»Unter beiderlei Gestalten hohe Dinge sind enthalten«: Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi

»Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi ist untrennbar mit dem Gründonnerstag, mit der Messe ›in Caena Domini‹, verbunden, in der die Einsetzung der Eucharistie gefeiert wird. (…) Was uns Jesus in der Vertraulichkeit des Abendmahlssaales geschenkt hat, bringen wir heute öffentlich zum Ausdruck, da die Liebe Christi nicht einigen wenigen vorbehalten, sondern für alle bestimmt ist. (…) Alles nimmt – so könnte man sagen – seinen Anfang beim Herzen Christi, der beim Letzten Abendmahl, am Vorabend seines Leidens, Gott gedankt und ihn gepriesen hat und so durch die Macht seiner Liebe den Sinn des Todes, dem er entgegenging, verwandelt hat.(…) Aus dem Herzen Christi, aus seinem ›eucharistischen Gebet‹ am Abend vor seinem Leiden und Sterben, entspringt jene dynamische Kraft, die die Wirklichkeit in allen ihren Dimensionen – kosmisch, menschlich und geschichtlich – verwandelt. Alles geht von Gott, von der Allmacht seiner dreieinigen Liebe aus, die in Jesus Fleisch geworden ist. In diese Liebe wird das Herz Christi hineingenommen; darum kann er auch angesichts des Verrats und der Gewalt Gott danken und ihn preisen und verwandelt auf diese Weise die Dinge, die Menschen und die Welt. (Predigt S.H. Papst em. Benedikt XVI. in der heiligen Messe am Hochfest des Leibes und Blutes Christi, Basilika St. Johann im Lateran, 23. Juni 2011)

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe mit Spendung des eucharistischen Segens am Donnerstag, 20. Juni 2019, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.

»Drei Personen, ein Gott?«: Dreifaltigkeitssonntag

»Am heutigen Tag betrachten wir die Heiligste Dreifaltigkeit so, wie Jesus sie uns zu erkennen gegeben hat. Er hat uns offenbart, dass Gott Liebe ist, ›nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in den drei Personen des einen göttlichen Wesens‹ (Präfation): Gott ist Schöpfer und barmherziger Vater; er ist der eingeborene Sohn, ewige fleischgewordene Weisheit, gestorben und auferstanden für uns; und schließlich ist er Heiliger Geist, der alles, den Kosmos und die Geschichte, zur abschließenden Vereinigung unter ein Haupt hinführt. Drei Personen, die ein Gott sind, da der Vater Liebe ist, da der Sohn Liebe ist, da der Geist Liebe ist. Gott ist ganz und gar nur Liebe, reinste, unendliche und ewige Liebe. Er lebt nicht in glanzvoller Einsamkeit, sondern ist vielmehr unerschöpflicher Quell des Lebens, das sich unaufhörlich hin schenkt und mitteilt. Wir können es in einem gewissen Maß erahnen, wenn wir sowohl den Makrokosmos – unsere Erde, die Planeten, die Sterne, die Galaxien – als auch den Mikrokosmos – die Zellen, die Atome, die Elementarteilchen – betrachten. In alles Seiende ist in gewissem Sinne der ›Name‹ der Allerheiligsten Dreifaltigkeit eingeprägt, da das ganze Sein, bis hin zum letzten Partikel, ein In-Beziehung-Sein ist, und auf diese Weise scheint Gott durch, der Beziehung ist, es scheint letztlich die Schöpferliebe durch. Alles geht aus der Liebe hervor, strebt hin zur Liebe und bewegt sich gedrängt von der Liebe, natürlich in unterschiedlichen Stufen des Bewusstseins und der Freiheit. ›Herr, unser Herrscher, / wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!‹ (Ps 8,2) – ruft der Psalmist aus.« (S.H. Papst em. Benedikt XVI., Angelus am Petersplatz am Angelus am Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit, 7. Juni 2009)

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Dreifaltigkeitssonntag, 16. Juni 2019, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.

»Komm herab, o Heilger Geist…«: das Hohe Pfingstfest

»An Pfingsten ist dann der Heilige Geist öffentlich in der Form von Sturmwind und Feuerzungen gekommen, und das eigentliche Zeichen war dann das Sprechen der Apostel in allen Sprachen, womit sich die Universalität des Glaubens und der Kirche ankündigte, in der die Trennungen von Babylon überwunden sind. Babylon ist Zeichen des Hochmuts, und dann verstehen die Menschen sich nicht mehr. Der Heilige Geist ist Kraft der Liebe, und er schenkt Verstehen in der Verschiedenheit und in der Unterschiedenheit. Er gibt Einheit in der Vielgestalt der Kulturen und der Gaben, die den Menschen gegeben sind.« (S.H. Papst em. Benedikt XVI., Generalaudienz, 7. Mai 2008)

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Pfingstsonntag, 9. Juni 2019, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.


Gebet zum Heiligen Geist

Erleuchte unsere Augen, Heiliger Geist,
dass wir nicht blind werden
für die Wunder deiner Schöpfung, deiner Güte und Liebe.
Erleuchte unsere Augen, Heiliger Geist,
dass wir nicht blind werden für die Dunkelheiten und Leiden in unserer Welt.

Öffne unsere Ohren, Heiliger Geist,
dass wir nicht taub werden für dein Wort und deine Wahrheit.
Öffne unsere Ohren, Heiliger Geist,
für die Bitten und Stimmen von Menschen und ihre Schreie der Not.

Durchdringe unseren Geist, Heiliger Geist, damit wir
Tag für Tag deinen Willen erkennen und in
deinem Licht das Licht sehen.
Durchdringe unseren Geist, Heiliger Geist, damit wir
die Geister zu unterscheiden lernen.

Erhelle unser Herz, Heiliger Geist,
damit wir lieben was wahrhaft und gerecht ist und
in allem, was wir lieben, dich lieben.

Hülle uns ein in dein Licht und deine Wahrheit,
dass wir uns senden lassen in diese Welt, dir lobsingen
und die Kraft deiner Auferstehung feiern. Amen.

Selige des Monats Juni 2019: »Selige Michał Tomaszek und Zbigniew Strzałkowski, Märtyrer von Chimbote«

Die »Seligen des Monats Juni 2019« sind der Selige Michał Tomaszek und der Selige Zbigniew Strzałkowski. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 7. Juni. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.
„Märtyrer des Glaubens und der Liebe, Zeugen der Hoffnung. Märtyrer des Glaubens, weil dieser ihnen die Kraft gab, den bevorstehenden Tod zu ertragen; Märtyrer der Liebe, weil sie ihr ganzes Leben den ländlichen Gemeinden widmeten… und deshalb sind sie nicht nur für unsere Diözese, sondern für alle Katholiken in Peru, Zeugen der Hoffnung.“ (Inschrift am Ort der Seligsprechung)
Zbigniew Strzałkowski, geboren 1958 in Tarnau (Polen), band sich 1980 mit der Ordensprofess an die Franziskaner-Minoriten und wurde 1986 zum Priester geweiht. Nach einer Zeit als Erzieher im Jungenseminar von Liegnitz eröffnete er die Mission des Ordens in Peru. Michael Tomaszek, geboren 1960 in Lankwitz, legte 1981 die Ordensprofess bei den Franziskaner-Minoriten ab und wurde 1987 zum Priester geweiht. Nach einem Seelsorgseinsatz in der Pfarrei Penzig brach er in die Mission nach Peru auf, wo dem Orden die weitverstreute Pfarrei Pariacoto in der Diözese Chimbote anvertraut war.
Hier leisteten die beiden Minoriten zwei Jahre lang ihren Dienst, verwirklichten eine franziskanische Gemeinschaft im Dienst des Volkes, besuchten die Dörfer in den Anden und verausgabten sich in ihrem pastoralen und karitativen Dienst. Am Abend des 9. August 1991 wurden sie von einer Terrorgruppe außerhalb der Ortschaft Pariacoto ermordet. Ihre Seligsprechung erfolgte am 5. Dezember 2015 in Chimbote (Peru). (Quelle: seligheiligefranziskanisch.de)


Gebet zu den seligen Michał Tomaszek und Zbigniew Strzałkowski

Herr, Du hast deinen Söhnen Michał und Zbigniew die Gnade des Priestertums geschickt. Du hast sie als Verkünder der froh machenden Botschaft nach Peru geschickt. Wir danken Dir, dass Du ihnen die Palme des Martyriums geschenkt hast, und wir bitten Dich: Nimm sie auf in den Kreis der Heiligen. Durch ihr Blut, das sie für Dich vergossen haben, schenke auch uns Ausdauer und Treue im Glauben, und mache uns zu Zeugen der Hoffnung. Beschütze Du unser Leben und schenke unserer Heimat den Frieden. Nimm die unschuldigen Opfer von Gewalt in Dein Reich auf und schenke ihnen ewigen Lohn. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Dveri Pax holt Gold bei den Decanter World Wine Awards

Der weltweit wichtigste Wein-Award verleiht Gold für Dveri-Pax, das Weingut der Admonter Benediktiner Mönche.

Die autochthone Rebsorte Furmint wird doppelt ausgezeichnet. Ein riesiger Erfolg für Dveri-Pax, das Weingut des steirischen Benediktinerstifts Admont: Bei den soeben veröffentlichten »World Wine Awards 2019« des renommierten englischen Fachmagazins »Decanter« holte das in der slowenischen Steiermark liegende Weingut für seinen Schaumwein Jahrgang 2015 die begehrte Gold Medaille.

Nach dem Triumph des Vorjahres mit insgesamt 13 Medaillen stellt die aktuelle Gold-Bewertung damit nun den nächsten Meilenstein in der mehr als 800 Jahre langen Weinbautradition der obersteirischen Benediktinermönche dar. Insgesamt freut man sich in diesem Jahr über neun Medaillen – neben Gold wurde unter anderem auch zwei Mal Silber verliehen. Damit festigt Dveri-Pax erneut seinen Platz in der absoluten Top-Liga der europäischen Weingüter.

 

»Frische Aromen von Kiwi und grünem Apfel. Am Gaumen Aromen von Quitte und Zitrone mit einem reichen, cremigen und mineralischen Aspekt.« urteilte die Jury über den »DP Brut Furmint 2015« und vergab mit 95 Punkten die Gold-Medaille.

Der Decanter World Wine Award (DWWA) ist der größte und einflussreichste Weinwettbewerb der Welt. Die DWWA wird von den besten Weinexperten aus der ganzen Welt beurteilt und ist international für ihre strengen Bewertungsverfahren bekannt.

280 der weltweit angesehensten Weinexperten haben beim Award in London mehr als 15.000 Weine aus 50 Ländern verkosten und bewertet. »Die Auszeichnung für Dveri-Pax und somit auch für das Stift Admont ist eine Bestätigung für unsere tägliche qualitätsvolle Arbeit im Weingarten sowie im Keller. Besonders stolz sind wir natürlich auf die Gold-Medaille – auch deshalb weil diese für Furmint verliehen wurde und somit für eine sehr besondere Rebsorte« freut sich Franz Pichler, der Wirtschaftsdirektor des Benediktinerstiftes Admont. Die autochthone Rebsorte Furmint – oder Šipon wie sie in Slowenien genannt wird – repräsentiert die Region wie keine andere. Neben Gold für den Furmint-Schaumwein findet sich mit Silber auch der Furmint Klassik (2018) in der aktuellen Wertung. »Furmint ist eine Rebsorte, die sehr große Erträge bringt, wenn man das will. Wir aber reduzieren den Ertrag stark, damit die Trauben an Qualität gewinnen« sagt Danilo Flakus, Direktor und Önologe des Weinguts Dveri-Pax. 

Ausgebaut werden die Furmint-Lagenweine in großen Fässern aus slawonischer Eiche, die Klassik im Stahltank. In besonderen Jahrgängen wird Furmint auch als Strohwein gekeltert. Flakus: «Furmint zählt zu den Aushängeschildern des slowenischen Weinbaus. Ein Wein, der unser Land in all seiner Schönheit repräsentiert.« Insgesamt umfassen die »Dveri-Pax«-Weinberge knapp 75 Hektar, ausgepflanzt sind neben Furmint noch zwölf weitere Rebsorten. Der Sitz des Weinguts und auch der Keller liegen im slowenischen Jarenina, nur wenige Kilometer von der steirischen Grenze zu Spielberg entfernt. Jährlich werden hier um die 300.000 Liter Wein gekeltert. Und das in höchster Qualität, wie Kellermeister Flakus betont: «Die Trauben lesen wir fast ausschließlich von Hand. In der Weinerzeugung verbinden wir unser Know-how und unsere Erfahrungswerte aus einer jahrhundertelangen Tradition mit modernster Technologie. Das Ergebnis des Reifeprozesses sind wunderbar harmonische Weine, die sich durch Frische, sanften, fruchtigen Geschmack und höchste Qualität jeder einzelnen Sorte auszeichnen. Das wichtigste Merkmal all unserer Weine ist aber ihre außergewöhnliche Trinkbarkeit.«

Im Besitz der Mönche des Admonter Benediktinerstifts sind die Weingärten bereits seit dem 12. Jahrhundert. Die Anbauflächen wurden von Weinbauern aus der Region bewirtschaftet, die unter anderem den Messwein herstellten. Nachdem das Stift in der Zeit des Nationalsozialismus von den Besitzungen enteignet wurde, erhielten die Admonter ihre Ländereien in den 90er-Jahren wieder zurück. Seit 2001 erntet man den Wein wieder selbst. Und das mit großem Erfolg wie nicht nur die aktuellen Auszeichnungen bei den »Word Wine Awards« zeigen. Hauptabsatzmärkte sind neben Österreich und Slowenien vor allem Deutschland, Polen, Großbritannien, USA, Australien und China. Hauptsorten sind Sauvignon, Grauburgunder, Riesling, Welschriesling und eben auch Furmint.

Ein »Dveri-Pax«-Wein dieser autochthonen Rebsorte hat bei Decanter übrigens schon einmal die höchste aller Auszeichnungen bekommen – die »International Trophy« – und zwar der »Furmint/Šipon Strohwein 2009«.

Weine von Dveri Pax können im Weinverkauf im Haus der Begegnung erworben werden!

 

Christi Himmelfahrt

Der Zahl »40« kommt innerhalb der Bibel eine besondere Bedeutung zu: 40 Tage dauerte die Sintflut, ebenso lang zog sich Jesus in die Wüste zurück; 40 Jahre dauerte die Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste und 40 Tage war Mose auf dem Berg Sinai. Auch innerhalb des österlichen Festkreises hat die Zahl 40 eine besondere Bedeutung. So beginnt mit dem Aschermittwoch die 40tägige Fastenzeit, die – abzüglich der Sonntage – mit Ostern endet. Der Christi-Himmelfahrtstag wiederum folgt 40 Tage nach Ostern. An ihm feiert die Kirche das Gedächtnis der Aufnahme Christi in den Himmel. Biblisch geht es zurück auf die Apostelgeschichte und die dort berichtete Erfahrung der Jünger, dass Jesu Sterben am Kreuz nicht den endgültigen Tod bedeute: »Den Aposteln erwies er sich nach seinem Leiden auch durch viele Beweise als lebendig, indem er ihnen während vierzig Tagen erschien und über das Reich Gottes redete.« (Apg 1,3) Weiters berichtet das Lukas-Evangelium (Lk 24,50-52): »Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben; sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück.« (Quelle: katholisch.at)

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Donnerstag, 30. Mai 2019, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.

Papst erinnert an das Ende der Schlacht um Montecassino vor 75 Jahren

Papst Franziskus erinnert beim Regina Cæli am 5. Sonntag der Osterzeit an das Ende der Schlacht um das Kloster Monte Cassino (17. Jänner bis 18. Mai 1944), in der es zum dritten Mal in seiner Geschichte zerstört worden ist. Am 15. Februar 1944 bombardierten die Alliierten Streitkräfte die Klosteranlage mit 435 Tonnen Brand- und Sprengbomben. Binnen drei Stunden wurde mit zusätzlichem Artilleriebeschuss das gesamte Kloster mit Ausnahme der Krypta vollständig dem Erdboden gleich gemacht.

»Der Herr zeigt uns, dass der Mensch, auch wenn er stets dem Bösen ausgesetzt ist, für das Leben und die Liebe bestimmt ist. Jesus hat am Kreuz seinen Feinden vergeben. Und Gott hat diese Hingabe seines Sohnes am Ende in Leben verwandelt. Das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat, will auch uns diesen Weg des Lebens eröffnen.« führte Papst Franziskus in seiner Katechese zur letzten Bitte im Vaterunser »Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.« in der Generalaudienz am 15. Mai 2019 aus.

Vor 75 Jahren endete die Schlacht von Montecassino: Die traditionsreiche Benediktinerabtei zwischen Rom und Neapel lag in Trümmern, die Alliierten durchbrachen die deutschen Verteidigungslinien, ihr Weg nach Rom war frei.
An den Jahrestag dieser Schlacht hat Papst Franziskus an diesem Sonntag bei seinem österlichen Mittagsgebet am Petersplatz in Rom erinnert. Er begrüßte Pfadfinder sowie den Militärbischof und Offiziere aus Polen, die am Samstag an Gedenkfeiern in Montecassino teilgenommen hatten.
Bei der Schlacht hatten 70.000 Soldaten aus 13 Nationen den Tod gefunden, darunter viele Polen. Die 1.500 Jahre alte Benediktinerabtei – so etwas wie die Wiege des abendländischen Mönchtums – wurde durch einen alliierten Luftangriff völlig zerstört, obwohl sich wohl keine deutschen Soldaten in ihr aufhielten.
Die Abtei Montecassino wurde im Jahr 529 vom Heiligen Benedikt von Nursia (480-547) gegründet. Die kostbaren Kunstschätze des Klosters waren bereits Ende 1943 durch den aus Österreich stammenden Offizier Julius Schlegel in einer waghalsigen Operation nach Rom transferiert worden, woran u.a. im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum erinnert wird. Das Grab des heiligen Bendikt von Nursia in der Krypta der Basilika überstand den Bombenangriff von 1944. Nach dem Krieg konnte das auf einem Berg über der Stadt Cassino liegende Mutterkloster der Benediktiner nach alten Plänen wieder aufgebaut werden. (Quelle: kap/vatican news – sk, 19. Mai 2019)

 

Bittmesse, eucharistische Anbetung und Gebet für geistliche Berufungen

In ihrer sechsten Woche wartet die Österliche Zeit noch einmal mit Besonderheiten auf: Die drei Tage vor Christi Himmelfahrt werden auch „Bitttage“ genannt, weil traditionell vielerorts Bittmessen und Bittprozessionen stattfinden. Entstanden sind die Bitttage bereits im 5. Jahrhundert in Gallien als Umprägungen vorchristlicher Flurumgänge und wurden an der Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert durch Papst Leo III. in die römische Liturgie integriert. Mit Bittgesängen und Litaneien wurde in der Zeit zwischen Aussaat und Ernte gutes Wetter erfleht. Unwetter und Missernten wurden im Mittelalter auch als Strafe für die eigenen Sünden verstanden. Daher sind die Bitttage mit einem gewissen Bußcharakter versehen, was an der liturgischen Farbe violett erkenntlich ist, wenn man die Liturgie vom Bitttag feiert. (…) Heutzutage soll ihre Feier „den unterschiedlichen örtlichen und menschlichen Gegebenheiten entsprechen“. Anstelle des Schlusssegens kann am Ende der Heiligen Messe der Wettersegen erteilt werden. Das mittelalterliche Denken von Unwetter als Strafe für die Sünden der Menschen holt uns paradoxerweise durch wissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel wieder ein. Waren es damals noch die eigenen Verfehlungen, die vielleicht gar nicht im Zusammenhang mit Blitz- oder Hagelschlag standen, dann aber mit ihnen bestraft wurden, so besteht nach postaufklärerischer Sicht durchaus ein kausaler Zusammenhang zum Beispiel zwischen CO²-Ausstoß und Erderwärmung. Nur für die Auswirkungen in Form von Überschwemmungen und anderen Katastrophen müssen nicht immer diejenigen ihren Kopf hinhalten, die als ihre Verursacher gelten. So gesehen sind die Bitttage vor Christi Himmelfahrt aktueller denn je. (Quelle: domradio.de)

Wir laden herzlich ein zur Feier der Bittmesse am Mittwoch, 31. Mai 2019, um 18.30 Uhr in der Benediktskapelle. Anschließend finden die eucharistische Anbetungsstunde und das Gebet für geistliche Berufungen statt.

56. Weltgebetstag für geistliche Berufungen

»Der Ruf des Herrn ist also nicht eine Einmischung Gottes in unsere Freiheit; er ist nicht ein ›Käfig‹ oder eine Last, die er uns aufgebürdet hat. Er ist vielmehr die liebevolle Initiative, mit der Gott uns entgegenkommt und uns einlädt, in ein großes Projekt einzusteigen, an dem er uns teilhaben lassen will. Er eröffnet uns dabei den Horizont eines viel weiteren Meeres und eines überreichen Fischfangs. Es ist nämlich Gottes Wunsch, dass unser Leben nicht im Banalen gefangen bleibt, nicht träge in den Alltagsgewohnheiten dahintreibt und nicht Entscheidungen meidet, die ihm Bedeutung verleihen könnten. Der Herr will nicht, dass wir uns damit abfinden, in den Tag hineinzuleben, und denken, dass es im Grunde nichts gibt, wofür sich ein Einsatz voller Leidenschaft lohnen würde; er will nicht, dass wir so die innere Unruhe auslöschen, nach neuen Routen für unsere Fahrt zu suchen. Wenn er uns manchmal einen ›wunderbaren Fischfang‹ erleben lässt, so tut er dies, weil er uns entdecken lassen will, dass jeder von uns – auf verschiedene Weise – zu etwas Großem berufen ist und dass das Leben sich nicht in den Netzen des Sinnlosen und dessen, was das Herz betäubt, verfangen darf. Die Berufung ist somit eine Einladung, nicht am Ufer mit den Netzen in den Händen stehen zu bleiben, sondern Jesus auf dem Weg zu folgen, den er uns zugedacht hat, für unser Glück und für das Wohl der Menschen um uns.« (Aus der Botschaft Seiner Heiligkeit Papst Franziskus zum 56. Weltgebetstag für geistliche Berufungen)

Herzlich laden wir am Vierten Sonntag der Osterzeit, 12. Mai 2019,  zur Feier der heiligen Messe und zum Gebet für geistliche Berufungen  um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.

Heiliger des Monats Mai 2019: »Seliger Franz Jägerstätter«

Der »Selige des Monats Mai 2019« ist der Selige Franz Jägerstätter. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 21. Mai. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Nicht Kerker, nicht Fesseln und auch nicht der Tod sind imstande, einen von der Liebe Gottes zu trennen, ihm seinen Glauben und den freien Willen zu rauben.“ (Seliger Franz Jägerstätter)

Franz Jägerstätter wird am 20. Mai 1907 in St. Radegund, Oberösterreich (Diözese Linz), als Kind der ledigen Bauernmagd Rosalia Huber geboren. Die Mutter heiratete 1917 den Bauern Heinrich Jägerstätter, der bei der Hochzeit das Kind seiner Frau adoptiert.  1933 wird er Vater der Tochter Hildegard. 1935 lernt er Franziska Schwaninger, Bauerntochter aus dem benachbarten Hochburg, kennen und sie heiraten am Gründonnerstag 1936. Sie bewirtschaften gemeinsam den Leherbauernhof. Franz Jägerstäter ist ab 1941 Mesner in St. Radegund.  Aus der Ehe gehen drei Töchter hervor, Rosalia (*1937), Maria (*1938) und Aloisia (*1940).  Den Nationalsozialisten verweigert Jägerstätter von Anfang an jede Zusammenarbeit, denn Christentum und Nationalsozialismus sind für ihn völlig unvereinbar. 1940 wird Jägerstätter zum Militärdienst einberufen, aber zweimal unabkömmlich gestellt. Einer weiteren Einberufung leistet er nicht mehr Folge, denn „mitzukämpfen und zu töten, dass Hitler die ganze Welt beherrschen könne“, sieht er als Sünde und persönliche Schuld an.  Am 1. März 1943 erklärt er nach seiner erneuten Einberufung bei der Stammkompanie in Enns, „dass er auf Grund seiner religiösen Einstellung den Wehrdienst mit der Waffe ablehne, dass er gegen sein religiöses Gewissen handeln würde, wenn er für den nationalsozialistischen Staat kämpfen würde und er könne nicht gleichzeitig Nationalsozialist und Katholik sein.“ Jägerstätter wird in das Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis im Linzer Ursulinenhof gebracht und Anfang Mai in das Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis Berlin-Tegel überstellt. Am 6. Juli 1943 wird Franz Jägerstätter wegen „Wehrkraftzersetzung sowie zum Verlust der Wehrwürdigkeit und der bürgerlichen Ehrenrechte“ verurteilt. Am 9. August 1943 wird er in Brandenburg/Havel enthauptet.  Ab 1989 werden im Auftrag von Diözesanbischof Maximilian Aichern Personen, die Franz Jägerstätter gekannt haben, als Zeugen einvernommen. 1997 wird der Seligsprechungsprozess für Franz Jägerstätter offiziell eröffnet und am 21. Juni 2001 auf diözesaner Ebene abgeschlossen. Der Vatikan bestätigt am 1.Juni 2007 offiziell das Martyrium.
(Kurzbiographie Diözese Linz)


Gebet zum seligen Franz Jägerstätter

Guter Gott,
du hast den seligen Märtyrer
und Familienvater Franz Jägerstätter
mit großer Liebe zu dir,
zu seiner Familie
und zu allen Menschen erfüllt.
In einer Zeit menschenverachtender Politik
und Gewalt hat er sich ein unbestechliches
und klares Urteil gebildet.
Du hast ihm die Gnade geschenkt,
dem Bösen zu widerstehen.

Aus der Verbundenheit mit deinem Sohn
und in der Treue zu seinem Gewissen
hat er entschieden Nein gesagt
zur Verleugnung deiner Gegenwart,
zur Missachtung der menschlichen Würde
und zum ungerechten Krieg.
Im Vertrauen auf dich
hat er sein Leben hingegeben,
weil er dich über alles liebte.

Mit der Kraft deines Geistes
und auf seine Fürsprache stärke in uns
die Liebe zu dir und den Mitmenschen.
Hilf uns einzutreten für Gerechtigkeit,
Frieden und Menschenwürde
durch Christus, unseren Herrn. Amen.