»Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden«: Fest der Taufe des Herrn

Am Sonntag nach Erscheinung des Herrn (Epiphanie) am 6. Januar feiert die Kirche üblicherweise das Fest der Taufe des Herrn. Der Festtag bildet den Abschluss des Weihnachtsfestkreises und eröffnet die „Zeit im Jahreskreis“, wozu die anschließende Woche bereits gehört. Festinhalt ist die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. Das Tagesgebet des Festes spannt den Bogen von der Taufe Jesu zu unserer eigenen Taufe, die uns zu Töchtern und Söhnen Gottes gemacht hat: „Allmächtiger, ewiger Gott, bei der Taufe im Jordan kam der Heilige Geist auf unseren Herrn Jesus Christus herab, und du hast ihn als deinen geliebten Sohn offenbart. Gib, dass auch wir, die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren sind, in deinem Wohlgefallen stehen und als deine Kinder aus der Fülle dieses Geistes leben.“

Da bei der Taufe Jesu Gottessohnschaft in besonderem Maße aufgeleuchtet ist, wurde ursprünglich an Epiphanie dieses Ereignisses gedacht, wovon an diesem Hochfest immer noch der Brauch der Wassersegnung und die Magnificat-Antiphon der 2. Vesper Zeugnis ablegen: „Drei Wunder heiligen diesen Tag: Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe. Heute wurde Wasser zu Wein in der Hochzeit. Heute wurde Christus im Jordan getauft, uns zum Heile.“ Erst seit 1960 gibt es ein eigenes Fest der Taufe des Herrn.

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Fest der Taufe des Herrn, Sonntag, 13. Jänner 2019, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.

Selige des Monats Jänner 2019: Selige Maria Gabriella Sagheddu

Die Reihe der »Selige/Heilige des Monats« soll Monat für Monat das Glaubens- und Lebenszeugnis eines besonderen Menschen vorstellen. Die »Selige des Monats Jänner 2019« ist die selige Schwester Maria Gabriella Sagheddu. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 22. April. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„In den Selig- und Heiligsprechungsprozessen werden neben den Zeichen eines heroischen Tugendgrades und der Hingabe des Lebens im Martyrium auch diejenigen Fälle berücksichtigt, in denen eine bis zum Tod durchgehaltene Aufopferung des eigenen Lebens für andere erfolgt ist. Diese Hingabe ist Ausdruck einer vorbildlichen Nachahmung Christi und der Bewunderung der Gläubigen würdig. Erinnern wir uns zum Beispiel an die selige Maria Gabriela Sagheddu, die ihr Leben für die Einheit der Christen aufopferte.“ (Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate des Heiligen Vaters Papst Franziskus über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute, 5)

„Maria Sageddhu wurde am 17. März 1914 als drittes der sieben Kindern des Schafhirten Marcantonio Sageddhu († 1919) und seiner Frau Caterina Cucca († 1962) in Dorgali auf Sardinien geboren. Nur ihre beiden älteren Geschwister, Salvatore und Maria Giovanna, lebten lange genug, um noch die Seligsprechung ihrer Schwester 1983 miterleben zu können. Die anderen starben im Kindesalter.

Von 1923 bis 1929 besuchte Maria die Schule und arbeitete in Haus und Hof mit. In ihrem 18. Lebensjahr (1932) trat sie in die Jugendbewegung Katholische Aktion ihrer Pfarrgemeinde ein und arbeitete dort intensiv mit. Unter dem Einfluss ihres Pfarrers, Dom Basilio Meloni, reiste sie Ende September 1935 nach Grottaferrata auf dem italienischen Festland und bat in der Abtei N. S. di San Giuseppe[1] der Zisterzienserinnen der strengeren Observanz (Trappistinnen) um Aufnahme. Am Ostermontag 1936 wurde sie in das Chornoviziat aufgenommen (Novizenmeisterin war Tecla Fontana) und legte am 31. Oktober 1937 die Ordensprofess ab.

Die Abtei Grottaferrata stand schon seit einiger Zeit in Kontakt mit der ökumenischen Bewegung des französischen Priesters Abbé Paul Couturier (1881–1953). Als die Äbtissin Pia Gullini am 17. Januar 1937 vor dem Konvent den Rundbrief des Abbés zur Weltgebetswoche für die Einheit der Christen vorlas, meldete sich eine 78jährige Schwester mit dem Wunsch, ihr verbleibendes Leben für die Einheit aufopfern zu dürfen. Die Schwester starb schon wenige Wochen später an einem Schlaganfall. Dieses Ereignis machte so großen Eindruck auf die Klostergemeinschaft, dass sich dem Wunsch noch mehrere Schwestern anschlossen, u.a. auch 1938, ebenfalls nach dem Verlesen des diesjährigen Rundbriefs, Sr. Maria Gabriella. An Tuberkulose erkrankt, starb sie am 23. April 1939 an einem Erstickungsanfall. Schon bald nach ihrem Tod war von Traumerscheinungen, Gebetserhörungen und Heilungswundern zu hören. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 25. Januar 1983 selig.

Usprünglich in der Klostergruft in Grottaferrata beigesetzt, befinden sich Sr. Maria Gabriellas sterbliche Überreste seit 1975 in einer eigenen Kapelle auf dem Gelände der Abtei Vitorchiano.«

Maria Gabriela Sagheddu wurde am 25. Januar 1983 vom heiligen Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

(Quelle: Sagheddu, Maria Gabriella, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 28.4.2018, URL: http://www.biocist.org/wiki/Sagheddu,_Maria_Gabriella, abgerufen am 14. 12. 2018)


Gebet der seligen Sr. Maria Gabriella Sagheddu

„Herr Jesus, mein Bruder und Bräutigam, ich bitte Dich, mich mit Dir darzubringen in allen Kelchen, in allen Hostien, in allen Messen, die auf der Welt gefeiert werden. Mache mich zu einem Ganzopfer, würdig der göttlichen Majestät dargestellt zu werden, zu ihrer größeren Verherrlichung. Jesus, möge ich Dich verherrlichen und Du in mir verherrlicht sein!“

Gebet um die Heiligsprechung

O Gott, Du hast die selige Schwester Maria-Gabriella dazu berufen, ihr eigenes Leben für die Einheit der Christen aufzuopfern, gewähre auf ihre Fürsprache, dass bald der ersehnte Tag kommt, an dem ein Hirt und eine Herde sein wird. Gewähre mir Hilfe in meinem Anliegen (…) durch die Fürbitte der seligen Schwester Maria-Gabriella. Verherrliche Deine treue Dienerin durch die Heiligsprechung, damit Du durch sie verherrlicht wirst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, den guten Hirten, der sein Leben hingab zu unserer Erlösung. Amen.

»Weihnachten auch für Bethlehem«: eine Hilfs- und Spendenaktion des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem

Olivenholzartikel (bis Weihnachten) und Olivenöl (solange der Vorrat reicht) können ab sofort im Haus der Begegnung erworben werden!

»Ziel dieser Aktion ist in erster Linie, Christen und christlichen Einrichtungen in Palästina kunsthandwerkliche Produkte, wie Olivenholzartikel, landwirtschaftliche Produkte, wie Olivenöl aus Taybeh, sowie andere Erzeugnisse abzunehmen und diese Produkte vor allem im Rahmen von Kloster-und Adventmärkten gegen Spenden anzubieten. Dadurch sollen einerseits christliche Familien wenigstens zeitweise Arbeit und damit ein bescheidenes Einkommen und christliche Bauern durch die Abnahme ihrer Produkte Unterstützung erhalten. Andererseits sollen die Salesianer Don Boscos in ihren Anstrengungen für die Ausbildung und Betreuung der Jugend (Technical School, Artistic Center und Jugend Zentrum) und für die Ärmsten der Armen (Bäckerei) entsprechend unserer Möglichkeiten unterstützt werden.Spendenbeträge und Erträge der Aktion, die über die Kosten für die angebotenen Artikel hinausgehen, kommen christlichen Einrichtungen im Heiligen Land zu Gute. Dabei werden vorzugsweise Projekte im Sozial- und Ausbildungsbereich ausgewählt.« (Quelle: oessh.at)

»Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…«: Adventkranzsegnung und Adventbesinnung

»Die kreisrunde Form des Adventkranzes ohne Anfang und Ende spricht von der Ewigkeit und vom Sieg des in die Welt kommenden Erlösers. Das Grün der immergrünen Zweige verweist auf das Leben, das der erwartete Messias der Welt schenkt. Die Sonntag für Sonntag anwachsende Zahl der brennenden Kerzen stellt sich den immer kürzer werdenden Tagen entgegen, bevor dann am 24. Dezember die vier Kerzen übergehen in die Lichterfülle des Christbraums.« (aus: »Und das Wort ist Fleisch geworden…« Gedanken zur Advent- und Weihnachtszeit von Rudolf Vorderholzer)

Am Ersten Adventsonntagabend, 2. Dezember 2018, laden wir herzlich ein, mit hochwürdigsten Herrn Propst Mag. Gerhard Rechberger die heilige Messe zu feiern, in der die Adventkränze gesegnet werden. Anschließend hören wir in einem Besinnungsvortrag Gedanken, die uns auf dem Weg hin zum Weihnachtsfest begleiten sollen.

Heiliger des Monats November 2018: Heiliger Apostel Andreas

Der »Heilige des Monats November« ist der heilige Apostel Andreas. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 30. November. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

»Gegrüßet seist du, o Kreuz, das du durch den Leib Christi geweiht und von seinen Gliedern wie mit kostbaren Perlen geschmückt wurdest. Bevor der Herr dich bestieg, hattest du irdische Angst eingeflößt. Jetzt hingegen bist du mit himmlischer Liebe ausgestattet und wirst deshalb wie eine Gabe empfangen. Die Gläubigen wissen von dir, welch große Freude du besitzt, wie viele Geschenke du bereithältst. Nun komme ich sicher und voller Freude zu dir, damit du auch mich unter Jubel als Jünger dessen empfängst, der an dich gehängt wurde… O seliges Kreuz, das du die Majestät und Schönheit der Glieder des Herrn empfingst! … Nimm mich, führe mich weit weg von den Menschen und gib mich meinem Meister zurück – auf daß mich durch dich derjenige empfange, der mich durch dich erlöst hat. Gegrüßet seist du, o Kreuz; ja, sei wahrhaft gegrüßt!« (Aus der Passion des hl. Andreas, 6. Jhdt.)

»Andreas war der Bruder des Simon Petrus, wie dieser von Beruf Fischer (Markusevangelium 1, 16); er stammte aus Bethsaida – heute der Hügel Et-Tell bei Ad Dardara in Syrien – (Johannesevangelium 1, 14) oder aus Kafarnaum – – ein heute abgegangener Ort am See Gennesaret (Markusevangelium 1, 29). Er war der erste, den Jesus als seinen Jünger berief; zuvor war er Anhänger Johannes‘ des Täufers (Johannesevangelium 1, 35 – 40). Im Kreise der zwölf Jünger wird er an unterschiedlichen Stellen in der Rangfolge genannt. Nach dem Markusevangelium (13, 3) gehörte er zu einem der nur vier Jünger, denen Jesus eine Rede über die Endzeit mitteilte. Bei der Speisung der 5000 nach dem Johannesevangelium wies er auf den Jungen mit den Broten und Fischen hin (6, 8f). Nach Johannesevangelium 12, 22 war er zusammen mit Philippus der Fürsprecher für Griechen, die Jesus sehen wollten; er scheint also über gute Griechischkenntnisse verfügt zu haben. Er war beim Abendmahl in Jerusalem, bei der Himmelfahrt und an Pfingsten anwesend, sonst wird er nicht besonders genannt. Nach Pfingsten bildete er möglicherweise mit seinem Bruder Petrus ein Missionspaar, auch wenn er in der Liste der Apostel (Apostelgeschichte 1, 13) erst als vierter genannt wird, Petrus aber natürlich als erster. Die Legende lässt Andreas dann das Evangelium in Pontus und Bithynien südlich des Schwarzen Meers in Kleinasien, in Thrakien, in Epirus und in der Achaia in Griechenland sowie in den Donauländern verkündigen. In Mirmidonia – möglicherweise in Thessalien gelegen – befreite er demnach den gefangenen Matthias und gab dem Geblendeten das Augenlicht wieder. Zahlreiche weitere Wunder, Heilungen und Erweckungen werden berichtet. Schließlich hielt er sich in der Achaia auf, baute Kirchen und bewirkte zahlreiche Bekehrungen. Spätere orientalische Überlieferung nennt auch Kurdistan und Armenien als sein Missionsgebiet, die Kirche von Georgien gedenkt seiner Ankunft und Missionsarbeit in ihrem Land. In Patras heilte Andreas nach der Überlieferung Maximilla, die Frau des Statthalters Ägeas, und bekehrte sie zum Christentum. Er riet ihr eheliche Enthaltsamkeit; daraufhin dem Statthalter gegenübergestellt, konnte er diesen in einer ausführlich berichteten Disputation nicht vom Christentum überzeugen. Der Statthalter ließ Andreas geißeln und zu besonderer Pein und langsamem Tod an ein X-förmiges Kreuz binden. Zwei lange Tage hängend, predigte Andreas dem Volk, himmlisches Licht verhüllte den Sterbenden. Ägeas verhöhnte ihn, wurde daraufhin mit Wahnsinn geschlagen und starb, ehe er sein Haus wieder erreichte. Maximilla ließ Andreas mit großen Ehren bestatten.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum heiligen Apostel Andreas

Allmächtiger Gott, du hast deiner Kirche den heiligen Apostel Andreas als Boten des Glaubens und als Hirten gegeben.  Erhöre unser Gebet und gib, dass auch die Kirche unserer Tage  die Macht seiner Fürsprache erfahre. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.

Eucharistische Anbetungsstunde und Gebet um Geistliche Berufe

Im Sinne von Mt 9,38 „Bittet den Herrn der Ernte“ beten wir am letzten Donnerstag des Monats um guten und ausreichenden Nachwuchs in den verschiedenen geistlichen und kirchlichen Berufen und Berufungen. Wir erinnern uns aber auch daran, dass alle Christen Berufene sind, und mit ihrem Leben der in Taufe und Firmung grundgelegten Berufung zum gemeinsamen Priestertum Ausdruck geben sollen. Eine Antwort auf Gottes Ruf.

Herzlich laden wir am Donnerstag, 25. Oktober 2018, ein, vor dem Allerheiligsten Anbetung zu halten und Gott, unseren barmherzigen Vater, um Arbeiter für seinen Weinberg zu bitten. Die eucharistische Anbetungsstunde findet nach der Feier der heiligen Messe statt, die um 18.00 Uhr beginnt.

Sonntag der Weltmission: Älteste weltweite Kollekte für die Ärmsten

Der Weltmissions-Sonntag ist die größte Solidaritätsaktion unseres Planeten: Direkt im Auftrag des Papstes sammelt an diesem Tag die ganze Kirche weltweit für die ärmsten Diözesen und Länder. Die Gründerin der Päpstlichen Missionswerke, Pauline Jaricot, hat betont, dass jeder – ob reich oder arm – den Ärmsten der Armen an diesem Tag helfen soll: mit dem persönlichen Gebet und mit einer Spende. Der Weltmissions-Sonntag ist die älteste  Kirchenkollekte der Welt, mit der zielgenau dort geholfen wird, wo die Not am größten ist. Die Missio-Sammlung am Weltmissions-Sonntag ermöglicht, dass die jungen Kirchen in den ärmsten Ländern der Welt leben und weiter wachsen können. Jedes Gebet und jeder Euro, der gegeben wird, dienen dazu, dass sich in einem Land des Südens Priester, Ordensschwestern und Laien für ihre Mitmenschen einsetzen können.

Papst Franziskus schreibt in seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2018:  „Diese Weitergabe des Glaubens, die der Kern der Sendung der Kirche ist, geschieht also durch ein ‚Ansteckt-werden‘ seitens der Liebe, wo immer Freude und Begeisterung den neuentdeckten Sinn und die Fülle des Lebens zum Ausdruck bringen. Die Verbreitung des Glaubens durch Attraktivität erfordert offene, von der Liebe geweitete Herzen. Der Liebe können keine Grenzen gesetzt werden: Stark wie der Tod ist die Liebe (vgl. Hld 8,6). Und solche Weitung führt zur Begegnung, zum Zeugnis, zur Verkündigung; sie schafft Gemeinschaft in der Liebe zu allen, die fern vom Glauben, diesem gleichgültig, manchmal ablehnend und feindlich gegenüberstehen. Menschliche, kulturelle und religiöse Milieus, denen das Evangelium Jesu und die sakramentale Gegenwart der Kirche noch fremd sind, stellen die äußersten Peripherien dar, die ‚Grenzen der Erde‘, zu denen die missionarischen Jünger Jesu seit seiner Auferstehung gesandt sind, in der Gewissheit, dass sie ihren Herrn immer bei sich haben (vgl. Mt 28,20; Apg 1,8). Das ist mit Missio ad gentes gemeint. Die trostloseste Peripherie einer Menschheit, die Christus braucht, ist die Gleichgültigkeit gegenüber dem Glauben oder gar der Hass gegen die göttliche Fülle des Lebens. Jede materielle und spirituelle Armut, jede Diskriminierung von Brüdern und Schwestern ist immer eine Folge der Ablehnung Gottes und seiner Liebe.“

Herzlich laden wir am Weltmissionssonntag, 21. Oktober 2018, ein zur Feier der heiligen Messe in der Benediktskapelle im Haus der Begegnung, die um 18.30 Uhr beginnt. Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, Schokoladepralinen und saure Fruchtgummitierchen zu erwerben, und damit Projekte in der Mission zu unterstützen.

Seliger des Monats Oktober 2018: Seliger Karl aus dem Hause Österreich

Der »Selige des Monats Oktober« ist der Selige Karl aus dem Hause Österreich. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 21. Oktober. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Die entscheidende Aufgabe des Christen besteht darin, in allem Gottes Willen zu suchen, zu erkennen und danach zu handeln. Dieser täglichen Herausforderung stellte sich der Staatsmann und Christ Karl aus dem Hause Österreich. Er war ein Freund des Friedens. In seinen Augen war der Krieg ‚etwas Entsetzliches‘. Mitten in den Stürmen des Ersten Weltkriegs an die Regierung gelangt, versuchte er die Friedensinitiative meines Vorgängers Benedikt XV. aufzugreifen. Von Anfang an verstand Kaiser Karl sein Herrscheramt als heiligen Dienst an seinen Völkern. Sein ernstes Bestreben war es, der Berufung des Christen zur Heiligkeit auch in seinem politischen Handeln zu folgen. Dabei war ihm der Gedanke der sozialen Liebe wichtig. Sei er uns allen ein Vorbild, besonders denen, die heute in Europa politische Verantwortung tragen!“ (Predigt des hl. Papstes Johannes Paul II. bei der Seligsprechung, Petersplatz, 03.10.2004)

»Carl Franz Joseph Ludwig Hubert Georg Otto Maria, geboren am 17. August 1887, war ein Großneffe des österreichischen Kaisers Franz Josephs I. und wurde Thronfolger, da Kronprinz Rudolf 1889 Selbstmord begangen hatte und Erzherzog Franz Ferdinand 1914 in Sarajevo ermordet wurde. Nach einer militärischen Ausbildung studierte er zwei Jahre lang Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität in Prag. Am 21. Oktober – daher der Gedenktag – 1911 heiratete er Zita von Bourbon-Parma. Nach dem Beginn des I. Weltkrieges unternahm Karl zahlreiche Frontbesuche und Sondermissionen, 1915 wurde er Generalmajor, 1916 Feldmarschallleutnant. Als Kaiser Franz Joseph im November 1916 nach 68 Regierungsjahren mitten im Krieg starb, wurde er als Kaiser Karl I. sein Nachfolger. Ende Dezember 1916 folgte in Budapest die Krönung als König Karl IV. von Ungarn. Im März 1917 wandte sich Kaiser Karl I. über den Bruder seiner Frau, Sixtus, der in der belgischen Armee diente, unter strengster Geheimhaltung an die Entente, um einen Friedensprozess einzuleiten; dabei anerkannte er den Anspruch Frankreichs auf das Elsass und auf Lothringen, was Deutschland schwer verärgerte, weil man ja wegen der Bündnistreue zu Österreich in den Krieg gezogen war. Folge dieser Bemühungen um Frieden – nach ihrem Bekanntwerden als Sixtus-Affäre in die Geschichte eingegangen – war das Gegenteil des Erstrebten: eine noch engere Bindung an Deutschland und dessen Kriegsziele – bis hin zur Billigung des verheerenden Gifgas-Einsatzes. Auch in der Innenpolitik versuchte Karl I. sich als Reformer, er richtete ein Ministerium für Soziale Fürsorge und ein weiteres für Volksgesundheit ein, berief den Reichsrat – das Parlament – erstmals seit 1914 wieder ein, und verkündete eine Amnestie für politische Verbrechen. Im März 1918 versuchte die österreichische Regierung in geheimen Gesprächen mit den USA einen Sonderfrieden zu erwirken, aber die Amerikaner stellten Bedingungen, die einer Auflösung Österreich-Ungarns gleichkamen. Im September 1918 schlug die österreichisch-ungarische Regierung in einer Friedensnote an Alle die Aufnahme von Verhandlungen über einen Verständigungsfrieden vor, aber die Alliierten wiesen den Vorschlag scharf zurück. Der amerikanische Präsident Wilson erklärte, dass man keine Verhandlungen mit Vertretern des kaiserlichen Deutschlands und Österreich-Ungarns führe und forderte zum Sturz der Monarchien in beiden Ländern auf. Zwischen Oktober und November 1918 vollzog sich dann der Zusammenbruch der Donaumonarchie, zahlreiche Länder erklärten ihre Unabhängigkeit und bildeten eigene nationale Regierungen. Karl weigerte sich, als Kaiser abzudanken. Erst im November unterschrieb er eine Erklärung, in der er auf seine persönliche Teilnahme an den Regierungsgeschäften verzichtete. Er lebte dann zunächst unter britischem Schutz auf Schloss Eckartsau in Niederösterreich, ab März 1919 im Exil in der Schweiz. Karl, der als König von Ungarn nie formell abgedankt hatte, versuchte nun, die Monarchie in Ungarn – auch mit militärischen Mitteln – zu restaurieren, deshalb wurde er 1921 von den Siegermächten auf die portugiesische Insel Madeira in die Verbannung geschickt, wo er am 1. April 1922 an einer Lungenentzündung starb. Karls Leichnam wurde in der Kirche do Monte auf Madeira beigesetzt. Auf seinem Sarg stehen Worte aus dem Vaterunser: Fiat voluntas tua – Dein Wille geschehe. Der Bischof von Madeira und der spätere österreichische Bundespräsident Niklas regten bald nach Karls Tod den Seligsprechungsprozess für den frommen Mann und Märtyrerkaiser für den Frieden seiner Völker an; der Prozess wurde 1954 eröffnet, am 3. Oktober 2004 erfolgte die Seligsprechung, nachdem das dazu notwendige Wunder geprüft worden war: eine aus Polen stammende, in Brasilien tätige Nonne habe in den siebziger Jahren für die Seligsprechung Karls gebetet, woraufhin sie auf medizinisch nicht nachvollziehbare Weise geheilt worden sei.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum Seligen Kaiser Karl

Seliger Kaiser Karl, du hast dein schweres Amt und alle schwierigen Herausforderungen deines Lebens als Auftrag Gottes übernommen und in deinem Denken, Entscheiden und Handeln allein dem Dreifaltigen Gott vertraut.

Wir bitten dich, tritt bei Gott für uns ein und erflehe uns Vertrauen und Mut, damit wir selbst in menschlich aussichtslosen Situationen nicht verzagen,
sondern gläubig den Weg Christi gehen.

Erbitte uns die Gnade, unser Herz vom Herzen Jesu formen zu lassen. Steh uns bei, damit wir uns für die Armen und Notleidenden mitfühlend und tatkräftig einsetzen, unerschrocken für den Frieden im Kleinen und in der Welt kämpfen und unser ganzes Leben in jeder Lage hoffnungsfroh in Gottes Hand legen, damit wir alle wie du zu Ihm gelangen durch Christus unsern Herrn. Amen.

Heilige des Monats September 2018: Heilige Mutter Teresa

Die »Heilige des Monats September« ist die Heilige Mutter Teresa. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 5. September. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Ich bin ein Bleistift in der Hand Gottes, der einen Liebesbrief an die Welt schreibt.“ (Hl. Mutter Teresa)

»Agnes Gonxhe Bojaxhiu wurde als Tochter eines Bauunternehmers der albanischen Bevölkerungsgruppe geboren am 26. August 1910 und katholisch getauft. Als sie neun Jahre alt war, starb der Vater überraschend. Immer stärker verspürte das Mädchen den Wunsch, sich in der Mission zu engagieren. Im Alter von 18 Jahren schloss sie sich unter dem Einfluss von Jesuiten in Letnica den Schwestern der Jungfrau von Loreto an und erhielt in Rathfarnham in Irland ihre Ausbildung als Missionarin. Anfang 1929 kam sie über Colombo, Madras – das heutige Chennai – und Kalkutta nach Darjeeling am Fuß des Himalaya-Gebirges, wo sie das Noviziat absolvierte, in den Orden aufgenommen wurde und in Erinnerung an Thérèse von Lisieux den Ordensnamen Teresa annahm. In Kalkutta wurde Teresa zur Lehrerin ausgebildet, im Mai 1937 legte sie das Ordensgelübde ab und wurde Leiterin einer höheren Schule für bengalische Mädchen in Kalkutta. Direkt neben der Schule lag ein großes Armenviertel. Am 10. September 1937 zog Teresa sich nach Darjeeling zurück, wo sie sich entschloss, ihr Leben in Zukunft den Ärmsten der Armen zu widmen; als wichtigsten Tag ihres Lebens bezeichnete sie deshalb diesen Tag. 1946 begann sie, in Kalkutta unter den Ärmsten im Slum zu leben und zu arbeiten; dennoch dauerte es bis 1948, bis sie die Erlaubnis erhielt, den Orden zu verlassen. 1949 schloss sich ein bengalisches Mädchen Teresas Wirken an, sie eröffnete die erste Schule in einem Slum in Kalkutta. 1950 genehmigte der Papst die Gründung der Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe, die damals 12 Schwestern umfasste und deren Generaloberin Teresa wurde und bis kurz vor ihrem Tod blieb. Die Ordensschwestern verpflichteten sich, niemals für Geld oder für Wohlhabende tätig zu sein und kümmerten sich in den Elendsvierteln von um ausgesetzte Säuglinge, Kranke, Hungernde und Sterbende. 1952 eröffnete sie in das Haus Nirmal Hriday, reines Herz, ein Kranken- und Sterbehaus, um die Ärmsten von der Straße zu holen. Dort haben seitdem zehntausende Menschen Hilfe gefunden, mehr als die Hälfte habe Dank der Pflege überlebt, die anderen sind zumindest in Würde gestorben. Noch im selben Jahr konnte das Kinderhaus Shishu Bhavan, Stadt des Friedens, eröffnet werden. 1962 gründete Mutter Teresa die Leprakolonie Shanti Nagar, Stadt des Friedens, es folgte die Gründung von Schulen für Arme, von Entbindungsheimen und einem Heim für ledige Mütter. Sie starb am 5. September 1997 in Kalkutta. Die für die Seligsprechung notwendige Wunderheilung bezeugte die arme Inderin Monica Besra, die von einem Tumor im Bauch geheilt wurde, nachdem man ein von Mutter Teresa gesegnetes Amulett darauflegte; die Inderin wurde eigens nach Rom gebracht, um den Fall zu prüfen. Knapp vier Jahre später lebt die 40-Jährige, die sich als Tagelöhnerin durchschlägt, laut indischen Medien mit ihren Kindern in bitterster Armut. Das für die Heiligsprechung erforderliche Wunder war die Heilung der Gehirnerkrankung eines Brasilianers. 2017 wurde Teresa zur Mitpatronin des Erzbistums erhoben. Der Selig- und Heiligsprechungsprozess für Teresa wurde im Juni 1999 eröffnet – mit besonderer Erlaubnis von Papst Johannes Paul II., weil dieser Prozess normalerweise frühestens fünf Jahre nach dem Tod eingeleitet werden kann. Die Seligsprechung erfolgte am 19. Oktober 2003, nur sechs Jahre nach dem Tod der Ordensfrau; das war die schnellste Seligsprechung der Neuzeit. Am 4. September 2016 wurde Teresa von Papst Franziskus in einer Feier als Höhepunkt des von diesem ausgerufenen Jahres der Barmherzigkeit mehr als 100.000 auf dem Petersplatz in Rom heiliggesprochen.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zur heiligen Mutter Teresa

Barmherziger und liebender Gott, du offenbarst in den Heiligen deine Herrlichkeit und gibst in ihnen das leuchtende Beispiel deiner Liebe. Du hast die heilige Mutter Teresa berufen, den Armen, den Leidenden und den Sterbenden beizustehen. Gib, dass ihr Vorbild und ihre Fürsprache uns helfen, deinem Sohn in Wort und Tat nachzufolgen, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und Leben schenkt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Heilige des Monats August 2018: Heilige Mary of the Cross MacKillop

Die »Heilige des Monats August 2018« ist die Heilige Mary of the Cross MacKillop. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 8. August. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„‚Erinnere dich, wer deine Lehrer waren – von ihnen kannst du die Weisheit lernen, die zur Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus führt.‘ Über viele Jahre hinweg sind zahllose junge Menschen in ganz Australien mit Lehrern gesegnet worden, die durch das mutige und heiligmäßige Beispiel an Eifer, Ausdauer und Gebet von Schwester Mary MacKillop inspiriert worden sind. Sie widmete sich als junge Frau auf dem schwierigen und anspruchsvollen Gebiet des ländlichen Australiens der Erziehung der Armen und veranlaßte andere Frauen dazu, sich ihr in der ersten Frauenkongregation des Landes anzuschließen. Sie war offen für die Nöte der jungen Menschen, die ihr Vertrauen in sie setzten, ohne Ansehen von sozialem Stand und Vermögen, und sorgte sich um die intellektuelle wie auch um die spirituelle Bildung. Trotz vieler Herausforderungen schenkten ihre Gebete zum hl. Josef und ihre unermüdliche Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu, dem sie ihre neue Kongregation widmete, dieser heiligen Frau die notwendigen Gnaden, um Gott und der Kirche treu zu bleiben. Durch ihre Fürsprache mögen ihre Nachfolger heute weiterhin Gott und der Kirche mit Glauben und Demut dienen!“ (Predigt S.H. Papst em. Benedikt XVI. bei der Heiligsprechung am 17. Oktober 2010)

»Maria, geboren am 15. Jänner 1842, war das älteste Kind schottischer Einwanderer, ihr Vater ein wenig erfolgreicher Geschäftsmann. Schon im Alter von 16 Jahren wurde Mary zur Hauptversorgerin der Familie, arbeitete als Erzieherin, Verkäuferin und schließlich als Lehrerin. 1866 fand sie in Penola im Süden von Australien eine Anstellung an einer kirchlichen Schule, an der bedürftige Kinder ohne Schulgeld unterrichtet wurden. Um die charismatische Maria entstand schon bald eine Ordensgemeinschaft – die erste Australiens -, die binnen fünf Jahren 130 Schwestern zählte: die Sisters of St Joseph of the Sacred Heart, Schwestern des Heiligen Joseph vom Heiligen Herzen, die Josefsschwestern (RSJ), die sich vor allem um verarmte Farmersfrauen und deren Kinder kümmerten. Die Josefsschwestern machten sich die Seelsorge- und Bildungsarbeit im vernachlässigten Buschland zur Aufgabe. Das zupackende und unangepasste Verhalten des Ordens stieß aber auf Vorbehalte: 1871 sprach der Bischof von Adelaide wegen Ungehorsams die förmliche Exkommunikation über Maria vom Kreuz aus, weil sie einen katholischen Priester des Kindesmissbrauchs überführt und weil sie sich geweigert hatte, ihren Orden den hierarchischen Kirchenstrukturen unterzuordnen. Die Schwestern zerstreuten sich; erst nachdem der Bischof die Strafe kurz vor seinem Tod zurückgenommen hatte, pilgerte Maria nach Rom und erreichte bei Papst Pius IX. die Anerkennung ihrer Ordensstatuten; in Rom betete sie oft in der Kirche Sant’Agata dei Goti. Die zerschlagene Gemeinschaft sammelte sich nun neu, schon 1877 unterhielt der Orden 40 Schulen allein in Adelaide und Umgebung. 1883 beorderte der Bischof von Adelaide Maria nach Sidney, zwei Jahre später wurde sie als Ordensobere abgesetzt; erst 1899 betraute man sie erneut mit der Leitung der Gemeinschaft. 1902 erlitt Maria vom Kreuz einen Schlaganfall, der sie bis zu ihrem Tod ans Bett fesselte. Sie starb am 8. August 1909. Dem Orden gehören heute rund 900 Schwestern an. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Eintreten für Frieden, Menschenrechte und Gerechtigkeit, so im jungen Staat Osttimor oder durch Seelsorge und Bildung für Aborigines, die australischen Ureinwohner. Am 19. Januar 1995 sprach Papst Johannes Paul II. Maria vom Kreuz selig, Papst Benedikt XVI. sprach sie am 17. Oktober 2010 in Rom als erste Frau aus ihrem Kontinent heilig. 2013 wurde sie zur Patronin von Australien ernannt.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zur heiligen Mary MacKillop

Herr, unser Gott, Du hast die heilige Maria vom Kreuz MacKillop berufen, nach der vollkommenen Liebe zu streben und schon in dieser Welt dein Reich zu suchen. Gib uns auf ihre Fürsprache die Freude des Geistes und die Kraft, auf dem Weg der Liebe voranzuschreiten. Darum bitten wird durch Jesus Christus. Amen.