Elisabeth Hesselblad waren wieder von Krankheit gekennzeichnet. 2001 hatte der Orden 500 Schwestern in 40 Klöstern in Italien, Schweden, Finnland, der Schweiz, Indien, Mexiko und in den USA. Im Oktober 2002 wurde in Bremen das erste Birgittenkloster nach der Reformation als Kloster des neuen Ordens eröffnet; dessen Schwestern kommen aus Mexiko, Indien, Italien und Polen. Weil Maria Elisabeth Hesselblad während des Zweiten Weltkriegs Juden und politisch Verfolgte eine Heimstatt gab, ehrte die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem sie 2005 postum als Gerechte unter den Völkern. Maria Elisabeth Hesselblad wurde am 9. April 2000 durch Papst Johannes Paul II. selig- und am 5. Juni 2016 durch Papst Franziskus heiliggesprochen.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zur Heiligen Mutter Maria Elisabeth

Heiliger Vater, unendlich gütiger Gott,
ich danke Dir dafür, dass du mit den Gaben Deines Geistes
die heilige Mutter Maria Elisabeth Hesselblad erfüllt hast,
die ihr ganzes Leben der Liebe und dem Gebet zu Dir geweiht hat,
damit Dein Wille geschehe.
Dem Beispiel der heiligen Birgitta von Schweden folgend
hat sie das Wort des Lebens gelebt und sich unermüdlich
für die Einheit der Christen eingesetzt, damit alle
in der Fülle des katholischen Glaubens Christus den Erlöser erkennen,
der die sichtbare Einheit derer wollte, die
eingetaucht in das Taufwasser und vom Geist der Liebe besiegelt
in dem einen Stall unter dem einen Hirten leben.
Lass in mir und in allen Christen, in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche,
den Glauben, die Hoffnung und die Liebe wachsen,
damit unser Leben nach dem Beispiel von Mutter Elisabeth
ein ständiger Lobpreis und endloser Dank
vor Dir, o einziger und dreifaltiger Gott, sein möge.
Mit Demut und Vertrauen bitte ich Dich auf die Fürsprache der heiligen Mutter Elisabeth durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Hochfest der Auferstehung des Herrn

Ostern feiern wir als das höchste Fest im Lauf des Jahres. Auf Ostern hin sind die Tage im Jahr hingeordnet. In gleicher Weise richten sich die Tage der Woche auf das wöchentliche Osterfest, den Sonntag. Ostern erscheint als der Tag, der Gott gehört. Es ist der Tag, an dem Gott wirkt, Gott als der Herr über Leben und Tod. Es ist der Tag, an dem Menschen passiv sind, nichts tun. Sie hören. Sie sehen. Sie staunen. Kein Mensch ist anwesend beim Ereignis der Auferstehung. Das Faktum der Auferstehung gehört in die Nacht hinein. Wenn Gott handelt, wird der Mensch passiv. Schon am Anfang, in der Erzählung von der Erschaffung des Menschen, hören wir in der Bibel, wie über Adam ein tiefer Schlaf fällt, als Eva erschaffen wurde. Es kann keiner Zeuge sein von Gottes Wirken. Aber wir können die Spuren des Wirkens Gottes suchen und erkennen. Wir können danach, im Nachhinein, bekennen, was Gottes Tat ist. Auch an Ostern kommen wir zusammen und bekennen, dass es Licht geworden ist, dass das österliche Licht den Schrecken der Nacht überwunden hat. Eine alte Erzählung lautet: Einmal fragte ein Schüler den Meister: Was kann ich tun, um Erleuchtung zu erlangen? Der Meister antwortete: So wenig, wie du dazu tun kannst, dass am Morgen die Sonne aufgeht. Da fragt der Schüler weiter: Was für einen Zweck haben dann die spirituellen Übungen, die du lehrst? Und der Meister sagte: Du übst, damit du nicht schläfst, wenn die Sonne aufgeht. Einen sehr alten Ausdruck, um die österliche Frömmigkeit auszudrücken, fanden die Christen im Wachen. Durch das Wachsein wollte man dabei sein, wenn Christus kommt, die Stunde Christi nicht verpassen. Zuerst sind wir Zeugen, was geschehen ist. Wir feiern an Ostern, was uns die ersten Zeugen in der Bibel überliefert haben, was sie gehört und gesehen haben. In der heutigen Zeit, die so sehr von der Leistung und vom Tun bestimmt ist, setzt der Osterglaube einen Gegenakzent. Unsere Welt wird humaner, wenn auch wir uns heute neu ergreifen lassen, wenn wir uns das Evangelium, die gute Nachricht, sagen lassen.

Herzlich laden wir zur Feier des Osterhochamtes am Ostersonntag, 1. April 2018, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.

»Fleischweihe« am Karsamstag

Den Brauch der Osterspeisensegnung kann man bis ins 7. Jahrhundert zurückverfolgen. Bischof Ulrich von Augsburg reichte im 10. Jahrhundert seinen Tischgenossen beim Ostermahl in der Auferstehungsfeier gesegnetes Lammfleisch.  In der Steiermark nimmt an der als »achtes Sakrament« bekannte Segnungsfeier jeder Vierte oder Fünfte teil.

(Geräuchertes) Fleisch, Ostereier, Kren, Osterbrot/Osterpinze, Kräuter… kann man in den Körben finden und sollen an die Leiden und die Auferstehung des Herrn. »Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind…« Im Kreis der Familie tritt Christus auf diese Weise in die Mitte dieser Mahlgemeinschaft.

Herzlich laden wir zum Segnungsgottesdienst am Karsamstag, 31. März 2018, um 15.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.