Vom Schnattern der Gänse zum »Martinigansl«

Die Kirche gedenkt am 11. November des wohl beliebtesten Heiligen Europas, des hl. Bischofs Martin von Tours.  Viele Legenden und Bräuche ranken sich um das Fest dieses volkstümlichen Heiligen. Der neben dem Laternenumzug der Kinder wohl bekannteste ist das Essen des »Martinigansls«.

Unser heiliger Vater Papst em. Benedikt XVI. hielt am Fest des heiligen Martin 2007 beim Angelus eine Katechese über sein Leben und Wirken: »Die Kirche gedenkt heute, am 11. November, des hl. Martin, Bischof von Tours, eines der berühmtesten und am meisten verehrten Heiligen in Europa. Er wurde um 316 als Sohn heidnischer Eltern in Pannonien, im heutigen Ungarn, geboren und dann vom Vater für die Militärlaufbahn bestimmt. Bereits als Jüngling begegnete Martin dem Christentum; nach Überwindung vieler Schwierigkeiten schrieb er sich als Katechumene ein, um sich auf die Taufe vorzubereiten. Er empfing das Sakrament im Alter von ungefähr zwanzig Jahren, musste aber noch lange Zeit im Heer bleiben, wo er von seiner neuen Lebensweise Zeugnis ablegte: er war allen gegenüber respektvoll und entgegenkommend; er behandelte seinen Leibdiener wie einen Bruder und mied niedrige Vergnügungen. Nach seiner Verabschiedung aus dem Militärdienst begab er sich nach Poitiers in Frankreich zum heiligen Bischof Hilarius. Dieser weihte ihn zum Diakon und Priester; in der Folge wählte er das monastische Leben und gründete mit einigen Schülern in Ligugé das älteste bekannte Kloster in Europa. Nachdem ungefähr zehn Jahre später die Christen von Tours ohne Hirte geblieben waren, wählten sie ihn per Akklamation zu ihrem Bischof. Von da an widmete sich Martin mit brennendem Eifer der Evangelisierung der ländlichen Gegenden sowie der Ausbildung des Klerus. Auch wenn ihm viele Wunder zugeschrieben werden, ist der hl. Martin vor allem für eine Tat der brüderlichen Nächstenliebe bekannt. Noch als junger Soldat begegnete er auf der Straße einem vor Kälte erstarrten und zitternden Armen. Da nahm er seinen Mantel, teilte ihn mit dem Schwert in zwei Teile und reichte dem Mann die eine Hälfte. In der Nacht erschien ihm im Traum Jesus, der lächelte und mit eben jenem Mantel bekleidet war.« (S.H. Papst em. Benedikt XVI., Angelus am 11. November 2007)

Martinigansl mit Rotkraut, Serviettenknödel und glacierten Maroni

Was aber haben Gänse mit dem heiligen Martin zu tun?
Sogenannte Sekundärlegenden, die etwa im 16. Jahrhundert entstanden, versuchen das Brauchtum ums Martinigansl so zu erklären, dass sie ihren Ursprung in Martins Leben habe: Entgegen seinem eigenen Willen und trotz Vorbehalts des Klerus drängte das Volk von Tours darauf, Martin zum Bischof zu weihen. Asketisch und bescheiden, wie er sein Leben führte, hielt er sich unwürdig für solch ein hohes Amt und habe sich deshalb in einem Gänsestall versteckt. Die Gänse jedoch hätten so aufgeregt geschnattert, dass Martin gefunden wurde und geweiht werden konnte. Nach einer anderen Erzählung griffen die Bürger von Tours zu einer List: Ein Bauer sei zu Martins Versteck gegangen und habe diesen gebeten, seine kranke Frau zu besuchen. Hilfsbereit, wie Martin nun einmal war, habe er seine Sachen genommen und den Bauern nach Hause begleitet. Wahrscheinlich sah er ziemlich schmutzig aus – als habe er eine Zeit lang in einem Gänsestall gelebt. Eine weitere Geschichte besagt, dass eine schnatternde Gänseschar in den Kirchraum gewatschelt sei und dabei Bischof Martin bei seiner Predigt unterbrochen habe. Sie sei gefangen genommen und zu einer Mahlzeit verarbeitet worden.

Ein historischer Erklärungsversuch für dieses Brauchtum geht davon aus, dass in Zeiten des Lehnswesens eine am Martinstag fällige Lehnspflicht, eine Abgabe namens »Martinsschoß«, der Ursprung war. Da diese häufig aus einer Gans bestand, bildete sich die Bezeichnung »Martinigansl« heraus, und weil der Martinstag traditionell mit einem Kirtag oder einem Tanzmusikabend gefeiert wurde, bot es sich an, die Gans zum Festessen zu machen und an diesem Abend festlich zu verspeisen.

Das Vorbild des heiligen Martin leuchtet bis in unsere heutige Zeit. »Die Geste der Nächstenliebe des hl. Martin folgt derselben Logik, die Jesus dazu drängte, das Brot für die hungernde Menge zu vermehren, vor allem aber sich selbst der Menschheit in der Eucharistie als Speise zu hinterlassen, höchstes Zeichen der Liebe Gottes, ›Sacramentum caritatis‹. Es ist dies die Logik des Teilens, in der auf authentische Weise die Liebe zum Nächsten zum Ausdruck kommt. Der hl. Martin helfe uns zu verstehen, dass es nur durch gemeinsames Teilen möglich ist, auf die große Herausforderung unserer Zeit zu antworten: eine Welt des Friedens und der Gerechtigkeit zu errichten, in der ein jeder Mensch mit Würde leben kann. Dies kann geschehen, wenn ein weltweites Modell echter Solidarität vorherrscht, das in der Lage ist, allen Bewohnern des Planeten Nahrung, Wasser, notwendige medizinische Versorgung, aber auch Arbeit und Energieressourcen sowie kulturelle Güter, wissenschaftliches und technologisches Wissen sicherzustellen. Wir wenden uns jetzt an die Jungfrau Maria, auf dass sie allen Christen helfe, wie der hl. Martin hochherzige Zeugen des Evangeliums der Liebe und unermüdliche Gestalter solidarischen Teilens zu sein.«  (S.H. Papst em. Benedikt XVI., Angelus am 11. November 2007)

 

»Bitt gar schön um einen Allerheiligenstriezel!«: ein alter Brauch ganz aktuell

Striezel sind heutzutage etwas alltägliches geworden. In den Supermärkten findet man sie das ganze Jahr über in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen: mit oder ohne Rosinen, mal mit Hagelzucker, mal mit Mandelsplittern – oder gar ganz ohne. Der Striezel hat sich zu einem beliebten Gebäck zum Frühstück oder zum Nachmittagskaffee entwickelt.

Eigentlich aber erinnert er an Zeiten, in denen es üblich war, dass weniger Begüterte zu Allerheiligen einen Striezel – eine Brotspende – erhielten. Schon der steirische Heimatdichter Peter Rosegger berichtet über den alten Brauch des Allerheiligenstriezels. Er schildert wie der Brauch im 19. Jahrhundert in der Steiermark abgelaufen ist: Schon ein paar Tage vor Allerheiligen wurde in den Bauernhäusern begonnen, die Striezel zu backen. Mehrere hundert Brote wurden vorbereitet. „Am Vorabend des Allerheiligenfestes nun ziehen die Armen in ganzen Familien scharenweise von Haus zu Haus, von Ort zu Ort, und jedes hat seinen Sack oder seinen Korb (…) Sie kommen ins Haus, sie stehen an der Türschwelle, sie grüßen mit dem vielstimmigen Ruf ‚Bitt gar schön um einen Allerheiligenstriezel!’“. Die „Striezelbettler“ wurden von den Bauern mit Freude willkommen geheißen, denn eine große Anzahl von Heiligenstriezelsammlern galt als Vorbote eines gesegneten Jahres. Jedes „Vergelt’s Gott, Allerheiligen“ sei, so der Glaube, für das Kornfeld mehr wert als ein guter Dünger.

Die wohl bekannte Form des Allerheiligenstriezels geht auf antike Trauerkulte zurück. Man schnitt sich das Haar, welches man vorher zu einem Zopf geflochten hatte, ab und verlieh so seiner Trauer Ausdruck.

Heutzutage werden zu Allerheiligen vielerorts Patenkinder mit den süßen, selbst gebackenen Striezeln beschenkt.  Dabei werden beim Flechten des Striezels Glück- und Segenswünsche miteingeflochten. Im Brauchtum hielt sich lange der Glaube, dass der Striezel böse Geister abwehre. Wenn ein Striezel nicht aufging oder verzogen war, sollte das – so der Aberglaube – Unheil für das nächste Jahr bedeuten.

Natürlich darf ein ein Rezept für den köstlichen Allerheiligenstriezel nicht fehlen:


Zutaten für zwei Striezel

1 kg Weizenmehl
gestr. EL Salz
ca. 400 ml Milch lauwarm
50 g Germ
100 g Zucker
150 g Butter flüssig oder Öl
2 Dotter
geriebene Zitronenschale
100 g Rosinen
Öl zum Befetten des Bleches
versprudeltes Ei zum Bestreichen
evt. Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung vom Allerheiligenstriezel

Für dieses Rezept die Germ in der lauwarmen Milch auflösen, eine Prise Zucker hinzugeben und etwas stehen lassen. Die Milch darf dabei nicht zu heiß sein, denn sonst verliert die Germ ihre Wirkung!

Das Mehl mit dem Salz in eine große Schüssel geben und vermischen. Die Dotter, den Zucker, die flüssige Butter und die Zitronenschale zur Milch hinzugeben und gut versprudeln, zum Mehl geben und verkneten. Den Germteig kräftig durchkneten, die Rosinen erst zum Ende hin untermischen und noch einmal gut kneten.

Den Striezelteig an einen warmen Ort stellen, mit einem Geschirrtuch zudecken und ca. eine halbe Stunde „gehen lassen“. Noch einmal zusammenkneten und etwas ruhen lassen. Nun den Striezelteig halbieren und jede Hälfte in vier gleich große Stücke teilen. Wer das Striezel flechten auch mit sechs Strängen schafft, teilt den Teig in sechs Stücke. Diese Teiglinge werden „rund geschliffen“, dabei wird mit leichtem Druck der Teig mit der Hand auf einem leicht bemehlten Brett gerollt, bis daraus eine Kugel mit glatter Oberfläche entsteht.

Jedes Teigstück nun zu einem länglichen Strang ausrollen und jeweils aus vier beziehungsweise sechs Strängen einen Striezel flechten. Für den zweiten Striezel gleich vorgehen.

Die beiden Striezel nebeneinander auf ein befettetes Blech legen, mit dem Geschirrtuch zudecken und nochmals eine halbe Stunde aufgehen lassen. Den geflochtenen Zopf mit Ei bestreichen, dadurch bekommt der Allerheiligenstriezel einen schönen Glanz, bei Bedarf mit Hagelzucker bestreuen und im Backrohr bei 170° C in etwa 35 Minuten backen.

Tipp: Anstatt Hagelzucker passen auch gut Mandelblättchen!

(Rezept wurde der Seite steirische-spezialitaeten.at entnommen)

 

»Lauf der Heiligen« in Rom

Unter der Schirmherrschaft des Dikasteriums für die Laien, die Familien und das Leben und dessen Präfekten Kevin Kardinal Farrell findet heuer zu Allerheiligen zum 10. Mal der »Lauf der Heiligen« – »La Corsa dei Santi« – statt.

2016 nahmen 7000 Athleten an diesem Lauf teil.  Der Lauf geht über 10 Kilometer in vier verschiedenen Kategorien vorbei an den berühmtesten christlichen Monumenten Roms. Für weniger erfahrene Läufer gibt es auch eine kürzere, 3 Kilometer lange Strecke. Natürlich können Läufer auch mit ihren Hunden teilnehmen. Athleten – Professionelle wie auch Amateure – kommen von ganz Italien zusammen, um ihre innige Verbindung zu ihrem Patronatsheiligen – ihren Namenspatron, Patron ihrer Stadt oder ihrer Pfarre – zu bezeugen.

Die Idee für diesen Lauf stammt von den Salesianern, die mit einem solchen Lauf erstmals zu Allerheiligen 2008 Spenden für die Straßenkinder im Kongo sammelten.

Plätze, die Heiligen gewidmet sind, findet man in Rom viele. An erster Stelle natürlich die heiligen Patrone Roms Petrus und Paulus, aber auch die vielen großen Heiligen, die diese Plätze geformt haben; ihnen voran die heiligen Päpste, die Rom verschönert und mit ihren zahlreichen Brunnen beinahe erstickt haben;  oder Heiligen, die von anderswoher kamen, und in Rom ihre letzte Ruhestätte gefunden haben: Ignatius von Loyola, Philipp Neri, Benedikt Joseph Labre und viele andere.

Die gesammelten Einnahmen  – größtenteils durch die Teilnehmergebühr der Läufer – werden  verschiedenen karitativen Werken gespendet. Ziel des Events ist es aber auch, die Grenzen zu überschreiten. Die Organisatoren erhoffen sich, dass auch andere Städte weltweit die Idee dieses Laufs aufgreifen.

Neuer Abtpräses gewählt: Abt Johannes Perkmann von Michaelbeuern

Beim Generalkapitel der Österreichischen Benediktinerkongregation in der Benediktinerinnenabtei Frauenwörth auf der Fraueninsel in Chiemsee wurde am 25. Oktober 2017 Abt Johannes Perkmann von Michaelbeuern für sechs Jahre zum Abtpräses der österreichischen Benediktiner gewählt. Er folgt auf Christian Haidinger, emeritierter Abt von Altenburg, der auch weiterhin Vorsitzender der Superiorenkonferenz ist und die Aufgabe des Abtpräses seit 2009 innehatte; für eine Wiederwahl für weitere sechs Jahre stand Haidinger nicht mehr zur Verfügung.

Johannes Perkmann wurde 1968 in Salzburg-Maxglan geboren. Er studierte Theologie an der Universität Salzburg und Sozialpädagogik in Benediktbeuern. 1986 wurde er Novize in der Abtei Michaelbeuern, wo er auch 1994 zum Priester geweiht wurde. Danach arbeitete er in der stiftseigenen Hauptschule als Religionslehrer und Erzieher. Am 24. Juli 2006 wurde er vom Konvent der Salzburger Benediktinerabtei Michaelbeuern zum Abt gewählt.
Zur österreichischen Benediktinerkongregation gehören 12 Abteien und 2 selbstständige Priorate. Das Generalkapitel setzt sich aus den 14 Oberen der Klöster und je einem Delegierten der jeweiligen Mönchsgemeinschaft zusammen. Es tagt alle drei Jahre. In den 14 Benediktinerklöstern leben und wirken derzeit ca. 300 Mönche unter anderem in der Pfarrseelsorge, in Schulen und in der kategorialen Seelsorge.

(Quelle: ordensgemeinschaften.at vom 25.10.2017)

Pizza Cardinale: erste historisch dokumentierte Pizzalieferung

Pizza. Von der Lieblingspeise so vieler werden jedes Jahr weltweit Milliarden Stücke  verspeist. Während die Pizza wie wir sie heute kennen in Neapel entstanden ist, hat sie ihre Wurzeln Jahrhunderte früher, als die Menschen zur Abwechslung ihr Brot mit einer Reihe von unterschiedlichen Garnierungen und anderen Zutaten belegten. Trotz der großen Popularität des Gerichts, wissen die wenigsten, dass der Name »Pizza« zurückgeht auf die allererste Pizzalieferung an einen Bischof im zehnten Jahrhundert.

Die erste Erwähnung des Wortes »pizza« wurde in einem Dokument gefunden, das sich im Archiv der Cattedrale dei Santi Erasmo e Marciano e di Santa Maria Assunta in Gaeta, Italien, befindet. Das Dokument, betitelt als »codex diplomaticus cajtanus« war ein Pachtvertrag über die Benutzung einer Mühle und dem dazugehörigen Land, das zu diesem Zeitpunkt im Besitz der Kirche war.

Im Pachvertrag stimmte der Sohn des Herzogs Marino II., Bernardo,  zu, den Bischof von Gaeta mit Pizze für die Benutzung der Mühle zu bezahlen.

»Jedes Jahr am Hochfest der Geburt des Herrn, müssen Sie und Ihre Nachkommen Uns und Unseren Nachfolgern ohne Aufforderung die vereinbarte Pacht in Form von 12 Pizze, Schweinsschultern und Nieren, und gleichermaßen am Hochfest der Auferstehung des Herrn mit 12 Pizze und ein paar Hühnern bezahlen.«

Über die Entdeckung dieses Dokuments wurde in einer Studie von Giuseppe Nocca, einem Sozialhistoriker der Esskultur und Lehrbeauftragten am Istituto Alberghiero in Formia. In seiner Studie forscht er über die Entstehung und die Ethymologie der »Pizza« durch den Lauf der Zeiten. Obwohl das Dokument im mittelalterlichen Latein verfasst worden ist, ist der Gebrauch des Wortes »Pizza« innerhalb des Dokuments einer der ersten Verwendung dieses Begriffs im volkstümlichen  Italienisch. Nicht nur wurde die erstmalige Verwendung des Begriffs »Pizza « mit diesem Dokument belegt, sondern auch die erste dokumentierte Pizzalieferung der Geschichte!

(Quelle: ucatholic.com vom 17.10.2017)

FAIRändere die Welt am Weltmissionssonntag!

»Auch dieses Jahr lädt uns der Sonntag der Weltmission dazu ein, uns um die Person Jesu zu versammeln, dem allerersten und größten Künder des Evangeliums (Paul VI., Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi, 7), der uns fortwährend aussendet, das Evangelium der Liebe des Vaters mit der Kraft des Heiligen Geistes zu verkünden. Dieser Tag lädt uns ein, erneut über die Mission im Herzen des christlichen Glaubens nachzudenken. Denn die Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch; wäre sie dies nicht, dann wäre sie nicht mehr die Kirche Christi, sondern ein Verein unter vielen anderen, der sein Ziel bald erreicht hätte und dann verschwinden würde. Deshalb sollten wir uns einige Fragen stellen, die unsere christliche Identität betreffen und unsere Verantwortung als Glaubende in einer durch zahlreiche Illusionen verwirrten Welt, die durch große Unzufriedenheit verwundet und von vielen Bruderkriegen zerrissen ist, die ungerechterweise vor allem Unschuldige treffen.« (Botschaft S.H. Papst Franziskus zum Weltmissionssonntag 2017)

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Welt. An diesem Tag sammelt mehr als eine Milliarde Katholiken in jeder Pfarre weltweit für den Aufbau der Weltkirche. Besonders sollen davon die 1.180 ärmsten Diözesen der Welt in Afrika, Asien und Lateinamerika profitieren. Die Sammlung zum Weltmissions-Sonntag ermöglicht ihre Grundversorgung und befähigt sie ihre pastoralen und sozialen Aufgaben zu erfüllen.

Wir wollen diese Solidaritätsaktion mit dem Verkauf von fair gehandelten Schokopralinen und Bio-Fruchtgummitierchen unterstützen. Dazu möchten wir herzlich zum Besuch der heiligen Messe am Weltmissionssonntag, 22. Oktober 2017, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung einladen. Nach der Messfeier besteht die Möglichkeit, die Schokopralinen und die Bio-Fruchtgummitierchen zu erwerben.

Eucharistische Anbetung und Gebet um geistliche Berufe

»Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter. Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.« (Mt 9,37f)

Jesus selbst ist es, der uns aufruft, um Arbeiter im Weinberg des Herrn, um geistliche Berufungen zu beten. Am Mittwoch, dem Fest des heiligen Evangelisten Lukas, 18. Oktober 2017, wollen wir vor dem Allerheiligsten Andacht halten, und Gott, unseren barmherzigen Vater, bitten, »Arbeiter für seine Ernte auszusenden«.

Die eucharistische Anbetungsstunde beginnt direkt im Anschluss an die Feier der heiligen Messe, die um 18.30 Uhr beginnt.

»Nur für heute…« – 10 Gebote der Gelassenheit

Am 11. Oktober feiern wir den Gedenktag des heiligen Papstes Johannes XXIII.  Von ihm stammt der nachfolgende »Dekalog der Gelassenheit« und stellt eine Art Angebot für eine einfache und unkomplizierten Lebensphilosophie dar. Erste Gebote kann man schon in seinem Geistlichen Tagebuch finden, andere kamen später dazu.

Eine Geschichte passt gut in diesem Zusammenhang: Als ein neuer Bischof zum Papst kam und darüber klagte, wie schwer ihn die Bürde des Amtes drücke, sagte dieser: „Auch ich konnte in den ersten Wochen meines Pontifikats keinen Schlaf finden. Aber dann sah ich einmal im Wachtraum meinen Schutzengel, der mir zuraunte: ,Giovanni, nimm dich nicht so wichtig.‘ Seither schlafe ich wieder gut.“

Herzlich laden wir zur Feier der heiligen Messe am Mittwoch, 11. Oktober 2017, um 18.30 Uhr in die Benediktskapelle im Haus der Begegnung ein.


10 Gebote der Gelassenheit

1. Leben: Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben – ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
2. Sorgfalt: Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten: Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern… nur mich selbst.
3. Glück: Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin … nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.
4. Realismus: Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
5. Lesen: Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
6. Handeln: Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen – und ich werde es niemandem erzählen.
7. Überwinden: Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.
8. Planen: Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.
9. Mut: Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist. Und ich werde an die Güte glauben.
10. Vertrauen: Nur für heute werde ich fest daran glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten –, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
Nimm dir nicht zu viel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und mit Geduld.

Stift Admont: Einkleidung von zwei Novizen

Am Fest der heiligen Schutzengel wurden zur Mittagsstunde im Benediktinerstift Admont zwei Novizen eingekleidet. Frater Rupert Schwarz und Frater Alexander Weiss haben damit das ein Jahr dauernde Noviziat begonnen.

»Kommt jemand, um das Klosterleben zu beginnen , so werde ihm der Eintritt nicht leicht bewilligt, vielmehr handle man nach dem Worte des Apostels: Prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind.« (Regel des hl. Benedikt 58,1-3)

Als Noviziat – vom lat. novicius = Neuling – bezeichnet man den Zeitraum, in dem jemand, der neu in eine Ordensgemeinschaft eingetreten ist, sich auf die einfache Ordensprofess (zeitlichen Ordensgelübde) vorbereitet. Im Noviziat wird der Novizen vom Konvent geprüft, ob er berufen ist, die Ordensgelübde (Gehorsam, Beständigkeit und klösterlichen Lebenswandel) zu halten, und im Benediktinerorden und in der Mönchgemeinschaft von Admont zu leben. Zugleich prüft sich der Novize selbst und lernt den Orden möglichst gut kennen, um eine vor Gott, dem Gewissen und der Klostergemeinschaft verantwortete Entscheidung für oder wider der Ablegung der Profess zu treffen.

Wir wollen Fr. Alexander und Fr. Rupert im Gebet begleiten und wünschen ihnen beiden Gottes Gnade und Segen im Noviziat!

 

Vatikan bestätigt: Hermann Glettler neuer Bischof von Innsbruck!

Hermann Glettler, bisher Bischofsvikar für Evangelisierung und Caritas in der Diözese Graz-Seckau, wurde heute durch Papst Franziskus im päpstlichen Bulletin offiziell zum fünften Bischof der Diözese Innsbruck ernannt. 22 Monate lang hatte die Diözese auf eine Entscheidung aus Rom gewartet. Während der Sedisvakanz nach der Berufung von Bischof Scheuer nach Linz war Diözesanadministrator Jakob Bürgler mit der Leitung der Diözese betraut gewesen. Bereits am Dienstag hatte der Ministerrat der Ernennung Glettlers zugestimmt.

Mit großem Dank für sein bisheriges Wirken und den besten Wünschen für seine Zukunft sieht man in Graz die Ernennung Glettlers.

„Als deutlich war, dass Hermann Glettler zum Bischof erwählt worden war, erinnerte ich mich spontan an meine Bischofsweihe und deren Evangelium“, so Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl in seiner Reaktion auf die Bischofsernennung. „‚Dich wird ein anderer gürten‘, hat Jesus dem Apostel Petrus auf seine dreimalige Frage nach der Liebe gesagt. Sich ganz in den Dienst Jesu Christi stellen, das ist es, was Hermann Glettler immer getan hat und nun als fünfter Diözesanbischof von Innsbruck auch weiterhin tun wird.“, so Bischof Krautwaschl.

„Ich freue für mich für ihn persönlich, bedaure aber auch als Bischof der Diözese Graz-Seckau, dass ein so engagierter und menschennaher Priester aus dem Dienst für die Menschen in unserer Diözese scheidet. Ich wünsche ihm Gottes reichen Segen und eine gute Aufnahme in seiner neuen Aufgabe als Bischof für Innsbruck. Denn das wird er ab der ersten Minute an auch sein: ein offener und beherzter Bischof für die Menschen der Diözese Innsbruck.“

(Quelle: Pressestelle Diözese Graz-Seckau)

Wir wollen den designierten Bischof im Gebet begleiten:

Herr Jesus Christus, du bist bei uns. Du begleitest die Diözese Innsbruck, die Kirche von Tirol.
Du schenkst der Tiroler Kirche einen neuen Hirten, Hermann Glettler. Für ihn bitten wir dich:
Gib ihm Kraft und Heiligen Geist für seinen Hirtendienst.
Lass ihn Worte und Wege finden, die im Glauben stärken, in der Liebe neu entzünden und vorwärts bringen auf dem Weg der Einheit.
Stärke ihn mit deinem Wort, damit er es als dein treuer Diener weitergibt; die Menschen zum Glauben ermutigt und ihnen in Freude und Hoffnung, in Trauer und Angst aufrichtig und geduldig zur Seite steht.
Schenke ihm die Weisheit und das nötige Geschick der Leitung, dass alle, die mit ihm zusammenwirken, vertrauensvoll und hoffnungsfroh bleiben in ihrem Dienst.
Stärke uns alle durch deinen Geist.
Sei du der wahre Hirte in unserer Mitte;
bleibe bei uns und geh mit uns in die Zukunft.
Herr, wir danken dir, der du mit dem Vater und dem Geist
lebst und wirkst, heute bis in Ewigkeit. Amen.

Hl. Josef, bitte für uns
Hl. Petrus Canisius, Patron der Diözese Innsbruck
Sel. Carl Lampert,
Sel. Otto Neururer,
Sel. Jakob Gapp
Alle Seligen und Heiligen unseres Landes, bittet für uns!