Heiliger des Monats März 2022: »Heiliger Oscar Romero«

Der »Heilige des Monats März« ist der heilige Oscar Arnulfo Romero y Galdámez. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 7. März.

Oscar Arnulfo Romero y Galdámez wurde in einer kleinen Gebirgsstadt als Sohn eines Fernmeldearbeiters am 15. August 1917 geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Im Alter von 13 Jahren kam er als Internatsschüler in das Seminar in San Miguel, mit 20 Jahren begann er das Theologiestudium am Priesterseminar in San Salvador, das er an der Päpstliche Universität Gregoriana in Rom zum Abschluss brachte; 1942 wurde er zum Priester geweiht. 1943 brach er sein Doktoratsstudium in Rom ab, um als Priester in seiner Heimat zu wirken. Er arbeitete als Pfarrer, dann als Redakteur kirchlicher Zeitschriften und als Generalsekretär der Nationalen Bischofskonferenz. Er war Anhänger der traditionellen kirchlichen Soziallehre, witterte bei den Vertretern einer neuen Pastoral an der Seite der Besitzlosen „Aufruhr und Marxismus“ und setzte sich stattdessen für die klassische Armenfürsorge ein, wie sie „gutkatholische Wohltäter“ betrieben. 1970 wurde er zum Weihbischof, 1974 zum Titularbischof der Diözese Santiago de Maria ernannt, 1977 zum Erzbischof von San Salvador; die reichen „staatstragenden Kreise“ freuten sich. Die Politik in El Salvador war geprägt von Unterdrückung der Arbeiter, der Bauern und Teilen des Klerus durch das Militär und die rechtsgerichteten Herrscherfamilien. Romero galt als Konservativer, der ein gutes Einvernehmen mit der Regierung garantierte. Doch die Brutalität der Militärs und die Not der Landbevölkerung bewirkten eine deutlich kritische Positionierung des neuen Erzbischofs. Schlüsselerlebnisse waren für Romero das im Februar 1977 von Militärs und Sicherheitskräften verübte Massaker an Demonstranten, die sich auf der Plaza Libertad, dem „Platz der Freiheit“, in San Salvador versammelt hatten, um gegen den Betrug bei den Präsidentschaftswahlen zu protestieren, und dann im März 1977 die Ermordung des Jesuitenpaters Rutilio Grande García, der in Aguilares für die Kirche der Armen arbeitete, und zweier seiner Begleiter. Unmittelbar danach nahmen viele Menschen eine spürbare Veränderung bei Oscar Romero wahr. Er selbst sagte später: „Als ich den toten Rutilio ansah, dachte ich: Wenn sie ihn für das umgebracht haben, was er getan hat, dann muss ich denselben Weg gehen wie er …“ Er setzte sich nun eindeutig ein für die Armen, Entrechteten und Ausgebeuteten und für Gerechtigkeit und wurde bald schon zur herausragenden Stimme der lateinamerikanischen Befreiungstheologie. Der Apostolische Nuntius und – mit einer Ausnahme – alle Mitglieder der salvadorianischen Bischofskonferenz stellen sich nun gegen ihn und seinen offenen Protest, denn sie wünschten keine Missklänge im Verhältnis zum Staat und schreckten auch vor Verleumdungskampagnen nicht zurück.

Romeros nun auch politisches Engagement wurzelte in seiner liebevollen Zuwendung zu allen Menschen. Er lebte einige Zeit im Krankenhaus, um dort todgeweihten Krebskranken ganz nahe zu sein. Nicht aus politischen Motiven, sondern aus Mitgefühl appellierte er, sich um die Armen, die Opfer der Unterdrückung ebenso zu kümmern wie um die Kranken. Als fester Bestandteil des Staatsapparates fungierten die rechten „Todesschwadronen“ zur Einschüchterung und Ermordung von Regimegegnern; Romero besuchte die Gemeinden, Gruppen und Familien, die zur Zielscheibe dieses Staatsterrors wurden, und ließ alle Verbrechen der „Sicherheitskräfte“ akribisch dokumentieren. Die Menschen im ganzen Land betrachten Romero als ihr Sprachrohr. Romeros durch den Rundfunksender des Bistums und auch in vielen Ländern Lateinamerikas übertragene Predigten wurden das meisterwartete Ereignis der Woche, es gab in El Salvador kaum ein Haus, dessen Bewohner nicht ihr Radio eingeschaltet hatten, um ihn zu hören. Er traf sich jede Woche mehrere Stunden lang mit einem Team von Priestern und Laien, um über die Situation des Landes nachzudenken, danach brachte er diese Überlegungen in seine Predigten ein und prangerte die Verbrechen des Militärs, der Regierung und der herrschenden Oligarchie an. Als die in Puebla in Mexiko versammelten Bischöfe Lateinamerikas Anfang 1979 ihre „Option für die Armen“ bekräftigen, war Romero einer der Wortführer. Mehrfach musste er nach Rom reisen, um sich zu rechtfertigen. Drei Tage vor seiner Ermordung beschlossen drei Kardinäle des Vatikan, Papst Johannes Paul II. seine Amtsenthebung vorzuschlagen.

1978 und 1979 wurde Oscar Romero für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Zu Beginn des Jahres 1980 war das Scheitern der nach dem Oktober-Putsch von 1979 berufenen „Reform-Junta“ offenkundig: sie machte Reformversprechen, doch die blutige Unterdrückung im Dienst der Oligarchie hielt an, allein im Januar wurden bis zu 500 Todesopfer gezählt. In seiner letzten Sonntagspredigt, am 23. März 1980, wandte Romero sich noch einmal direkt an die Angehörigen der Armee, der Nationalgarde und der Polizei: „Brüder, ihr gehört zu unserem Volk. Ihr tötet eure eigenen Brüder unter den Bauern. Wenn ein Mensch euch befiehlt zu töten, dann muss das Gesetz Gottes mehr gelten, das da lautet: Du sollst nicht töten! Kein Soldat ist verpflichtet, einem Befehl zu gehorchen, der gegen das Gesetz Gottes gerichtet ist. Ein unmoralisches Gesetz verpflichtet niemanden. … Im Namen Gottes und im Namen dieses leidenden Volkes, dessen Wehklagen täglich eindringlicher zum Himmel steigen, flehe ich Sie an, bitte Sie inständig, ersuche ich Sie im Namen Gottes: Machen Sie der Repression ein Ende.“ Am nächsten Tag sagte der Sprecher des Generalstabes des Heeres vor der Presse, der Erzbischof habe mit seinem Aufruf ein Vergehen begangen, das ihn an den Rand des Gesetzes des Militärs bringe. Am Nachmittag des 24. März 1980 wurde er während der Messfeier bei der Darbietung der eucharistischen Gaben am Altar erschossen. Seit der Ermordung von Thomas Becket im 12. Jahrhundert war kein so hoher kirchlicher Würdenträger mehr am Altar ermordet worden.

Über 100.000 Menschen aus dem ganzen Land kamen am Palmsonntag 1980 zu Romeros Bestattung vor der Kathedrale in San Salvador. Vom gegenüber liegenden Nationalpalast kamen Scharfschützen-Angriffe, deshalb musste die Messfeier unter Massenpanik abgebrochen werden; der Tag endet mit mehr als 30 Toten und ungezählten Verletzten. Der Mord an Romero ließ den Bürgerkrieg in El Salvador wieder aufflammen, in dem die USA das Militär mit drei Milliarden Dollar förderte und der in zwölf Jahren mehr als 75.000 Todesopfer, davon 70.000 Zivilisten, kostete. Der Bericht der „Wahrheitskommission“ für El Salvador, die aufgrund der Friedensvereinbarungen zwischen der Regierung und der Befreiungsbewegung 1992 eingerichtet worden war, kam 1993 zum Ergebnis, dass der frühere Geheimdienstchef Roberto D’Aubuisson den Befehl zur Ermordung Romeros gab und dass er den Mitgliedern seines Sicherheitsdienstes, den berüchtigten „Todesschwadronen“, genaue Anweisungen gab, wie der Mord zu organisieren und zu überwachen sei. Außerdem habe der Oberste Gerichtshof die Auslieferung des früheren Kapitäns Alvaro Rafael Saravia, der in die Planung und Ausführung des Mordes verwickelt war, aus den USA verhindert. So wurde nie jemand für den Mord vor Gericht gestellt. Roberto D’Aubuisson gründete später die Partei „Republikanisch-Nationalistische Allianz“, die von 1989 bis 2009 El Salvador regierte. Die zugesagte Agrarreform ist in dieser Zeit nicht zustande gekommen, ebenso wenig wurde ein Täter oder Anstifter vor Gericht gestellt. In diesen Zeiten der Globalisierung der Wirtschaft ging es den Armen noch schlechter als zu Romeros Zeiten. 2009 kam dann erstmals ein linksgerichteter Präsident an die Macht; bei seiner Amtseinsetzung verwies er auf Romero als „Lehrer und Leitfigur“, das Parlament erklärte den 24. März zum jährlichen Gedenktag für Romero. Auch seit 2014 und bis heute (2018) ist ein Vertreter der Linkspartei Präsident.

Romero zählt heute für die Kirche der Armen zu den gefeiertsten Gestalten der Kirche Lateinamerikas und gilt als „Heiliger des Volkes“ und Schutzpatron Amerikas. Im Vatikan und für einige Teile der Kirche in El Salvador ist er noch immer umstritten, weil er der Stärkung linksgerichteter Gruppierungen Vorschub geleistet habe. 1995 ernannte Papst Johannes Paul II. Fernando Saénz Lacalle, den Militärbischof der salvadorianischen Armee, zum neuen Erzbischof von San Salvador. Die der politischen Rechten verbundene Tageszeitung „El Diario de Hoy“, kommentierte die Ernennung: „Papst Johannes Paul II. hat damit der bisherigen pastoralen Arbeit der Erzdiözese ein entschiedenes ‚Basta‘ – ‚Schluss jetzt‘ zugerufen.“ 1996 besuchte der Papst zum zweiten Mal El Salvador, das erhoffte Wort zur Würdigung der christlichen Märtyrer blieb aus. Der Kurienkardinal José Saraiva Martins, der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, führte 2008 aus, dass für einen positiven Entscheid des Vatikan der „Hass gegen den Glauben“, „odium fidei“, als treibendes Motiv hinter der Ermordung Romeros zu erkennen sein müsste. Monseñor Rafael Urrutias, der im Auftrag der salvadorianischen Bischofskonferenz die Seligsprechung vorantreibt, erläuterte dazu: „Man muss sehen: Monseñor Romero wurde von Katholiken ermordet, von Menschen desselben Glaubens. Das ist ein Problem für Rom, denn Märtyrer werden normalerweise nicht von Katholiken erzeugt, sondern von anderer Seite.“ Die salvadorianische Bischofskonferenz forderte Rom – erfolglos – auf, zum 30. Jahrestag der Ermordung von Romero im Jahr 2010 die Seligsprechung zu verkünden. Nach der Wahl von Papst Franziskus 2013 gab es Stimmen, die eine Ankündigung der Seligsprechung am Gedenktag 24. März erwarteten, die aber nicht erfolgte; Franziskus erlaubte aber die Wiederaufnahme des Verfahrens, das dann 2015 zum erfolgreichen Abschluss kam. Papst Franziskus erklärte in einem Brief zur Feier der Seligsprechung: „Bis zum letzten Augenblick“ habe Romero als Kämpfer für die Rechte der Armen „mit seinem Leben Zeugnis vom Glauben“ gegeben und verglich ihn mit Mose: „So wie Gott einst den Mose erwählte, damit dieser das Volk in seinem Namen führe“, stünden auch heute „Hirten nach seinem Herzen“ auf und setzten sich an die Spitze der Herde.

Am Tag nach Romeros Heiligsprechung sagte der Erzbischof von San Salvador, Jose Luis Escobar Alas anlässlich eines Dankgottesdienstes: „Ich bitte um Vergebung für jenen Teil der Kirche, der Romero schlecht behandelt und diffamiert hat, einschließlich seiner Mitbischöfe.“ Der Seligsprechungsprozess wurde 1997 eingeleitet, bald darauf aber durch den Präfekten der Glaubenskongragation, Kardianl Ratzinger, wieder eingefroren; die genauen Hintergründe dafür sind nicht bekannt. Die Armen in Lateinamerika verehrten Romero gleich nach seiner Ermordung wie einen Heiligen und wünschten sich dringend die Seligsprechung durch den Papst, aber die Oberschicht in El Salvador und manche Kirchenführer in Rom wollten diesen radikalen Gesellschaftskritiker lieber nicht offiziell seligsprechen. Verehrt wird Oscar Romero bislang auch in der Kirche San Bartolomeo auf der Tiberinsel in Rom, die den Märtyrern des 20. Jahrhunderts geweiht ist und wo das Messbuch gezeigt wird, das er bei seiner letzten – tödlichen – Messe benutzte. Der Vatikan hatte 2005 die „Orthodoxie der Theologie“ des Ermordeten bestätigt, eine Kommission des Vatikans überprüfte dann lange die „Orthopraxis“ Romeros. Papst Franziskus setzte sich dann seit seinem Amtsantritt dann für die Kanonisierung ein. Die Seligsprechung von Oscar Romero fand am 24. Mai 2015 unter der Teilnahme von 200 Bischöfen und 300.000 Gläubigen in San Salvador durch Kardinal Angelo Amato im Auftrag von Papst Franziskus statt; Papst Franziskus sprach ihn am 14. Oktober 2018 auf dem Petersplatz in Rom heilig.

(Quelle: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienO/Oscar_Romero.html)


Gebet zum heiligen Oscar Romero:

Herr, Vater der Barmherzigkeit, der du durch Jesus Christus und die Fürsprache der Jungfrau Maria, der Königin des Friedens, und das Wirken des Heiligen Geistes dem heiligen Oscar Romero die Gnade geschenkt hast, ein vorbildlicher Hirte im Dienst der Kirche zu sein, der sich besonders für die Armen und Bedürftigen einsetzt.

Gib, Herr, dass auch ich lerne, nach dem Evangelium deines Sohnes zu leben, verherrliche deinen Heiligen Oscar Romero und gewähre mir auf seine Fürsprache die Gunst, um die ich dich bitte. Amen.

Vater unser… Ave Maria…. Ehre sei…

(Quelle: https://slife.org/prayers-of-oscar-romero/)

Heilige des Monats Februar 2022: »Heilige Jacinta Marto«

Die »Heilige des Monats Februar« ist die heilige Jacinta Marto. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 20. Februar.

Jacinta Marto war das jüngste der drei Kinder, denen 1917 das Geheimnis Unserer lieben Frauen von Fátima offenbart wurde.

Die Oberin eines Kinderheimes hat Aussagen von Jacinta berichtet: Der Ungehorsam von Priestern und Ordensleuten gegen die eigenen Oberen und gegen den Heiligen Vater missfällt dem Heiland sehr. Die Priester sollten sich nur mit den Angelegenheiten der Kirche und der Seelen beschäftigen. Ihr eigenes Schicksal hat sie verschiedentlich gegenüber ihrer Cousine Lucia klar vorausgesagt; sie prophezeite auch den Tod eines Arztes, der sie behandelte  

Im Dezember 1918 erkrankte Jacinta zusammen mit ihrem Bruder Franziskus an der sogenannten Spanischen Grippe, erholte sich jedoch wieder.
Im Januar 1920 wurde sie nach Lissabon ins Krankenhaus Dona Estefânia gebracht, um sie wegen einer eitrigen Rippfellentzündung zu operieren. Dort starb sie nach langer schmerzhafter Krankheit.

Jacinta wurde zusammen mit ihrem Bruder Franziskus am 13. Mai 2000 von Papst Johannes Paul II. bei seiner Wallfahrt nach Fátima in Anwesenheit der 93-jährigen Lucia seliggesprochen; am 100. Jahrestag der ersten Erscheinung, dem 13. Mai 2017, durch Papst Franziskus, der dazu nach Fátima gekommen war.

Die heilige Jacinto Marto ist die Patronin der Kranken, Gefangenen, um ihres Glaubens willen Verfolgten.
Quelle: heiligenlexikon.de


Ein Gebet, dass der heiligen Jacinta Marto und den anderen Seherkindern zu Fatima offenbart wurde:

Das Gebet des Engels:

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an
und opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi,
gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde, zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder. Amen.

(Quelle: https://de.catholicnewsagency.com/story/die-5-gebete-die-in-fatima-offenbart-wurden-die-jeder-katholik-kennen-sollte-1869)

Selige des Monats Jänner 2022: »Selige Maria Repetto«

Die »Selige des Monats Jänner« ist die selige Maria Repetto. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 5. Jänner. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Maria, geboren am 31. Oktober 1807, war das erste von acht Kindern des Notars Giovanni Battista Repetto und seiner Frau Teresa geb. Gazzale; die Familie war sehr fromm, vier der sieben Töchter wurden Nonnen, der einzige Sohn Priester. 1829 trat Maria ins „Konservatorium Unserer Lieben Frau von der Zuflucht“ am Monte Calvario in Genua ein, um nach einem privaten Gelübde in der Alten-, Waisen- und Krankenpflege tätig zu sein. Auf ihren Wunsch wurde sie nur in den klostereigenen Werkstätten beschäftigt, ohne Kontakte nach außen. Dennoch verbreitete sich der Ruf ihrer Tugend, immer mehr Menschen kamen zum Konservatorium, wo sie nun von der als Pförtnerin tätigen Maria Magdalena Pellegrina betreut wurden, was ihr den Ruf als „heilige Nonne“ einbrachte. Besondere Verehrung brachte sie Joseph von Nazareth entgegen, besonderen Wert legte sie darauf, auch arme Kirchen mit liturgischem Gerät auszustatten. Nur zwei Mal verließ sie das Konservatorium, als sie auf ihre Bitte hin bei Cholera-Epidemien zur Krankenpflege eingesetzt wurde. Sie starb nach langer Krankheit 5. Jänner 1890.

Maria Magdalena Pellegrina wurde am 4. Oktober 1981 durch Papst Johannes Paul II. seligge-sprochen.

(Quelle: heligenlexikon.de)


Gebet zur seligen Maria Repetto:

O selige Schwester Maria, die du in Armut, Keuschheit und Gehorsamkeit zur Heiligkeit gelangt bist, erwirke für uns, dass wir in dem Stand, in den Gott uns versetzt hat, dieselben Tugenden leben, die im Evangelium als Seligpreisungen verkündet werden und die uns Christus als wahre Jünger gleichgestalten. Du, der du den Zweifelnden, Ängstlichen und Bedrängten aufopferungsvoll Hilfe angeboten hast, bitte den Herrn für uns um das beständige Vertrauen, das du besessen hast, und um die kindliche Hingabe in den Armen Gottes, des Vaters. Amen.

(Quelle: preghiereperlafamiglia.it – übersetzt aus dem Italienischen)

Seliger des Monats Dezember 2021: »Seliger Peter Friedhofen«

Der »Selige des Monats Dezember« ist der selige Peter Friedhofen. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 21. Dezember. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Das ist mein Verlangen: das Lob und die Verehrung meiner liebsten Mutter Maria Tag und Nacht zu vermehren, alle Werke der Liebe für Gott und die Menschen zu verrichten.“ (Sel. Peter Friedhofen, April 1842)

Der Bauernsohn Peter Friedhofen, geboren am 25. Februar 1819, war schon früh Vollwaise, Schornsteinfeger wurde sein Beruf. Als sein Bruder Jakob starb, versorgte er dessen Witwe mit ihren elf Kindern. Neben all diesen Aufgaben gründete er in mehreren Pfarreien Aloisius-Bruderschaften für Jugendliche mit einer vom Trierer Bischof genehmigten Regel. Seine Liebe zu Kranken und Hilflosen führte dann zur Einrichtung eines Hauses in Weitersburg und 1849 zur Gründung der Kongregation der „Barmherzigen Brüder von Maria Hilf“ zur Betreuung und Versorgung Kranker, die 1850 anerkannt wurde; er selbst erlernte im damaligen Kloster und Krankenhaus der Alexianer in Aachen die Krankenpflege und absovierte das Noviziat.

1851 verlegte er den Sitz seiner Gemeinschaft der „Barmherzigen Brüder von Maria Hilf“ nach Koblenz, sie wurde nun in der ambulanten Krankenpflege aktiv. Im selben Jahr empfingen Peter und zwei Brüder ihr Ordenskleid. Es folgte 1853 die Gründung in Trier und dann weitere im Ausland.

Peter Friedhofen widmete sich vor allem der religiösen Prägung junger Brüder; das Gebet, die Verehrung der Maria und der Geist der Armut waren ihm wichtig. 1860 erkrankte er an Lungentuberkulose, nach sechs Wochen starb er am 21. Dezember 1860. Seine Gemeinschaft umfasste damals 44 Brüder.

In der Maria-Hilf-Kapelle beim Mutterhaus des Ordens der „Barmherzigen Brüder von Maria Hilf“ in Trier ruhen seit 1928 Peter Friedhofens Gebeine. Heute ist der Orden in Europa, Südamerika und Asien tätig. In Rom betreuen die Barmherzigen Brüder die Katakomben der Domitilla und besitzen daneben das Gästehaus „Casa Domitilla“.

Peter Friedhofen wurde am 23. Juni 1985 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

(Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum seligen Peter Friedhofen:

Vater im Himmel, im seligen Peter Friedhofen stellst du uns einen Menschen vor Augen, der deiner Stimme gefolgt ist und dein Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe ernst genommen hat. Du hast ihm deine Geheimnisse in der Stille, im Gebet, in deinem Wort, in der Natur und durch Menschen offenbart. Aus der Beziehung zu dir fand er die Kraft und die Ausdauer, Freund und Helfer vieler Kranker und Leidender zu sein. Auf die Fürbitte des seligen Bruder Peter schenke auch uns eine tiefe Freundschaft zu dir, die uns fähig macht, den Mitmenschen in unserer Umgebung zu dienen und besonders den Armen und Hilfsbedürftigen beizustehen. In besonderer Weise empfehlen wir dir auch die Jugendlichen, damit sie auf die Fürbitte von Peter Friedhofen den Weg zu dir finden. Amen.

(Quelle: https://www.brueder.info)

Selige des Monats November 2021: »Selige Madre Clelia Merloni«

Die »Selige des Monats November« ist die selige Clelia Merloni. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 21. November. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Clelia Merloni wurde am 10. März 1861 in Forlì geboren und wenige Stunden später in der Kathedrale von Forlì durch Bischof Pietro Paolo Trucchi getauft. Ihre Eltern waren Gioacchino Merloni und Teresa Brandinelli. Als Clelia drei Jahre alt war, starb ihre Mutter. Ihr Vater, ein wohlhabender Geschäftsmann, heiratete im Jahr 1866 Maria Giovanna Boeri, die sich zusammen mit der Großmutter mütterlicherseits um Clelias christliche Erziehung kümmerte. Ihr Vater, der sich sehr um sein Geschäft und um seinen sozialen Status bemühte, entfernte sich immer mehr von seinem christlichen Glauben und wandte sich der Freimaurerei zu, worunter Clelia sehr litt. Clelia betete viele für die Bekehrung ihres Vaters. Ihr Vater wollte ihr die bestmögliche Erziehung und Bildung zukommen lassen, damit sie später sein Geschäft übernehmen könnte. So lernte Clelia an einer Privatschule Lesen, Rechnen und Sprachen, aber auch Sticken und Piano spielen. Clelias Vater plante für seine Tochter eine gute Hochzeit und ein luxuriöses Leben. Aber sie fühlte sich zu einem Gott geweihten Leben in einem Orden berufen. So trat sie 1892 in die von Luigi Guanella gegründete Kongregation der „Töchter Mariens von der Vorsehung“ in Como ein. Dort erkrankte sie an einem schweren und ernsten Lungenleiden. Die Ärzte waren schon hoffnungslos, aber nach einer Gebetsnovene zu den heiligen Herzen Jesu und Mariens erholte sich Clelia auf wundersame Weise wieder. Darin erkannte sie den Auftrag Gottes, eine dem heiligen Herzen Jesu geweihte Schwesterngemeinschaft zu gründen, die sich der Sorge um die Armen, Weisen und Verlassenen annahm. Am 30. Mai 1894 gründete sie zusammen mit zwei Gefährtinnen in Viareggio die „Apostelinnen vom heiligsten Herzen Jesu“.

Die Gemeinschaft wuchs schnell und Clelia eröffnete Schulen, Waisenhäuser und Häuser für alte Menschen, finanziell unterstützt von ihrem Vater. Als ihr Vater am 27. Juni 1895 in San Remo starb, erbte Clelia sein ganzes Vermögen. Zu ihrer großen Freude hatte er sich noch auf dem Sterbebett zum Glauben bekehrt.

Finanzielle Probleme, verursacht durch einen betrügerischen Vermögensverwalter, zwangen die noch junge Gemeinschaft dazu, Viareggio zu verlassen. Das Ansehen und das Vertrauen in die Schwestern und besonders in die Gründerin Clelia Merloni war dahin. Nachdem die Schwestern sich in Broni niedergelassen hatten, lernte Clelia später Giovanni Battista Scalabrini, Bischof von Piacenza, kennen, der ihr bei der Lösung der Probleme half und sie mit ihren Schwestern in seine Diözese einlud. Er gewährte der Kongregation und ihrer Lebensregel die bischöfliche Anerkennung. Am 10. Juni 1900 legte Clelia zusammen mit zehn anderen Schwestern die Gelübde in ihrer Kongregation ab. Clelia und ihre Mitschwestern engagierten sich in der Auslandsmission und gründeten neue Konvente zunächst in Brasilien und dann auch in den USA. Im Jahr 1903 gab es bereits 30 Niederlassungen in Italien sowie Nord- und Südamerika und knapp 200 Schwestern gehörten der Kongregation an.

Mit dem Wachsen der Kongregation traten erneut Schwierigkeiten sowohl außerhalb als auch innerhalb der Gemeinschaft auf. Es kam wieder zu finanziellen und rechtlichen Problemen, verursacht durch Veruntreuungen der Berater von Mutter Clelia. Innerhalb der Kongregation bildeten sich zwei verschiedene Lager, die über die missionarische Ausrichtung und Spiritualität der Gemeinschaft uneins waren. Mutter Clelia übernahm die volle Verantwortung für die Probleme der Kongregation. Nach dem Tod von Bischof Scalabrini im Jahr 1905 wurde das Mutterhaus nach Alessandria verlegt.

Mutter Clelias Ansehen inner- und außerhalb der Kongregation nahm durch die vielen Probleme, Gerüchte und Verleumdungen immer mehr ab. Zeitweilig musste sie ihr Amt als Generaloberin abgeben und die Kongregation wurde mehrfach vom Vatikan visitiert. Im Jahr 1911 wurde sie endgültig per Dekret des Vatikans als Generaloberin abgesetzt. Als Nachfolgerin wurde Marcelline Vigano zur Generaloberin gewählt. Clelia wurde in Entscheidungen, die die von ihre gegründete Kongregation betrafen, nicht mehr einbezogen. Auf Anordnung der vatikanischen Kongregation für die Ordensleute gab sich die Kongregation neue Konstitutionen. Erfolglos bat Clelia darum, dass die Situation vom Vatikan erneut untersucht und zu ihren Gunsten entschieden werde. Aber sie erhielt keine Antwort auf ihre Bitten. Innerhalb der Kongregation kam es zu Zerwürfnissen unter den Schwestern, da einige von ihnen weiter an Clelia als Oberin festhielten. Im Jahr 1916 beschloss Clelia schweren Herzens, um die Entpflichtung von ihren Gelübden zu bitten und die Gemeinschaft zu verlassen, um den inneren Frieden der Kongregation wiederherzustellen.

Sie verbrachte ihr Exil in Turin, Roccagiovine und Marcellina. Die Jahre des Exils waren für Clelia eine Zeit gesundheitlicher und auch innerlicher Prüfungen auf der Suche nach Gottes Willen für ihr Leben. Den Schwestern ihrer Kongregation wurde jeder Kontakt zu ihr und jede Unterstützung für sie verboten. Jede Erinnerung an sie wurde in der Kongregation unterbunden, so dass neue Mitschwestern gar nichts mehr von der eigentlichen Gründerin wussten. Während des Exils der Gründerin erhielt die Kongregation am 17. Juli 1921 die päpstliche Anerkennung.

Am 28. Februar 1928 bat Clelia um die Erlaubnis, in die Gemeinschaft ihrer Schwestern zurückkehren zu dürfen. Diese Erlaubnis wurde ihr am 7. März 1928 erteilt und sie durfte in das Generalat in Rom ziehen. Dort bewohnte sie, durch Krankheit und Alter geschwächt, einen Raum fernab von den Schwestern, aber mit Zugang zu einer kleinen Empore oberhalb des Altars der Hauskapelle. So verbrachte sie die letzten zwei Jahre ihres Lebens in Meditation, Anbetung der Eucharistie und Gebet für ihre Mitschwestern.

Am 21. November 1930 starb Clelia im Alter von 69 Jahren im römischen Generalat der von ihr gegründeten Kongregation. Sie wurde auf dem Campo Verano beigesetzt. Im Jahr 1945 wurde ihr Leichnam unverwest auf dem durch Bomben teilweise zerstörten Friedhof aufgefunden und in die Kapelle des Generalats übertragen. (Quelle: de.wikipedia.org)


Gebet zur seligen Clelia Merloni:

Herr Jesus, du hast die selige Clelia zu einer standhaften Apostelin der Liebe deines Heiligsten Herzens und zu einer Liebenden des Willens des Vaters während ihres ganzen Lebens der ständigen Prüfung gemacht.

Du hast sie mit demütigem Vertrauen erfüllt, dem Schlüssel, der die Schätze deiner unendlichen Barmherzigkeit öffnet.

Wir bitten dich, sie hier auf Erden zu verherrlichen, damit die Schönheit ihrer Heiligkeit uns zu deinem sanftesten Herzen ziehe, ihre Fürsprache uns auf unserem Weg zum höchsten Gut helfe und ihr Beispiel in uns den Wunsch erwecke, unseren dreieinigen Gott zu bekennen, ihn zu lieben und ihm zu dienen. Amen.

(Quelle: madreclelia.org – übersetzt aus dem Englischen)

Fünfmal Bronze für Dveri Pax bei den »DWWA 2021«

Unser Weingut nahm auch 2021 an den 18. »Decanter World Wine Awards« teil. An 15 Tagen im Juni 2021 verkosteten und bewerteten 170 Weinexperten, darunter 44 Masters of Wine und 11 Master Sommeliers, 18.094 Weine aus 56 Ländern und vergaben 50 mal »Best in Show«, 179 Platin-, 635 Gold-, 5.607 Silber- und 8.332 Bronzemedaillen.

Die Decanter World Wine Awards (DWWA) sind der größte und einflussreichste Weinwettbewerb der Welt. Die DWWA werden von den besten Weinexperten aus der ganzen Welt beurteilt und sind international für ihre strengen Bewertungsverfahren bekannt.

Folgende Auszeichnungen erhielt unser Weingut Dveri Pax:

Sauvignon 2020

Punkte: 89
Degustationsnotiz der Jury: »Zartes blumiges Bukett mit Salbei und Minze. Cremig und elegant mit stählernen Erbsenschotenaromen und einem angenehmen Abgang.«

Furmint/Šipon Ilovci 2019

Punkte: 89
Degustationsnotiz der Jury: »Blumiges Bukett mit Pfirsich- und Granny-Smith-Noten. Elegant, mit reifer Säure, toller Struktur und langem Abgang.«

Modra frankinja/Blaufränkisch Rosé 2020

Punkte: 88
Degustationsnotiz der Jury: »Im Bukett Erdbeeren, Himbeeren und Kirsche. Leicht und erfrischend. Sehr angenehm und schmeckt nach mehr.«

Renski rizling/Riesling halbsüß 2020

Punkte: 87
Degustationsnotiz der Jury: »Kräftige Blumen- und Lavendelaromen mit Bitterzitrone und Mandel. Reif und sauber mit ausgezeichnetem Sortencharakter.«

Šipon 2019

Punkte: 86
Degustationsnotiz der Jury: »Aromen von Zitrus, Thymian und Minze. Ausgeprägt und vielversprechend mit Zitronensaftcharakter. Einfach und erfrischend.«

Weine von Dveri Pax können im Weinverkauf im Haus der Begegnung erworben werden!

Heilige des Monats Oktober 2021: »Hl. Anna Schäffer«

Die »Heilige des Monats Oktober« ist die heilige Anna Schäffer. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 5. Oktober. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Vertrau auf den Segen des Betens: Gott schickt oft wunderbare Hilfe, wenn wir ihn recht innig in vertrauensvollem und anhaltendem Gebet bitten.“ (Hl. Anna Schäffer)

Anna Schäffer, geboren am 18. Februar 1882 war die Tochter eines Schreiners, deshalb wurde sie im Volksmund „Schreiner Nandl“ genannt. Nach dem Tod ihres Vaters kam sie durch Vermittlung ihres Pfarrers nach Regensburg und arbeitete im Altenheim Elisabethinum, dann als Haushaltshilfe bei einem Amtsgerichtsrat in Landshut, schließlich im Forsthaus in Stammham bei Ingolstadt. Dort glitt Anna Schäffer im Februar 1901 in der Waschküche in einen mit kochender Lauge gefüllten Waschkessel; der Unfall fesselte sie dann 25 Jahre lang bis zu ihrem Tod ans Krankenbett. Sie litt unter schwerer körperlicher und seelischer Krankheit, Kraft gaben ihr die tägliche Kommunion und das Gebet. Am 4. Oktober 1910 bestätigte ihr – nach ihrem Selbstzeugnis – Jesus in einer Vision: „Dich habe ich angenommen zur Sühne meines heiligen Sakramentes. Und bei der heiligen Kommunion sollst du fortan jene Schmerzen meiner heiligen Passion spüren, womit ich dich armseliges Nichts erlöst habe. Leide, opfere und sühne in stiller Verborgenheit.“ Am Morgen dieses Tages, während sie die heilige Kommunion aus der Hand ihres Pfarrers empfing, trafen sie fünf Feuerstrahlen wie Blitze in die Hände, in die Füße und in das Herz. Fortan trug sie unbemerkt von anderen die Wundmale Jesu an sich; sie schrieb: „Es fing sogleich ein unendlicher Schmerz in diesen Körperteilen an“. Ihre mystischen Erlebnisse hielt sie in Berichten fest. Viele Menschen kamen zu ihr, um Trost und Linderung in ihren Nöten zu erfahren; andere schwer Kranke tröstete sie mit Briefen. Sie starb am 5. Oktober 1925. Eine große Menschenmenge nahm an Anna Schäffers Beerdigung teil. 1972 wurden ihre Gebeine erhoben und in die Pfarrkirche nach Mindelstetten übertragen.

Nach Mitteilung des Bistums Regensburg sind bis zum Jahr 2009 ca. 20.000 Gebetserhörungen nachgewiesen. 2015 kam eine Reliquie nach Talmenka in Sibirien. Seit der 2012 erfolgten Heiligsprechung werden in Mindelstetten jedes Jahr über 30.000 Pilger registriert, die das komplett sanierte und zum Museum ausgebaute Anna-Schäffer-Haus besuchen. Am Neubau des Altenheims Elisabethinum in Regensburg erinnert eine Gedenktafel an Anna Schäffer.

Papst Johannes Paul II. sprach Anna Schäffer am 7. März 1999 selig, Papst Benedikt XVI. sprach sie am 21. Oktober 2012 heilig.

(Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zur heiligen Anna Schäffer:

Herr, gestärkt durch Deine unendliche Gnade, hat sich die heilige Anna Schäffer in heroischer Hingabe an den Willen Gottes im stillen Opfer für andere verzehrt. Schenke uns durch ihr Vorbild und ihre Fürsprache die Erkenntnis, dass in Gebet, Opfer und Sühne das große Mittel zum ewigen und zeitlichen Heil zu suchen ist. Gib uns die Kraft, nach ihrem Vorbild zu handeln. Schenke auf ihre Fürsprache den Sündern die Bekehrung, der Kirche Einheit, den Familien und Völkern Frieden, den Priestern Starkmut und Treue, der Jugend Gottesfurcht und Reinheit. Rufe die Ungläubigen und Irregeleiteten in Dein Reich! Sei den Seelen der Verstorbenen gnädig und barmherzig. Erhöre unser Gebet und schenke uns persönlich auf die Fürsprache der heiligen Anna Schäffer die Gnade, um die wir Dich innig bitten, durch Christus, unsern Herrn. Amen.

(Quelle: Bistum Regensburg)

Seliger des Monats September 2021: »Seliger Anton Martin Slomšek«

Der »Selige des Monats September« ist der selige Anton Martin Slomšek. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 24. September. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Drei Dinge habe immer vor Augen: das alles sehende Gottesauge, das alles hörende Gottesohr und jenes Buch, in das Gott alle Taten verzeichnet. Nur einmal am Tag denk an die drei Dinge, und du wirst nicht mehr sündigen. Drei Dinge aus vergangenen Tagen sind zu bedauern: das getane Böse, das versäumte Gute und die verlorene Zeit. Selig derjenige, der sich dieser Dinge enthält.“ (Sel. Anton Martin Slomšek)

Anton Martin Slomšek, geboren am 26. November 1800, wurde am Fest der Geburt Marias 1824 in Klagenfurt zum Priester geweiht. Dann arbeitete er als Kaplan in Bizeljsko und in Nova Cerkev in Slowenien. 1829 kam er als Spiritual ans Priesterseminar nach Klagenfurt. 1838 trat er seinen Dienst als Erzpriester und Dechant in Saldenhofen an der Drau – dem heutigen Vuzenica – an; er machte sich v. a. um das Volksschulwesen in seiner Heimat verdient und verfasste selbst viele Schulbücher in slowenischer Sprache. 1844 übernahm er das Amt eines Domherren am damaligen Dom in St. Andrä und des Diözesanschulaufsehers im Lavant-Tal und 1846 das Amt des Pfarrers und Abtes von Cilli – dem heutigen Celje; noch im selben Jahr wurde er zum Fürstbischof von Lavant erwählt, empfing im Juli 1846 in Salzburg die Bischofsweihe und residierte zunächst am Dom in St. Andrä. Slomšek war ein fruchtbarer religiöser Schriftsteller und Dichter, schrieb für die Jugend wie für Erwachsene. Die Förderung der slowenischen Identität in seiner damals zu Österreich gehörenden Heimat war ihm ein besonderes Anliegen. Er begründete 1846 das slowenische Jahrbuch „Drobtince“, „Brosamen“, gründete 1853 den St.-Hermagoras-Bücherverein, veröffentlichte 1854 eine Heiligenlegende. Als Bischof hielt er regelmäige Konferenzen für die Pfarrer ab, lud sie zu Exerzitien ein und förderte die Volksmissionen. 1851 gründete er die „Bruderschaft der heiligen Slawenapostel Kyrillos und Methodios“ zur Förderung der Einheit mit der orthodoxen Kirche. 1852 berief er die von Vinzenz von Paul gegründeten „Lazaristen“ – heute Vinzentiner genannt – in sein Bistum, 1855 eröffnte er das „Maximilianeum“ für bedürftige Studenten in Celje / Cilli. 1859 verlegte Slomšek den Sitz der 1228 gegründeten Diözese Lavant nach Maribor, um damit alle in der Steiermark beheimateten Slowenen in ihrer eigenen Diözese zu vereinigen und sich dadurch gegen die Germanisierung zu wehren; die seitherige Bischofsresidenz in St. Andrä schenkte er den Jesuiten. In Maribor richtete er ein Priesterseminar ein, 1860 einen Frauenverein zur Betreuung alleingelassener Jugendlicher, aus dem die „Schulschwestern von Marburg“ hervorgingen. 1856/57 wirkte er als Visitator der Benediktinerklöster in Österreich. Slomšek starb im Ruf der Heiligkeit am 24. November 1862. In Klagenfurt besteht seit 1874 das Slomšek-Zentrum, ein Sozialzentrum für Slowenen in Kärnten.

Papst Johannes Paul II. sprach Anton Martin Slomšek bei seinem zweiten Besuch in Maribor am 19. September 1999 selig.

(Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum seligen Anton Martin Slomšek:

Gott, du Licht deiner Gläubigen, du Hirt der Seelen. Du hast den seligen Bischof Anton Martin dazu berufen, durch seine Predigt und sein Beispiel der Kirche zu dienen.

Seine Fürsprache helfe uns, den Glauben zu bewahren, den er gelehrt hat, und den Weg zu gehen, den er durch sein Leben gewiesen hat.

Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.

(Aus dem Messbuch: Tagesgebet für Hirten der Kirche)

Seliger des Monats August 2021: »Sel. Josef Pino Puglisi«

Der »Selige des Monats August« ist der selige Giuseppe „Pino“ Puglisi. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 21. Oktober. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Jeder von uns verspürt in sich eine Neigung, ein Charisma, einen [inneren] Entwurf, der jeden Menschen einzigartig und unwiederholbar macht. Dieser Ruf, diese Berufung ist das Zeichen des Heiligen Geistes in uns. Nur das Hören auf diese Stimme kann unserem Leben Sinn geben.“ (Sel. Pino Puglisi)

Giuseppe „Pino“ Puglisi, Sohn eines Schusters und einer Zuschneiderin, wurde 15. September 1937 in einem einfachen Haus im Stadtteil Brancaccio, einem Armutsviertel am Stadtrand von Palermo, geboren. Nach der Schule und dem Studium wurde er 1960 zum Priester geweiht und machte sich schnell als Seelsorger besonders für Jugendliche einen Namen. 1970 wurde er Pfarrer in Godrano bei Palermo und gleichzeitig als Rektor der Kirche San Giovanni dei Lebbrosi Ausbilder für Studenten in Palermo; zugleich engagierte er sich in Armengebieten der Stadt. Ab 1990 war er Priester an der Kirche San Gaetano in seinem heimatlichen Stadtteil Brancaccio, einem von der Mafia beherrschten Quartier.
„Pino“ Puglisi kämpfte gegen die Mafia in seiner Kirche San Gaetano mit seinen Predigten und in seinem Stadtteil Brancaccio, indem er sich besonders für junge Leute einsetzte, Volksfeste und Sportveranstaltungen organisierte, für eine weiterführende Schule und eine funktionierende Kanalisation eintrat, ein Sozialzentrum aufbaute und eine Schwesternschaft ansiedelte, die Sozialarbeit leistete. Zwangskollekten, die üblicherweise zu Festtagen erhoben wurden und den Ruf der Mafia stärkten, lehnte er ebenso ab wie die Zusammenarbeit mit dem von Mafios durchsetzten Patronatsfest-Komitee; für die von der Mafia ermordeten Richter Falcone und Borsellino organisierte er Gedenkveranstaltungen. „Dieser Priester zieht die Jungs auf seine Seite“, befürchtete ein Mafiaboss. Nachdem 1992 der italienische Staatsanwalt und „Mafia-Jäger“ Giovanni Falcone brutal von der Mafia getötet worden war, geißelte Papst Johannes Paul II. im Mai 1993 bei seinem Besuch in Agrigento die Mafia als unmenschlich und als Verstoß gegen das Evangelium. Den Verbreitern dieser „Kultur des Todes“ drohte er in einer ungewöhnlich emotionalen Rede mit dem Gericht Gottes. Im September 1993 wurde Italien dann von einer zuvor nie dagewesenen Reihe von Attentaten der Mafia erschüttert, weil sie die Regierung zwingen wollte, die verschärften Haftbedingungen gegen Verurteilte der Mafia zu lockern – was im November dann auch geschah. Eines der Attentatsopfer war Pino Puglisi, der an seinem Geburtstag vor der Tür seines Wohnhauses durch einen Killer im Auftrag von zwei Mafiabossen überfallen wurde. „Darauf habe ich gewartet“, sagte er, lächelte und wurde mit einer Pistole hingerichtet. Pino Puglisi wurde auch als Antwort auf die kurz zuvor ausgesprochene Verurteilung der Mafia durch Papst Johannes Paul II. ermordet. Der wandte sich im Mai 1993 bei seiner Messe im Tal der Tempel nahe der Mafiahochburg Agrigent als erster Papst unmissverständlich gegen das Organisierte Verbrechen; abweichend von seinem Redemanuskript rief er sichtbar erzürnt: „Gott hat gesagt: Du sollst nicht töten. Kein Mensch, keine Menschenvereinigung, keine Mafia kann dieses hochheilige Gesetz Gottes ändern und mit Füßen treten … Im Namen Christi wende ich mich an die Verantwortlichen: Kehrt um! Eines Tages wird Euch das Jüngste Gericht Gottes einholen!“ Pino Puglisi war der erste von der Mafia ermordete Priester. Obwohl der Mord am hellichten Tag an einer belebten Piazza stattfand, fanden sich keine Zeugen. Dennoch wurden die Auftraggeber des Mordes, die örtlichen Mafiabosse Giuseppe und Filipo Graviano, später zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach dem Vorbild Puglisis entstanden mehrere Einrichtungen der Jugendhilfe und der Sozialarbeit, die nach ihm benannt sind. 2005 wurde sein Leben und Sterben verfilmt. Pino Puglisis Sarg steht heute in einer ihm geweihten Kapelle in der Kathedrale von Palermo. In Godrano ist die Straße an der Kirche nach ihm benannt, in der Kirche erinnert ein über lebensgroßes Portrait an ihn. Am 25. Jahrestag der Ermordung von Pino Puglisi besuchte Papst Franziskus Palermo; dabei wandte er sich auch direkt an die Mafiosi: „Ändert euch! Hört auf, an euch selber zu denken und an euer Geld! Bekehrt euch zum wahren Gott Jesu Christi! Ansonsten geht euer eigenes Leben verloren, und das ist die schlimmste aller Niederlagen!“

Pino Puglisi wurde am 23. Mai 2013 im Auftrag von Papst Franziskus in in der Kathedrale in Palermo seliggesprochen.

(Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum seligen Pino Puglisi:

Seliger Märtyrer Josef Pino Puglisi, du warst von Gottes Gnaden unermüdlicher Arbeiter in seinem Weinberg, kühner Zeuge des Evangeliums, Bruder und Freund der Jugend, Verteidiger der Armen und Unterdrückten.

Wir bitten dich, sei ein mächtiger Fürsprecher für die Kirche, damit der Herr in ihr großzügige Diener des Evangeliums erweckt, Männer und Frauen, die fähig sind, sich für wahre Freiheit, Frieden und das Wohl aller einzusetzen.

Lass auch uns auch deinen furchtlosen Mut haben, das Böse und jeden Kompromiss mit den dunklen Mächten und Verbrechern unter den Menschen abzulehnen, Christus treu zu bleiben und so in die Freude seines Reiches einzutreten. Amen.

(Aus dem Italienischen übersetztes Gebet von Paolo Tescione)

Seliger des Monats Juli 2021: »Sel. P. Franz Solan Casey O.F.M.Cap.«

Der »Selige des Monats Juli« ist der selige P. Franz Solan Casey O.F.M.Cap. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 30. Juli. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

Bernard Francis Casey wurde am 15. November 1870 auf einer Farm in Oak Grove als sechstes von 16 Kindern der irischen Immigranten Bernhard James Casey und Ellen (geb. Murphy) geboren. Seine Eltern lernten sich in Biddeford in Maine kennen und heirateten am 6. Oktober 1863, nachdem beide Irland aufgrund der Großen Hungersnot verlassen hatten. Casey wuchs mit seiner Familie in einer 4 mal 10 Meter großen Blockhütte auf und durchlief in seiner Kindheit die genuin irisch-katholische Sozialisierung. Er wurde am 18. Dezember 1870 getauft. 1878 starben zwei seiner Schwestern an Diphtherie. Er selbst überlebte die Infektionskrankheit, die jedoch seine Stimmbänder beschädigte, sodass er nur sehr hoch und mit dünner Stimme sprechen konnte. Seine Familie übersiedelte später nach Hudson, Wisconsin. 1878 besuchte er die Schule in Saint Mary’s, musste sie aber im Oktober 1882 verlassen, nachdem die Familie nach Burkhardt, St. Croix County umzog. 1887 zwangen Missernten am Hof der Eltern Casey verschiedene Arbeitsstellen in Minnesota anzunehmen. Er verdingte sich als Holzflößer, in einer Ziegelei und als Hilfswärter in einem bundesstaatliches Gefängnis in Minnesota, wo er auf inhaftierte Mitglieder der James-Younger-Gang stieß. Während dieser Zeit plante Casey eine Familie zu gründen, wenngleich er auch den Gedanken erwog, Priester zu werden. Indes er als Straßenbahnfahrer in Stillwater bzw. Superior arbeitete, wurde er Zeuge eines brutalen Frauenmordes auf offener Straße durch einen betrunkenen Matrosen.

Von diesem Erlebnis geschockt, intensivierte Casey seine Berufungsfrage, die er unter anderem als Reaktion auf den sozial-religiösen Verfall seiner Zeit verstand. Im Januar 1891 erfolgte die Inskription im Saint Francis High School Seminary, dem Bischöflichen Knabenseminar des Erzbistums Milwaukee und ersten Anlaufpunkt für Priesterseminaristen. Seiner Entschlossenheit stand jedoch eine fehlende Schulausbildung entgegen, zumal in den Klassen in deutscher und lateinischer Sprache unterrichtet wurde. Aus diesem Grund legte ihm die Schulleitung nahe, in einer Ordensgemeinschaft das Priestertum anzustreben. Casey verfasste Aufnahmegesuche an den Kapuzinerkonvent St. Bonaventura in Detroit sowie an die Franziskaner-Provinz und legte am 8. Dezember 1896 ein privates Keuschheitsgelübde ab. Vor einer Marienstatue verweilend vernahm Casey die Worte er solle nach Detroit gehen. Am 24. Dezember 1896 traf Casey im Konvent St. Bonaventura der Kapuziner in Detroit ein. Die Aufnahme in das Noviziat erfolgte am 14. Januar 1897 unter dem Ordensnamen Francis Solanus, nach dem heiligen Francisco Sánchez Solano Jiménez, einem spanischen Missionar des 16. Jahrhunderts. Nach seiner Profess am 21. Juli 1898 und weiteren Schwierigkeiten akademischer Natur, empfing Casey am 24. Juli 1904 die Priesterweihe durch Erzbischof Sebastian Gebhard Messmer in der Saint Francis of Assisi Church in Milwaukee. Wegen seiner mangelhaften theologischen Ausbildung entschieden sich seine Oberen für eine Weihe zum Simplexpriester. Aus diesem Grund hatte Casey weder eine Beichtjurisdiktion noch die Erlaubnis, zu predigen. Seine Primizmesse feierte er am 31. Juli 1904 in Appletown, in Anwesenheit seiner Familie, die er acht Jahre nicht gesehen hatte. Dem apostolischen Engagement der Kapuziner folgend wurde Casey nach der Priesterweihe in verschiedene Konvente des Bundesstaates New York entsandt. Zwischen 1904 und 1918 wirkte er im Konvent Sacred Heart in Yonkers als Küster. Mit seiner 1906 übertragenen Aufgabe an der Klosterpforte entwickelte sich sein Arbeitsplatz zur Anlaufstelle für hilfesuchende Menschen und ihre Gebetsbitten. Hier sollen sich auch erste Heilungen durch Caseys Gebet zugetragen haben. Im Juli 1918 wurde Casey in die Pfarren Our Lady of Sorrows und am 25. Oktober 1921 in die Gemeinde Our Lady Queen of Angels in New York City versetzt. Zeitweilig wirkte er auch an der St. John the Baptist Church in Manhattan. Nach weiteren angeblichen Heilungen dokumentierte er auf Bitten seines Provinzials alle ungewöhnlichen Ereignisse; sein Nachlass umfasst sieben Notizbücher mit „Aufzeichnungen über besondere Fälle“. Von 1925 bis 1945 lebte Casey wieder im Konvent St. Bonaventura in Detroit, wo er hauptsächlich das Amt des Pförtners bekleidete und die gesellschaftlichen Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise erlebte. Auch hier entwickelte sich die Klosterpforte zur Anlaufstelle Hilfesuchender und Kranker, für die Casey Krankengottesdienste feierte. Seine Bekanntheit steigerte sich als genesene Personen Casey maßgeblich mit ihren Heilungen in Verbindung brachten. 1929 war Casey in St. Bonaventura an der Gründung der Kapuzinersuppenküche beteiligt. Sie sollte die Armen von Detroit während der Weltwirtschaftskrise mit Lebensmitteln versorgen, ist aber noch heute in Betrieb und serviert 60.000 Mahlzeiten pro Monat. Um seine angeschlagene Gesundheit zu entlasten, wurde Casey 1945 zunächst in die Pfarre St. Michael in Brooklyn, sodann am 25. April 1946 in das Kapuziner-Noviziat St. Felix in Huntington, Indiana versetzt. Hier feierte er am 25. Januar 1947 sein Goldenes Ordensjubiläum. 1956 wurde bei Casey Erysipel bzw. Schuppenflechte diagnostiziert, die nicht mehr zu behandeln war, sodass eine Amputation der Gliedmaßen erwogen, aber nicht vollzogen wurde. Am 2. Juli 1957 musste Casey ins St. John Hospital in Detroit eingeliefert werden. Er starb am 31. Juli 1957 an bakterieller Infektion infolge der Erysipel. Zur Aufbahrung und Beerdigung auf dem Friedhof seines Klosters in Detroit versammelten sich circa 20.000 Personen. Im Jahr 1983 begann der Seligsprechungsprozess für Casey mit der Befragung von Zeugen und Erstellung erster Unterlagen. Postulator war sein Ordensbruder Carlo Calloni; Vizepostulator Edward Foley. Die diözesanen Untersuchungen wurden am 26. Oktober 1986 initiiert und am 18. Januar 2015 abgeschlossen. Am 11. Juli 1995 sprach Papst Johannes Paul II. Casey den heroischen Tugendgrad zu, eine Vorstufe zur Seligsprechung. Am 12. Oktober 2015 folgte die Anerkennung des für die Seligsprechung notwendigen Wunders, das sich 2012 an Paula Medina Zarate, einer pensionierten Lehrerin aus Panama im St. Bonaventura Kloster ereignet haben soll. Zarate sei dabei von ihrer inkurablen genetischen Ichthyose geheilt worden. Papst Johannes Paul II. anerkannte das Wunder mit Dekret vom 4. Mai 2017. Am 18. November 2017 wurde Solanus durch Kardinal Angelo Amato auf dem Ford Field in Detroit im Beisein von 60.000 Menschen seliggesprochen. Seit 1960 pflegt die Fr. Solanus Guild das Andenken und die Verehrung von Casey. Das Grab von Solanus Casey sowie das angrenzende Solanus Casey Center wird jährlich von 250.000 Besuchern frequentiert.         (Quelle: de.wikipedia.org)


Gebet zum seligen P. Franz Solan Casey O.F.M.Cap.:

O Gott, der du in deiner Vorsehung den seligen Franz Solan dem Bild deines Sohnes gleichgemacht und ihn unermüdlich im Dienst an den Armen gemacht hast, gewähre uns durch seine Fürsprache und sein Beispiel dieselbe Großzügigkeit und Freude, uns im Dienst an unserem Nächsten hinzugeben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistesmit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

(Tagesgebet des Gedenktags. Aus dem Englischen übersetzt: ofmcap.org)