»Taut, ihr Himmel, von oben…«: Einladung zur Rorate

»Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie lasse Gerechtigkeit sprießen. Ich, der HERR, erschaffe es.«

Jesaja 45,8

In „aller Herrgotts Früh“ finden die adventlichen Roratemessen statt. Im Übergang vom Dunkel ins Licht wollen wir uns in dieser Messfeier besinnen, gemeinsam feiern und danach gemeinsam Mahlhalten im Frühstück. Wir erwarten das Kommen des Herrn, der uns mit seiner Geburt, seinem Leiden und seiner Auferstehung vom Dunkel unseres Sterbens ins Licht des Himmels führen wird.

In der Dunkelheit des Morgens wollen wir am Samstag der 2. Woche im Advent, 14. Dezember 2019, um 6.30 Uhr gemeinsam den Rorategottesdienst feiern und mit dem anschließenden Frühstück, zu dem wir herzlich einladen wollen, den Tag beginnen.

Seliger des Monats Dezember 2019: »Bartolomeo Fanti«

Der »Selige des Monats Dezember« ist der selige Bartholomäus Fanti. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 5. Dezember. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.
»Bartholomäus Fanti schloss sich 1433 dem Karmeliterorden in seiner Heimatstadt an. 1452 wurde er zum Priester geweiht. Er wurde zur bedeutendsten Persönlichkeit der Ordensreform von Mantua, entwarf 1460 neue Statuten und wirkte ab 1460 als engster Mitarbeiter des Ordensspirituals. Zeitlebens war er ein großer Verehrer von Maria und der Eucharistie. Bartholomäus‘ Grab ist in der Kathedrale in Mantua.
Bartholomäus Fanti wurde 1909 seliggesprochen.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum Seligen Bartholomäus Fanti

Gott, unser Herr, du hast den seligen Bartholomäus Fanti außergewöhnlich in seinem Eifer für die Verehrung der heiligen Eucharistie und der seligen Jungfrau Maria gemacht. Mögen wir in dieser Hinsicht die gleiche Fülle an Geist erfahren wie er. Darum bitten wir durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.
(Frei übersetzt aus dem Englischen: ocarm.org)

»Ich möchte die schöne Tradition stützen, Krippen aufzubauen«: Papst Franziskus schreibt dem Volk Gottes

Am Ersten Adventsonntag, 1. Dezember 2019, unterzeichnete der heilige Vater Papst Franziskus das Schreiben »Admirabile signum« im italienischen Ort Greccio, wo Franz von Assisi 1223 erstmals die Geburt Jesu szenisch darstellte. Im päpstlichen Schreiben betont der heilige Vater die Bedeutung und den Wert der Weihnachtskrippe.

„Die Krippe ist ein einfaches und wunderbares Zeichen des christlichen Glaubens. Es ist ein kurzer Brief, der gut zur Vorbereitung auf Weihnachten geeignet ist. Begleite mich mit dem Gebet auf diesem Weg“, so der Papst nach dem Mittagsgebet am Petersplatz.

In Greccio empfingen ihn die franziskanische Ordensgemeinschaft, Kinder und der zuständige Bischof von Rieti, Domenico Pompili. Den Ordensleuten bei der Grotte, wo die Weihnachtskrippe ausgestellt ist, sagte der Papst:

„Die größte Botschaft des heiligen Franziskus ist das Zeugnis und seine Bitte: ,Predigt das Evangelium, und wenn nötig auch mit Worten´, es geht nicht darum, Proselytismus zu betreiben. Es geht um die Bedürftigen, um die Sünder. Es geht um das Zeugnis. Gott hat uns aus der ,Erde´ erschaffen, wie es im Buch der Genesis heißt: Er hat uns Erde gemacht, wir sind Erde. Er verliebte sich in unserer Erde. Das ist das Zeugnis von Jesu Liebe. Denkt daran: Armut und Demut. Danke.“

Danach unterzeichnete der Papst das Schreiben „Admirabile signum“, in der es um die Bedeutung und den Wert der Weihnachtskrippe geht. „Wie viele Gedanken drängen sich in den Geist an diesem heiligen Ort! Und doch sind wir vor dem Felsen dieser Berge, die dem Heiligen Franziskus so teuer sind, aufgerufen, vor allem die Einfachheit wiederzuentdecken“, sagte der Papst in seiner Betrachtung bei der feierlichen Unterzeichnung seines Schreibens. Die Krippe, die der heilige Franziskus „auf engstem Raum“, in Anlehnung an die schmale Grotte von Bethlehem, zum ersten Mal herstellte, spreche für sich, führte Franziskus weiter aus. Mit der Weihnachtskrippe bestehe keine Notwendigkeit, Worte zu vervielfachen, „denn die Szene vor unseren Augen drückt die Weisheit aus, die wir brauchen, um das Wesentliche zu erfassen“, erinnerte der Papst weiter:

„Vor der Weihnachtskrippe entdecken wir, wie wichtig es für unser so oft hektisches Leben ist, Momente der Stille und des Gebets zu finden. Stille, um die Schönheit des Gesichts von Jesus, dem Kind, dem Sohn Gottes, zu betrachten, der in der Armut eines Stalls geboren wurde. Gebet, um das ,Dankeschön´ auszudrücken, das über dieses große Geschenk der Liebe, das uns gegeben wird, erstaunt ist.“

In diesem „einfachen und wunderbaren Zeichen“ der Weihnachtskrippe offenbare sich „das große Geheimnis unseres Glaubens“. Gott liebe jeden Menschen. Das sei die zentrale Botschaft der Krippe. Es handele sich um eine Tradition, die zur Volksfrömmigkeit gehöre und „von Generation zu Generation“ weitergegeben werde.

„Gott lässt uns nie allein; er begleitet uns mit seiner verborgenen Gegenwart, aber nicht unsichtbar. In jeder Situation, in Freude wie in Schmerz, ist er der Emmanuel, Gott mit uns. Wie die Hirten von Bethlehem nehmen wir die Einladung an, in die Grotte zu gehen, um das Zeichen zu sehen und zu erkennen, das Gott uns gegeben hat. Dann wird unser Herz voller Freude sein, und wir werden es dort hinbringen können, wo es Traurigkeit gibt; es wird voller Hoffnung sein, um mit denen geteilt zu werden, die es verloren haben.“

Zum Abschluss seiner kurzen Ansprache rief der Papst die Gläubigen auf, sich mit Maria zu identifizieren, die ihren Sohn in die Krippe gelegt habe, weil in einem Haus kein Platz war.

„Mit ihr und mit dem heiligen Josef, ihrem Mann, schauen wir auf das Jesuskind. Möge ihr Lächeln, das in der Nacht erblüht, Gleichgültigkeit zerstreuen und die Herzen für die Freude derer öffnen, die sich vom Vater im Himmel geliebt fühlen.“ (Quelle: vaticannews.va vom 01.12.2019)

Lesen Sie hier den vollständigen Text des päpstlichen Schreibens »Admirabilis signum«...

Einladung zur Adventkranzsegnung und Adventbesinnung am Ersten Adventsonntag

Der Advent ist die Zeit, um den Herrn zu empfangen, der uns entgegenkommt, um nach vorne zu blicken und uns auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten.

Papst Franziskus: Tweet am 02.12.2018

Herzlich laden wir am Ersten Adventsonntagabend, 1. Dezember 2019, ein, mit hwst. Herrn Guardian Pfarrer Mag. P. Josef Höller O.F.M. um 18.30 Uhr die heilige Messe zu feiern, in der die Adventkränze gesegnet werden.

Anschließend hören wir in einem Besinnungsvortrag Gedanken, die uns auf dem Weg hin zum Weihnachtsfest begleiten sollen. Nach der Adventbesinnung bringt uns der heilige Nikolaus seine guten Gaben.

Eucharistische Anbetung und Gebet für geistliche Berufungen

„Ich darf […] ein schönes Wort von Edith Stein, der heiligen Mitpatronin Europas, zitieren, die in einem Brief geschrieben hat: ‚Der Herr ist im Tabernakel gegenwärtig mit Gottheit und Menschheit. Er ist da, nicht seinetwegen, sondern unseretwegen: weil es seine Freude ist, bei den Menschen zu sein. Und weil er weiß, dass wir, wie wir nun einmal sind, seine persönliche Nähe brauchen. Die Konsequenz ist für jeden natürlich Denkenden und Fühlenden, dass er sich hingezogen fühlt und dort ist, sooft und solange er darf‘ (Gesammelte Werke VII, 136f). Lieben wir es, beim Herrn zu sein. Da können wir alles mit ihm bereden. Unsere Fragen, unsere Sorgen, unsere Ängste, unsere Freuden, unsere Dankbarkeit, unsere Enttäuschungen, unsere Bitten und Hoffnungen. Da können wir es ihm auch immer wieder sagen: Herr, sende Arbeiter in deine Ernte. Hilf mir, ein guter Arbeiter in deinem Weinberg zu sein.“ (Papst emeritus Benedikt XVI.)

Herzlich laden wir ein, am Mittwoch, 27. November 2019, vor dem Allerheiligsten Anbetung zu halten, und Gott, unseren barmherzigen Vater, um Arbeiter in seinem Weinberg zu bitten. Die eucharistische Anbetungsstunde findet nach der Feier der heiligen Messe statt, die um 18.30 Uhr beginnt.

Seliger des Monats November 2019: »Manuel Lozano Garrido«

Der »Selige des Monats November« ist der selige Manuel Lozano „Lolo“ Garrido. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 3. November. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Als Lolo noch seine Finger bewegen konnte, wurde ihm eine Schreibmaschine geschenkt. Was schrieb er als erstes auf ihr? „Herr, danke. Das erste Wort: dein Name; er sei immer die Kraft und die Seele dieser Maschine. Dein Licht und deine Durchsichtigkeit seien immer in den Gedanken und im Herzen derer, die an ihr arbeiten, damit das, was geschaffen wird, edel sei, rein und hoffnungsvoll.“ (aus der Biographie des sel. Manuel Lozano)

»Manuel, geboren am 9. August 1920, wurde schon in jungen Jahren Mitglied bei der Katholischen Aktion. Beim Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs 1936 verließ sein Vater die Familie, er half seiner Mutter, die noch seine acht Geschwister zu versorgen hatte. Täglich bemühte er sich, die Eucharistie den Gläubigen zu verteilen, bis er festgenommen wurde. Als katholischer Journalist arbeitete er dann bei verschiedenen spanischen Zeitungen, immer wieder pilgerte er zum Marienheiligtum in Saragossa. 1942 schloss er sich der spanischen Armee an, dennoch nahm er jeden Morgen an der Messe teil. Noch im selben Jahr erkrankte Lolo, wie er genannt wurde, sehr schwer an Spondylitis ankylosans, besser bekannt als Morbus Bechterew: Der ganze Körper wurde entstellt, vollständige Lähmung trat ein. Dennoch diktierte er seiner Schwester Lucy und seinen Freunden neun Bücher. 1956 gründete er die Zeitschrift Sinai für Kranke und wurde mit dem spanischen Journalistenpreis Bravo ausgezeichnet. Seine Leidenschaft für die Eucharistie sowie seine einfache, zärtliche Liebe für die Jungfrau Maria ermöglichten ihm ein fröhliches Leben trotz seiner Krankheit, die er mit Geduld annahm. Der Bischof hatte erlaubt, dass ein Altar in Lolos Haus errichtet wurde, so dass er weiterhin täglich kommunizieren konnte. In den Jahren seiner Krankheit wurde immer wieder Lourdes das Ziel seiner Wallfahrten. Als mystischer und kontemplativer Laie inspirierte Lozano Patienten und Ärzte, Journalisten und Schriftsteller, Jugendliche und Katecheten. Die letzten zehn Jahre seines Lebens war er zudem vollkommen blind. Lolos Lebenseinstellung war während der langen Jahre seiner Krankheit ein Lied an das Leben, eine sich erneuernde und ansteckende Freude gewesen. Er verfasste ein Gebet für die Journalisten und den Dekalog des Journalisten. Sein Werk Sinai sammelte Gruppen von Klöstern und Kranken, die ihre Schmerzen und ihr Gebet Jesus Christus für die Arbeit der Journalisten anempfehlen, damit diese Aussaat des Evangeliums sei. Lozanos sterbliche Überreste – er starb am 3. November 1971 – werden in der Pfarrkirche Santa Maria in Linares aufbewahrt. Manuel Lozano Garrido wurde am 12. Juni 2010 in Linares als erster Journalist seliggesprochen.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum Seligen Manuel Lozano Garrido

Barmherziger Vater, wir danken dir, dass du deine unendliche Liebe durch das Leben des seligen Manuel Lozano offenbar machst. Wir danken dir, weil du kraft deines Heiligen Geistes das Bildnis deines Sohnes in ihm eingeprägt hast. Wir danken dir für seinen starken Glauben, für seine Liebe zur Eucharistie, für seinen apostolischen Eifer, für den Mut in seinen Schriften, für die Geduld und das Zeugnis in seiner Krankheit und für seine immerwährende Freude. Wir bitten dich, lass uns durch die Nachahmung seines Christseins, dich gegenwärtig in unserer Umgebung machen, und lass uns mit ihm niemals an der Führung der sanften und starken Hand unserer Mutter, der seligen Jungfrau Maria, zweifeln. Amen.

(Frei übersetzt aus dem Spanischen: amigosdelolo.com)

Allerheiligen und Allerseelen: ein Doppelfest der Auferstehung

Zum Allerseelenfest hatte Karl Rahner einst die Worte gefunden: »Seele, vergiss nicht die Toten! Rufe sie heute in dein Herz, höre ihr Schweigen, lerne von ihnen das eine Notwendige, feiere das Fest aller deiner Heiligen. Dann wird der Gott aller Lebendigen auch uns Tote nicht vergessen und er wird einmal auch unser Leben sein. Und es wird sein ein einziges, ewiges Fest aller Heiligen.« Die Verbindung von Allerheiligen und Allerseelen machen den Novemberbeginn zu einem Fest der Auferstehung: zu einem Osterfest am Beginn der dunklen, kalten Jahreszeit.

»Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. So habt auch ihr jetzt Trauer, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude.«

(Joh 16,20.22)

An diesen beiden Tagen treffen sich vielfach Familien, erinnern sich ihrer Verstorbenen mit einem Friedhofsbesuch und nutzen diese Festtage, um im Familienkreis zu feiern. Ein alter Brauch ist es, dass der so genannte »Allerheiligenstriezel« verschenkt wird.

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe zu Allerheiligen und Allerseelen jeweils um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.

Weltmissionssonntag im Außerordenlichen Monat der Weltmission

Kirche ist mehr als unsere Kirche im Ort. Kirche ist eine weltweite Gemeinschaft von Christen. Im Oktober 2019, dem Außerordentlichen Monat der Weltmission, und ganz besonders am Weltmissionssonntag feiern wir die weltweite Kirchengemeinschaft. Am Weltmissionssonntag feiern wir unseren Glauben mit der weltweiten Kirchengemeinschaft. Millionen Menschen sind an diesem Tag im Gebet miteinander verbunden. Der Weltmissionssonntag ist die älteste Kirchenkollekte der Welt und die größte Solidaritätsaktion unseres Planeten.

Herzlich laden wir am Sonntag, 20. Oktober 2019, um 18.30 Uhr zur Feier der heiligen Messe in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein. Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit FairTrade-Schokoladepralinen und Bio-Fruchtgummi käuflich zu erwerben und mit dieser Spende Jugendprojekte in Missionsländern zu unterstützen.

Heiliger des Monats Oktober 2019: »Daniel Comboni«

Der »Heilige des Monats Oktober« ist der heilige Daniel Comboni. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am
10. Oktober. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Eines Abends sprang ein Junge über die Mauer auf das Gelände der Mission. „Wer bist Du?“, fragte Comboni den Jungen, der ganz außer Atem war. „Ich bin der Sklave eines Kamelhändlers,“ erwiderte dieser. „Und wer hat Dich geschickt?“, fragte Comboni weiter. „Gott hat mich geschickt“, war die unerwartete Antwort. Ganz betroffen von der Antwort gewährte Comboni dem Jungen Unterkunft und erteilte ihm Unterricht. Später empfing der Junge die Taufe und nahm den Namen seines Beschützers an. Daniel Sorur studierte später in Rom und wurde 1887 Priester.

»Daniel, geboren am 15. März 1831, wurde am kleinen Priesterseminar in Verona ausgebildet und 1854 zum Priester geweiht. Von 1857 bis 1859 wirkte er als Missionar im Sudan und Zentralafrika. 1867 gründete er in Verona das Missionsinstitut der Söhne des Heiligsten Herzen Jesu und eröffnete noch im selben Jahr die erste Niederlassung in Kairo. 1864 entwickelt er unter dem Titel Piano per la rigenerazione dell’Africa, Plan zur Widerherstellung (des Christentums) für Afrika ein Programm für die Missionsarbeit in Nordafrika; 1870 unterrichtete er beim 1. Vatikanischen Konzil Papst Pius IX. von seinen Plänen zur Missionierung Zentralafrikas. 1871 verfasste er eine Ordensregel, 1872 gründete er die Schwesterngemeinschaft Pie Madri della Nigrizia, Fromme Mütter für Afrika, und eine Zeitschrift für die Missionsarbeit in Afrika, die noch heute unter dem Titel Nigrizia erscheint. Auf Daniel Comboni geht die Wiederbelebung der fast schon aufgegebenen Missionsarbeit in Schwarzafrika zurück. 1872 wurde er zum Provikar für Zentralafrika ernannt. 1873 ging er selbst nach Khartoum / Al Khurtum, 1877 wurde er zum dortigen Bischof und zum Apostolischen Vikar für Zentralafrika ernannt. Er starb am 10. Oktober 1881 in Khartoum/Al Khurtum im Sudan. Die Söhne des Heiligsten Herzen Jesu wurden 1895 vom Papst bestätigt. Heute arbeiten über 4000 Ordensleute und Mitglieder des Säkularinstituts in 24 Ländern in Afrika und Mittelamerika. 1500 Comboni Missionsschwestern, wie die Pie Madri della Nigrizia genannt werden, leben und arbeiten in rund 30 verschiedenen Ländern in Europa, Asien, Afrika und Amerika. Daniele Comboni wurde 1996 seliggesprochen, die Heiligsprechung erfolgte am 5. Oktober 2003.«

(Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum heiligen Daniel Comboni 

O Vater, der heilige Daniel Comboni hatte ein wunderbares und grenzenloses Vertrauen zu Dir: Auf seine Fürsprache schenke auch uns einen einfachen und tiefen Glauben, der sich jeden Tag Deinem Willen ganz anvertraut. O Vater, der Opfergeist und die mutige Liebe zum Kreuz brannten im Herzen des heiligen Daniel Comboni: Schenke auch uns – wie ihm – ein großmütiges Herz, das sich hingibt und Opfer bringt ohne zu ermüden. O Vater, der heilige Daniel Comboni hatte eine große Liebe zu den Armen und Verlassenen: Gib, dass wir – wie er – keine Ruhe haben, wenn wir jemanden sehen, der Deine Liebe noch nicht kennengelernt hat; mach uns zu Missionaren des Evangeliums, damit viele Menschen Dir begegnen können. O Vater, der heilige Daniel Comboni hat sein ganzes Leben damit verbracht, Dein Reich unter den Völkern Afrikas auszubreiten, er hat Afrika und die Afrikaner von Herzen geliebt: Auf seine Fürsprache schenke den Völkern Afrikas das Brot des Evangeliums und stärke die Missionare in den Ländern dieses Kontinents. Heiliger Daniel Comboni, bitte für uns!

(Comunitá Cenacolo)

»Getauft und gesandt«: Außerordentlicher Monat der Weltmission Oktober 2019

»Papst Franziskus hat den Oktober 2019 als Außerordentlichen Monat der Weltmission ausgerufen. Zum Auftakt wird der Papst am Dienstagabend eine Vesper im Petersdom feiern. Unter dem Motto Getauft und gesandt: die Kirche Christi missionarisch in der Welt sind die Gläubigen aufgerufen, sich in den kommenden vier Wochen ihrer eigenen Mission besonders bewusst zu werden und, so der Papst, mit neuem Schwung die missionarische Umgestaltung des Lebens und der Seelsorge wiederaufzunehmen. In vielen Diözesen weltweit gibt es Initiativen und Veranstaltungen, bei denen Gebet, Zeugnisse von Gläubigen und das Nachdenken über den Missionsauftrag der Kirche im Mittelpunkt stehen.

Der 1. Oktober ist der Gedenktag der Heiligen Therese von Lisieux (1873-1897), die zusammen mit dem Jesuitenmissionar Franz Xaver (1506-1552) Patronin der Weltmission ist. Die Papst-Vesper im Petersdom an diesem Tag werden Zeugnisse von Missionaren begleiten, die Franziskus am Ende auch entsenden wird. Für den Missionsmonat gibt es ein speziell gestaltetes Logo in Form eines Missionarkreuzes, dessen traditionelle Farben an die fünf Kontinente erinnern.

Logo des Außerordentlichen Monats der Weltmission

Der Ruf nach einer Kirche im Aufbruch und der Ruf nach Evangelisierung als deren wichtigste Herausforderung gehört zu den Konstanten im Pontifikat von Franziskus. Schon in seinem nur wenige Monate nach der Papstwahl 2013 veröffentlichten Schreiben Evangelii Gaudium rief er zu einer pastoralen und missionarischen Neuausrichtung der Kirche auf. Versetzen wir uns in allen Regionen der Erde in einen Zustand permanenter Mission, schrieb der Papst.

Die Kirche brauche weiterhin Männer und Frauen, die kraft ihrer Taufe großherzig auf den Ruf antworten, hinauszugehen aus ihrem Zuhause, um das Wort Gottes zu verkünden und das Evangelium zu bezeugen, betont der Papst in seiner Botschaft zum kirchlichen Weltmissionssonntag, der als einer der Höhepunkte im Missionsmonat heuer am 20. Oktober von den Gläubigen weltweit gefeiert wird. Die Notwendigkeit der Rettung von der Sünde und die Befreiung vom persönlichen und gesellschaftlichen Übel erfordern die Mission bis an die äußersten Grenzen der Erde, hält Franziskus fest.

Missionsarbeit sei nichts von der Seelsorgearbeit Unabhängiges, sondern in gewisser Weise der Höhepunkt, sagte der Präsident der Päpstlichen Missionswerke, Erzbischof Giovanni Pietro Dal Toso, im Vorfeld des Missionsmonats. Dieser sei eine außergewöhnliche Gelegenheit, um der täglichen Pastoralarbeit dabei zu helfen, neue Kraft aus der missionarischen Dimension zu schöpfen.

Unser Vater im Himmel,
als Dein Sohn, unser Herr Jesus Christus,
von den Toten auferstand, hat er
seinen Jüngern den großen Auftrag gegeben:
»Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern.«
Du erinnerst uns daran,
dass wir kraft unserer Taufe
an der Mission der Kirche teilhaben
und für sie Verantwortung tragen.
Schenke uns die Gaben des Heiligen Geistes,
um mutig und entschlossen
das Evangelium zu bezeugen.
Die Mission,
die Christus seiner Kirche anvertraut hat,
ist noch lange nicht vollendet.
Deshalb bitten wir Dich
um neue Ideen und um wirksame Formen,
um Leben und Licht
in die Welt von heute zu tragen.
Hilf uns,
allen Völkern die rettende Liebe und die Barmherzigkeit
Jesu Christi erfahrbar zu machen,
der mit Dir lebt und herrscht
in der Einheit des Heiligen Geistes
jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Gebet von Papst Franziskus zum Außerordentlichen Monat der Weltmission

Franziskus hatte den Außerordentlichen Monat der Mission 2019 vor zwei Jahren angekündigt. Der Missionsmonat steht in der Tradition des Apostolischen Schreibens Maximum illud, in dem Papst Benedikt XV. (1914-1922) vor genau 100 Jahren an das Evangelium und die Verkündigung der Botschaft Jesu als die Wurzeln der Mission erinnerte und Eckpunkte der Missionsarbeit darlegte. In dem Dokument forderte er unter anderem Respekt vor anderen Kulturen und grenzte die kirchliche Verkündigung von kolonialen Bestrebungen ab.

Papst Franziskus erteilt in seiner diesjährigen Botschaft zum Sonntag der Weltmission erneut dem Proselytismus, also dem Abwerben von Mitgliedern anderer Religionen und Konfessionen, eine Absage: Dieses göttliche Leben ist nicht eine Verkaufsware – wir betreiben keinen Proselytismus -, sondern ein Reichtum, den man weiterschenken, mitteilen, verkündigen muss: Hierin liegt der Sinn der Mission. Der Ruf zur Umkehr muss laut Franziskus deshalb stets unter Achtung der persönlichen Freiheit und der Menschenwürde sowie im Dialog mit den Kulturen und Religionen der Völker erfolgen.

Scharf kritisiert der Papst zudem zunehmenden Säkularismus, der sich zur ausdrücklichen und kulturellen Ablehnung der aktiven Vaterschaft Gottes in unserer Geschichte auswachsen könne. Dies verhindere die Brüderlichkeit aller Menschen. Ohne den Gott Jesu Christi wird jeder Unterschied zu einer höllischen Bedrohung, die jegliche brüderliche Aufnahme und fruchtbare Einheit des Menschengeschlechts verunmöglicht, so Franziskus.

Kritisch blickt der Papst auch auf Selbstbezogenheit. Um in Kultur und Gesellschaft den Boden für die Botschaft Gottes zu ebnen, müsse jede ungebührende ethnische und kirchliche Introversion überwunden werden. Franziskus bekräftigt, dass Gott alle Menschen retten wolle und alle Christen gerufen seien, ihm dabei zu helfen: Jeder von uns ist eine Mission in der Welt, weil er Frucht der Liebe Gottes ist, so der Papst. «

(Quelle: Kathpress, 30.09.2019)