Heilige(r) des Tages

25. Jänner
DAS FEST DER BEKEHRUNG DES APOSTELS PAULUS
Während Petrus zum Fels der Kirche bestimmt war, wurde Paulus zum 'Lehrer der Heidenvölker' berufen. Das war für ihn selbst, den Pharisäersohn, ein unbegreifliches Geheimnis. Er verabscheute die Christen, die einen gekreuzigten Messias verehrten. Das Erlebnis vor den Toren von Damaskus bedeute für ihn eine völlige Wende. Derselbe Gott, dem Paulus hatte als Jude dienen wollen, hat ihn zum Verkünder des Evangeliums von Jesus, dem Christus, gemacht. - Ein Fest der Bekehrung des Apostels Paulus ist seit dem 8. Jahrhundert in Gallien bezeugt.
In Damaskus der hl. ANANIAS,
der nach dem Bericht der Apostelgeschichte den Paulus durch Handauflegung wieder sehend machte, ihn taufte und in das Evangelium einführte.
Das Fest des hl. POPPO, Abtes von Stablo in Ostbelgien, + 1048.
Sproß einer flandrischen Adelsfamilie, war Poppo zuerst Ritter im Heeresdienst. Doch ganz allmählich schwand in ihm die Befriedigung an den Künsten der Ritterschaft. Um die Jahrtausendwende machte er eine Pilgerfahrt nach Jerusaim und etwas später nach Rom. Nach einem Bekehrungserlebnis trat er in das Kloster in Reims ein. Im Jahre 1020 erhob ihn Kaiser Heinrich II. zum Abt von Stablo-Malmedy. Damit begann seine beispiellose, weit ins Innere des Deutschen Reiches ausstrahlende Wirksamkeit, die unter Kaiser Konrad II. ihren Höhepunkt erreichte. Poppo erhielt nach und nach die Leitung oder Aufsicht über etwa 17 meist reichsunmittelbare Abteien und über viele bischöfliche und adelige Eigenklöster. Poppo war der Hauptrepräsentant der Klösterreform, die von Cluny beeinflusst war.