Heilige(r) des Tages

22. September
Das Leiden des hl. MAURITIUS UND SEINER GEFÄHRTEN.
Nach den Bericht aus dem 5. Jahrhundert war Mauritius Kommandant der so genannten Thebaischen Legion; diese Legion, etwa 6600 Mann, war in der ägyptischen Thebais rekrutiert worden und bestand in der Hauptsache aus Christen. Als die Legion sich weigerte, den Göttern Roms zu opfern, wurde sie zuerst dezimiert und dann in der Nähe von St. Maurice an der Rhone im Kanton Wallis niedergemacht. Das war vermutlich uni 285. Um 400 baute Bischof Theodor von Octodurum (heute: Martigny) die erste Basilika zur Ehre dieser Märtyrer. Die spätere Legende brachte auch einige Märtyrer des Rheinlandes (Gereon, Viktor und andere) mit der Thebaischen Legion in Verbindung. Es ist schwierig, den geschichtlichen Kern der Legende, der sicher vorhanden ist, genau zu bestimmen.
Das Leiden des hl. EMMERAM, Bischofs und Märtyrers, + um 750 bei Aibling in Oberbayern.
Emmeram, ein fränkischer Hofbischof, kam zu Anfang des 8. Jahrhunderts, vorn Bayernherzog Theodor gerufen, nach Regensburg. Über sein Leben und seine Tätigkeit sind wir trotz der Vita, die Bischof Arbeo von Freising verfasste, nur dürftig unterrichtet. Infolge eines falschen Verdachtes wurde Emmeram, als er nach Rom reisen wollte, vom Herzogsohn Lantbert und dessen Leuten grausam verstümmelt. Die Emmeram begleitenden Kleriker brachten ihren Bischof noch nach Aschheim, wo ihn der Tod von seinen Qualen erlöste. Sein Leichnam wurde nach Regensburg überführt. Über seinem Grab erhob sich bald die berühmte Abtei St. Emmeram. Sein Kult verdrängte bald jenen des älteren Regensburger Bischofs Erhard.
Der Heimgang des seligen OTTO, Zisterziensermönchs und Bischofs von Freising, + 1158.