Heilige(r) des Tages

6. Dezember
Das Fest des hl. NIKOLAUS, Bischofs von Myra im südwestlichen Kleinasien, um + 350.
Es ist merkwürdig, daß über Nikolaus, der zu den im Osten wie im Westen am meisten verehrten Heiligen gehört, sichere geschichtliche Nachrichten weithin fehlen. Nach der Legende nahm Nikolaus am Konzil von Nizäa 325 teil. Sein Name ist untrennbar mit glänzenden Werken der Nächstenliebe verbunden: Er befreite drei zu Unrecht eingekerkerte kaiserliche Offiziere. Er ermöglichte drei armen Mädchen durch heimliche Geldspende die Heirat. Er errettete drei unschuldig zum Tod verurteilte Jünglinge, ferner Schiffer aus Seenot, und wirkte zahllose andere Liebestaten. - Der Kult des Heiligen ist seit dem 6. Jahrhundert in Myra und Konstantinopel nachweisbar, von wo er sich in der griechischen und slawischen, besonders in der russischen Kirche verbreitete. Seit dem 9. Jahrhundert wird Nikolaus in Rom und Italien verehrt, bald auch in Deutschland, Frankreich und England und im ganzen Abendland. Nikolaus wurde Patron zahlloser Kirchen. In Rußland wurde der Name 'Nikolaus' einer der verbreitesten Taufnamen. Nikolaus ist der 'Kinderbischof', doch wurde er immer mehr verweltlicht durch 'Bruder Klaus', 'Knecht Ruprecht' und den 'Weihnachtsmann'.
Der hl. Bischof REGINHARD, + 1037.
Reginhard, Stiftspropst an St. Kassius in Bonn, wurde 1025 Bischof von Lüttich. Er war eifrig in seinem Hirtenamt, wohltätig gegen Arme und mild gegen Irrlehrer. Er starb am 5. Dezember 1037.