Eucharistische Anbetung und Gebet um geistliche Berufe

»Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter. Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.« (Mt 9,37f)

Jesus selbst ist es, der uns aufruft, um Arbeiter im Weinberg des Herrn, um geistliche Berufungen zu beten. Am Mittwoch, dem Fest des heiligen Evangelisten Lukas, 18. Oktober 2017, wollen wir vor dem Allerheiligsten Andacht halten, und Gott, unseren barmherzigen Vater, bitten, »Arbeiter für seine Ernte auszusenden«.

Die eucharistische Anbetungsstunde beginnt direkt im Anschluss an die Feier der heiligen Messe, die um 18.30 Uhr beginnt.

»Nur für heute…« – 10 Gebote der Gelassenheit

Am 11. Oktober feiern wir den Gedenktag des heiligen Papstes Johannes XXIII.  Von ihm stammt der nachfolgende »Dekalog der Gelassenheit« und stellt eine Art Angebot für eine einfache und unkomplizierten Lebensphilosophie dar. Erste Gebote kann man schon in seinem Geistlichen Tagebuch finden, andere kamen später dazu.

Eine Geschichte passt gut in diesem Zusammenhang: Als ein neuer Bischof zum Papst kam und darüber klagte, wie schwer ihn die Bürde des Amtes drücke, sagte dieser: „Auch ich konnte in den ersten Wochen meines Pontifikats keinen Schlaf finden. Aber dann sah ich einmal im Wachtraum meinen Schutzengel, der mir zuraunte: ,Giovanni, nimm dich nicht so wichtig.‘ Seither schlafe ich wieder gut.“

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Mittwoch, 11. Oktober 2017, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.


10 Gebote der Gelassenheit

1. Leben: Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben – ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
2. Sorgfalt: Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten: Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern… nur mich selbst.
3. Glück: Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin … nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.
4. Realismus: Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
5. Lesen: Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
6. Handeln: Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen – und ich werde es niemandem erzählen.
7. Überwinden: Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.
8. Planen: Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.
9. Mut: Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist. Und ich werde an die Güte glauben.
10. Vertrauen: Nur für heute werde ich fest daran glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten –, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
Nimm dir nicht zu viel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und mit Geduld.

Stift Admont: Einkleidung von zwei Novizen

Am Fest der heiligen Schutzengel wurden zur Mittagsstunde im Benediktinerstift Admont zwei Novizen eingekleidet. Frater Rupert Schwarz und Frater Alexander Weiss haben damit das ein Jahr dauernde Noviziat begonnen.

»Kommt jemand, um das Klosterleben zu beginnen , so werde ihm der Eintritt nicht leicht bewilligt, vielmehr handle man nach dem Worte des Apostels: Prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind.« (Regel des hl. Benedikt 58,1-3)

Als Noviziat – vom lat. novicius = Neuling – bezeichnet man den Zeitraum, in dem jemand, der neu in eine Ordensgemeinschaft eingetreten ist, sich auf die einfache Ordensprofess (zeitlichen Ordensgelübde) vorbereitet. Im Noviziat wird der Novizen vom Konvent geprüft, ob er berufen ist, die Ordensgelübde (Gehorsam, Beständigkeit und klösterlichen Lebenswandel) zu halten, und im Benediktinerorden und in der Mönchgemeinschaft von Admont zu leben. Zugleich prüft sich der Novize selbst und lernt den Orden möglichst gut kennen, um eine vor Gott, dem Gewissen und der Klostergemeinschaft verantwortete Entscheidung für oder wider der Ablegung der Profess zu treffen.

Wir wollen Fr. Alexander und Fr. Rupert im Gebet begleiten und wünschen ihnen beiden Gottes Gnade und Segen im Noviziat!

 

Vatikan bestätigt: Hermann Glettler neuer Bischof von Innsbruck!

Hermann Glettler, bisher Bischofsvikar für Evangelisierung und Caritas in der Diözese Graz-Seckau, wurde heute durch Papst Franziskus im päpstlichen Bulletin offiziell zum fünften Bischof der Diözese Innsbruck ernannt. 22 Monate lang hatte die Diözese auf eine Entscheidung aus Rom gewartet. Während der Sedisvakanz nach der Berufung von Bischof Scheuer nach Linz war Diözesanadministrator Jakob Bürgler mit der Leitung der Diözese betraut gewesen. Bereits am Dienstag hatte der Ministerrat der Ernennung Glettlers zugestimmt.

Mit großem Dank für sein bisheriges Wirken und den besten Wünschen für seine Zukunft sieht man in Graz die Ernennung Glettlers.

„Als deutlich war, dass Hermann Glettler zum Bischof erwählt worden war, erinnerte ich mich spontan an meine Bischofsweihe und deren Evangelium“, so Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl in seiner Reaktion auf die Bischofsernennung. „‚Dich wird ein anderer gürten‘, hat Jesus dem Apostel Petrus auf seine dreimalige Frage nach der Liebe gesagt. Sich ganz in den Dienst Jesu Christi stellen, das ist es, was Hermann Glettler immer getan hat und nun als fünfter Diözesanbischof von Innsbruck auch weiterhin tun wird.“, so Bischof Krautwaschl.

„Ich freue für mich für ihn persönlich, bedaure aber auch als Bischof der Diözese Graz-Seckau, dass ein so engagierter und menschennaher Priester aus dem Dienst für die Menschen in unserer Diözese scheidet. Ich wünsche ihm Gottes reichen Segen und eine gute Aufnahme in seiner neuen Aufgabe als Bischof für Innsbruck. Denn das wird er ab der ersten Minute an auch sein: ein offener und beherzter Bischof für die Menschen der Diözese Innsbruck.“

(Quelle: Pressestelle Diözese Graz-Seckau)

Wir wollen den designierten Bischof im Gebet begleiten:

Herr Jesus Christus, du bist bei uns. Du begleitest die Diözese Innsbruck, die Kirche von Tirol.
Du schenkst der Tiroler Kirche einen neuen Hirten, Hermann Glettler. Für ihn bitten wir dich:
Gib ihm Kraft und Heiligen Geist für seinen Hirtendienst.
Lass ihn Worte und Wege finden, die im Glauben stärken, in der Liebe neu entzünden und vorwärts bringen auf dem Weg der Einheit.
Stärke ihn mit deinem Wort, damit er es als dein treuer Diener weitergibt; die Menschen zum Glauben ermutigt und ihnen in Freude und Hoffnung, in Trauer und Angst aufrichtig und geduldig zur Seite steht.
Schenke ihm die Weisheit und das nötige Geschick der Leitung, dass alle, die mit ihm zusammenwirken, vertrauensvoll und hoffnungsfroh bleiben in ihrem Dienst.
Stärke uns alle durch deinen Geist.
Sei du der wahre Hirte in unserer Mitte;
bleibe bei uns und geh mit uns in die Zukunft.
Herr, wir danken dir, der du mit dem Vater und dem Geist
lebst und wirkst, heute bis in Ewigkeit. Amen.

Hl. Josef, bitte für uns
Hl. Petrus Canisius, Patron der Diözese Innsbruck
Sel. Carl Lampert,
Sel. Otto Neururer,
Sel. Jakob Gapp
Alle Seligen und Heiligen unseres Landes, bittet für uns!

Kochen mit Papst Franziskus: ein Kochbuch des Papstes erscheint im Frühjahr 2018

Im kommenden Frühjahr soll ein Buch über die Kochkünste von Papst Franziskus erscheinen. Das berichtet die Mailänder Zeitung „Il Giornale“ (Freitag). Verfasst worden sei es von Roberto Alborghetti, einem Biografen des Papstes. Vom Verlag Mondadori selbst war zu dem Buch noch keine Auskunft zu erhalten. Streng genommen sei „Chefkoch Franziskus“, so der Titel, kein Kochbuch, sondern eher eine Biografie des früheren Erzbischofs von Buenos Aires mit Blick in seine Küche und auf den Esstisch, schreibt „Il Giornale“.

Bei den Bergoglios, der Familie des Papstes, seien die Liebe zum Essen und die Kochkünste von der Großmutter über die Mutter auch an Jorge Mario weitergegeben worden. Im norditalienischen Piemont, woher Franziskus‘ Großeltern stammten, habe die Familie ein Restaurant besessen.

Auch wenn das Buch kein reines Kochbuch werden soll, soll es doch einige Rezepte enthalten. Eines der Lieblingsrezepte Jorge Bergoglios sei die „Bagna Cauda“, jene warme Soße aus Olivenöl, Knoblauch und salzigen Sardellen, in die gekochtes wie frisches Gemüse getaucht wird. Außerdem gebe es in dem Buch Tipps zu „Risotto auf Piemonteser Art“, Brathähnchen, gefüllten Tintenfischen oder „cappelletti (Teigtaschen) al ragu“.

In Buenos Aires habe Bergoglio es genossen, seinen Gästen einen Topf in die Mitte des Tisches zu stellen und Gastfreundschaft zu pflegen. Aber auch wenn er nach einem langen Arbeitstag allein in seine Wohnung zurückgekommen sei, habe er sich oft eine stärkende Pasta zubereitet.

(Quelle: Kathpress vom 16.09.2017/Foto: Pasta / pixabay.com / CC0 public domain)

Neue Homepage online!

Nach etwas mehr als einem Jahrzehnt haben wir unseren alten Internetauftritt in den Ruhestand geschickt. Mit Hilfe unseres eifrigen Zivildieners präsentiert sich das Haus der Begegnung nun mit einem modernen und zeitgemäßen Internetauftritt. Es wurden über den Sommer 1500 Zeilen Code zusätzlich zu  den Veränderungen am Content Management System implementiert und etwas mehr als 300 Fotos bearbeitet und hinzugefügt.

Wir sind erfreut über das Ergebnis und hoffen, dass unsere neue Homepage eine zeitgerechte Einladung zum Besuch und Verweilen im Haus der Begegnung darstellt.

Auf Euren Besuch freut sich Euer Team  vom Haus der Begegnung!

Das Bier bringt die Hoffnung!

© epa

Die Wiener Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 1. September 2017 über die Mönche von Norcia:

Bier war einst ein ganz und gar mönchisches Produkt. Heute zieren nur noch die Ordensnamen die Etiketten berühmter Biere, mit Klostertradition haben die meisten Getränke kaum noch etwas zu tun. Ganz anders die Benediktinermönche aus dem italienischen Städtchen Norcia in Umbrien: Seit 2012 brauen sie unter dem Namen Nursia ihr eigenes, viel gerühmtes Bier. Nach dem zweiten schweren Erdbeben im vergangenen Jahr in Mittelitalien am 30. Oktober waren die Benediktiner gezwungen, ihr Kloster in Norcia zu verlassen. Es befand sich im selben Gebäudekomplex, zu dem auch die eingestürzte Benedikts-Basilika gehörte.

Jetzt bauen sich die Mönche in den Hügeln nahe Norcia, der Geburtsstadt des heiligen Benedikt und Gründer ihres Ordens, ein neues Zuhause. Ihre ganze Hoffnung ruht dabei auf dem Verkauf und der verbindenden Wirkung von Bier. „Bier ist ein geeignetes Mittel zur Evangelisierung“, sagt Prior Benedetto Nivakoff über die Rückkehr der Mönche zur uralten klösterlichen Brautradition. Die Produktion, die früher etwa 10.000 Flaschen monatlich erreichte, musste in Folge des Erdbebens zurückgefahren werden. „Jeder Kauf des Nursia-Biers trägt dazu bei, dass die Mönche einen Ort haben, an dem sie ihre jahrhundertealten lateinischen Gesänge anstimmen und die Brauerei wiederaufbauen können“, heißt es auf der Homepage.

Die alte Brauerei wurde bei dem Erdbeben Ende Oktober leicht beschädigt und soll nun erdbebensicher wieder aufgebaut werden. Dazu haben die 16, vor allem aus den USA stammenden Mönche eine Spenden-Kampagne gestartet. Prior Benedict Nivakoff suchte zuletzt auch vermögende Spender in den USA, um den Bau des Klosters San Benedetto in Monte zu ermöglichen. Die belgische Brauerei Leffe half bereits bei der Errichtung der neuen Kapelle. Für den 17. September ist die Einweihungsfeier geplant.

Ora et labora
Seit fünf Jahren brauen die Benediktiner zwei Biertypen unter dem Label Nursia, der lateinischen Ortsbezeichnung von Norcia. Das Helle mit sechs Prozent Alkoholgehalt sowie einen Urtyp (zehn Prozent Alkohol) erfreuen sich nicht nur in Umbrien großer Beliebtheit, auch in die USA wird exportiert. Als er noch amtierte, schickten die Benediktiner dem von ihnen verehrten Papst Benedikt XVI. eine Probe in den Vatikan. Benedikt, der eigentlich Fanta-Liebhaber ist, soll vor allem die Geste goutiert haben. „Nursia ist das einzige Klosterbier auf der Welt, das ausschließlich von Mönchen zubereitet wird“, sagt Braumeister Augustine Wilmeth aus South Carolina.

Das Know-how holten sich die Benediktiner von Trappisten-Mönchen aus Belgien und verwirklichten so die Maxime des Heiligen Benedikt, dass ein echter Mönch von der Arbeit der eigenen Hände leben soll. „Ora et labora“ bestimmt den Alltag der Mönche, die um 3.30 Uhr aufstehen, acht Mal am Tag gemeinsam beten, kein Fleisch essen, zwischen 15. September und Ostern nur eine Mahlzeit zu sich nehmen und die Messe nach dem alten Ritus feiern. Sie als Traditionalisten zu bezeichnen, trifft auch im Hinblick auf die Wiederentdeckung der einst von Mönchen im Mittelalter perfektionierten Braukultur zu. Die Gemeinschaft der Benediktiner von Norcia wurde erst im Jahr 2000 neugegründet.

Professionelles Marketing
Nichts hindert die Mönche dabei, trotz aller Rückwärtsgewandtheit exzellente Manager ihrer selbst zu sein. Ihre beiden Homepages sind höchst professionell gestaltet, seit zwei Jahren verkaufen die Mönche erfolgreich eine CD mit von ihnen gesungenen gregorianischen Chören. Sogar ein „Erdbebenbier“ war bis vor kurzem im Sortiment. Ihrem noch im letzten Sommer gebrauten, aber erst nach dem Beben im Oktober abgefüllten Bier, dem die Erdstöße einen besonderen Geschmack gegeben haben sollen, gaben die Mönche den Namen „I love Nursia“.

(Quelle: WZ vom 01.09.17)

Sommergespräch der Kleinen Zeitung mit Abt Gerhard

Am Samstag, 30. Juli 2017, wurde im Regionalteil der Kleinen Zeitung ein Interview mit unserem hochwürdigsten Herrn Prälat Abt Mag. Gerhard Hafner O.S.B. veröffentlicht.