Heilige(r) des Tages

22. Oktober
Das Martyrium der hl. CORDULA.
Sie ist nach der Legende eine Gefährtin der hl. Ursula. Cordula verbarg sich zunächst auf einem Schiff und entrann so dem Martyrium, bot sich aber am folgenden Tag freiwillig dem Martertod dar. Name und Legende sind nach der Vision der hl. Helmtrudis von Neuenheerse gestaltet und sind erst um 970 nachweisbar.
Der hl. Abt BERTHARIUS von Montecassino, + 883.
lm Jahre 856 zur Leitung des Bernklosters berufen, bewährte sich Berthárius, der langobardischer Herkunft war, als besorgter Vater und kraftvoller Fürst. E s war eine friedlose Zeit: Unteritalien war erfüllt von Mord und Verrat innerhalb der langobardischen Adelsfamilien. Das Land wurde bald von den Sarazenen, bald von den Truppen Kaiser Ludwigs verheert. Abt Bertharius schützte sein Kloster durch starke Festungsmauern und zog selbst gegen die Sarazenen zu Feld. 877 erwirkte Bertharius die Exemption für sein Kloster. Auch gelang ihm die Erwerbung ansehnlicher Ländereien. Er selbst war Dichter, der den Gottesnarren Benedikt in einem Hymnus verherrlichte, und vielseitiger, auch medizinischer Schriftsteller. 867 konnte der Abt die Sarazenen durch ein hohes Lösegeld von der Plünderung seines Klosters abhalten. Am 4. September 883 gingen Kirche und Kloster St. Benedikts in Flammen auf. Abt Bertharius wurde ermordet, die Mehrzahl der Mönche war nach Teáno zwischen Montecassino und Cápua geflüchtet. Nach dem Bericht der späteren Cassineser Chronisten nahmen sie das von Benedikt selbst geschriebene Regelexemplar mit, das 886 in Teáno einer Feuersbrunst zum Opfer fiel.
Das Fest des heiligen Papstes JOHANNES PAUL II., + 2. April 2005
Karl Josef Wojtyła wurde 1920 in Wadowice in Polen geboren. Nach der Priesterweihe und dem Studium der Theologie in Rom kehrte er in die Heimat zurück und übernahm verschiedene pastorale und akademische Aufgaben. Er wurde zunächst Weihbischof und 1964 Erzbischof von Krakau und nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil teil. Am 16. Oktober 1978 wurde er zum Papst gewählt und nahm den Namen Johannes Paul II. an. Sein außerordentlicher apostolischer Eifer, besonders für Familien, Jugendliche und Kranke, führte ihn auf unzählige Pastoralreisen in der ganzen Welt. Zu den vielen Früchten, die er der Kirche als Erbe hinterlassen hat gehören vor allem sein reiches Lehramt und die Promulgation des Katechismus der Katholischen Kirche sowie des Codex des Kanonischen Rechts für die lateinische Kirche und für die Ostkirchen. Er entschlief im Herrn am 2. April 2005, dem Vorabend des Zweiten Sonntags der Osterzeit (von der göttlichen Barmherzigkeit), in Rom. Am 27. April 2014 wurde Johannes Paul II. von Papst Franziskus heiliggesprochen.