Heilige(r) des Tages

23. Juli
In Rom der Heimgang der hl. BIRGITTA VON SCHWEDEN + 1373.
Birgitta (Brigitta), aus dem edlen Geschlecht der Folkunger, vermählte sich mit 14 Jahren mit dem Edlen Ulf Gudmarsson. Der glücklichen Ehe entsprossen acht Kinder, darunter die hl. Katharina von Schweden. Der Tod ihres Mannes, den sie liebte wie ihr eigenes Herz, bedeutete die große Wende in ihrem Leben. Mit Hilfe des schwedischen Königs gründete sie um 1346 in Vadstena das erste Kloster des Birgittenordens, auch 'Erlöserorden' genannt, weil Christus selbst der hl. Birgitta den Wortlaut der Regel und die Angaben für den Bau der Kirche mitgeteilt haben soll. Der Orden, vor allem zur Sühne für die Sünden des Landes und zur Verehrung des Leidens Christi gegründet, erlangte große Bedeutung für die religiöse und literarische Kultur des Nordens. Birgitta selbst ging, einer inneren Stimme gehorchend, 1349 nach Rom. Sie verbrachte die letzten 24 Jahre ihres Lebens in Italien, bemühte sich um die Reform der Kirche und (vergeblich) um die Rückkehr -des Papstes aus Avignon nach Rom. Birgitta hatte von Jugend an mystische Gnaden und Offenbarungen, die sie irr schwedischer Sprache niederschrieb.
Der hl. APOLLINARIS, nach der Überlieferung erster Bischof von Ravenna, + um 200.
Die spätere Legende berichtet, dass Apollinaris vom Apostelfürsten Petrus nach Ravenna geschickt worden sei. - Über dem Grab des Heiligen in der Nähe des Hafens wurde um 549 eine prächtige Basilika erbaut, das heutige Sant' Apollinare in Classe. Auch die ehemalige arianische Hofkirche König Theoderichs wurde nach der Übernahme durch die Katholiken dem hl. Apollinaris geweiht: das heutige Sant' Apollinare Nuovo.