13. Juli
Der Heimgang des hl. Kaisers HEINRICH DES
II. und seiner Gemahlin KUNIGUNDE.
HEINRICH
wurde vom hl. Wolfgang von Regensburg erzogen. 1002
wurde er deutscher König und zwei Jahre später König von Italien.
Papst Benedikt VIII. krönte ihn 1014 zum römischen Kaiser. Heinrich
war ein gebildeter und zielbewußter Staatsmann. Er baute das System
der Reichskirche weiter aus und besetzte die italienischen und
deutschen Bistümer mit ausgezeichneten Männern. Er unterstützte die
Klosterreformen, stellte das Bistum Merseburg wieder her und
gründete Bamberg als Missionsbistum, aber auch als Stützpunkt der
kaiserlichen Macht.
Seine Gemahlin
KUNIGUNDE
war eine Tochter des
Grafen Siegfrid von Lützelburg (Luxemburg). Sie erhielt 1014
ebenfalls die Kaiserkrone und nahm starken Anteil an der Regierung.
Die Ehe blieb kinderlos. Nach Heinrichs Tod am 13. Juli 1024 wurde
Kunigunde Nonne in dem von ihr gegründeten Kloster Kaufungen. Nach
ihrem Tod wurde sie an der Seite Heinrichs im Dom von Bamberg
beigesetzt.
Der hl. SILAS, Mitarbeiter des Apostels
Paulus.
Zusammen mit Judas wurde er als Begleiter von Paulus und
Barnabas nach Antióchia gesandt und überbrachte den dortigen
Christen die Beschlüsse des Apostelkonzils zu Jerusalem. Von
Antióchia aus nahm ihn Paulus als Begleiter mit auf seine 2.
Missionsreise nach Kleinasien und Griechenland. Mit Paulus gründete
er in Philippi die dortige Christengemeinde, wurde mit ihm in das
Gefängnis geworfen, aber durch ein nächtliches Erdbeben von den
Ketten befreit und vom Statthalter aus der Stadt verwiesen. Später
traf er in Korinth wieder mit Paulus zusammen. Er ist identisch mit
jenem Silvanus, der in den beiden Thessalonischerbriefen im
Eingangsgruß erwähnt wird und hat wohl, nach damaliger Sitte, diese
Briefe nach dem Diktat des Paulus geschrieben.
