Heilige(r) des Tages

17. September
Der verehrungswürdige Erzbischof WICHMANN VON MAGDEBURG, + 1192.
Wichmann, Graf von Seeburg, schenkte 1185 der Abtei Seitenstetten Güter in Ybbsitz.
Der hl. Kardinal ROBERT BELLARMIN, + 1621 in Rom.
Robert Bellarmin trat mit 18 Jahren in den Jesuitenorden ein und wirkte nach seiner Priesterweihe 1570 in Löwen als Prediger und Theologieprofessor. 1599 erhob in Papst Klemens VIII. zum Kardinal und 1602 zum Erzbischof von Capua. Als Kardinal lebte er in großer Armut. Er war befreundet mit Franz von Sales.
Der Gedenktag der hl. Äbtissin HILDEGARD VON BINGEN
Zwischen 1147 und 1150 gründete Hildegard ein Kloster auf dem Rupertsberg hei Bingen, 1165 ein weiteres in Eibingen bei Rüdesheim. Von Kindheit an hatte Hildegard Visionen. Ihre dauernde Kränklichkeit hielt sie nicht ab, große Reisen nach Köln, 'Trier und Süddeutschland zu unternehmen und dort Bußpredigten zu halten. Ihre vielen Briefe zeigen sie als Ratgeberin von Päpsten, Fürsten und allen anderen Ständen. In ihrem Buch 'Scivias' (Wisse die Wege) weist sie den mystischen Weg des Aufstiegs der Seele durch Beschauung und Leiden. Für ihre Zeit besaß Hildegard erstaunliche Kenntnisse in der Medizin und den Naturwissenschaften. Sie starb im hohen Alter am 17. September 1179 auf dem Rupertsberg.
Der Heimgang des hl. LAMBERT, Bischofs von Maastricht, + um 705.
Lambert wurde 672 Bischof von Maastricht. Drei Jahre später wurde er vom Hausmeier Ebroin verbannt und lebte sieben Jahre im Kloster Stablo. Unter Pippin dem Mittleren konnte er wieder in sein Bistum zurückkehren. Jetzt widmete sich Lambert der Erneuerung des kirchlichen Lebens und der Verkündigung des Glaubens. Als Bischof Lambert gegen den Grafen Dodo die Rechte der Kirche verteidigte, wurde er von diesem am 17. September um 705 ermordet.
In Wien das Gedenken an den sel. Anton Maria Schwartz, Priester und Ordensgründer, + 15. September 1929.
Anton Maria Schwartz trat noch als Schüler 1869 dem Piaristenorden in Krems bei. Am Josefstädter Gymnasium in Wien aboslvierte er 1871 das Abitur und trat wegen der Unterdrückung des Ordens dort aus und 1872 in das Wiener Priesterseminar ein; im selben Jahr übernahm er das Herz-Jesu-Skapulier. 1875 wurde er zum Priester geweiht. 1879 wurde er zum Spiritual und Spitalseelsorger bei den Barmherzigen Schwestern in Wien-Sechshaus ernannt. Beginnend 1882, ab 1886 ausschließlich. widmete er sich der Lehrlingsseelsorge in Wien und eröffnete ein Wohnheim für Lehrlinge, zugleich gründete er die Gemeinschaft Liebeswerk vom heiligen Josef Calasanctius, die 1887 vom Bischof anerkannt wurde. Er errichtete auch mehrere Oratorien für junge und erwachsene Männer. Als Erzieher für die jungen Arbeiter und Lehrlinge formte Anton Maria Schwartz sie religiös, indem er ihnen seine Liebe zum Herzen Jesu, zu Maria und zur katholischen Kirche weitergab; er unterwies sie in den allgemeinen Umgangsformen und förderte ihre kulturelle und geistige Entwicklung; er half ihnen in sozialen und materiellen Notlagen, indem er Unterkünfte schuf, Lehrstellen vermittelte und für menschenwürdige Behandlung am Arbeitsplatz sorgte. So trat er ein für die 48-Stunden-Woche, Urlaub und freie Sonntage der Arbeiter 1889 folgte die Gründung der Kongregation für die frommen Arbeiter vom heiligen Josef Calasanz von der Gottesmutter, der Kalasantiner, die er bis zu seinem Tod leitete. Nach Schwartz' Tod übernahm die Gemeinschaft der Kalasantiner Arbeiterpfarreien, übte Seelsorge in der Arbeiterbewegung und gründete ein Sozialseminar. Die Gemeinschaft wurde endgültig im Jahr 1939 kirchlich approbiert. Kanonisation: Anton Maria Schwartz wurde 1998 durch den hl. Papst Johannes Paul II. in Wien seliggesprochen.