Selige des Monats Februar 2020: »Selige Regina Maria Vattalil«

Die »Selige des Monats Februar« ist die selige Regina Maria Vattalil. Ihren Gedenktag feiert die Kirche am 25. Februar. Ihre Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

»›The Heart of a Murderer‹ (Das Herz eines Mörders) ist ein preisgekrönter Dokumentarfilm über das Martyrium der indischen Ordensfrau Rani (Regina, Anm.) Maria Vattalil, die am 25. Februar 1995 mit 54 Messerstichen getötet wurde. Der Film erzählt die Geschichte aus der Perspektive ihres Mörders, der durch die Vergebung ihrer Familie und Mitschwestern eine innere Umkehr erlebte und auch bei der Seligsprechung der Ordensschwester anwesend war, die Kardinal Angelo Amato 2017 in Indore im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh feierte. Mariam Vattalil wurde am 29. Januar 1954 in Pulluvazhy im südindischen Kerala als Tochter katholischer Bauern geboren und besuchte ein von Ordensschwestern geführtes Internat. Mit 18 Jahren trat sie bei den Franziskaner-Klarissen (FCC) ein, wo sie 1974 die einfache Profess ablegte und den Namen Rani (Regina) Maria annahm. Die Franziskaner-Klarissen, eine in Indien gegründete Kongregation apostolischen Lebens, entsandten Missionarinnen in den stark vom hinduistischen Kastensystem geprägten Norden des Landes, um dort unter den ›Unberührbaren‹ Sozialarbeit zu leisten und das Evangelium zu verkündigen. Diese Aufgabe inspirierte auch Rani Maria, die sagte: ›Auch ich möchte in den Norden Indiens gehen, um den Armen zu dienen und für sie zu sterben.‹ Ihre Mitschwestern erinnern sich an sie besonders aufgrund ihrer großen Intelligenz, ihres Gehorsams und ihrer Hingabe an das Gebet. Vor allem liebte sie es, den Namen Jesu immer auf den Lippen zu tragen. Zu Weihnachten 1975 wurde Rani Maria nach Bijnor im nordindischen Uttar Pradesh entsandt, wo sie zunächst als Lehrerin tätig war und Soziologie studierte. 1980 legte sie die ewige Profess ab und war unter der armen Landbevölkerung tätig, wo sie durch ihre franziskanische Einfachheit sehr beliebt war. 1983 rief sie in Odagady Bildungsangebote für die Armen ins Leben, um ihnen bewusst zu machen, dass sie Rechte besaßen und der Ausbeutung nicht hilflos ausgeliefert waren. Bald kam es zu ersten Morddrohungen gegen die Ordensschwester, die sich mutig für die Verbesserung der Lebensbedingungen der ›Unberührbaren‹ einsetzte. Ab 1992 setzte sie ihre Arbeit in Udainagar fort, wo sie sich gegen die Machenschaften von Geschäftsinhabern und Banken stellte, die arme Bauern durch ein System von Wucherzinsen versklavten. Rani Maria wusste, dass sie durch ihren Einsatz ihr Leben riskierte, da ihre Gegner übermächtig und skrupellos waren, aber sie sagte: ›Ich würde gern als Märtyrerin sterben aus Liebe zu Jesus und für meine armen unterdrückten Geschwister.‹ An ihrem Todestag, dem 25. Februar 1995, stieg sie am frühen Morgen in einen Bus, der sie nach Indore bringen sollte. Ein Mitreisender begann, die Ordensfrau zu beschimpfen, und schließlich ließ Rani Marias Nebenmann, ein Hindu mit Namen Samundar Singh, den Bus anhalten. Er stieg aus, schlug an einem Felsen eine Kokosnuss auf und bot den Mitreisenden davon an: eine hinduistische Form des Gebets. Auch Rani Maria bot er ein Stück Kokosnuss an, zog es dann aber blitzschnell zurück und rammte ihr ein Messer in den Bauch. Immer wieder stach er zu, während Rani Maria bis zum letzten Atemzug den Namen Jesu wiederholte. Niemand kam ihr zu Hilfe; der Busfahrer und die Mitreisenden flohen in Panik. Wenige Stunden später fand man ihren Leichnam an der Landstraße. Er wurde in den Bischofssitz von Indore gebracht und dort aufgebahrt; zu ihrer Beisetzung wenige Tage später füllten unzählige Menschen aller Kasten und Religionen die Kathedrale. Samundar Singh – ein Auftragsmörder der Wucherer – wurde zum Tode verurteilt; dann wurde das Urteil in eine lebenslängliche Gefängnisstrafe umgewandelt. Im Gefängnis wurde er von Rani Marias leiblicher Schwester, die ebenfalls dem Orden angehört, sowie von ihrer Mutter besucht. Dass diese ihm zum Zeichen der Vergebung die Hände küsste, berührte Samundar Singh zutiefst. Er brachte tiefe Reue für seine Tat zum Ausdruck und wurde, auch auf Betreiben der Franziskaner-Klarissen, 2006 begnadigt. Rani Marias Familie nahm ihn als Bruder auf, was für ihn den Beginn eines neuen Lebens bedeutete. Als Zeichen dafür legt er jedes Jahr am 25. Februar einen Bund Weizenähren auf dem Grab der Märtyrerin nieder.« (Biografie die-tagespost.de)


Gebet zur Seligen Rani Maria Vattalil

O Allerheiligste Dreifaltigkeit Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, wir danken Dir, dass Du Sr. Rani Maria mit der Krone des Martyriums gesegnet und sie zur Ehre der Altäre als Selige erhoben hast. Dein Wort war das Licht auf ihrem Weg, Dein Körper war die Quelle ihrer Kraft und du hast sie gesalbt, um den Armen das Evangelium zu bringen.

Nach ihrem Beispiel segne uns, o Herr, dass wir dich vor allem mit Kraft und Begeisterung lieben und den Menschen um uns bezeugen. Stärke uns, damit wir wachsen in aufopferungsvoller Liebe und mitfühlender Fürsorge für die Armen und Bedürftigen. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

(Aus dem Englischen frei übersetzt: blessedranimaria.com)

»Licht und Herrlichkeit«: Fest der Darstellung des Herrn

Das Grundwort des Glaubens ist kein »du musst«, »du sollst«, sondern »du bist« (nicht der kategorische Imperativ, sondern der kategorische Indikativ): Du bist von Gott geliebt. Wer sich geliebt weiß, wer Vertrauen erfährt, der kann sich trauen, aus sich herausgehen, sich loslassen und sein Leben Gott anvertrauen. Das ist wie ein Lichtblick: »Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi« (4,6). Wie am ersten Schöpfungstag: Gott spricht, aus Finsternis soll Licht aufleuchten – jetzt nicht um uns, sondern in unserem Herzen, von Christus her. Den Glanz seines Antlitzes tragen wir in uns. Wer’s erkennt, der ist wie neugeboren, eine neue Schöpfung. (Aus: Franz Kamphaus, Gott beim Wort nehmen. Zeitansagen. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.)

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe an Mariä Lichtmess, 02.02.2020, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle ein. In der Messfeier werden die mitgebrachten Kerzen gesegnet. Es besteht auch die Möglichkeit zum Empfang des Blasiussegens!

»Bittet also den Herrn der Ernte…«: Eucharistische Anbetung und Gebet für geistliche Berufungen

»Es bedeutet zu lernen, wie wir bei ihm verweilen und innehalten können, um mit ihm zu sprechen und dabei zu spüren, dass seine Gegenwart die wahrste, beste und wichtigste aller ist. Jeder von uns hat in seinem Leben bewusst und vielleicht manchmal unbewusst eine ganz genaue Reihenfolge der Dinge, die er für mehr oder weniger wichtig hält. Den Herrn anzubeten bedeutet, ihm den Platz zu geben, der ihm gebührt. Den Herrn anzubeten bedeutet, zu sagen und zu glauben – aber nicht nur mit Worten –, dass er allein wirklich unser Leben lenkt. Den Herrn anzubeten bedeutet, dass wir vor ihm die Überzeugung gewinnen, dass er der einzige Gott, der Gott unseres Lebens, der Gott unserer Geschichte ist.« (Aus der Predigt Papst Franziskus am 14.04.2013. in St. Paul vor den Mauern)

Herzlich laden wir zur eucharistischen Anbetung und zum Gebet für geistliche Berufungen ein am Donnerstag, 30. Jänner 2020. Die eucharistische Anbetungsstunde findet nach der Feier der heiligen Messe statt, die um 18.00 Uhr beginnt.

Seliger des Monats Jänner 2020: »Seliger Dom Columba Marmion«

Der »Selige des Monats Jännner« ist der selige Dom Columba Marmion. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 30. Jänner. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

„Wir müssen uns … bemühen, dahin zu gelangen, dass wir alles nur zur Ehre Gottes tun, um ihm zu gefallen und ihm Freude zu bereiten, auf dass nach den Worten des Herrn der Name des Vaters im Himmel geheiligt werde, dass sein Reich zu uns komme und sein Wille geschehe. Eine Seele, die solcherart ganz auf Gott gerichtet ist, wird immer mehr entflammt von Liebe; denn mit jedem Schritt dringt sie tiefer in die göttliche Liebe ein, weil sie nur aus Liebe handelt. Die Liebe wird dann zum Schwergewicht, das die Seele mit ständig wachsender Gewalt zur selbstlosen Treue im Dienst Gottes fortreißt. (vgl. Augustinus von Hippo, conf. 1, 13, 9)“ (Abt Dom Columba Marmion OSB: Christus – das Leben der Seele. Übertragen von M. Benedicta von Spiegel OSB, 4./5. Aufl. 1931, S. 248, 250, 268)

»Dom Columba Marmion wurde am 1. April 1858 in Dublin geboren. Sein Vater William Marmion war Ire, seine Mutter Herminie Cordier Französin. Auf den Namen Joseph Aloysius getauft, trat er 1874 in das diözesane Priesterseminar von Dublin ein. Seine Studien setzte er an der Universität Propaganda Fidei in Rom fort. Am 16. Juni 1881 empfing er das Sakrament der Priesterweihe. Er wollte in der Folge Missionsbenediktiner in Australien werden, bei einem Besuch in der neuen Abtei Maredsous in Belgien beeindruckte ihn die dortige Liturgie so stark, dass er stattdessen in Maredsous eintreten wollte. Sein Bischof bat ihn zunächst um Geduld und ernannte ihn zum Kaplan in Dundrum und dann zum Theologieprofessor in Clonliffe (1882–86). Nebenbei wirkte Marmion als Beichtvater für Redemptoristinnen und auch in einem Frauengefängnis. Im Jahr 1886 trat er in das Noviziat der Abtei Maredsous ein und wurde von Abt Placidus Wolter als Novize eingekleidet. Die Auffassung des damals 30-Jährigen P. Marmion Gehorsams war schon mit ein Grund für seinen Eintritt gewesen, und das spirituelle Thema Gehorsam begleitete ihn sein Leben lang. Am 10. Februar 1891 legte er die Profess ab. Er wurde in Belgien und England bald als Beichtvater und Exerzitienmeister bekannt. Unter seinen Beichtkindern war Msgr. Désiré-Joseph Mercier, der spätere Kardinal. Sie wurden zu lebenslangen Freunden. Am 28. September 1909 wurde P. Marmion zum Abt gewählt und am 3. Oktober benediziert. Sein Motto, das er aus der Benediktsregel wählte, lautete: Magis prodesse quam praeesse (Es ist besser zu dienen als zu herrschen). Die Gemeinschaft von Maredsous zählte damals mehr als einhundert Mönche mit vielfältigen und anspruchsvollen Tätigkeitsfeldern, unter anderem die Herausgabe der Revue Bénédictine. Die Regierungszeit Abt Columbas war durch Krieg und Nationalismus geprägt. Dies bedeutete für ihn, da er selbst aus zwei Kulturen hervorgegangen und Abt einer deutschen Gründung in Belgien war, große Sorgen und verursachte ihm starke innere Leiden. Er suchte in der Predigttätigkeit seinen Trost und spendete ihn dabei auch anderen. Sein Sekretär Dom Raymond Thibaut edierte Marmions zahlreiche Ansprachen und Vorträge, die weltweit verbreitet, in mehrere Sprachen übertragen und geschätzt wurden. Dom Columba starb während einer Grippeepidemie am 30 Jänner 1923.

Ein wahrer Mann Gottes, ein Mönch des beständigen Gebetes und besorgt in allem zu gehorchen, so war Dom Marmion ein Apostel mit großem Herzen, darauf erpicht die frohe Botschaft unserer Annahme als Kinder Gottes in Jesus Christus großzügig zu verbreiten. Davon finden wir ein Echo in seinen drei bedeutsamsten Schriften: »Christus, das Leben der Seele«, »Christus in seinen Geheimnissen« und »Christus, unser Ideal«.  Seit dem 29 April 1963 befindet sich sein Grab in der Seitenkapelle Saint-Grégoire der Abteikirche. Der diözesane Prozess im Hinblick auf eine Seligsprechung dieses großen Diener Gottes wurde in Namur am 7. Februar 1957 eingeleitet und am 20 Dezember 1961 in Maredsous abgeschlossen. Am 28. Juni 1999, Tugendhaftigkeit und der Ruf der Heiligkeit des ehrwürdigen Columba Marmion wurden vor Papst Johannes-Paul verkündet von dem Präfekten der Kongregation der Heiligsprechungsprozesse in Rom. Nach einem positiven Beitrag von Ärzten hat die Kongregation jetzt eine wunderbare Heilung auf Grund der Fürsprache Dom Columba Marmions anerkannt. Dom Marmion wurde am 3. September 2000 seliggesprochen, zusammen mit Papst Johannes XXIII (+1963), Papst Pius IX (+1878), Msgr Tommaso Reggio (Erzbischof von Genua +1901) und Pfarrer Guglielmo Chaminade (+1850).« (Biografie de.wikipedia.org und maredsous.be)


Gebet zum Seligen Dom Columba Marmion

Herr, unser Gott,
du hast deinem Diener, dem seligen Dom Columba, so gut deutlich gemacht, dass wir durch unsere Taufe als seine Kinder angenommen und Brüder und Schwestern von Christus sind.
Lehre uns durch sein Beispiel und seine Lehre, wie man selbstlos in kindlicher Zuversicht und Schlichtheit großherzig als wahre Christen lebt.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
(Quelle: marmion.org)

»Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter…«: Fest der Taufe des Herrn

»Mit dem Fest der Taufe des Herrn endet die Weihnachtszeit in der römisch-katholischen Kirche. Dieses Fest wird am Sonntag nach Erscheinung des Herrn (Dreikönig) gefeiert und leitet gleichsam in die Zeit im Jahreskreis über. Es ist die dritte göttliche Weihnachtsoffenbarung: Am Fest der Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem (Christtag, Weihnachten) erfahren jüdische Hirten als Erste von der Geburt des Messias. Am Fest der Erscheinung des Herrn (Dreikönig) kommen Weise aus dem Morgenland, also Heiden, um den neugeborenen König und Messias anzubeten.
Heute am Fest der Taufe des Herrn am Jordan ertönt die göttliche Stimme aus dem Himmel, die Jesus für alle Umstehenden als den geliebten Sohn offenbart. Der Erwachsene Jesus kommt zu Johannes dem Täufer, der am Jordan angesichts des kommenden Gottesgerichts Umkehr zur Bußtaufe aufruft, um sich taufen zu lassen. Als Jesus aus dem Wasser steigt, sieht er den Himmel geöffnet und den Heiligen Geist in Taubengestalt herabkommen. Zugleich hört er Gottes Stimme vom Himmel: Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.« (Quelle: Pfarre Ehwald)

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Fest der Taufe des Herrn, Sonntag, 12. Jänner 2020, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.

»Taut, ihr Himmel, von oben…«: Einladung zur Rorate

»Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie lasse Gerechtigkeit sprießen. Ich, der HERR, erschaffe es.«

Jesaja 45,8

In „aller Herrgotts Früh“ finden die adventlichen Roratemessen statt. Im Übergang vom Dunkel ins Licht wollen wir uns in dieser Messfeier besinnen, gemeinsam feiern und danach gemeinsam Mahlhalten im Frühstück. Wir erwarten das Kommen des Herrn, der uns mit seiner Geburt, seinem Leiden und seiner Auferstehung vom Dunkel unseres Sterbens ins Licht des Himmels führen wird.

In der Dunkelheit des Morgens wollen wir am Samstag der 2. Woche im Advent, 14. Dezember 2019, um 6.30 Uhr gemeinsam den Rorategottesdienst feiern und mit dem anschließenden Frühstück, zu dem wir herzlich einladen wollen, den Tag beginnen.

Seliger des Monats Dezember 2019: »Bartolomeo Fanti«

Der »Selige des Monats Dezember« ist der selige Bartholomäus Fanti. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 5. Dezember. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.
»Bartholomäus Fanti schloss sich 1433 dem Karmeliterorden in seiner Heimatstadt an. 1452 wurde er zum Priester geweiht. Er wurde zur bedeutendsten Persönlichkeit der Ordensreform von Mantua, entwarf 1460 neue Statuten und wirkte ab 1460 als engster Mitarbeiter des Ordensspirituals. Zeitlebens war er ein großer Verehrer von Maria und der Eucharistie. Bartholomäus‘ Grab ist in der Kathedrale in Mantua.
Bartholomäus Fanti wurde 1909 seliggesprochen.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum Seligen Bartholomäus Fanti

Gott, unser Herr, du hast den seligen Bartholomäus Fanti außergewöhnlich in seinem Eifer für die Verehrung der heiligen Eucharistie und der seligen Jungfrau Maria gemacht. Mögen wir in dieser Hinsicht die gleiche Fülle an Geist erfahren wie er. Darum bitten wir durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.
(Frei übersetzt aus dem Englischen: ocarm.org)

»Ich möchte die schöne Tradition stützen, Krippen aufzubauen«: Papst Franziskus schreibt dem Volk Gottes

Am Ersten Adventsonntag, 1. Dezember 2019, unterzeichnete der heilige Vater Papst Franziskus das Schreiben »Admirabile signum« im italienischen Ort Greccio, wo Franz von Assisi 1223 erstmals die Geburt Jesu szenisch darstellte. Im päpstlichen Schreiben betont der heilige Vater die Bedeutung und den Wert der Weihnachtskrippe.

„Die Krippe ist ein einfaches und wunderbares Zeichen des christlichen Glaubens. Es ist ein kurzer Brief, der gut zur Vorbereitung auf Weihnachten geeignet ist. Begleite mich mit dem Gebet auf diesem Weg“, so der Papst nach dem Mittagsgebet am Petersplatz.

In Greccio empfingen ihn die franziskanische Ordensgemeinschaft, Kinder und der zuständige Bischof von Rieti, Domenico Pompili. Den Ordensleuten bei der Grotte, wo die Weihnachtskrippe ausgestellt ist, sagte der Papst:

„Die größte Botschaft des heiligen Franziskus ist das Zeugnis und seine Bitte: ,Predigt das Evangelium, und wenn nötig auch mit Worten´, es geht nicht darum, Proselytismus zu betreiben. Es geht um die Bedürftigen, um die Sünder. Es geht um das Zeugnis. Gott hat uns aus der ,Erde´ erschaffen, wie es im Buch der Genesis heißt: Er hat uns Erde gemacht, wir sind Erde. Er verliebte sich in unserer Erde. Das ist das Zeugnis von Jesu Liebe. Denkt daran: Armut und Demut. Danke.“

Danach unterzeichnete der Papst das Schreiben „Admirabile signum“, in der es um die Bedeutung und den Wert der Weihnachtskrippe geht. „Wie viele Gedanken drängen sich in den Geist an diesem heiligen Ort! Und doch sind wir vor dem Felsen dieser Berge, die dem Heiligen Franziskus so teuer sind, aufgerufen, vor allem die Einfachheit wiederzuentdecken“, sagte der Papst in seiner Betrachtung bei der feierlichen Unterzeichnung seines Schreibens. Die Krippe, die der heilige Franziskus „auf engstem Raum“, in Anlehnung an die schmale Grotte von Bethlehem, zum ersten Mal herstellte, spreche für sich, führte Franziskus weiter aus. Mit der Weihnachtskrippe bestehe keine Notwendigkeit, Worte zu vervielfachen, „denn die Szene vor unseren Augen drückt die Weisheit aus, die wir brauchen, um das Wesentliche zu erfassen“, erinnerte der Papst weiter:

„Vor der Weihnachtskrippe entdecken wir, wie wichtig es für unser so oft hektisches Leben ist, Momente der Stille und des Gebets zu finden. Stille, um die Schönheit des Gesichts von Jesus, dem Kind, dem Sohn Gottes, zu betrachten, der in der Armut eines Stalls geboren wurde. Gebet, um das ,Dankeschön´ auszudrücken, das über dieses große Geschenk der Liebe, das uns gegeben wird, erstaunt ist.“

In diesem „einfachen und wunderbaren Zeichen“ der Weihnachtskrippe offenbare sich „das große Geheimnis unseres Glaubens“. Gott liebe jeden Menschen. Das sei die zentrale Botschaft der Krippe. Es handele sich um eine Tradition, die zur Volksfrömmigkeit gehöre und „von Generation zu Generation“ weitergegeben werde.

„Gott lässt uns nie allein; er begleitet uns mit seiner verborgenen Gegenwart, aber nicht unsichtbar. In jeder Situation, in Freude wie in Schmerz, ist er der Emmanuel, Gott mit uns. Wie die Hirten von Bethlehem nehmen wir die Einladung an, in die Grotte zu gehen, um das Zeichen zu sehen und zu erkennen, das Gott uns gegeben hat. Dann wird unser Herz voller Freude sein, und wir werden es dort hinbringen können, wo es Traurigkeit gibt; es wird voller Hoffnung sein, um mit denen geteilt zu werden, die es verloren haben.“

Zum Abschluss seiner kurzen Ansprache rief der Papst die Gläubigen auf, sich mit Maria zu identifizieren, die ihren Sohn in die Krippe gelegt habe, weil in einem Haus kein Platz war.

„Mit ihr und mit dem heiligen Josef, ihrem Mann, schauen wir auf das Jesuskind. Möge ihr Lächeln, das in der Nacht erblüht, Gleichgültigkeit zerstreuen und die Herzen für die Freude derer öffnen, die sich vom Vater im Himmel geliebt fühlen.“ (Quelle: vaticannews.va vom 01.12.2019)

Lesen Sie hier den vollständigen Text des päpstlichen Schreibens »Admirabilis signum«...

Einladung zur Adventkranzsegnung und Adventbesinnung am Ersten Adventsonntag

Der Advent ist die Zeit, um den Herrn zu empfangen, der uns entgegenkommt, um nach vorne zu blicken und uns auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten.

Papst Franziskus: Tweet am 02.12.2018

Herzlich laden wir am Ersten Adventsonntagabend, 1. Dezember 2019, ein, mit hwst. Herrn Guardian Pfarrer Mag. P. Josef Höller O.F.M. um 18.30 Uhr die heilige Messe zu feiern, in der die Adventkränze gesegnet werden.

Anschließend hören wir in einem Besinnungsvortrag Gedanken, die uns auf dem Weg hin zum Weihnachtsfest begleiten sollen. Nach der Adventbesinnung bringt uns der heilige Nikolaus seine guten Gaben.

Eucharistische Anbetung und Gebet für geistliche Berufungen

„Ich darf […] ein schönes Wort von Edith Stein, der heiligen Mitpatronin Europas, zitieren, die in einem Brief geschrieben hat: ‚Der Herr ist im Tabernakel gegenwärtig mit Gottheit und Menschheit. Er ist da, nicht seinetwegen, sondern unseretwegen: weil es seine Freude ist, bei den Menschen zu sein. Und weil er weiß, dass wir, wie wir nun einmal sind, seine persönliche Nähe brauchen. Die Konsequenz ist für jeden natürlich Denkenden und Fühlenden, dass er sich hingezogen fühlt und dort ist, sooft und solange er darf‘ (Gesammelte Werke VII, 136f). Lieben wir es, beim Herrn zu sein. Da können wir alles mit ihm bereden. Unsere Fragen, unsere Sorgen, unsere Ängste, unsere Freuden, unsere Dankbarkeit, unsere Enttäuschungen, unsere Bitten und Hoffnungen. Da können wir es ihm auch immer wieder sagen: Herr, sende Arbeiter in deine Ernte. Hilf mir, ein guter Arbeiter in deinem Weinberg zu sein.“ (Papst emeritus Benedikt XVI.)

Herzlich laden wir ein, am Mittwoch, 27. November 2019, vor dem Allerheiligsten Anbetung zu halten, und Gott, unseren barmherzigen Vater, um Arbeiter in seinem Weinberg zu bitten. Die eucharistische Anbetungsstunde findet nach der Feier der heiligen Messe statt, die um 18.30 Uhr beginnt.