Heiliger Vater Benedikt, Schutzpatron Europas, bitte für uns!

Am 11. Juli feiern wir unseren Heiligen Vater Benedikt als Schutzpatron Europas. Neben dem Hl. Benedikt sind die hll. Kyrill und Medthodius, die hl. Katharina von Siena, die hl. Birgitta von Schweden und die hl. Theresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) Mitpatrone Europas.  In seiner Enzyklika „Fulgens radiatur“ schrieb S. H.  Papst Pius XII.:

„Eine andere mahnende Lehre noch, deren unsere Zeit so sehr bedarf, gibt der heilige Patriarch (Benedikt, Anm.): Gott nicht bloß zu verehren und anzubeten, ihn vielmehr mit restloser Hingabe wie einen Vater zu lieben. Diese Liebe ist heute leider erkaltet und erstarrt; daher trachtet die Großzahl der Menschen mehr nach irdischen als nach überzeitlichen Gütern, und zwar in ungeordnetem Wettstreit, der nicht selten Unruhen und Feindschaft gebiert und leidenschaftlichen Hass schürt. … Aus dieser Gottesliebe muss dann die brüderliche Liebe zu den Mitmenschen quellen, die wir alle, welcher Rasse, Nation und Kultur sie auch seien, als Brüder in Christus betrachten sollen, damit aus allen Völkern und sozialen Schichten eine einzige christliche Familie erstehe, die nicht ein unheilvoller Egoismus zerreißt, sondern gegenseitige Hilfsbereitschaft freundschaftlich verbindet.“ (Enzyklika „Fulgens radiatur“ des Papstes Pius XII.)

Zu seinen Ehren feiern wir am Hochfest unseres Heiligen Vaters Benedikt, dem Patron Europas, am Mittwoch, 11. Juli 2018, um 18.30 Uhr in der Benediktskapelle einen Festgottesdienst, zu dem wir herzlich einladen. Nach dem Gottesdienst bitten wir zu einer kleinen Agape.

Heiliger des Monats Juli 2018: Heiliger Leopold Mandić

Der »Heilige des Monats Juli 2018« ist der Heilige Leopold Mandić. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 30. Juli. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Ich erinnere mich an die wiederholte Mahnung P. Leopolds: ‚Verehrt die Mutter Gottes! Sie kann alles. Sie ist unsere Mutter!‘ Ganz warm und eindringlich fügte er dann noch hinzu: ‚O die Madonna! Die Madonna!‘ Mit dieser inständigen Anrufung Marias schien er die Seelen zu seinen Füßen der seligsten Jungfrau zu empfehlen. Durch diese Worte P. Leopolds allein schon wurde ich wie umgewandelt. Ich fühlte, wie durch diesen Ausruf P. Leopolds die Gottesmutter die Nöte meiner Seele verstanden hatte. P. Leopold, dieser reine und demütige Ordensmann, führte die Seelen sicher zur Mutter Gottes!“ (Erinnerung einer Franziskaner-Tertiarin aus Padua)

»Bogdan Mandić, geboren am 12. Mai 1866, letztes der zwölf Kinder eines kroatischen Ehepaares, war körperlicher von zwergenhafter Gestalt mit einer Körpergröße von gerade 1,35 m. Ab 1882 besuchte der das Seminar der Kapuziner in Udine, mit 18 Jahren trat er in Bassano del Grappa dem Orden bei und erhielt den Ordensnamen Leopold. Er vollendete seine Studien in Udine und wurde 1890 in Venedig zum Priester geweiht und wirkte dann an der dortigen Kapuzinerkirche als Beichtvater. 1897 kam er als Leiter ins Kloster nach Zara / Zadar, 1906 nach Thiene bei Vicenza, dann ins Kloster nach Padua. In Padua lebte Leopold mehr als 30 Jahre in einer zwischen der Kirche und dem Kloster angebauten, kleinen, ungeheizten und fensterlosen Zelle. Seine Aufgabe war, als Beichtvater tätig zu sein, was er unermüdlich tat. Er war nicht nur klein, sondern auch kränklich und sprachbehindert, saß in einem abgewetzten Lehnstuhl und konnte in besonderer Weise vielen Menschen die Botschaft von der liebevollen Annahme durch Christus vermitteln. Tausende Laien, zahlreiche Priester und Bischöfe – darunter auch der spätere Papst Johannes Paul I. – kamen zu ihm, nachdem sie oft stundenlang in der langen Menschenschlange warteten, bis sie seinen Rat erhalten konnten. Berichtet wird von zahlreichen Wundern und Leopolds Fähigkeit, die Zukunft zu schauen. So sagte er die Zerstörung der Kirche und des Klosters durch Bomben im 2. Weltkrieg, aber die Verschonung seiner Zelle voraus, was im Mai 1944 tatsächlich eintraf. Er war ein großer Verehrer der Maria und hatte mystische Gaben. Leopolds Gaben der Menschenkenntnis und Herzenswärme waren gepaart mit großem Verständnis für menschliche Schwächen. Seine umfassenden Kenntnisse der Lehren über Maria wollte er in einem Buch zusammenfassen, ob seiner ununterbrochenen Tätigkeit als Beichtvater fand er dazu aber keine Zeit. 1934 konnte er mit einer Gruppe von Pilgern Lourdes besuchen und an der Grotte der Erscheinung eine Messe feiern. Ein besonderes Anliegen war ihm auch die Vereinigung mit der Orthodoxen Kirche. Schon bei seinem Tod am 30. Juli 1942 eilte Leopold Mandić der Ruf der Heiligkeit voraus. Noch bei der Graböffnung 1966 war sein Leichnam unverwest. Am 2. Mai 1976 wurde Leopold Mandić durch Papst Paul VI. selig- und am 16. Oktober 1983 durch Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum heiligen Leopold Mandić

Heiliger Leopold, der göttliche Erlöser hat dich im Sakrament der Busse zu einem vollkommenen Werkzeug seiner unendlichen Barmherzigkeit gemacht. Darum bitten wir dich: erwirke uns die Gnade, oft und gut zu beichten, damit wir die Seele immer frei halten von Schuld und nach der Vollendung streben. Amen. Ehre sei dem Vater…

(Quelle: www.leopoldomandic.it)

Apostel»fürsten« Petrus und Paulus

»Die Apostel Petrus und Paulus haben die Kirche begründet; sie haben den Kelch des Herrn getrunken, nun sind sie Gottes Freunde.«

Petrus und Paulus werden gerne Apostelfürsten genannt. Aber mit weltlichen Fürsten haben sie nichts zu tun. Fürsten sind sie, weil sie Anführer unseres Glaubens sind, Hauptzeugen des Todes und der Auferstehung Jesu. Ihr Glaube ist Maß für alle Christen. Am Hochfest dieser Apostel gedenken wir des Anfangs der Kirche. Gott hat sich schwache Menschen auserwählt, um Verkünder und Träger seines Heils für die Menschen zu werden. Gerade ihre Schwachheit ist aber zugleich das Durchlasstor der Gnade Gottes. Die Kirche ist bleibend auf das Fundament dieser Apostel gebaut und hat so die Kraft, die Zeiten zu überdauern.

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Freitag, 29. Juni 2018, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle ein.


Gebet zu den heiligen Aposteln Petrus und Paulus

Gott unser Vater,  in Jesus Christus hast du den Anfang des Heiles für alle Menschen gesetzt. Auf seinen Ruf hin  haben sich die heiligen Apostel Petrus und Paulus in seine Nachfolge begeben.  Sie haben mit ihrem Leben dein Evangelium bezeugt und akzeptierten den Tod dafür.  So sind sie Vorbilder unseres Glaubens und unserer Nachfolge. Lass die Kirche auf dieser Basis immer neu entstehen und zu neuen Ufern aufbrechen.  Entfalte ihren missionarischen Eifer und gib uns allen Mut und Ausdauer zu einem Leben aus dem Glauben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn unseren Herrn, der mit dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.

Hl. Hemma von Gurk, Stifterin des Stiftes Admont

Am 27. Juni feiern wir das Hochfest der heiligen Hemma von Gurk. Sie ist die Stifterin von Gurk und Admont. »Hemma (Emma), Gräfin von Friesach-Zeltschach, geboren um 980, mit dem Grafen Wilhelm von der Sann verheiratet, schien zu Glück und Ehre berufen. Aber durch unglückliche Umstände verlor sie früh ihren Mann und ihre zwei Söhne. Sie nahm ihr hartes Geschick als Fügung Gottes an und benützte ihr Vermögen und den Rest ihres Lebens, um Gutes zu tun. Sie wurde dem Volk von Kärnten eine sorgende Mutter. Auf ihrem Besitz stiftete sie das Doppelkloster Gurk; auch das Kloster Admont verehrt sie als Stifterin. Sie starb 1045 in Gurk. Ihre Verehrung wurde 1938 kirchlich bestätigt.« (Schottmessbuch)

Nach dem Tod des Ehegatten und der beiden Söhne war Hemma »eine der reichsten Frauen ihrer Zeit«. Das Erbe der Großmutter und des Gatten waren große Besitzungen im Gurk- und Metnitztal, um Friesach und Völkermarkt in Kärnten, in Friaul, in der Obersteiermark im Enns-, Palten-, Liesing-Tal und am Pyhrnpass, in der Untersteiermark im Sanntal (Raum von Cilli und Weitenstein) und zwischen den Flüssen Savinja, Save und Sotla sowie in der Unterkrain zwischen Save und Krka. Hemma wollte zwei Klöster gründen. Die Güter zur Gründung des einen Klosters im Ennstal übergab sie vertraglich dem Salzburger Erzbischof Baldwin. Jedoch erst dreißig Jahre später wurde Stift Admont 1074 durch Erzbischof Gebhard als eigenes Kloster Salzburgs gegründet.

Hemmafenster in der Stiftskirche Admont

Hemma selbst gründete gemäß Urkunde 1043 in Gurk ein Frauenkloster, das ein adeliges Damenstift ohne feste Ordensregel war. Dessen Kirche stand westlich des heutigen Domes und wurde im 19. Jahrhundert wegen Baufälligkeit abgetragen. Dass Hemma als Laienschwester in das Kloster eintrat, ist zwar nicht belegt, dennoch nicht unwahrscheinlich. Hemmas Todestag, der 29. Juni, wird in den Totenbüchern von Admont, Ossiach und Gurk genannt. Das Todesjahr ist nicht gesichert und wird um 1045, sicher jedoch nach 1043 angenommen.

Hemma hat neben Stift Gurk auch etliche Kirchen gestiftet. Als gesichert gilt die Errichtung folgender neun Kirchen: Gurk, Grafendorf bei Friesach, Lieding, Glödnitz, St. Radegund am Hohenfeld, Lorenzenberg bei Micheldorf, St. Georgen am Weinberg, St. Margarethen bei Töllerberg und St. Lambert/Lamprecht auf dem Lamprechtskogel nahe Waisenberg. Ihr zugeschrieben wird auch die der Kirchen von Pisweg, St. Georgen bei Straßburg, Kraßnitz, St. Peter und Paul in Hart im Glantal sowie Wieting (Kärnten). Die Anzahl ist erstaunlich, gab es doch dokumentiert vor Hemma in Kärnten nur rund 20 Kirchen. (Quelle: Wikipedia)

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Mittwoch, 27. Juni 2018, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.


Gebet zur hl. Hemma von Gurk

Heilige Hemma,
heilige Frau,
zeige uns die Wege zur Heiligkeit,
Wege zu einem Denken,
das nicht in Vorurteilen verhärtet ist.
Wege zu einem Sehen,
das der Würde der Schöpfung,
der Würde der Menschen gerecht wird.
Wege zu einem Hören,
das auch auf die leisen Stimmen achtet.
Wege zu einer Sprache,
die Türen und Herzen öffnet.
Zeige uns, wie wir miteinander gehen können.
Wege des Friedens,
Friede den Fernen, Friede den Nahen.
Erbitte uns Wegweisende,
Helfende, Berufene,
die Gottes Rufen folgen
und treu bleiben.
Heilige Hemma
Bitte für uns.
(Hl. Papst Johannes Paul II.)

»Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes«: Neuer Dokufilm im Kino

In dem neuen Dokumentarfilm begleitet Wenders das Publikum auf einer persönlichen Reise mit Papst Franziskus. Im Zentrum dieses Porträts stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche.
Das visuelle Konzept des Filmes lässt den Zuschauer mit dem Papst von Angesicht zu Angesicht sein. Ein Gespräch zwischen ihm und – im wahrsten Sinne – der Welt entsteht. Papst Franziskus teilt seine Vision einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen.

Der Film ist in einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit dem Vatikan entstanden. Für Wim Wenders, dessen Dokumentarfilme wie Buena Vista Social Club, Pina und Das Salz der Erde immer wieder ausgezeichnet und Oscar-nominiert wurden, öffnete der Vatikan nicht nur seine Archive, sondern erlaubte dem Regisseur auch die Verwendung von exklusivem Bildmaterial.

Es ist ein Film entstanden, der uns in einer Zeit, in der das Misstrauen gegenüber Politikern groß ist und in der Lügen, Korruption und »alternative Fakten« unser Leben bestimmen, einen Mann nahe bringt, der lebt, was er predigt, und dem die Menschen aller Glaubensrichtungen, aus aller Welt und aus unterschiedlichsten Kulturen ihr Vertrauen schenken.

»(D)ie Aussage ist klar: Ein Mann, ein Wort. Man nimmt Franziskus ab, was er sagt. Weil sein Leben und Wirken als Papst eine einzige Predigt ist. Eine Predigt, die überzeugt – und nicht fromme, aber austauschbare Floskeln bemüht, die immer richtig sind und stimmen, aber keinen bewegen, jedenfalls nicht nachhaltig. Dem herkömmlichen Bild eines Papstes, der mit einer Aura der Unnahbarkeit umgeben ist, der sich ausgewählt ausdrückt, nie und bei niemandem aneckt, entspricht Franziskus gerade nicht. Will es nicht. Und er hat sich in seinen bisher fünf Amtsjahren nicht verbiegen lassen. Franziskus ist kein Mann der Distanz, sondern der Nähe. Er schaut in die Augen – und das hält er für eine der wichtigsten Eigenschaften, die er sich von Priestern und allen, die in der Seelsorge tätig sind, in der Begegnung mit Menschen wünscht.

Dieser Film geht unter die Haut. ›Ich wollte ihn sprechen lassen, statt einen Film über seine Herkunft zu machen‹, sagt der dreifach Oscar-nominierte deutsche Filmemacher Wim Wenders … Und: ›Das ist kein biografischer Film, es ist eher eine Biografie seiner Ideen. Es ist eher ein Film mit ihm als ein Film über ihn.‹ Dazu haben Wim Wenders und seine Crew zu einem Trick gegriffen: Sie benutzten ein so genanntes Interrotron, eine Art umfunktionierten Teleprompter, auf dem Papst Franziskus das Gesicht von Wenders sehen konnte, als ob er vor ihm säße. Aber gleichzeitig konnte Franziskus auch durch diesen hindurch direkt in die Kamera schauen – was den Effekt hatte, dass die Zuschauer den Eindruck bekommen, dass der Papst direkt mit ihnen spricht, von Angesicht zu Angesicht sozusagen. Franziskus scheint sich auf diese Methode problemlos eingestellt zu haben. … Es berührt sehr, mitzuerleben, wie der Papst mit Leidenschaft und Eindringlichkeit redet, motiviert, warnt. Wie er lacht, trauert, betet. Er entschuldigt sich nach dem verheerenden Taifun Haiyan auf den Philippinen, dass er nicht besser trösten kann: ›Ich habe keine Worte für Euch, ich kann nur mit Euch schweigen, mit Bruder Jesus.‹ Er steht wie versteinert an Ground Zero. Er betet an der West- bzw. Klagemauer und steigt aus dem Auto, um schweigend vor dem ›Schutzwall‹ zur Westbank rund um Jerusalem zu stehen. Er umarmt, küsst oder segnet Kinder, Alte, Behinderte, Kranke. Keine Berührungsängste, nirgendwo. Er ist direkt – selbst wenn er für einige Momente schweigend in einer Todeszelle in Auschwitz sitzt. Vor dem US-Kongress in Washington spricht er mühsam auf Englisch. Er wirbt für die Bekämpfung von Armut und für Klimawandel, fordert zur Abschaffung von Todesstrafe und Waffenhandel auf. … Etwas mehr als neunzig Minuten lang wird man, unterstützt durch starke Musik, fast pastoral wirkende Kommentare des Regisseurs und eine ungeheure, beeindruckende Bilderflut mit einem Mann konfrontiert, der vor allem eines tut: Er fasziniert. Und er überzeugt. So schlicht manche Aussagen daherkommen (›buona sera‹), so sehr manche Direktheit verblüfft, manche Vergleiche irritieren – man nimmt ihm ab, was er sagt. Da ist nichts gespielt. Und vieles vermittelt den Eindruck, man säße dabei, wenn er eine Ansprache hält, höre ihm live zu, wenn er predigt, führe im Papamobil mit. Der Suggestion der Bilder kann man sich nicht entziehen.«

(Quelle: Universal Pictures/katholisch.de)

»Das Herz Gottes lodert vor Mitleid auf«: Hochfest des heiligsten Herzens Jesu

„Das Herz Gottes lodert vor Mitleid auf! Am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu stellt die Kirche unserer Betrachtung dieses Geheimnis anheim, das Geheimnis des Herzens eines Gottes, der Rührung empfindet und der die Menschheit mit all seiner Liebe überflutet. Eine geheimnisvolle Liebe, die in den Texten des Neuen Testaments als unermeßliche Leidenschaft Gottes für den Menschen geoffenbart wird. Er gibt nicht auf angesichts der Undankbarkeit und nicht einmal der Ablehnung des Volkes, das er erwählt hat; im Gegenteil, mit unendlicher Barmherzigkeit sendet er seinen eingeborenen Sohn in die Welt, damit er das Verhängnis der zerstörten Liebe auf sich nehme; damit er die Macht des Bösen und des Todes besiegen und so den Menschen, die von der Sünde zu Knechten gemacht worden sind, die Würde von Kindern zurückerstatten kann. All dies zu einem hohen Preis: der eingeborene Sohn des Vaters opfert sich am Kreuz: »Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung« (Joh 13,1). Symbol einer derartigen Liebe, die über den Tod hinausgeht, ist seine von einer Lanze geöffnete Seite. Dazu sagt der Apostel Johannes, der Augenzeuge des Geschehens war: »Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floß Blut und Wasser heraus« (Joh 19,34).“ (Predigt S.H. Papst em. Benedikt XVI. im Petersdom, 19.06.2009)

Am Freitag, 8. Juni 2018, laden wir herzlich zur Feier der hl. Messe um 18.00 Uhr ein. An die Eucharistiefeier anschließend halten wir vor dem Allerheiligsten Anbetung und bitten den Herrn um Arbeiter für seinen Weinberg.

Seliger des Monats Juni 2018: Seliger Eustachius Kugler

Der »Selige des Monats Juni 2018« ist der Selige Eustachius Kugler O.H. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 10. Juni. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Gibt es etwas Schöneres und Glücklicheres auf Erden, als den armen Menschen und den armen Kindern zu dienen und zu wissen, dass wir alles, was wir ihnen tun, unserem lieben Heiland selber tun? – Ja, gibt es etwas Schöneres, als Nachtwache zu halten bei Kranken und Kindern und so, ganz allein und ohne von der Welt gesehen zu werden, den Armen, ja dem lieben Heiland selbst zu dienen? Der heilige Schutzengel wird bestimmt alles in das Buch des Lebens eintragen. Und wenn wir sterben, wird dies für uns ein großer Trost sein.“ (Sel. Eustachius Kugler, 1935)

»Am 15. Januar 1867 wird Josef Kugler in Neuhaus/Nittenau geboren. Der Orden hatte im Frühjahr 1891 im Kloster Reichenbach mit der Aufnahme und Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung begonnen. Da Josefs Schwager, seines Zeichens Schmiedemeister, mit den anfallenden Renovierungen im Kloster beauftragt wurde, konnte er täglich als Mithelfender über zwei Jahre lang die Arbeit der Barmherzigen Brüder beobachten. Davon schwer beeindruckt, stand für ihn fest: Hierfür lohnt es sich, sein Leben zukünftig einzusetzen. Diesem Orden wollte er angehören. Am 1. Januar 1893 trat er als Kandidat in das Kloster ein und erhielt den Ordensnamen Eustachius. Nach verschiedenen Einsätzen in anderen Häusern des Ordens, legte er am 30. Oktober 1898 die feierliche Profess ab. 20 Jahre lang bewies er als Prior in verschiedenen Einrichtungen seine Geschicke als Bauherr und Organisationstalent in Krisenzeiten, immer darauf bedacht, Kranke und Menschen mit Behinderung optimal zu betreuen. Zum Höhepunkt seines Schaffens zählt sicherlich der Bau des Regensburger Krankenhauses: Er bewies sich als hervorragender Bauherr und Manager und lieferte wahre Meisterstücke zur Sicherung der Finanzierung. 1930 wurde eines der „schönsten und bestausgestatteten Krankenhäuser Deutschlands“, so der damalige Oberbürgermeister, eingeweiht. Einrichtungsauflösungen, Verhöre durch die Gestapo und die Euthanasieverbrechen der Nazis trafen Eustachius Kugler hart, konnten ihn aber nicht entmutigen. Er half, wo er konnte, versuchte zu verhindern, was zu verhindern war. Für den Wiederaufbau nach dem Krieg wäre er der richtige Mann gewesen. Doch dazu blieb ihm keine Zeit mehr: Am 10. Juni 1946 starb er an Krebs. Selbstlosigkeit, Bescheidenheit und ein tiefer Glaube sind die Charakteristika, mit denen Eustachius Kugler gerne beschrieben wird. Am 4. Oktober 2009 wurde er im Hohen Dom zu Regensburg seliggesprochen.«

(Quelle: Homepage der Bayerischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder)


Gebet zum Seligen Eustachius Kugler

Treuer Gott, wer auf dich vertraut, ist nicht verlassen.

Frater Eustachius Kugler lebte aus dem Glauben an deine Liebe und fand in allen Schwierigkeiten seines Lebens Trost und Mut im Vertrauen auf dein Wort.

Sein Leben zeigt uns, dass auf dich Verlass ist. Du kannst auch dann noch helfen, wenn unsere Not aussichtslos erscheint.

Höre mich, Herr, in meinen Anliegen und erhöre mein Gebet auf die Fürbitte von Frater Eustachius Kugler.

Nach seinem Beispiel lege ich meine Sorgen vertrauensvoll in deine guten Vaterhände. Hilf mir so, wie du es für gut hältst. Darum bitte ich dich, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

(Quelle: www.eustachius-kugler.de)

Erstmalig Frauenfußball in der Vatikanstadt

In der Vatikanstadt hält der Frauenfußball Einzug: Erstmals treten bei einem Freundschaftsturnier zwei Teams weiblicher Vatikanstadt-Bediensteter gegeneinander an, wie der Fußballverantwortliche des Kleinstaats, Danilo Zennaro, dem italienischen bischöflichen Pressedienst SIR (Dienstag) sagte. Das Match findet im Rahmen eines Sport- und Familienfestes am 10. Juni in der Sportanlage Pio XI. statt. Im Staat der Vatikanstadt arbeiten rund 750 Frauen, darunter viele Ordensangehörige.

Bei dem gleichen Anlass am 10. Juni kicken der vatikanische Liga-Meister, die Betriebssportmannschaft der päpstlichen Kinderklinik Bambino Gesu, und der Pokalsieger „Vatikanische Museen“ um den Supercup. Insgesamt acht vatikanische Einrichtungen wie die Schweizergarde oder das päpstliche Geheimarchiv stellen eigene Fußballteams, die regelmäßig Wettkämpfe bestreiten. Frauenmannschaften existierten bislang nicht.

Die Fußballtradition in der Vatikanstadt reicht in das Jahr 1521 zurück, als erstmals ein Vorläufer des heutigen Spiels, eher eine Art Rugby, im Beisein von Papst Leo X. im Belvedere-Hof stattfand. Das älteste noch bestehende vatikanische Fußballteam ist die 1966 gegründete Elf der Vatikanischen Museen. International gehört der Staat der Vatikanstadt zu den wenigen Staaten, die nicht im Fußballverband FIFA organisiert sind.

(Quelle: Kathpress, 29. Mai 2018)

Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Zehn Tage nach Pfingsten feiern wird das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ – Fronleichnam. Wir werden an diesem Feiertag wieder zurück hineingenommen an das Geschehen vom Gründonnerstag – der Feier vom Letzten Abendmahl. „Während am Abend des Gründonnerstags das Geheimnis Christi, der sich uns im gebrochenen Brot und im vergossenen Wein darbringt, wieder lebendig wird, wird eben dieses Geheimnis … am Fronleichnamsfest zur Anbetung und Meditation des Gottesvolkes dargeboten, und das Allerheiligste Sakrament wird in Prozession durch die Straßen der Städte und Dörfer getragen, um zu bekunden, dass der auferstandene Christus mit uns auf dem Weg ist und uns zum Himmelreich führt. Was uns Jesus in der Vertraulichkeit des Abendmahlssaales geschenkt hat, bringen wir heute öffentlich zum Ausdruck, da die Liebe Christi nicht einigen wenigen vorbehalten, sondern für alle bestimmt ist.“ (Predigt S.H. Papst em. Benedikt XVI., Fronleichnam 2011)

1234 wurde im Bistum Lüttich das erste Mal Fronleichnam gefeiert. Grund waren Visionen der Juliana von Lüttich von 1209: sie hätte in einer Vision den Mond gesehen, der an einer Stelle verdunkelt war. Christus habe ihr erklärt, dass der Mond das Kirchenjahr bedeute, der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes des Altarssakraments. 1264 nahm Papst Urban IV. das Fronleichnamsfest mit der Bulle „Transiturus“ in den liturgischen Kalender der Gesamtkirche auf. In der Bulle schrieb er: „Es ist das süßeste, heiligste und heilsamste Andenken, das uns die glücklichsten Augenblicke unserer Erlösung zurückruft, das uns vom Bösen zurückhält und im Guten stärkt, das in uns das Wachstum der Tugend und des Heiles fördert und das uns endlich auf den Pfaden des Himmels leitet und darauf erhält. Die anderen Geheimnisse, welche die Kirche verehrt, beten wir im Geist und in der Wahrheit an, aber bei keinem erfreuen wir uns der Gegenwart des Herrn; nur im Andenken des heiligen Abendmahls ist Jesus Christus wahrhaftig gegenwärtig und wahrhaft mit uns; denn als er zum Himmel emporstieg, sagte er zu seinen Aposteln und Schülern: ‚Seht, ich bin bei euch bis an das Ende der Welt,‘ um sie so über seine Abwesenheit zu trösten und ihnen zu versichern, dass er stets auch körperlich in ihrer Mitte weile.“

Herzlich laden wir am Fronleichnamstag, 31. Mai 2018, um 18.30 Uhr ein zur Feier der heiligen Messe mit Erteilung des eucharistischen Segens in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung.

»Drei in eins?«: die Allerheiligste Dreifaltigkeit

Wie erklärt man die Trinität (Dreifaltigkeit)? Vor diesem Problem stand auch schon der heilige Bischof Patrick, als er dies dem keltischen Hochkönig Laoghaire erklären wollte. Der Legende nach griff er zu einem »Trifolium«, einem dreiblättrigen Kleeblatt: wie diese eine Pflanze drei Blätter hat so sei es auch analog mit Gott – drei göttliche Personen vereint durch die Liebe in einem Wesen.  Außerdem solle das Kleeblatt auch ein Kreuz symbolisieren.

Der hl. Bischof Patrick von Irland mit einem »Shamrock«, einem dreiblättrigen Kleeblatt in der Hand haltend.

S.H. Papst em. Benedikt XVI. sprach in einer Katechese über die Trinität im Angelus vom Dreifaltigkeitssonntag 2006: »Durch den Heiligen Geist, der die Worte Jesu verstehen hilft und in die ganze Wahrheit führt (vgl. Joh 14,26; 16,13), können die Gläubigen sozusagen Kenntnis erlangen vom innersten Wesen Gottes und dabei entdecken, daß Er keineswegs unendliche Einsamkeit ist, sondern Gemeinschaft des Lichtes und der Liebe, geschenktes und empfangenes Leben in einem ewigen Dialog zwischen dem Vater und dem Sohn im Heiligen Geist – Liebender, Geliebter und Liebe, um es mit den Worten des hl. Augustinus zu sagen. In dieser Welt kann niemand Gott sehen, Er selbst aber hat sich zu erkennen gegeben, so daß wir mit dem Apostel Johannes sagen können: ›Gott ist die Liebe‹ (1 Joh 4,8.16), ›wir haben die Liebe erkannt, die Gott zu uns hat, und ihr geglaubt‹ (Enzyklika Deus caritas est, 1; vgl. 1 Joh 4,16). Wer Christus begegnet und Freundschaft mit ihm schließt, nimmt die trinitarische Gemeinschaft in seine Seele auf, wie Jesus den Jüngern verheißen hat: ›Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen‹ (Joh 14,23). Für den Glaubenden spricht das ganze Universum vom einen und dreifaltigen Gott. Vom Weltall bis hin zu den kleinsten mikroskopischen Teilchen verweist alles, was existiert, auf ein Sein, das sich in der Vielfalt und Verschiedenheit der Elemente wie in einer gewaltigen Symphonie mitteilt. Alle Lebewesen sind gemäß einem harmonischen Dynamismus geordnet, den wir analog als ›Liebe‹ bezeichnen können. Nur im Menschen als freiem und vernunftbegabtem Wesen wird dieser Dynamismus jedoch geistlich, wird er als Antwort an Gott und an den Nächsten in aufrichtiger Selbsthingabe zu verantwortlicher Liebe. In dieser Liebe findet das menschliche Wesen seine Wahrheit und sein Glück. Unter den verschiedenen Analogien zum unaussprechlichen Geheimnis des einen und dreifaltigen Gottes, die die Gläubigen zu erkennen in der Lage sind, möchte ich die der Familie erwähnen. Sie ist aufgerufen, eine Gemeinschaft der Liebe und des Lebens zu sein, in der die Unterschiede zusammenwirken sollen, um ein ›Gleichnis der Gemeinschaft‹ zu bilden. Unter allen Geschöpfen ist die Jungfrau Maria das Meisterwerk der Allerheiligsten Dreifaltigkeit: In ihrem demütigen und gläubigen Herzen hat der Herr sich eine würdige Wohnung bereitet, um das Geheimnis des Heils zur Erfüllung zu bringen. Die göttliche Liebe fand in ihr vollkommene Entsprechung, und in ihrem Schoß ist der eingeborene Sohn Mensch geworden. Wenden wir uns mit kindlichem Vertrauen an Maria, damit wir mit ihrer Hilfe in der Liebe wachsen und aus unserem Leben einen Lobgesang an den Vater durch den Sohn im Heiligen Geist machen können.« (Ansprache S.H. Papst em. Benedikt XVI. im Angelus am Petersplatz, Dreifaltigkeitssonntag, 11. Juni 2006)

Herzlich laden wir ein zur Feier der heiligen Messe am Hochfest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, 27. Mai 2018, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung.