Silbernes Professjubiläum von Abt Gerhard

Unser hochwürdigster Herr Prälat Abt Mag. Gerhard Hafner O.S.B. feiert heute, am 30 November, sein Silbernes Professjubiläum. Wir gratulieren ihm dazu herzlichst und wünschen ihm viel Gesundheit, Kraft und Gottes gnadenreichen Segen!

Die Fotos stammen von der gestrigen Vesper, in der Abt Gerhard seine Profess erneuert hat.

Der Selige des Monats November 2020: »Sel. Giacomo Alberione«

Der »Selige des Monats November« ist der Giacomo Alberione. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 26. November. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Giacomo Alberione wurde als fünfter Sohn einer Bauernfamilie am 4. April 1884 in San Lorenzo di Fossano bei Cuneo geboren. Von 1890 bis 1891 besuchte er die Grundschule in Cherasco, schon in dieser Zeit war sein Entschluss Priester zu werden gewachsen. 1896 wurde er im Katholischen Priesterseminar von Bra unterrichtet und war von 1899 bis 1900 auf dem bischöflichen Gymnasium. In dieser Zeit war er von Büchern und Zeitschriften derart begeistert, dass er seine Schulpflichten vernachlässigte und relegiert werden musste. Er erlebte am eigenen Leib, wie sehr das gedruckte Wort die Menschen beeinflussen konnte. Ab Oktober 1900 war der Priesteramtskandidat abschließend im Priesterseminar des Bistums Alba. In der Neujahrsnacht 1901 erhielt er eine visionäre Deutung, er solle das Evangelium mit neuen Kommunikationsmitteln verkünden, diese Aufgabenstellung vermittelte in ihm den Drang sich im kommenden Jahrhundert für die Menschen einzusetzen. Nach seiner Priesterweihe am 29. Juni 1907, dem Fest des Martyriums des heiligen Paulus von Tarsus, war er zunächst in der Pfarrei von Narzole tätig und übernahm 1908 die Tätigkeit des Spiritual der Schüler und Studenten im Priesterseminar von Alba. Das Leben und Wirken des heiligen Paulus sollte später sein Leben und sein Werk beeinflussen. Die Enzyklika „Tametsi futura prospicientibus“ wurde am 1. November 1900 von Papst Leo XIII. (1878–1903) veröffentlicht. In ihr erklärte der Papst, „dass der Klerus alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen müsse, die Menschheit mit dem Wort Gottes vertraut zu machen“. Im modernen Sprachgebrauch hieß dieses für Alberione, dass die Geistlichen sowohl das geschriebene als auch das gesprochene Wort verstärkt als Medium einsetzen sollten. Der junge Priesterkandidat war von dieser Möglichkeit begeistert und war von nun an bestrebt dieser Weisung zu folgen. Ab 1913 gab er die wöchentlich erscheinende Bistumszeitung „Gazetta d’Alba“ heraus. Die erste Gründung einer Ordensgemeinschaft im modernen paulinischen Geist erfolgte am 20. August 1914 mit der Gesellschaft vom heiligen Paul. In der daraus entstandenen Paulusfamilie gründete er zwischen 1915 und 1960 weitere fünf Ordensinstitute und Säkularinstitute. Alle Institute des geweihten Lebens glauben an die Wirkung von Medien bei der Verbreitung des Evangeliums, ebenso wie Giacomo Alberione. Über den Seligen Alberione wird in unserer Zeit als „Schutzpatron des Internets“ diskutiert. Als Teilnehmer am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) war er beteiligt an der Entstehung des Konzildekretes „Inter mirifica“ über die sozialen Kommunikationsmittel und die Instrumente der Evangelisation (14. Dezember 1963). Das erste Generalkapitel der Gesellschaft vom heiligen Paul wählte Pater Alberione am 4. April 1957 zum Generaloberen. Am 5. August 1969 wird er auf dem zweiten Generalkapitel zum Ehrengeneraloberen ernannt, ihm im Amt als Generaloberer folgte Pater Luigi Damaso Zanoni. Am 26. November 1971 starb Pater Alberione im Generalat der Gesellschaft vom heiligen Paul in Rom, er wurde in Santa Maria Regina degli Apostoli alla Montagnola bestattet. Im Jahre 1981 wurde der Seligsprechungsprozess eingeleitet. Das Dekret zum Ehrwürdigen Diener Gottes wurde am 25. Juni 1996 veröffentlicht. Am 27. April 2003 wurde er durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. (Quelle: de.wikipedia.org)


Gebet von Giacomo Alberione für das Apostolat der sozialen Kommunikation:

O Gott, der Du Deinen einzigen Sohn Jesus Christus auf die Erde gesandt hast, um den Menschen Deine Liebe mitzuteilen, und der Du ihn eingesetzt hast als Meister, als Weg, Wahrheit und Leben der Menschheit, gewähre, dass die Werkzeuge der sozialen Kommunikation: Presse, Kino, Radio, Fernsehen, Schallplatten und alle audiovisuellen Mittel, immer zu Deiner Ehre und zum Wohl der Seelen eingesetzt werden. Erwecke für dieses vielfältige Apostolat Berufungen, und rege alle Menschen guten Willens dazu an, mit Gebet, tätigen Einsatz und Opfer dazu beizutragen, dass die Kirche mit diesen Mitteln das Evangelium allen Völkern predigen kann. Amen.

Quelle: Giacomo Alberione: Pensieri – Frammenti di spiritualità apostolica dai suoi scritti e discorsi, 4. Aufl. Edizioni Pauline, Cinisello Balsamo (Milano) 1987, S. 137

Medaillenregen für unsere Weine bei den Decanter World Wine Awards 2020

Dveri Pax nahm auch 2020 an den »Decanter WORLD WINE AWARDS« teil und räumte in diesem Jahr wieder ab.

Der Decanter World Wine Award (DWWA) ist der größte und einflussreichste Weinwettbewerb der Welt. Die DWWA wird von den besten Weinexperten aus der ganzen Welt beurteilt und ist international für ihre strengen Bewertungsverfahren bekannt.

An 28 aufeinander folgenden Tagen im August verkosteten 116 der weltweit besten Weinexperten, darunter 37 Masters of Wine und neun Master Sommeliers, 16.518 Weine aus 56 Ländern unter strengen Covid-Sicherheitsrichtlinien blind. Die Jury vergab insgesamt 50x Best in Show, 178 Platin-, 537 Gold-, 5.234 Silber- und 7.508 Bronzemedaillen. Folgende Auszeichnungen erlangten die Weine von Dveri Pax:

DP Brut Šipon/Furmint 2016

Punkte: 96
Degustationsnotiz der Jury: »Im Ansatz eine ausdrucksstarke Furmint-Note mit Salzgehalt, Mineralität, Quitte und Bratäpfeln. Wohlschmeckend mit einer beeindruckenden Mousse, Unmengen an frischem Apfelsaft- und Zitronenaromen sowie herrlicher Energie und Kraft.«

Furmint/Šipon Ilovci 2016

Punkte: 90
Degustationsnotiz der Jury: »Im Ansatz rauchig und am Gaumen mit Aprikosen- und Steinobstcharakter und nussigen, würzigen Noten; endet mit einem pikanten Zitrus-Abgang.«

Modri Pinot/Blauburgunder 2013

Punkte: 91
Degustationsnotiz der Jury: »Wunderschöner Waldboden- und würzige Kirscharomen mit einem kleinen pflanzlichen Hauch. Komplex, reifend am Gaumen mit seidigen Tanninen und gutem Umfang.«

DP Brut classic 2013

Punkte: 89
Degustationsnotiz der Jury: »Pochierte Birnen- und Apfelaromen führen zu einem reifen, konzentrierten Geschmack am Gaumen mit viel Zitrusfrische.«

DP Brut Rosé 2017

Punkte: 88
Degustationsnotiz der Jury: »Sehr trinkbar mit charmanten frischen roten Früchten, einem Hauch von Rhabarber und blumigem Charakter.«

Benedict White 2018

Punkte: 87
Degustationsnotiz der Jury: »Leichter Charakter mit Aromen von grünen Äpfeln und Birnen bis zum Ende; gute Säure und Frische.«

Sivi Pinot/Pinot Gris/Grauburgunder 2019

Punkte: 88
Degustationsnotiz der Jury: »Ein großartiges Sortenbeispiel mit attraktiven Birnen- und Pfirsicharomen und reifem Zitrusfruchtgeschmack.«

Modra Frankija/Blaufränkischer 2012

Punkte: 89
Degustationsnotiz der Jury: »Zeichen der Reife und Komplexität mit Noten von süßer Pflaumenkofitüre und Balsamico von der Eiche..«

Modra Frankija/Blaufränkischer Rosé 2019

Punkte: 88
Degustationsnotiz der Jury: »Charmant mit Kirsch-Himbeer-Joghurt-Aromen, am Gaumen sehr frisch und zitronig mit einer erfrischenden Säure.«

Furmint/Šipon 2019

Punkte: 86
Degustationsnotiz der Jury: »Helle Zitrus- und Apfelaromen führen zu einem leichten, frischen und konzentrierten Genuß am Gaumen.«

Sauvignon blanc 2019

Punkte: 88
Degustationsnotiz der Jury: »Ein Charakter von Zitronenöl mit einem Hauch von Passionsfrucht und Zitrusschale und mit einer breiten Beschaffenheit.«

Laški rizling/Welschriesling 2019

Punkte: 85
Degustationsnotiz der Jury: »Ein einfacher Weißer mit einem Apfelbukett und einem sehr konzentrierten Abgang.«

Traminec/Traminer 2019

Punkte: 84
Degustationsnotiz der Jury: »Sortenmerkmale von Litschi und Rosenblättern mit schlankem Körper.«

Benedict Red 2012

Punkte: 85
Degustationsnotiz der Jury: »Charakter von saftigen roten Kirschen und Himbeeren mit einem Hauch von Rauch.«

Die Heilige des Monats Oktober 2020: »Hl. Sr. Maria Faustyna vom allerheiligsten Sakrament Kowalska«

Die »Heilige des Monats Oktober« ist die heilige Sr. Maria Faustyna vom allerheiligsten Sakrament Kowalska. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 5. Oktober. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle verehrt werden.

„Weder Gnaden, noch Eingebungen, noch Entzückungen wie auch andere verliehene Gaben machen die Seele vollkommen, sondern nur die innere Vereinigung meiner Seele mit Gott. Die Gaben sind lediglich Schmuck für die Seele, doch bilden sie weder ihren Inhalt noch die Vollkommenheit. Meine Heiligkeit und Vollkommenheit beruht auf der engen Vereinigung meines Willens mit dem Willen Gottes.“ (Hl. Faustyna)

Helena Kowalska wuchs als drittes von zehn Kindern eines Landwirts auf. Im Alter von 20 Jahren trat sie nach vielen Hindernissen in den Orden der „Muttergottes der Barmherzigkeit“ in Warschau ein und erhielt den Ordensnamen Maria Faustyna vom allerheiligsten Sakrament; das Noviziat verbrachte sie im Kloster in Krakau. Als Schwester arbeitete sie in den Ordenshäusern in Warschau, Płock, Vilnius und Krakau in der Küche, Bäckerei, Gärtnerei oder als Pförtnerin. Maria Faustyna wurden 1931 in Płock Visionen von Jesus Christus und Erscheinungen der Gottesmutter zuteil. Jesus erschien mit weißem Gewand bekleidet, eine Hand zum Segen erhoben, die andere an die Brust gelegt; von dort gingen zwei Strahlen aus. Ein Künstler malte dann dieses Bild mit der Inschrift „Jesus, ich vertraue auf Dich“. Maria Faustyna wurde zur Künderin der unergründlichen göttlichen Barmherzigkeit erwählt, sie sollte die Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit durch die Verehrung des Gnadenbildes sowie das Beten des Barmherzigkeits-Rosenkranzes verbreiten und sich dafür einsetzen, dass ein Fest der Göttlichen Barmherzigkeit eingeführt werde. Mit brennender Liebe, durch Sühneleistungen, in ihrem Gebet sowie durch ihr im Verborgenen geübtes Opferleben erflehte sie die Barmherzigkeit Gottes für die Welt. 1934 begann Maria Faustyna auf Bitten ihres Beichtvaters, Tagebuch zu führen. Dort notierte sie die Anweisungen, die sie von Jesus Christus erhalten hatte, und beschrieb die Begegnungen zwischen ihrer Seele und Gott; dieses Tagebuch zählt heute zu den Klassikern der spirituellen Literatur. Maria Faustyna starb mit 33 Jahren im Rufe der Heiligkeit in ihrem Kloster – das auch Józefów genannt wird in Erinnerung an den spirituellen Stifter – in Kraków an Tuberkulose. Ihre Anliegen, die Verehrung der „Großen Barmherzigkeit“ Gottes, die Verehrung der Eucharistie und das Leben nach dem Vorbild von Maria, wurden vom polnischen Papst Johannes Paul II. kräftig gefördert. In Krakau wurde das „Sanktuarium der Großen Barmherzigkeit“ eröffnet, in der Maria Faustynas Offenbarungen in Ehren gehalten werden. Zusammen mit ihrer Heiligsprechung legte Papst Johannes Paul II. fest, dass die ganze katholische Kirche mit Beginn dieses 3. Jahrtausends am Weißen Sonntag das „Fest der Göttlichen Barmherzigkeit“ feiert. Maria Faustynas Gebeine liegen in der Josefs-Kapelle der Schwestern der Muttergottes von der Barmherzigkeit in Krakau. 2002 wurde durch Papst Johannes Paul II., der schon 1997 Faustynas Grab besucht hatte, die neue große Wallfahrtskirche geweiht und zur „Basilika der Barmherzigkeit Gottes“ erhoben; Papst Benedikt XVI. besuchte sie 2006, Papst Franziskus 2016. Am Weißen Sonntag, dem Sonntag nach Ostern, am 18. April 1993, erfolgte in Rom die Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. Die Heiligsprechung Faustynas erfolgte durch denselben Papst am 30. April 2000 in Rom als erste des 3. Jahrtausends; zugleich legte Papst Johannes Paul II. fest, dass die ganze katholische Kirche mit Beginn dieses 3. Jahrtausends am Weißen Sonntag das „Fest der Göttlichen Barmherzigkeit“ feiert. Papst Franziskus bestimmte ihren Gedenktag 2020 zum in der ganzen katholischen Kirche gefeierten gebotenen Gedenktag.

(Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zur hl. Faustyna

O Jesus, der Du die heilige Faustyna zu einer großen Verehrerin Deiner grenzenlosen Barmherzigkeit gemacht hast, mögest Du mir durch ihre Vermittlung die Gnade erweisen, um die ich Dich bitte, wenn dies mit Deinem allerheiligsten Willen im Einklang steht.

Ich sündiger Mensch bin Deiner Barmherzigkeit nicht würdig, aber schaue auf den Geist des Opfers und der Hingabe von Schwester Faustyna und belohne ihre Tugend, indem Du die Bitten erhörst, die ich durch ihre Fürsprache vertrauensvoll an Dich richte.

Vater unser…, Gegrüßet seist Du, Maria…, Ehre sei…

Heilige Schwester Faustyna – bitte für uns.

Imprimatur:
Auxiliarbischof Dr. Kazimierz Nycz
Krakau, den 11. Februar 2004

Der Heilige des Monats September 2020: »Heiliger Sigmund Felix Felinski«

Der »Heilige des Monats September« ist der heilige Sigmund Felix Feliński. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 17. September. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Sigmund Felix Feliński wurde am 1. November 1822 in Wojutyn bei Luzk in Wolhynien (heute Ukraine) geboren. Er war Sohn des Grundbesitzers Gerard, und Ewa. Der tief gläubigen Atmosphäre seines Elternhauses verdankte er seine starke Verankerung im Glauben und in den Sitten. Von seinen Eltern lernte er die Gottesliebe, Hingabe für das Vaterland und Wertschätzung des Menschen. Dank dieser Werten brach er nicht zusammen, als sein Vater starb, seine Mutter für ihre patriotische Aktivität nach Sibirien verbannt wurde, als die Regierung des Zaren das Familienvermögen konfiszierte und die sechs Geschwister obdachlos blieben. Im Alter von 17 Jahren brach er in die Welt auf, mit dem Glauben im Herzen und dem Vertrauen der hilfreichen Vorsehung Gottes. Sein einziges Reichtum waren: ein „Unschuldiges Herz, die Religion und brüderliche Liebe für der Nächsten“, sowie der Glaube, über den er folgendes sagte: „Mein Gesichtspunkt ist der Glaube, ich möchte, dass alles, was mir gefällt, was mich verzaubert und entzückt, seinen Anfang in ihm nimmt“ (1843). Dank seiner naturwissenschaftlichen Begabung erlangte er eine mathematische Ausbildung in Moskau und eine geisteswissenschaftliche an der Sorbonne und auf dem Collège de France. Seinen Patriotismus bezeugt die Teilnahme am Aufstand in Großpolen (1848), von der Dimension seines Geistes – die Freundschaft mit dem polnischen Nationaldichter Juliusz Słowacki. Der Stimme Jesu Christi folgend beschloss er in Paris, Priester zu werden. Im Jahre 1851 kehrte er nach Polen zurück, wo er in das Priesterseminar in żytomierz eintritt; weiteren Aufbau erlang er durch Ausbildung an der Priesterakademie in St. Petersburg, wo er auch zum Priester geweiht wurde (1855). Beseelt durch den Geist der Barmherzigkeit gründete er eine Herberge für die Waisen und Armen und eine Ordensgemeinschaft unter dem Namen „Familie Mariens“ (1857). Gleichzeitig ging er den Pflichten des Spirituals der Alumnen und des Akademieprofessors nach. Er wurde berühmt als Prediger und Beichtvater.  Am 6. Januar 1862 vom sel. Pius IX zum Erzbischof von Warschau ernannt, verbrachte er an der Weichsel nur 16 Monate, unter sehr widrigen Umständen, zur Zeit der patriotischen Manifestationen und dem Ausbruch des Nationalaufstandes. In dieser kurzen Zeit aber entwickelte er eine fruchtbare Tätigkeit, die als Ziel das Beleben des religiösen Lebens der Erzdiözese hatte. Dieser „Mensch der Vorsehung“, Zeichen „der göttlichen Barmherzigkeit“, machte in der polnischen Hauptstadt ein Zentrum der Wiedergeburt. Er organisierte Missionen und Andachtsübungen in Kirchen, Krankenhäusern und Gefängnissen; rief die Priester zur eifrigen Tätigkeit auf, zur Fürsorge die Nüchternheit des Volkes zu befördern. Er legte großen Wert auf die Verkündigung des Wortes Gottes, auf die Katechese, auf die Entwicklung des Bildungswesens. Er verbreitete die Andacht des Heiligsten Sakraments und die der Mutter Gottes; zu Ihrer Ehre verbreitete er in der Erzdiözese die Mai-Andacht. Besorgt um die religiöse Erziehung von Kindern und Jugendlichen gründete er in Warschau ein Waisenhaus und eine Schule, die er der Obhut der Schwestern der „Familie Mariens“ übergab. In Warschau galt er als „Engel des Friedens“, indem er das Volk zur Besonnenheit und fruchtbarer Wirkung zum Wohle der Heimat aufrief. Seiner Erfahrung und seinem realistischen Urteilsvermögen folgend versuchte er, die Gemüter zu besänftigen und das Volk vor dem Blutvergießen aufzuhalten. Doch nach Ausbruch des Januaraufstandes (1863) trat der gute Hirt für die Unterdrückten ein und teilte ihr Elend. Durch den darauffolgenden Wandel in der russischen Politik gegenüber dem polnischen Königreich ist der Erzbischof unbequem geworden. Nach St. Petersburg beordert, verließ er Warschau am 14. Juni 1863, unter Militäreskorte, als Staatsgefangener. Erst dann wurde Warschau voll gewahr, wer ihr Hirte wirklich war, der in einer so kurzen Zeit so viel Gutes getan; es herrschte die Ansicht vor, mit ihm sei „ein Hauch des Heiligen Geistes“ durch das Erzbistum gezogen. Der zur Verbannung ins Innere Russlands verurteilte Erzbischof Feliński verbrachte 20 Jahre in Jaroslawl an der Wolga, wo er, dem Gebet, dem Apostolat und der Barmherzigkeit ergeben, den Alltag mit seiner Heiligmäßigkeit erglänzte. Sein Schicksal legte er in die Hände des Heiligen Vaters, gleichzeitig leistete er dem Druck der Regierung sein Erzbischofsamt aufzugeben widerstand. Trotz der politischen Begrenzungen umgibt er mit Betreuung die Exilierten in Sibirien in dem er ihnen geistlichen Trost wie materielle Hilfe bringt. Er stiftet eine Kirche in Jaroslawl. Die Erinnerung an den „heiligen polnischen Bischof“, der „den polnischen und katholischen Geist in drei Generationen verwurzelt“, bleibt lebhaft an der Wolga durch lange Jahrzehnte. Nach 20 Jahren (1883) wurde er infolge einer Vereinbarung zwischen der russischen Regierung und dem Vatikan entlassen. Doch nach Warschau durfte er nicht mehr zurückkehren. So trat er seine zweite Verbannung an. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Feliński als Titularerzbischof von Tharsus, in dem Dorf Dzwinaczka in Podolien (Diözese Lemberg), wo er sich der seelsorgerischen, sozialen und der Bildungstätigkeit unter dem Bauernvolk widmete. In das Leben dieses Dorfes brachte er den Geist der religiösen Erneuerung ein, eines versöhnten Zusammenlebens zwischen den Ukrainern und Polen, sowie einer fruchtbaren Zusammenarbeit im Namen der evangelischen Bruderschaft. Das dortige Volk hielt ihn für seinen Vater und Beschützer, einen „heiligen“ Geistlichen, und seinen Aufenthalt in dem Dorf für den „Gottes Segen“. Erzbischof Feliński starb am 17. September 1895 in Krakau, im Ruf eines heiligen. Man schrieb über ihn: „Ein großartiges Herz ist gesprungen“; er hinterließ ein königliches Erbe: „einen Priesterrock, ein Stundenbuch und viel Liebe unter den Menschen.“ (Quelle: muzeumfelinskiego.pl)


Gebet um Gnade durch die Fürsprache des Hl. Sigmund Felix

Gott, Du hast den heiligen Sigmund Felix, den Mann großer Demut und Schlichtheit, mit außergewöhnlichen Tugenden geziert; lass uns durch seine Fürsprache die Gnade erhalten, um die wir demütig bitten. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater.

(Quelle: muzeumfelinskiego.pl)

Der Heilige des Monats August 2020: »Heiliger Philipp Benizi«

Der »Heilige des Monats August« ist der heilige Philipp Benizi. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 23. August. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Philippus aus der edlen Familie der Benizi studierte Medizin und Philosophie in Padua und Paris. Er trat 1254 im Kloster Monte Senario bei Florenz in den Servitenorden ein, wurde 1259 zum Priester geweiht und 1267 fünfter Generalprior des Ordens. Als sich das Konklave in Viterbo von 1268 bis 1271 hinzog, weil sich die Kardinäle nicht auf einen neuen Papst einigen konnten, wurde Philippus als Vermittler eingeschaltet und dann selbst zum Papstkandidaten; der Überlieferung zufolge versteckte er sich 1268 in einer Höhle nahe des heute nach ihm benannten Ortes Bagni San Filippo bei Siena, um sich einer Wahl zu entziehen, bis Gregor X. zum Papst gewählt war. Philippus leitete den Servitenorden mit großer Umsicht, gab ihm seine Konstitutionen mit Elementen der Regeln der Dominikaner und der Franziskaner und verteidigte seinen Fortbestand angesichts der drohenden Aufhebung durch die Beschlüsse des 2. Konzils von Lyon im Jahr 1274 und des 1276 durch den Dominikaner Papst Innozenz V. erlassenen Verbots der Ausbildung von Novizen; der Papst wollte offenbar, dass die Serviten aussterben sollten und ihr Erbe an den Heiligen Stuhl übergeben werde. Dennoch arbeitete Philippus an der Ausbreitung des Ordens; 1277 konnte in Halberstadt die erste deutsche Niederlassung eröffnet werden, Ordensprovinzen gab es nun auch in Polen und Ungarn. Philippus gewann viele neue Mitglieder für den Orden, insbesondere bedeutende Männer. Er gilt deshalb als „zweiter Gründer des Ordens“ und hat der Überlieferung im Orden zufolge zusammen mit Juliana Falconieri auch den weiblichen Zweig gegründet. Einem Aussätzigen schenkte Philippus einmal sein Unterkleid; als dieser es anzog, wurde er geheilt. Überliefert wird, dass die zum Konklave in Viterbo versammelten Kardinäle von diesem Wunder hörten und ihn deshalb zum Papst wählen wollten. Deshalb wird er oft mit der Tiara zu seinen Füßen dargestellt als Ausdruck dafür, dass er das Papstamt abgelehnt hat. Papst Honorius IV. stellte 1286 die Serviten wieder unter seinen päpstlichen Schutz, der Neubeginn war gesichert. Im nach Philippus Benitius benannten Dom von Todi werden seine Gebeine aufbewahrt. Der Servitenorden pflegt den Brauch, am Gedenktag von Philippus Brot und Wasser zu segnen, denn die Überlieferung berichtet, dass die Ordensbrüder in Arezzo dereinst unter einer Hungersnot litten; Philippus erflehte Hilfe bei Maria, kurz darauf stand ein Korb voll von Brot vor der Klosterpforte. Philippus‘ Verehrung wurde von Papst Leo X. 1516 bestätigt, am 8. Oktober 1645 wurde er durch Papst Innozenz’ X. seliggesprochen. Die Heiligsprechung erfolgte am 12. April 1671 durch Papst Clemens X. (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum heiligen Philipp Benizi

Barmherziger Gott, der heilige Philipp war in seiner Demut dein Werkzeug, um den Orden der Diener Mariens zu verbreiten und durch heilige Gesetze zu kräftigen. Hilf uns, der seligen Jungfrau Maria nach dem Vorbild dieses großen Vaters treu zu dienen und mit apostolischem Eifer an der Ausbreitung des Reiches deines Sohnes mitzuwirken. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen. (Quelle: serviten.de)

Die Heilige des Monats Juli 2020: »Heilige Clelia Barbieri«

Die »Heilige des Monats Juli« ist die heilige Clelia Barbieri. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 13. Juli. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„‚Jesus, mein Bräutigam, ich möchte dir das schreiben, um es immer im Gedächtnis zu haben. Große Gnaden hat Gott mir heute geschenkt. Ich war in der Kirche und wohnte der Messe bei, als ich einen starken Anstoß verspürte, der mich antrieb, meinen Willen in allen Dingen abzutöten, um dem Herrn immer mehr gefallen zu können. Und ich fühlte den Willen, es zu tun, aber ich hatte nicht die Kraft dazu. Du siehst, o großer Gott, den entschlossenen Willen, dich zu lieben, und ich möchte dir nie Missfallen. Aber mein Elend ist so groß, dass ich dich immer beleidige. Herr öffne dein Herz und sende das Feuer deiner Liebe, um mein Herz zu entflammen und mein Herz brennen zu lassen.‘ Als Antwort lässt Clelia Jesus sprechen: ‚Du kannst nicht wissen, vielgeliebte Tochter, wie sehr ich dich liebe, wie sehr ich dir zugetan bin, wie brennend ich wünsche, dass die Heiligkeit in dir leuchte. Hab also Mut, kämpfe weiter, denn alles wird gut gehen. Wenn du zu leiden haben wirst, dann vertraue dich meinem Herzen an. Ich werde dir in der Kraft Gottes Ruhe schenken!‘“ (Hl. Clelia Barbieri)

Clelia Barbieri wurde am 13. Februar 1847 in Budrie di San Giovanni in Persiceto bei Bologna geboren. Ihr Vater starb, als sie acht Jahre alt war, sie wuchs danach in bitterer Armut auf, konnte nicht einmal ihre Volksschulausbildung beenden. Die gute Erziehung ihrer Mutter, die vornehmer Abstammung war und ihren armen Mann aus Liebe geheiratet hatte, glich die mangelnde Bildung aus. Unter der geistlichen Leitung eines Priesters verschrieb sie schon in jungen Jahren ihr Leben dem immerwährenden Gebet. Ihrer Mutter half sie im Haushalt, daneben lehrte sie den Kindern der Pfarre den Katechismus. 1868 begann sie mit drei Gefährtinnen ein gemeinsames Leben in einem kleinen Haus in der Nähe der Pfarrkirche – der Beginn der „Kongregation der kleinsten Schwestern der Schmerzensmutter“ mit der Aufgabe der Unterweisung von Kindern armer Eltern und der Fürsorge für Arme und Kranke. Gut zwei Jahre später – am 13. Juli 1870 – starb sie, ausgezehrt von Tuberkulose, nachdem sie die Gnade der Stigmatisierung als höchsten Grad der mystischen Erfahrung erfahren hatte.

Clelia Barbieris Kongregation wurde später in den Servitenorden eingegliedert. Clelia wurde am 27. Oktober 1968 von Papst Paul VI. selig- und am 9. April 1989 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

(Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zur heiligen Clelia Barbieri

Gott, du hast in der heiligen Clelia der christlichen Gemeinde ein Beispiel des Lebens nach dem Evangelium gegeben. Sie diente ihren Mitmenschen in freudiger Verfügbarkeit. Gewähre auch uns auf ihre Fürsprache hin, dem milden und von Herzen demütigen Christus nachzufolgen und einst das Erbe deines Reiches zu empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

(Quelle: serviten.de)

Heiliger des Monats Juni 2020: »Hl. Antonius von Padua«

Der »Heilige des Monats Juni« ist der heilige Antonius von Padua. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 13. Juni. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Ferdinand Martim de Bulhões e Taveira wurde um 1195 als Sohn einer begüterten Adelsfamilie geboren. Er wurde zuerst an der Schule der seinem Elternhaus benachbarten Kathedrale, dann ab 1210 an der Schule der Augustiner im Kloster São Vicente de Fora in Lissabon und ab 1212 im Augustinerkloster Santa Cruz in Coimbra ausgebildet. Nach gründlichen wissenschaftlichen Studien wurde er 1212 in Coimbra zum Priester geweiht. Erschüttert durch das Erlebnis der Bestattung der Gebeine der fünf marokkanischen Märtyrer in seiner Kirche reifte sein Entschluss, sich den Franziskanern anzuschließen; 1220 trat er in Coimbra ins Kloster ein, das Santo António dos Olivares geweiht war und nahm den Ordensnamen Antonius an. 1220 ging Antonius selbst nach Marokko, wurde aber durch Krankheit zur Heimkehr gezwungen, wobei ein Sturm ihn nach Sizilien verschlug.

Er ging nach Assisi und nahm 1221 am Generalkapitel seines Ordens teil; dabei erlebte er die Versammlung mit 3000 Ordensbrüdern und Franziskus persönlich. Die Brüder erkannten seine Begabung als Redner; Antonius lebte dann längere Zeit in der Einsiedelei auf dem Monte Paulo bei Forlì. Gratian, der Ordensprovinzial der Romagna, beauftragte ihn 1222 bis 1224 mit dem Kampf gegen die Katharer und die Waldenser in Oberitalien, v. a. in Rimini und Mailand sowie in Südfrankreich, wo er als eindrücklicher Bußprediger wirkte. Er stand in dieser Zeit den Franziskanern in Le Puy und Limoges als Guardian vor. Seine franziskanische Armut verlieh seinen Reden Glaubwürdigkeit, seine enorme Bibelvertrautheit verschaffte ihm Bewunderung, er wirkte so überzeugend, dass man ihn den „Hammer der Ketzer“ nannte. Die Legende berichtet von Antonius‘ ans Wunderbare grenzende Begabung, sich fremden Völkern bei einem Konzil in Rom nur durch den Schwung seiner Rede verständlich zu machen.

Zu den bekanntesten seiner Legenden gehört die Predigt am Ufer von Rimini: die Einwohner wollten ihn nicht hören, aber die Fische versammelten sich und streckten ihre Köpfe aus dem Wasser; dieses Wunder habe fast die ganze Bevölkerung der Stadt bekehrt. Als jemand – in mancher Überlieferung ein Katharer – die Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie bezweifelte, ließ Antonius einen Maulesel bringen, der drei Tage nichts zu Fressen bekommen hatte; das Tier fiel, ohne das gereichte Futter zu berühren, vor Antonius nieder, weil der ihm mit der Hostie entgegentrat. Papst Gregor IX. nannte ihn, als er ihm zuhörte, Schatztruhe der Heiligen Schrift.

Franziskus ernannte ihn 1224 zum Lektor der Theologie für die Minderen Brüder des Ordens an der Universität in Bologna und theologischen Leiter des Ordens. Antonius führte nun die Theologie von Augustinus in den Franziskanerorden ein. 1227 bis 1230 war Antonius wieder als Bußprediger in Oberitalien tätig, zugleich wurde er Ordensprovinzial der Romagna mit Sitz in Padua, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Seine Fastenpredigten in Padua 1231 hatten sensationellen Erfolg, keine Kirche war groß genug, er musste ins Freie ausweichen, die Überlieferung berichtet von bis zu 30.000 Zuhörern.

Die ganze Region um Padua schien wie umgewandelt: Schulden wurden erlassen, zerstrittene Familien versöhnten sich, Diebe gaben das gestohlene Gut zurück, Dirnen kehrten ins ehrbare Leben zurück, unrechtmäßige und überhöhte Zinsen wurden den Schuldnern zurückerstattet. Ein junger Mann aus Padua, der seiner eigenen Mutter einen Fußtritt verpasst hatte, war der Überlieferung nach von Antonius‘ Predigt so ergriffen, dass er sich zur Buße sein Bein mit einem Beil abhackte; Antonius aber fügte es wundersamerweise wieder an. 1230 legte er, entkräftet von den anstrengenden Reisen, seine Ämter nieder, und lebte auf einem Nussbaum auf dem Landgut Camposampiero bei Padua. In seiner letzten Lebensphase wurde er von den Klarissen im Kloster Arcella in Padua gepflegt, wo er am 13. Juni 1231 starb.

Antonius‘ Patronat für verlorene Sachen geht zurück auf die Überlieferung, dass ein junger Mönch den Psalter des Antonius ohne dessen Erlaubnis mitnahm. Daraufhin wurde er von Erscheinungen heimgesucht, so dass er das Buch schleunigst zurückbrachte. Das Attribut Jesuskind geht auf eine Legende zurück, nach der ein Graf – nach spätere Überlieferung sein Förderer Graf Tiso von Camposampiero – als Gastgeber des Heiligen diesen nachts aufsuchte, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen. Aus der Kammer des Heiligen drang ein so heller Lichtschein, dass der Graf einen Brand vermutete und erschrocken die Tür aufriss. Er fand Antonius lächelnd vor, in seinen Armen das strahlende Jesuskind haltend. Der Augenzeuge durfte erst nach dem Tode des Heiligen von diesem Geschehnis berichten. Antonius wurde zunächst in S. Maria Maggiore in Padua beigesetzt. 1263 wurden seine Gebeine in Anwesenheit von Johannes Bonaventura erhoben und in die zu seinen Ehren neu gebaute und ihm geweihte Basilika in Padua übertragen.

Bereits elf Monate nach seinem Tod sprach Papst Gregor IX. Antonius – aufgrund des stürmischen Verlangens des Volkes, das ihn gleich nach seinem Tod als großen Wundertäter verehrte -, nach dem bis dahin und bis heute kürzesten Kanonisierungsprozess der Kirchengeschichte am 30. Mai 1232 in Spoleto heilig, nachdem zuvor schon 47 Wunder dokumentiert wurden. 1946 wurde er von Papst Pius XII. zum Kirchenlehrer ernannt, obwohl er nur einige Predigtmanuskripte hinterließ. (Quelle: heiligenlexikon.de)


Anrufung um den Schutz des hl. Antonius

Heiliger Antonius, voller Vertrauen und gestärkt von der Gewissheit, dass wir nicht umsonst zu dir beten, nehme auch ich meine Zuflucht zu dir, denn du bist ein mächtiger Fürsprecher vor Gott.

Du, der ein Leben des Evangeliums geführt hast, komme mir zu Hilfe und bestärke meinen Glauben und meine christliche Hoffnung; du, Prediger der Botschaft der Menschenliebe, wecke in allen Menschen den Wunsch nach Frieden und Brüderschaft: Du, Schutzpatron der Armen und Leidenden, hilf’ den Armen und den Verlassenen.

Segne meine Arbeit und meine Familie, halte fern von meinen Angehörigen Krankheiten und alle Gefahren für Leib und Seele. Gib, dass ich auch in Stunden der Prüfung und des Leides stark bleibe in meinem Glauben und in der Liebe zu Gott. Amen.

(Quelle: sanantonio.org)

Heilige Märtyrerin Corona, bitte für uns

Am 14. Mai gedenkt die katholische Kirche der heiligen Märtyrerin Corona. »Corona war nach den Legenden die Frau des Märtyrers Victor. Im Alter von erst 16 Jahren starb sie ebenfalls den Martertod, indem sie mit zwei gebeugten Palmen beim Emporschnellen zerrissen wurde.« (Quelle: heiligenlexikon.de) Im Gebet wollen wir uns um Fürsprache und Schutz an sie wenden:

Vater im Himmel, wir danken dir für Jesus Christus, deinen Sohn, der uns erlöst hat, und für den Heiligen Geist, den du gesandt hast. Danke, dass du uns in diesen Tagen im Wort und im Heiligen Geist besonders nahe bist und uns in der Anbetung und Fürbitte verbindest. Wir preisen dich für das Glaubenszeugnis der heiligen Corona. In dieser Zeit der Sorgen bitten wir um ihre Fürsprache.

Heilige Corona, mutige junge Frau – bitte für uns
Heilige Corona, Trösterin im Leid –
Heilige Corona, stark im Glauben –
Heilige Corona, tapfer in der Bedrängnis –
Heilige Corona, gekrönte Märtyrerin –
Heilige Corona, Fürsprecherin gegen Seuchen –
Heilige Corona, Fürsprecherin in Geldfragen –
Heilige Corona, Fürsprecherin in Entscheidungen –
Heilige Corona, Geschenk der Vorsehung Gottes – erbitte uns Umkehr und ein Ende der Not

Pater noster. Ave Maria. Gloria Patri.

(Gebet aus einer Novene zur hl. Corona von Elisabeth Obermayer)

Heilige des Monats Mai 2020: »Hl. Jungfrau und Gottesmutter Maria«

Die »Heilige des Monats Mai« ist die heilige Gottesmutter Maria. Ihr gedenken wir besonders am 24. Mai, dem Fest „Maria, Hilfe der Christen“, in dieser besonderen Situation. Reliquien vom Geburtshaus, vom Sterbehaus und vom Grab Mariens befinden sich im Haus der Begegnung und können in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Über Abstammung und Jugend Marias findet sich in der Bibel nichts; die Stammbäume für Jesus im Matthäus- und Lukasevangelium wollen Jesu Abstammung von Joseph und damit aus dem Geschlecht Davids aufzeigen. Von Maria wird nur berichtet, dass sie in Nazaret zuhause, mit Joseph verlobt und mit Elisabeth verwandt war; vermutlich stammte sie also aus priesterlichem Geschlecht, da Elisabeth mit dem Priester Zacharias verheiratet war. Quelle für das Leben von Maria sind deshalb nicht nur die biblischen Evangelien, sondern vor allem apokryphe Schriften, insbesondere das sogenannte Evangelium des Jakobus. Die Vorgeschichte beginnt demnach mit dem Elternpaar Joachim und Anna, die kinderlos blieben. Joachims Altaropfer wies der Hohepriester zurück. Joachim verbarg sich bei seinen Herden, ein Engel verkündete ihm, dass er zu seiner Frau zurückkehren und ihr an der Goldenen Pforte begegnen solle. Auch Anna, die trauernd ein Vogelnest mit den die Jungen fütternden Alten betrachtete, erschien der ihr trotz ihres Alters Nachkommen verheißende Engel. Das Kind Maria wurde geboren. Von Anna sorgfältig unterwiesen und dem Tempeldienst gewidmet, schritt die Dreijährige selbständig die Treppen empor, wo der Hohepriester sie mit den Tempelfrauen empfing – als Mariä Tempelgang ist diese Szene bekannt. Nun berichten die Überlieferungen die Szene mit den 12 Auserwählten aus den zwölf Stämmen Israels, die ihre Stäbe zum Orakel in den Tempel brachten. Allein der Stab des alten Joseph aus dem Geschlecht Davids erblühte; eine Taube erschien darauf, Maria, die Jungfrau, wurde ihm angetraut – so fand die Verlobung, lateinisch Sponsalia, statt. Es folgt die im Neuen Testament bezeugte Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria mit der Begrüßung Ave Maria (Lukasevangelium 1, 26 – 38). Maria wurde – wohl im damals üblichen Alter von 15 Jahren – mit Jesus schwanger. Lukas- und Matthäusevangelium bemühen sich, diese Schwangerschaft und bei Lukas die Geburt als ein wunderbares, von Gott gewirktes Ereignis darzustellen, um damit auch die besondere Bedeutung Jesu erkennbar zu machen: das Leben des Kindes in ihrem Schoß ist durch den Heiligen Geist in der Kraft Gottes geweckt worden, das Kind wird deshalb Sohn Gottes genannt werden (Lukasevangelium 1, 35). Im Markus- und Johannesevangelium sowie in den Briefen des Apostels Paulus fehlen entsprechende Hinweise. Im Traum wurde Joseph vom Engel angewiesen, die schwangere Maria nicht zu verlassen (Matthäusevangelium 1, 19 – 24) – dies wird als Rechtfertigung bezeichnet. Joseph und Maria machten sich dann der Überlieferung im Lukas- und Matthäusevangelium nach auf den Weg nach Betlehem; kurz vorher machten sie der Überlieferung zufolge ruhten sie unterwegs am Rastplatz der Maria – heute im Stadtgebiet von Jerusalem. In Betlehem wurde dann das Jesuskind geboren. Die Geburt und die Verkündigung der Engel an die Hirten und deren Verehrung des Neugeborenen, die berühmte Weihnachtsgeschichte, ist überliefert im Lukasevangelium 2, 1 – 20. Nach der Überlieferung im Matthäusevangelium folgt die Verehrung der Weisen – der heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar -, ihre Begegnung mit Herodes, dessen – angeblicher, historisch aber nicht zu belegender – Befehl zum Kindermord, der Traum der Könige und der Traum Josephs, der die Flucht nach Ägypten veranlasste, um Jesus vor dem Mordkommando des Herodes zu schützen (Matthäusevangelium 2). Diese Flucht ist von einer Reihe apokrypher Legenden umrahmt: ein aufwachsendes Ährenfeld verbarg die Flüchtenden; ein Palmbaum neigte sich ehrerbietig; Götter stürzten um; Räuber bekehrten sich; das Jesuskind spielte mit aus Ton geformten Vögeln, die lebendig wurden; Maria strickte einen Rock, der mit dem heranwachsenden Jesus stets mitwuchs; in Heliopolis – dem heutigen El Matareya – rastete die Familie in einem Sykomore-Baum, der seinen Stamm geöffnet hatte, um sie vor nachstellenden Räubern zu verbergen und daneben entsprang dann auf Marias Gebet eine Quelle, beide sind heute dort noch immer in der Kirche der seligsten Jungfrau zu sehen. Acht Tage nach der Geburt erfolgte die Namensgebung und Beschneidung Jesu (Lukasevangelium 2, 21). Die Darbringung im Tempel, das jüdische Reinigungsopfer der Mutter, ist wieder im Lukasevangelium (2, 22- 40) erzählt; dabei erkannte der greise Simeon Jesus als den erwarteten Heilsbringer, sagte aber auch sein Leiden und das Leid von Maria voraus: auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen. Ausführlich als Lichterfest geschildert ist diese Szene in der Legenda Aurea, sie trägt daher auch die Bezeichnung Mariä Lichtmess. Das Ehepaar suchte eines Tages den Sohn und fand Jesus als Zwölfjährigen mit den Schriftgelehrten im Tempel (Lukasevangelium 2, 41 – 52). Von Joseph wird danach nichts mehr berichtet. Maria dagegen ist im späteren Leben Jesu bei allen wichtigen Situationen gegenwärtig, ohne im Vordergrund zu stehen. Vom 12. Jahrhundert an wird Maria mit dem Kind als Madonna verehrt; dem tritt eine Vorstellung aus der Apokalypse (Offenbarung 12) zur Seite: die vom Drachen verfolgte Frau, die das Kind zur Welt bringt, das Michael rettete, und die von der Sonne bekleidet, von Sternen bekrönt auf dem Monde steht, als Mondliebe-Madonna bezeichnet. Nach dem Tod Jesu ging Maria der Überlieferung zufolge zwischen den Jahren 37 und 48 mit Johannes, dem Lieblingsjünger Jesu, nach Ephesus – heute Ruinen bei Selçuk. Dass sich hier ihr Grab befindet wird erstmals 431 beim Konzil von Ephesus benannt. Älter ist die Überlieferung, Maria sei in Jerusalem gestorben, dort wird ihr Grab nahe des Löwentors am östlichen Rand der Altstadt verehrt in der Krypta einer Kirche, die südlich des Ölberges im 4. Jahrhundert erbaut und um 1130 von den Kreuzfahrern erneuert wurde. Der Tod der Maria – byzantinisch Koimesis, orthodoxe Kirchengebäude tragen diesen Namen – ist ein großes Thema von später entstandenen Legenden: Maria erschien am Berg Zion – oder in Ephesus – ein Engel mit leuchtendem Palmzweig und verkündete ihr den Tod. Sie bat, dass die Apostel zugegen sein sollten; diese wurden von Wolken herbeigetragen und umstanden das Lager der Sterbenden; Christus nahm die Seele der Entschlafenen auf den Arm. Die Hände des Hohenpriesters, der den Leichnam vernichten und mit Bewaffneten verhindern wollte, dass er in das Tal Josaphat – den Ort, an dem nach dem alttestamentlichen Buch Joel (4, 12) das göttliche Endgericht stattfinden soll – gebracht wird, blieben an der Bahre kleben, bis Petrus sie löste, ihn heilte und bekehrte. (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zur hl. Gottesmutter Maria, Hilfe der Christen

Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein Eigen sein.
Dein im Leben, dein im Tod,
dein in Unglück, Angst und Not.
Dein in Kreuz und bittrem Leid,
dein für Zeit und Ewigkeit.

Mutter, auf dich hoff und baue ich,
Mutter, zu dir ruf und seufze ich,
Mutter, du Gütigste, steh mir bei,
Mutter, du Mächtigste, Schutz mir verleih.

O Mutter, so komm, hilf beten mir,
o Mutter, so komm, hilf streiten mir,
o Mutter, so komm, hilf leiden mir,
o Mutter, so komm, und bleib bei mir.

Du kannst mir ja helfen, du Mächtigste,
du wirst mir auch helfen, du Gütigste,
du musst mir auch helfen, du Treueste,
du wirst mir auch helfen, Barmherzigste.

O Mutter der Gnaden, der Christenhort,
du Zuflucht der Sünder, des Heiles Pfort.
Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier,
du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier.

Jungfrau Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein Eigen sein.
Dein im Leben, dein im Tod,
dein in Unglück, Angst und Not.
Dein in Kreuz und bittrem Leid,
dein für Zeit und Ewigkeit. Amen.