Heiliger des Monats November 2018: Heiliger Apostel Andreas

Der »Heilige des Monats November« ist der heilige Apostel Andreas. Seinen Gedenktag feiert die Kirche am 30. November. Seine Reliquie befindet sich im Haus der Begegnung und kann in der Kapelle einen Monat lang verehrt werden.

»Gegrüßet seist du, o Kreuz, das du durch den Leib Christi geweiht und von seinen Gliedern wie mit kostbaren Perlen geschmückt wurdest. Bevor der Herr dich bestieg, hattest du irdische Angst eingeflößt. Jetzt hingegen bist du mit himmlischer Liebe ausgestattet und wirst deshalb wie eine Gabe empfangen. Die Gläubigen wissen von dir, welch große Freude du besitzt, wie viele Geschenke du bereithältst. Nun komme ich sicher und voller Freude zu dir, damit du auch mich unter Jubel als Jünger dessen empfängst, der an dich gehängt wurde… O seliges Kreuz, das du die Majestät und Schönheit der Glieder des Herrn empfingst! … Nimm mich, führe mich weit weg von den Menschen und gib mich meinem Meister zurück – auf daß mich durch dich derjenige empfange, der mich durch dich erlöst hat. Gegrüßet seist du, o Kreuz; ja, sei wahrhaft gegrüßt!« (Aus der Passion des hl. Andreas, 6. Jhdt.)

»Andreas war der Bruder des Simon Petrus, wie dieser von Beruf Fischer (Markusevangelium 1, 16); er stammte aus Bethsaida – heute der Hügel Et-Tell bei Ad Dardara in Syrien – (Johannesevangelium 1, 14) oder aus Kafarnaum – – ein heute abgegangener Ort am See Gennesaret (Markusevangelium 1, 29). Er war der erste, den Jesus als seinen Jünger berief; zuvor war er Anhänger Johannes’ des Täufers (Johannesevangelium 1, 35 – 40). Im Kreise der zwölf Jünger wird er an unterschiedlichen Stellen in der Rangfolge genannt. Nach dem Markusevangelium (13, 3) gehörte er zu einem der nur vier Jünger, denen Jesus eine Rede über die Endzeit mitteilte. Bei der Speisung der 5000 nach dem Johannesevangelium wies er auf den Jungen mit den Broten und Fischen hin (6, 8f). Nach Johannesevangelium 12, 22 war er zusammen mit Philippus der Fürsprecher für Griechen, die Jesus sehen wollten; er scheint also über gute Griechischkenntnisse verfügt zu haben. Er war beim Abendmahl in Jerusalem, bei der Himmelfahrt und an Pfingsten anwesend, sonst wird er nicht besonders genannt. Nach Pfingsten bildete er möglicherweise mit seinem Bruder Petrus ein Missionspaar, auch wenn er in der Liste der Apostel (Apostelgeschichte 1, 13) erst als vierter genannt wird, Petrus aber natürlich als erster. Die Legende lässt Andreas dann das Evangelium in Pontus und Bithynien südlich des Schwarzen Meers in Kleinasien, in Thrakien, in Epirus und in der Achaia in Griechenland sowie in den Donauländern verkündigen. In Mirmidonia – möglicherweise in Thessalien gelegen – befreite er demnach den gefangenen Matthias und gab dem Geblendeten das Augenlicht wieder. Zahlreiche weitere Wunder, Heilungen und Erweckungen werden berichtet. Schließlich hielt er sich in der Achaia auf, baute Kirchen und bewirkte zahlreiche Bekehrungen. Spätere orientalische Überlieferung nennt auch Kurdistan und Armenien als sein Missionsgebiet, die Kirche von Georgien gedenkt seiner Ankunft und Missionsarbeit in ihrem Land. In Patras heilte Andreas nach der Überlieferung Maximilla, die Frau des Statthalters Ägeas, und bekehrte sie zum Christentum. Er riet ihr eheliche Enthaltsamkeit; daraufhin dem Statthalter gegenübergestellt, konnte er diesen in einer ausführlich berichteten Disputation nicht vom Christentum überzeugen. Der Statthalter ließ Andreas geißeln und zu besonderer Pein und langsamem Tod an ein X-förmiges Kreuz binden. Zwei lange Tage hängend, predigte Andreas dem Volk, himmlisches Licht verhüllte den Sterbenden. Ägeas verhöhnte ihn, wurde daraufhin mit Wahnsinn geschlagen und starb, ehe er sein Haus wieder erreichte. Maximilla ließ Andreas mit großen Ehren bestatten.« (Quelle: heiligenlexikon.de)


Gebet zum heiligen Apostel Andreas

Allmächtiger Gott, du hast deiner Kirche den heiligen Apostel Andreas als Boten des Glaubens und als Hirten gegeben.  Erhöre unser Gebet und gib, dass auch die Kirche unserer Tage  die Macht seiner Fürsprache erfahre. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.