Heilige des Monats September 2018: Heilige Mutter Teresa

Die »Heilige des Monats September« ist die Heilige Mutter Teresa. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 5. September. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Ich bin ein Bleistift in der Hand Gottes, der einen Liebesbrief an die Welt schreibt.“ (Hl. Mutter Teresa)

»Agnes Gonxhe Bojaxhiu wurde als Tochter eines Bauunternehmers der albanischen Bevölkerungsgruppe geboren am 26. August 1910 und katholisch getauft. Als sie neun Jahre alt war, starb der Vater überraschend. Immer stärker verspürte das Mädchen den Wunsch, sich in der Mission zu engagieren. Im Alter von 18 Jahren schloss sie sich unter dem Einfluss von Jesuiten in Letnica den Schwestern der Jungfrau von Loreto an und erhielt in Rathfarnham in Irland ihre Ausbildung als Missionarin. Anfang 1929 kam sie über Colombo, Madras – das heutige Chennai – und Kalkutta nach Darjeeling am Fuß des Himalaya-Gebirges, wo sie das Noviziat absolvierte, in den Orden aufgenommen wurde und in Erinnerung an Thérèse von Lisieux den Ordensnamen Teresa annahm. In Kalkutta wurde Teresa zur Lehrerin ausgebildet, im Mai 1937 legte sie das Ordensgelübde ab und wurde Leiterin einer höheren Schule für bengalische Mädchen in Kalkutta. Direkt neben der Schule lag ein großes Armenviertel. Am 10. September 1937 zog Teresa sich nach Darjeeling zurück, wo sie sich entschloss, ihr Leben in Zukunft den Ärmsten der Armen zu widmen; als wichtigsten Tag ihres Lebens bezeichnete sie deshalb diesen Tag. 1946 begann sie, in Kalkutta unter den Ärmsten im Slum zu leben und zu arbeiten; dennoch dauerte es bis 1948, bis sie die Erlaubnis erhielt, den Orden zu verlassen. 1949 schloss sich ein bengalisches Mädchen Teresas Wirken an, sie eröffnete die erste Schule in einem Slum in Kalkutta. 1950 genehmigte der Papst die Gründung der Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe, die damals 12 Schwestern umfasste und deren Generaloberin Teresa wurde und bis kurz vor ihrem Tod blieb. Die Ordensschwestern verpflichteten sich, niemals für Geld oder für Wohlhabende tätig zu sein und kümmerten sich in den Elendsvierteln von um ausgesetzte Säuglinge, Kranke, Hungernde und Sterbende. 1952 eröffnete sie in das Haus Nirmal Hriday, reines Herz, ein Kranken- und Sterbehaus, um die Ärmsten von der Straße zu holen. Dort haben seitdem zehntausende Menschen Hilfe gefunden, mehr als die Hälfte habe Dank der Pflege überlebt, die anderen sind zumindest in Würde gestorben. Noch im selben Jahr konnte das Kinderhaus Shishu Bhavan, Stadt des Friedens, eröffnet werden. 1962 gründete Mutter Teresa die Leprakolonie Shanti Nagar, Stadt des Friedens, es folgte die Gründung von Schulen für Arme, von Entbindungsheimen und einem Heim für ledige Mütter. Sie starb am 5. September 1997 in Kalkutta. Die für die Seligsprechung notwendige Wunderheilung bezeugte die arme Inderin Monica Besra, die von einem Tumor im Bauch geheilt wurde, nachdem man ein von Mutter Teresa gesegnetes Amulett darauflegte; die Inderin wurde eigens nach Rom gebracht, um den Fall zu prüfen. Knapp vier Jahre später lebt die 40-Jährige, die sich als Tagelöhnerin durchschlägt, laut indischen Medien mit ihren Kindern in bitterster Armut. Das für die Heiligsprechung erforderliche Wunder war die Heilung der Gehirnerkrankung eines Brasilianers. 2017 wurde Teresa zur Mitpatronin des Erzbistums erhoben. Der Selig- und Heiligsprechungsprozess für Teresa wurde im Juni 1999 eröffnet – mit besonderer Erlaubnis von Papst Johannes Paul II., weil dieser Prozess normalerweise frühestens fünf Jahre nach dem Tod eingeleitet werden kann. Die Seligsprechung erfolgte am 19. Oktober 2003, nur sechs Jahre nach dem Tod der Ordensfrau; das war die schnellste Seligsprechung der Neuzeit. Am 4. September 2016 wurde Teresa von Papst Franziskus in einer Feier als Höhepunkt des von diesem ausgerufenen Jahres der Barmherzigkeit mehr als 100.000 auf dem Petersplatz in Rom heiliggesprochen.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zur heiligen Mutter Teresa

Barmherziger und liebender Gott, du offenbarst in den Heiligen deine Herrlichkeit und gibst in ihnen das leuchtende Beispiel deiner Liebe. Du hast die heilige Mutter Teresa berufen, den Armen, den Leidenden und den Sterbenden beizustehen. Gib, dass ihr Vorbild und ihre Fürsprache uns helfen, deinem Sohn in Wort und Tat nachzufolgen, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und Leben schenkt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Heilige des Monats August 2018: Heilige Mary of the Cross MacKillop

Die »Heilige des Monats August 2018« ist die Heilige Mary of the Cross MacKillop. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 8. August. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„‚Erinnere dich, wer deine Lehrer waren – von ihnen kannst du die Weisheit lernen, die zur Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus führt.‘ Über viele Jahre hinweg sind zahllose junge Menschen in ganz Australien mit Lehrern gesegnet worden, die durch das mutige und heiligmäßige Beispiel an Eifer, Ausdauer und Gebet von Schwester Mary MacKillop inspiriert worden sind. Sie widmete sich als junge Frau auf dem schwierigen und anspruchsvollen Gebiet des ländlichen Australiens der Erziehung der Armen und veranlaßte andere Frauen dazu, sich ihr in der ersten Frauenkongregation des Landes anzuschließen. Sie war offen für die Nöte der jungen Menschen, die ihr Vertrauen in sie setzten, ohne Ansehen von sozialem Stand und Vermögen, und sorgte sich um die intellektuelle wie auch um die spirituelle Bildung. Trotz vieler Herausforderungen schenkten ihre Gebete zum hl. Josef und ihre unermüdliche Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu, dem sie ihre neue Kongregation widmete, dieser heiligen Frau die notwendigen Gnaden, um Gott und der Kirche treu zu bleiben. Durch ihre Fürsprache mögen ihre Nachfolger heute weiterhin Gott und der Kirche mit Glauben und Demut dienen!“ (Predigt S.H. Papst em. Benedikt XVI. bei der Heiligsprechung am 17. Oktober 2010)

»Maria, geboren am 15. Jänner 1842, war das älteste Kind schottischer Einwanderer, ihr Vater ein wenig erfolgreicher Geschäftsmann. Schon im Alter von 16 Jahren wurde Mary zur Hauptversorgerin der Familie, arbeitete als Erzieherin, Verkäuferin und schließlich als Lehrerin. 1866 fand sie in Penola im Süden von Australien eine Anstellung an einer kirchlichen Schule, an der bedürftige Kinder ohne Schulgeld unterrichtet wurden. Um die charismatische Maria entstand schon bald eine Ordensgemeinschaft – die erste Australiens -, die binnen fünf Jahren 130 Schwestern zählte: die Sisters of St Joseph of the Sacred Heart, Schwestern des Heiligen Joseph vom Heiligen Herzen, die Josefsschwestern (RSJ), die sich vor allem um verarmte Farmersfrauen und deren Kinder kümmerten. Die Josefsschwestern machten sich die Seelsorge- und Bildungsarbeit im vernachlässigten Buschland zur Aufgabe. Das zupackende und unangepasste Verhalten des Ordens stieß aber auf Vorbehalte: 1871 sprach der Bischof von Adelaide wegen Ungehorsams die förmliche Exkommunikation über Maria vom Kreuz aus, weil sie einen katholischen Priester des Kindesmissbrauchs überführt und weil sie sich geweigert hatte, ihren Orden den hierarchischen Kirchenstrukturen unterzuordnen. Die Schwestern zerstreuten sich; erst nachdem der Bischof die Strafe kurz vor seinem Tod zurückgenommen hatte, pilgerte Maria nach Rom und erreichte bei Papst Pius IX. die Anerkennung ihrer Ordensstatuten; in Rom betete sie oft in der Kirche Sant’Agata dei Goti. Die zerschlagene Gemeinschaft sammelte sich nun neu, schon 1877 unterhielt der Orden 40 Schulen allein in Adelaide und Umgebung. 1883 beorderte der Bischof von Adelaide Maria nach Sidney, zwei Jahre später wurde sie als Ordensobere abgesetzt; erst 1899 betraute man sie erneut mit der Leitung der Gemeinschaft. 1902 erlitt Maria vom Kreuz einen Schlaganfall, der sie bis zu ihrem Tod ans Bett fesselte. Sie starb am 8. August 1909. Dem Orden gehören heute rund 900 Schwestern an. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Eintreten für Frieden, Menschenrechte und Gerechtigkeit, so im jungen Staat Osttimor oder durch Seelsorge und Bildung für Aborigines, die australischen Ureinwohner. Am 19. Januar 1995 sprach Papst Johannes Paul II. Maria vom Kreuz selig, Papst Benedikt XVI. sprach sie am 17. Oktober 2010 in Rom als erste Frau aus ihrem Kontinent heilig. 2013 wurde sie zur Patronin von Australien ernannt.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zur heiligen Mary MacKillop

Herr, unser Gott, Du hast die heilige Maria vom Kreuz MacKillop berufen, nach der vollkommenen Liebe zu streben und schon in dieser Welt dein Reich zu suchen. Gib uns auf ihre Fürsprache die Freude des Geistes und die Kraft, auf dem Weg der Liebe voranzuschreiten. Darum bitten wird durch Jesus Christus. Amen.

1000. Jahrestag der Ankunft des hl. Benediktiners Gerhard in Ungarn

In Zeiten der Ungewissheit lohnt auch politisch ein Blick auf die geistigen Säulen Europas – so etwa auf den Heiligen Benedikt von Nursia (480-547). Darauf hat der emeritierte Prior der ungarischen Abtei Tihany, P. Richard Korzensky, hingewiesen. Korzensky äußerte sich in einer Festschrift der Ungarischen Benediktinerkongregation aus Anlass des 1.000. Jahrestags der Ankunft des Benediktiners St. Gerhard von Venedig in Budapest und des 380. Jahrestag des Ordens-Wiederbeginns nach den Türkenkriegen.

»Der hl. Gerhard war Mönch im venezianischen Kloster San Giorgio und wurde schon in jungen Jahren zum Abt gewählt … In seinen Lebensbeschreibungen tritt uns die Gestalt des hl. Gerhard nacheinander in drei typischen Formen christlichen Lebens entgegen: als Mönch, als Apostel und als Märtyrer. Der Mönch ist ein Mann Gottes, der in Gebet und Arbeit sein Leben ganz Gott widmet; der Apostel ist Verkünder der frohen Heilsbotschaft des Evangeliums, er erzieht den Christen zur Heiligkeit des Lebens und führt den Heiden zum Christentum; der Märtyrer gibt als äußerstes Zeugnis seiner Liebe sich selbst, sein Leben im Gebet und sein apostolisches Wirken völlig Gott hin.« (Schreiben des hl. Papstes Johannes Paul II. an die Kirche in Ungarn zur 1000-Jahr-Feier der Geburt des heiligen Bischofs und Märtyrers Gerhard)

Eine Reliquie des heiligen Gerhard befindet sich im Haus der Begegnung

In seinem Beitrag betonte der Altprior die Bedeutung des Hl. Benedikt und seiner Nachfolger für die kulturelle und religiöse Prägung Europas. Die Benediktregel könne man ohne weiteres als »Handbuch der Europäischen Union« lesen. Es werde heute schließlich viel über Europa gesprochen – »aber weiß man überhaupt, was Europa ist? Ist es ein geographischer Begriff? Ein kulturhistorisches Phänomen? Ein politisches Bündnis? Eine Einheit der Normen?«
Bei Benedikt fänden sich auch die Anfänge der Demokratie: »Geht es um die Wahl des Vorgesetzten, heißt es auch, dass er nicht Alleinbestimmender sein soll, sondern einer, der bei jeder Entscheidung Ratschläge einholen soll. Die Brüder müssen zur Beratung herangezogen werden«, heiße es in der »Regula«. Europäer zu sein bedeute »Übernahme der Verantwortung füreinander, zu unseren Wurzeln stehen, und wissen, wer wir sind«, so Korzensky. Werte, die wieder als heilig zu betrachten sein sollten, seien die »Suche nach Wahrheit, die Würde der Person, der Frieden in der Unterschiedlichkeit und die Achtung der religiösen und weltlichen Gesetze«.
Der Altprior erinnerte weiters daran, dass der Hl. Benedikt in seiner Zeit die Frohe Botschaft verkündet und die Werte der klassischen Antike weitergegeben habe. Abt Gerhard habe die europäische und christliche Kultur schließlich nach Ungarn, an den Hof des ersten König Ungarns, Stephan I., gebracht.

»Was den modernen Menschen besonders interessiert, ist die Methode des missionarischen Wirkens, damit es nicht oberflächlich und äußerlich bleibt, sondern zu echter Bekehrung, also zu innerer geistlicher Umkehr führt, die im Evangelium metànoia heißt. Ein Kapitel der Deliberatio zeugt vom Geist der Missionstätigkeit des hl. Gerhard. Zur Erläuterung des Verses ›Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor‹ (Jes 45, 8) schreibt er: ›Willst du hören, wie sich diese Erde bei tauendem Himmel und Wolkenregen, auftut für den Sproß? … Die Schrift sagt: Tut Buße und ein jeder von euch lasse sich taufen im Namen des Herrn Jesus Christus zur Vergebung eurer Sünden, und nehmt die Gaben des Heiligen Geistes an … So hat sich die Erde aufgetan und sproßte den Heiland hervor, das heißt, sie hat allen Völkern Christus als ihren Erlöser verkündet. Wenn ich Leute, die nichts von Christus wissen lehre, und wenn sie durch das gehörte Wort zur Erkenntnis Gottes gelangen, bringe ich durch das Wort und den Glauben in ihnen Christus hervor … also durch sein Wort und den Glauben wird Christus in denen, die zu ihm kommen, hervorgebracht …‹ (Gerardi Morosense Ecclesiae seu Csanadensis Episcopi Deliberatio supra hymnum trium puerorum, VII, 583ff., ed. G. Silagi, ›Corp. Christ.‹, cont. Mediaevalis 49, Turnholti 1978). Ist das etwa nicht die missionarische Methode die wir auch heute anwenden müssen, wenn wir die Menschen zu Christus hinführen wollen? Zuerst muß Christus in den Seelen geboren werden, damit die Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen von innen her wiedergeboren wird. Es besteht in der Tat kein Zweifel, daß die Kirche − wie das Zweite Vatikanische Konzil lehrt − ›Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe ist‹ (Lumen gentium, Nr. 8); aber ihre Sendung besteht nicht allein darin, das Heil Christi in Glaube, Hoffnung und Liebe zu leben, sondern auch Mittlerin dieses Heils zu sein und durch Christus ›unter allen die Wahrheit und die Gnade zu verbreiten‹. Der hl. Gerhard hat mit seinem Leben Zeugnis gegeben für den eifrigen Dienst an der Evangelisierung. Er hat nicht versucht, seine eigenen Ideen zu verkündigen, sondern die Frohbotschaft Christi. Er hat auch erfaßt, daß eine geordnete christliche Gemeinde nicht anders entstehen kann als dadurch, daß die Gemeinschaft mit Christus gesucht und das eigene Leben im Dienst an den Brüdern geopfert wird. Die gelebte Gemeinschaft mit Christus und den Brüdern offenbart die wahre Bedeutung der Institution Kirche: zur Gemeinschaft führen durch den Glauben an den einen Gott, der die Liebe ist und der uns nahe ist. Der hl. Gerhard hat seine Kräfte dafür eingesetzt, die Kirche, die eben entstandene Ortskirche, zu organisieren, indem er sie in der Universalgemeinschaft, also in der Kirche Christi, verwurzelte. Diese Einheit, Quelle des Lebens und des Glaubens, ist unerläßliche Voraussetzung für eine fruchtbringende Evangelisierung; und auch wir müssen unser irdisches Vaterland, seine Kultur und seine Werte lieben und ihnen dienen, indem wir immer Gott lieben und ihm dienen.« (Schreiben des hl. Papstes Johannes Paul II. an die Kirche in Ungarn zur 1000-Jahr-Feier der Geburt des heiligen Bischofs und Märtyrers Gerhard)

Ein Himmelreich für ein Eis: Sieben-Eissalons-Wallfahrt durch Rom

Pilger begeben sich in der Ewigen Stadt in der Regel auf eine »Sieben-Kirchen-Wallfahrt« – Daneben empfehlen sich in den Sommermonaten auch Abstecher zu den lokalen Eissalon-Geheimtipps – Die Top Sieben vorgestellt von Burkhard Jürgens

Zum traditionellen Pilgerprogramm in Rom gehört die Sieben-Kirchen-Wallfahrt – ein Parcours von rund 23 Kilometern zu den wichtigsten katholischen Heiligtümern. Wer bei den aktuellen Sommertemperaturen dann erst richtig in Wanderlaune kommt, kann eine Sieben-Eissalons-Wallfahrt anschließen. Sattsam bekannte Reiseführerempfehlungen wie »Giolitti« oder »Gelateria della Palma« dürfen links liegenbleiben. Hier die Top 7 für den frommen Genießer:

1) Il Pellicano
Der alte Pilgerweg vom Norden erreicht Rom an der Milvischen Brücke. Die Schicksalsschlacht, die Kaiser Konstantin im Jahr 312 an dieser Stätte schlug, markierte den Wendepunkt zum Aufstieg des Christentums. Heute liegt hier zwischen schattigen Platanen Il Pellicano: Holländischer Kakao, Pistazien aus Bronte auf Sizilien und piemontesische Haselnüsse zählen zu den Zutaten des klassischen Sortiments. Auf Wunsch wird das Eis in flüssige Schokolade und gehackte Haselnüsse getunkt. Gehaltvolle Sorten wie Va-iegato alla Nutella und Pistacchio geben Kraft für den Einzug in die Ewige Stadt.
Info: Il Pellicano, Piazzale Ponte Milvio 19; Montag bis Donnerstag 11.00 bis 24.00 Uhr, Wo-chenenden bis 02.00 Uhr. Ab 2 Euro

2) Al Settimo Gelo
Ein Wortspiel mit „il settimo cielo“ – dem „siebten Himmel“ – gab den Namen für die Eisbar in dieser wenig touristischen Ecke des Viertels Prati. Inhaberin Mirella Fiumano wechselte 1997 nach ihrem Medizinstudium kurzerhand die Laufbahn: »Es war sowas wie eine Mutprobe.« Ohne jede Ausbildung gestartet, ist sie heute mit internationalen Preisen dekoriert. Fiumano setzt auf naturbelassene Ausgangsprodukte und Kreativität; unvergleichlich ihr Ricotta-Eis mit karamelisierten Feigen.
Der Hit bei Hitze aber ist das »Gelato Persiano«: Rosen-Sorbet mit iranischem Safran und Splittern ungerösteter Pistazien – eine unbeabsichtigte Reminiszenz an die größte Niederlage der Kreuzfahrerheere 1187 in der Sommerglut Galiläas. Damals reichte Sultan Saladin dem besiegten Guido von Jerusalem huldvoll einen Becher Rosenwasser mit Schnee vom Hermon.
Info: Al Settimo Gelo, Via Vodice 21. Dienstag bis Samstag 10.00 bis 23.30 Uhr, Sonntag 16.00 bis 23.30 Uhr. Ab 2,50 Euro

3) Il Gelato di San Crispino
Der frühchristliche Märtyrer Crispinus steht Pate für den Betrieb von Pasquale Alongi. Mitnichten ein Eisheiliger: Crispinus war Schuhmacher von Beruf, aber Alongi sieht ihn damit als Patron der guten alten Handwerkskunst par excellence. Außerdem, so der Chef des 1993 gegründeten Unternehmens, sollen Crispin und sein Bruder Crispinianus nach Frankreich ausgewandert sein, weil sie Probleme mit dem römischen Fiskus hatten – »und wer hätte die nicht«. Als Spezialitäten empfiehlt Anlongi seine Sorbets aus täglich frisch verarbeiteten Früchten. Aushängeschild ist aber die Crema di San Crispino mit dem herben Honig des sardischen Erdbeerbaums und nicht mehr Zucker als nötig. Garantiert Handarbeit.
Info: Il Gelato di San Crispino, Via della Panetteria 42 (Nähe Trevibrunnen) und Piazza della Maddalena 3 (Nähe Pantheon). Sonntag bis Donnerstag 11.00 bis 0.30 Uhr, Freitag und Samstag 11.00 bis 01.30 Uhr. Ab 1,90 Euro, Aufpreis für Spezialitäten

4) Gelateria Fassi – Palazzo del Freddo
Eissalon wäre das falsche Wort: Der Palazzo del Freddo unweit der Piazza Vittorio ähnelt einer Schalterhalle des frühen vergangenen Jahrhunderts, ein hoher, nüchterner, von Effizienz und Amtlichkeit durchwalteter Raum. 1928 baute Giovanni Fassi den von seinen Eltern ererbten Eismacherbetrieb zur ersten regelrechten Speiseeisfabrik auf europäischem Boden um, eine Kathedrale der Lebensmittelindustrie. Ein Plakat warb stolz für die »Elektrische sizilianische Gelateria«, die Firma Arthur Krupp fertigte das unverwüstliche Stahlgeschirr, und 1934 ging die erste Lieferung trockeneisgekühlt nach Afrika. Die Spezialität des Hauses blieb indessen ganz ortsverbunden: »Sanpietrini«, mit Schokoladenglasur versehenes Eiskonfekt, geformt wie die typisch römischen Pflastersteine, die ihren Namen von der Piazza San Pietro haben.
Info: Gelateria Fassi, Via Principe Eugenio 95. Montag bis Donnerstag 12.00 bis 24.00 Uhr, Freitag und Samstag 12.00 bis 0.30 Uhr, Sonntag 10.00 bis 24.00 Uhr. Ab 1,60 Euro, Sanpietrini pro Stück 0,80 Euro

5) La Romana
Ein unscheinbarer Ort an der Via Ostiense erinnert an die letzte Begegnung der Apostel Petrus und Paulus vor ihrem Martyrium. Auf der Höhe der Hausnummer 106 – neben dem Eingang zur sehenswerten Centrale Montemartini, einem alten Dieselkraftwerk, das heute als Antikensammlung dient – stand einst eine Kapelle, die dem Abschied der Apostelfürsten gewidmet war. Das Kirchlein fiel dem Straßenbau zum Opfer, nur die Kopie eines alten Reliefs blieb: Ein stärkendes Wort, eine Umarmung zwischen Männern, die es miteinander nicht immer leicht hatten.
Was hebt nach so einem ernsten Moment die Stimmung besser als ein Eis? Tröstendes Biscotto della nonna oder sommerlich-fruchtige Blaubeere mit Holunder und Limone – bei La Romana, 500 Meter stadteinwärts auf halbem Weg zur Cestius-Pyramide, drängt sich meist eine Menschentraube auf dem Gehsteig. Viele Römer schätzen diese Adresse, auch wenn das Franchise-Unternehmen aus Rimini längst jeden familiären Charakter verloren hat.
Info: La Romana, Via Ostiense 48, Montag bis Donnerstag 12.00 bis 24.00 Uhr, Freitag und Samstag 12.00 bis 01.00 Uhr, Sonntag 11.00 bis 24.00 Uhr. Ab 2,40 Euro

6) Cremeria Romana – Gelato Kosher
In der Vergangenheit waren die Beziehungen zwischen Juden und Katholiken in Rom weiß Gott nicht nur harmonisch. Aber die Zeiten, als die jüdische Gemeinschaft ausschließlich die heruntergekommenen Gassen zwischen Kapitol und Tiber-Insel bewohnen durfte und Zwangspredigten anzuhören hatte, sind vorbei. Das Ghetto – der Name wird unbefangen weiterbenutzt – ist heute ein beliebtes Ausgehviertel, und dazu gehört natürlich eine Eisbar mit Zertifikat des Rabbiners, dass die Produkte den jüdischen Speisevorschriften entsprechen.
Die Syngogengemeinde Roms gilt als älteste Europas und die einzige, die seit der Antike ununterbrochen in der Diaspora besteht; mag auch das koschere Eis keinen Superlativ verdient haben, es steckt ein Hauch von Geschichte drin.
Info: Cremeria Romana – Gelato Kosher, Via del Portico d’Ottavia 1B. Sonntag bis Donnerstag 08.00 bis 23.00 Uhr, Freitag 08.00 bis 16.00 Uhr, Samstag 18.00 bis 24.00 Uhr. Ab 2,50 Euro

7) Hedera
Die beiden heißen Francesco und erfuhren 2013 ihre Berufung. Der eine war Manager und wurde Gelatiere, der andere war Erzbischof von Buenos Aires und wurde Papst. Ihre Biografien kreuzten sich im gleichen Jahr. Francesco Ceravolo schickte eine Torte mit dem Papstwappen »Miserando atque eligendo« (Aus Barmherzigkeit erwählt) an die Casa Santa Marta, und der Papst erbarmte sich, indem er Ceravolo zum Eislieferanten erwählte.
In seinem früheren Leben in der Finanzbranche lernte Ceravolo das Organisieren, als studierter Jurist weiß er sich Ärger vom Leib zu halten; das macht ihm den Rücken frei für die Eisproduktion, die er gemeinsam mit seinem Vater, einem liebenswürdigen Senior, leitet. Die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Qualität verlangt Beschränkung: eine Handvoll Fruchtsorten, sieben Cremes, basta. Und was isst der Papst? Da legt Ceravolo eine Diskretion an den Tag, die nicht nur mit den Gepflogenheiten der Branche, sondern auch mit seiner berüchtigt-verschwiegenen kalabrischen Heimat zu tun hat.
Info: Hedera, Borgo Pio 179 und Via dei Coronari 141. Täglich 10.00 bis 23.00 Uhr. Ab 2,50 Euro

(Quelle: Kathpress vom 22.07.2018)

Heiliger Vater Benedikt, Schutzpatron Europas, bitte für uns!

Am 11. Juli feiern wir unseren Heiligen Vater Benedikt als Schutzpatron Europas. Neben dem Hl. Benedikt sind die hll. Kyrill und Medthodius, die hl. Katharina von Siena, die hl. Birgitta von Schweden und die hl. Theresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) Mitpatrone Europas.  In seiner Enzyklika „Fulgens radiatur“ schrieb S. H.  Papst Pius XII.:

„Eine andere mahnende Lehre noch, deren unsere Zeit so sehr bedarf, gibt der heilige Patriarch (Benedikt, Anm.): Gott nicht bloß zu verehren und anzubeten, ihn vielmehr mit restloser Hingabe wie einen Vater zu lieben. Diese Liebe ist heute leider erkaltet und erstarrt; daher trachtet die Großzahl der Menschen mehr nach irdischen als nach überzeitlichen Gütern, und zwar in ungeordnetem Wettstreit, der nicht selten Unruhen und Feindschaft gebiert und leidenschaftlichen Hass schürt. … Aus dieser Gottesliebe muss dann die brüderliche Liebe zu den Mitmenschen quellen, die wir alle, welcher Rasse, Nation und Kultur sie auch seien, als Brüder in Christus betrachten sollen, damit aus allen Völkern und sozialen Schichten eine einzige christliche Familie erstehe, die nicht ein unheilvoller Egoismus zerreißt, sondern gegenseitige Hilfsbereitschaft freundschaftlich verbindet.“ (Enzyklika „Fulgens radiatur“ des Papstes Pius XII.)

Zu seinen Ehren feiern wir am Hochfest unseres Heiligen Vaters Benedikt, dem Patron Europas, am Mittwoch, 11. Juli 2018, um 18.30 Uhr in der Benediktskapelle einen Festgottesdienst, zu dem wir herzlich einladen. Nach dem Gottesdienst bitten wir zu einer kleinen Agape.

Heiliger des Monats Juli 2018: Heiliger Leopold Mandić

Der »Heilige des Monats Juli 2018« ist der Heilige Leopold Mandić. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 30. Juli. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Ich erinnere mich an die wiederholte Mahnung P. Leopolds: ‚Verehrt die Mutter Gottes! Sie kann alles. Sie ist unsere Mutter!‘ Ganz warm und eindringlich fügte er dann noch hinzu: ‚O die Madonna! Die Madonna!‘ Mit dieser inständigen Anrufung Marias schien er die Seelen zu seinen Füßen der seligsten Jungfrau zu empfehlen. Durch diese Worte P. Leopolds allein schon wurde ich wie umgewandelt. Ich fühlte, wie durch diesen Ausruf P. Leopolds die Gottesmutter die Nöte meiner Seele verstanden hatte. P. Leopold, dieser reine und demütige Ordensmann, führte die Seelen sicher zur Mutter Gottes!“ (Erinnerung einer Franziskaner-Tertiarin aus Padua)

»Bogdan Mandić, geboren am 12. Mai 1866, letztes der zwölf Kinder eines kroatischen Ehepaares, war körperlicher von zwergenhafter Gestalt mit einer Körpergröße von gerade 1,35 m. Ab 1882 besuchte der das Seminar der Kapuziner in Udine, mit 18 Jahren trat er in Bassano del Grappa dem Orden bei und erhielt den Ordensnamen Leopold. Er vollendete seine Studien in Udine und wurde 1890 in Venedig zum Priester geweiht und wirkte dann an der dortigen Kapuzinerkirche als Beichtvater. 1897 kam er als Leiter ins Kloster nach Zara / Zadar, 1906 nach Thiene bei Vicenza, dann ins Kloster nach Padua. In Padua lebte Leopold mehr als 30 Jahre in einer zwischen der Kirche und dem Kloster angebauten, kleinen, ungeheizten und fensterlosen Zelle. Seine Aufgabe war, als Beichtvater tätig zu sein, was er unermüdlich tat. Er war nicht nur klein, sondern auch kränklich und sprachbehindert, saß in einem abgewetzten Lehnstuhl und konnte in besonderer Weise vielen Menschen die Botschaft von der liebevollen Annahme durch Christus vermitteln. Tausende Laien, zahlreiche Priester und Bischöfe – darunter auch der spätere Papst Johannes Paul I. – kamen zu ihm, nachdem sie oft stundenlang in der langen Menschenschlange warteten, bis sie seinen Rat erhalten konnten. Berichtet wird von zahlreichen Wundern und Leopolds Fähigkeit, die Zukunft zu schauen. So sagte er die Zerstörung der Kirche und des Klosters durch Bomben im 2. Weltkrieg, aber die Verschonung seiner Zelle voraus, was im Mai 1944 tatsächlich eintraf. Er war ein großer Verehrer der Maria und hatte mystische Gaben. Leopolds Gaben der Menschenkenntnis und Herzenswärme waren gepaart mit großem Verständnis für menschliche Schwächen. Seine umfassenden Kenntnisse der Lehren über Maria wollte er in einem Buch zusammenfassen, ob seiner ununterbrochenen Tätigkeit als Beichtvater fand er dazu aber keine Zeit. 1934 konnte er mit einer Gruppe von Pilgern Lourdes besuchen und an der Grotte der Erscheinung eine Messe feiern. Ein besonderes Anliegen war ihm auch die Vereinigung mit der Orthodoxen Kirche. Schon bei seinem Tod am 30. Juli 1942 eilte Leopold Mandić der Ruf der Heiligkeit voraus. Noch bei der Graböffnung 1966 war sein Leichnam unverwest. Am 2. Mai 1976 wurde Leopold Mandić durch Papst Paul VI. selig- und am 16. Oktober 1983 durch Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum heiligen Leopold Mandić

Heiliger Leopold, der göttliche Erlöser hat dich im Sakrament der Busse zu einem vollkommenen Werkzeug seiner unendlichen Barmherzigkeit gemacht. Darum bitten wir dich: erwirke uns die Gnade, oft und gut zu beichten, damit wir die Seele immer frei halten von Schuld und nach der Vollendung streben. Amen. Ehre sei dem Vater…

(Quelle: www.leopoldomandic.it)

Apostel»fürsten« Petrus und Paulus

»Die Apostel Petrus und Paulus haben die Kirche begründet; sie haben den Kelch des Herrn getrunken, nun sind sie Gottes Freunde.«

Petrus und Paulus werden gerne Apostelfürsten genannt. Aber mit weltlichen Fürsten haben sie nichts zu tun. Fürsten sind sie, weil sie Anführer unseres Glaubens sind, Hauptzeugen des Todes und der Auferstehung Jesu. Ihr Glaube ist Maß für alle Christen. Am Hochfest dieser Apostel gedenken wir des Anfangs der Kirche. Gott hat sich schwache Menschen auserwählt, um Verkünder und Träger seines Heils für die Menschen zu werden. Gerade ihre Schwachheit ist aber zugleich das Durchlasstor der Gnade Gottes. Die Kirche ist bleibend auf das Fundament dieser Apostel gebaut und hat so die Kraft, die Zeiten zu überdauern.

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Freitag, 29. Juni 2018, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle ein.


Gebet zu den heiligen Aposteln Petrus und Paulus

Gott unser Vater,  in Jesus Christus hast du den Anfang des Heiles für alle Menschen gesetzt. Auf seinen Ruf hin  haben sich die heiligen Apostel Petrus und Paulus in seine Nachfolge begeben.  Sie haben mit ihrem Leben dein Evangelium bezeugt und akzeptierten den Tod dafür.  So sind sie Vorbilder unseres Glaubens und unserer Nachfolge. Lass die Kirche auf dieser Basis immer neu entstehen und zu neuen Ufern aufbrechen.  Entfalte ihren missionarischen Eifer und gib uns allen Mut und Ausdauer zu einem Leben aus dem Glauben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn unseren Herrn, der mit dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.

Hl. Hemma von Gurk, Stifterin des Stiftes Admont

Am 27. Juni feiern wir das Hochfest der heiligen Hemma von Gurk. Sie ist die Stifterin von Gurk und Admont. »Hemma (Emma), Gräfin von Friesach-Zeltschach, geboren um 980, mit dem Grafen Wilhelm von der Sann verheiratet, schien zu Glück und Ehre berufen. Aber durch unglückliche Umstände verlor sie früh ihren Mann und ihre zwei Söhne. Sie nahm ihr hartes Geschick als Fügung Gottes an und benützte ihr Vermögen und den Rest ihres Lebens, um Gutes zu tun. Sie wurde dem Volk von Kärnten eine sorgende Mutter. Auf ihrem Besitz stiftete sie das Doppelkloster Gurk; auch das Kloster Admont verehrt sie als Stifterin. Sie starb 1045 in Gurk. Ihre Verehrung wurde 1938 kirchlich bestätigt.« (Schottmessbuch)

Nach dem Tod des Ehegatten und der beiden Söhne war Hemma »eine der reichsten Frauen ihrer Zeit«. Das Erbe der Großmutter und des Gatten waren große Besitzungen im Gurk- und Metnitztal, um Friesach und Völkermarkt in Kärnten, in Friaul, in der Obersteiermark im Enns-, Palten-, Liesing-Tal und am Pyhrnpass, in der Untersteiermark im Sanntal (Raum von Cilli und Weitenstein) und zwischen den Flüssen Savinja, Save und Sotla sowie in der Unterkrain zwischen Save und Krka. Hemma wollte zwei Klöster gründen. Die Güter zur Gründung des einen Klosters im Ennstal übergab sie vertraglich dem Salzburger Erzbischof Baldwin. Jedoch erst dreißig Jahre später wurde Stift Admont 1074 durch Erzbischof Gebhard als eigenes Kloster Salzburgs gegründet.

Hemmafenster in der Stiftskirche Admont

Hemma selbst gründete gemäß Urkunde 1043 in Gurk ein Frauenkloster, das ein adeliges Damenstift ohne feste Ordensregel war. Dessen Kirche stand westlich des heutigen Domes und wurde im 19. Jahrhundert wegen Baufälligkeit abgetragen. Dass Hemma als Laienschwester in das Kloster eintrat, ist zwar nicht belegt, dennoch nicht unwahrscheinlich. Hemmas Todestag, der 29. Juni, wird in den Totenbüchern von Admont, Ossiach und Gurk genannt. Das Todesjahr ist nicht gesichert und wird um 1045, sicher jedoch nach 1043 angenommen.

Hemma hat neben Stift Gurk auch etliche Kirchen gestiftet. Als gesichert gilt die Errichtung folgender neun Kirchen: Gurk, Grafendorf bei Friesach, Lieding, Glödnitz, St. Radegund am Hohenfeld, Lorenzenberg bei Micheldorf, St. Georgen am Weinberg, St. Margarethen bei Töllerberg und St. Lambert/Lamprecht auf dem Lamprechtskogel nahe Waisenberg. Ihr zugeschrieben wird auch die der Kirchen von Pisweg, St. Georgen bei Straßburg, Kraßnitz, St. Peter und Paul in Hart im Glantal sowie Wieting (Kärnten). Die Anzahl ist erstaunlich, gab es doch dokumentiert vor Hemma in Kärnten nur rund 20 Kirchen. (Quelle: Wikipedia)

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Mittwoch, 27. Juni 2018, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.


Gebet zur hl. Hemma von Gurk

Heilige Hemma,
heilige Frau,
zeige uns die Wege zur Heiligkeit,
Wege zu einem Denken,
das nicht in Vorurteilen verhärtet ist.
Wege zu einem Sehen,
das der Würde der Schöpfung,
der Würde der Menschen gerecht wird.
Wege zu einem Hören,
das auch auf die leisen Stimmen achtet.
Wege zu einer Sprache,
die Türen und Herzen öffnet.
Zeige uns, wie wir miteinander gehen können.
Wege des Friedens,
Friede den Fernen, Friede den Nahen.
Erbitte uns Wegweisende,
Helfende, Berufene,
die Gottes Rufen folgen
und treu bleiben.
Heilige Hemma
Bitte für uns.
(Hl. Papst Johannes Paul II.)

»Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes«: Neuer Dokufilm im Kino

In dem neuen Dokumentarfilm begleitet Wenders das Publikum auf einer persönlichen Reise mit Papst Franziskus. Im Zentrum dieses Porträts stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche.
Das visuelle Konzept des Filmes lässt den Zuschauer mit dem Papst von Angesicht zu Angesicht sein. Ein Gespräch zwischen ihm und – im wahrsten Sinne – der Welt entsteht. Papst Franziskus teilt seine Vision einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen.

Der Film ist in einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit dem Vatikan entstanden. Für Wim Wenders, dessen Dokumentarfilme wie Buena Vista Social Club, Pina und Das Salz der Erde immer wieder ausgezeichnet und Oscar-nominiert wurden, öffnete der Vatikan nicht nur seine Archive, sondern erlaubte dem Regisseur auch die Verwendung von exklusivem Bildmaterial.

Es ist ein Film entstanden, der uns in einer Zeit, in der das Misstrauen gegenüber Politikern groß ist und in der Lügen, Korruption und »alternative Fakten« unser Leben bestimmen, einen Mann nahe bringt, der lebt, was er predigt, und dem die Menschen aller Glaubensrichtungen, aus aller Welt und aus unterschiedlichsten Kulturen ihr Vertrauen schenken.

»(D)ie Aussage ist klar: Ein Mann, ein Wort. Man nimmt Franziskus ab, was er sagt. Weil sein Leben und Wirken als Papst eine einzige Predigt ist. Eine Predigt, die überzeugt – und nicht fromme, aber austauschbare Floskeln bemüht, die immer richtig sind und stimmen, aber keinen bewegen, jedenfalls nicht nachhaltig. Dem herkömmlichen Bild eines Papstes, der mit einer Aura der Unnahbarkeit umgeben ist, der sich ausgewählt ausdrückt, nie und bei niemandem aneckt, entspricht Franziskus gerade nicht. Will es nicht. Und er hat sich in seinen bisher fünf Amtsjahren nicht verbiegen lassen. Franziskus ist kein Mann der Distanz, sondern der Nähe. Er schaut in die Augen – und das hält er für eine der wichtigsten Eigenschaften, die er sich von Priestern und allen, die in der Seelsorge tätig sind, in der Begegnung mit Menschen wünscht.

Dieser Film geht unter die Haut. ›Ich wollte ihn sprechen lassen, statt einen Film über seine Herkunft zu machen‹, sagt der dreifach Oscar-nominierte deutsche Filmemacher Wim Wenders … Und: ›Das ist kein biografischer Film, es ist eher eine Biografie seiner Ideen. Es ist eher ein Film mit ihm als ein Film über ihn.‹ Dazu haben Wim Wenders und seine Crew zu einem Trick gegriffen: Sie benutzten ein so genanntes Interrotron, eine Art umfunktionierten Teleprompter, auf dem Papst Franziskus das Gesicht von Wenders sehen konnte, als ob er vor ihm säße. Aber gleichzeitig konnte Franziskus auch durch diesen hindurch direkt in die Kamera schauen – was den Effekt hatte, dass die Zuschauer den Eindruck bekommen, dass der Papst direkt mit ihnen spricht, von Angesicht zu Angesicht sozusagen. Franziskus scheint sich auf diese Methode problemlos eingestellt zu haben. … Es berührt sehr, mitzuerleben, wie der Papst mit Leidenschaft und Eindringlichkeit redet, motiviert, warnt. Wie er lacht, trauert, betet. Er entschuldigt sich nach dem verheerenden Taifun Haiyan auf den Philippinen, dass er nicht besser trösten kann: ›Ich habe keine Worte für Euch, ich kann nur mit Euch schweigen, mit Bruder Jesus.‹ Er steht wie versteinert an Ground Zero. Er betet an der West- bzw. Klagemauer und steigt aus dem Auto, um schweigend vor dem ›Schutzwall‹ zur Westbank rund um Jerusalem zu stehen. Er umarmt, küsst oder segnet Kinder, Alte, Behinderte, Kranke. Keine Berührungsängste, nirgendwo. Er ist direkt – selbst wenn er für einige Momente schweigend in einer Todeszelle in Auschwitz sitzt. Vor dem US-Kongress in Washington spricht er mühsam auf Englisch. Er wirbt für die Bekämpfung von Armut und für Klimawandel, fordert zur Abschaffung von Todesstrafe und Waffenhandel auf. … Etwas mehr als neunzig Minuten lang wird man, unterstützt durch starke Musik, fast pastoral wirkende Kommentare des Regisseurs und eine ungeheure, beeindruckende Bilderflut mit einem Mann konfrontiert, der vor allem eines tut: Er fasziniert. Und er überzeugt. So schlicht manche Aussagen daherkommen (›buona sera‹), so sehr manche Direktheit verblüfft, manche Vergleiche irritieren – man nimmt ihm ab, was er sagt. Da ist nichts gespielt. Und vieles vermittelt den Eindruck, man säße dabei, wenn er eine Ansprache hält, höre ihm live zu, wenn er predigt, führe im Papamobil mit. Der Suggestion der Bilder kann man sich nicht entziehen.«

(Quelle: Universal Pictures/katholisch.de)

»Das Herz Gottes lodert vor Mitleid auf«: Hochfest des heiligsten Herzens Jesu

„Das Herz Gottes lodert vor Mitleid auf! Am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu stellt die Kirche unserer Betrachtung dieses Geheimnis anheim, das Geheimnis des Herzens eines Gottes, der Rührung empfindet und der die Menschheit mit all seiner Liebe überflutet. Eine geheimnisvolle Liebe, die in den Texten des Neuen Testaments als unermeßliche Leidenschaft Gottes für den Menschen geoffenbart wird. Er gibt nicht auf angesichts der Undankbarkeit und nicht einmal der Ablehnung des Volkes, das er erwählt hat; im Gegenteil, mit unendlicher Barmherzigkeit sendet er seinen eingeborenen Sohn in die Welt, damit er das Verhängnis der zerstörten Liebe auf sich nehme; damit er die Macht des Bösen und des Todes besiegen und so den Menschen, die von der Sünde zu Knechten gemacht worden sind, die Würde von Kindern zurückerstatten kann. All dies zu einem hohen Preis: der eingeborene Sohn des Vaters opfert sich am Kreuz: »Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung« (Joh 13,1). Symbol einer derartigen Liebe, die über den Tod hinausgeht, ist seine von einer Lanze geöffnete Seite. Dazu sagt der Apostel Johannes, der Augenzeuge des Geschehens war: »Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floß Blut und Wasser heraus« (Joh 19,34).“ (Predigt S.H. Papst em. Benedikt XVI. im Petersdom, 19.06.2009)

Am Freitag, 8. Juni 2018, laden wir herzlich zur Feier der hl. Messe um 18.00 Uhr ein. An die Eucharistiefeier anschließend halten wir vor dem Allerheiligsten Anbetung und bitten den Herrn um Arbeiter für seinen Weinberg.