Selige des Monats Februar 2025 >> Selige Johanna Maria Rendu <<


Johanna Maria Rendu empfing in den Wirren der Französischen Revolution ihre Erstkommunion im Keller ihres Elternhauses, der als Kapelle diente und wo Priester Zuflucht fanden, die wegen ihrer Verweigerung des Eides auf die Zivilkonstitution verfolgt wurden. Sie wurde dann bei den Ursulinen im nahen Gex ausgebildet, wo sie auch Kranke im Spital besuchte. 1802 trat sie den Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) bei mit dem Ordensnamen Rosalia. Trotz ihres schwachen Körpers und ihrer zarten Nerven widmete sie in unüberwindlicher Geduld und Entsagung ihr Leben den Aufgaben im Orden. Ab 1807 wirkte sie in Paris in der damaligen Ordensniederlassung in der Rue de l’Épée-de-Bois unweit der Kirche St-Médard und versorgte Kranke, Alte, Obdachlose, bedürftige Mädchen und kleine Kinder, deren Mütter nicht im Stande waren, sie zu ernähren. 1815 wurde sie Oberin der Gemeinschaft, ab 1826 war sie zusammen mit Friedrich Ozanam eine der Mitbegründerinnen der Pariser Vinzenz von Paul-Vereine für Armen- und Krankenpflege und sammelte Almosen für die verschämten Hausarmen.

Rosalia Rendus Wahlspruch:

Wir müssen das Herz eines Engels Gott gegenüber, das Herz einer Mutter dem Nächsten gegenüber, das Herz eines Richters uns selbst gegenüber haben.

Rosalia Rendus Rat an eine junge Schwester:

Wenn du willst, dass dich jemand liebt, dann liebe zuerst; und wenn du nichts zu geben hast, gib dich selbst.

In den Choleraepidemien von 1832 und 1849 pflegte Rosalia Rendus aufopferungsvoll die Kranken. In den Unruhen vom Juli 1830 und vom Februar 1848 – bei welchen Denys Affre, der Erzbischof von Paris, getötet wurde, vermittelte Rosalia zwischen den Kämpfenden und kletterte auf die Barrikaden, um Verwundeten beider Seiten zu helfen. 1852 ernannte Kaiser Napoleon III. sie zur Ritterin der französischen Ehrenlegion. In der letzten Zeit ihres Lebens erblindete sie; eine Operation brachte 1855 nur kurz Linderung.

Rosalia Rendu wurde auf dem Friedhof Mont-Parnasse in Paris bestattet. Die Zeitung Le Constitutionnel der antiklerikalen Linken schrieb: Die unglücklichen Menschen im 13. Arrondissement von Paris haben gerade einen sehr bedauerlichen Verlust erlitten: Schwester Rosalie … Diese angesehene Nonne war viele Jahre lang die Fürsorge für die zahlreichen bedürftigen Klassen in diesem Bezirk. 2019 wurden Reliquien in die Rosalia von Palermo geweihte Kirche St-Rosalie in Paris übertragen.

Kanonisation: Rosalia Rendu wurde am 9. November 2003 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Gebet zur Seligen

Johanna Maria Rendu

Gott, unser Vater, du hast uns mit dem Brot des Lebens gestärkt.  Gib, dass wir dich nach dem Vorbild der seligen Rosalie Rendu durch Treue in deinem Dienst verherrlichen und dass wir uns in steter Liebe für das Wohl unserer Brüder und Schwestern einsetzen.  Durch Christus unseren Herrn.

Heilige des Monats März 2024 >> Heilige Agnes von Böhmen <<

Agnes war die Tochter des böhmischen Königs Ottokar I. Přemysl und seiner zweiten Frau Konstanze von Ungarn; Hedwig von Schlesien war ihre Tante. Schon als dreijähriges Kind wurde sie mit ihrem Cousin Bolesław von Schlesien verlobt und ihrer zukünftigen Schwiegermutter zur Erziehung überlassen. So kam sie zu den Zisterzienserinnen ins Stift Trebnitz – dem heutigen Trzebnica in Polen. Als ihr Bräutigam starb, verlobte ihr Vater sie im Alter von acht Jahren mit dem damals neunjährigen Sohn des deutschen Kaisers, dem zukünftigen Thronerben und späteren Kaiser Heinrich VII. Die kommenden sechs Jahre verbrachte sie deshalb am Babenberger Hof – an der Stelle der heutigen Kirche Am Hof – in Wien. Heinrich heiratete dann aber Margarethe von Babenberg, Agnes musste zurück nach Prag. Ein Jahr später sprach der englische König Heinrich III. in Prag vor, vier Jahre darauf löste auch er die Verlobung. Als sogar der deutsche Kaiser Friedrich II. um ihre Hand anhielt, lehnte die inzwischen erwachsene Agnes seine Werbung selbständig ab. Sie wollte ihrer Cousine Elisabeth von Thüringen nacheifern; mit Klara von Assisi stand sie in Briefkontakt.

Ab 1230 konnte Agnes nach dem Tod ihres Vaters ein eigenständiges Leben führen. Der neue König, ihr Bruder Wenzel / Václav I., ermöglichte ihr eigene Entscheidungen. 1232 gründete sie in Prag ein Armenspital, das von Ordensmännern der Franziskanerminoriten versorgt wurde. Neben diesem Männerkloster errichtete sie auch ein Klarissenkloster für adelige Frauen, das sie mit Nonnen aus Trient besiedelte. 1234 legte sie ihre Krone ab und trat selbst in ihr Kloster ein, was im europäischen Adel einiges Aufsehen erregte. Ein Jahr später wurde sie von Papst Gregor IX. zur Äbtissin ernannt. Agnes wollte einen eigenen Orden mit einer von ihrer entworfenen Ordensregel strengster Armut gründen; der Papst aber betrachtete die neu entstandene Armutsbewegung kritisch und zwang sie zu Kompromissen. Sie trat daraufhin als Äbtissin zurück und lebte nur noch als ältere Schwester in ihrem Kloster. Den Plan, einen eigenen Orden auf der Grundlage der strengen, unverfälschten ursprünglichen Lehren von Franziskus zu schaffen, gab sie aber nicht auf; nach dem Tod von Gregor IX. konnte sie den einzigen original tschechischen Orden, die Kreuzritter vom roten Stern, gründen.

Um ihr klösterliches Zentrum herum bildeten sich weitere Gemeinschaften, Pflegestellen, Waisenhäuser und Heimatlosenasyle. Agnes‘ Verbindungen zur päpstlichen Kurie ermöglichten ihr, für ihren Bruder Wenzel den Zwist zwischen ihm und seinem Sohn Ottokar II. Přemysl zu schlichten; auch diesem ihrem ehrgeizigen Neffen stand sie dann bei. Dennoch musste sie im Alter nach der Schlacht auf dem Marchfeld 1278 den Niedergang des Königreichs Böhmen erleben. Die Legenden erzählen von ihrem Leben voller Entsagung, Aufopferung für die Armen und Wundertaten. Klara von Assisi schrieb ihr vier Briefe.

Agnes wurde in dem von ihr gegründeten und heute nach ihr benannten Kloster in Prag bestattet. Die Prager Bürger haben in einer tagelangen Prozession von ihr Abschied genommen und unsere heilige Frau beweint.

Kanonisation: Die Seligsprechung von Agnes ließ lange auf sich warten, einer der Gründe war, dass ihre Gebeine in den Wirren der Hussitenkriege verloren gingen, sie erfolgte erst 1874 durch Papst Pius IX.; die Heiligsprechung erfolgte am 12. November 1989 durch Papst Johannes Paul II., wenige Tage vor der samtenen Revolution von 1989.
Attribute: mit Krone Kranke pflegend


Gebet zur Heiligen Agnes von Böhmen

Unsere liebe Heilige Agnes von Prag, du bist dem Göttlichen Herzen Jesu so nahe, das versprochen hat, jede Unternehmung seiner Anbeter zu segnen. Nimm unsere Sache mit in dein Gebet und so wird das Göttliche Herz sie sicherlich segnen und unsere Bitten durch dich erhören, o mitfühlende Fürsprecherin. Tritt auch für uns ein, damit wir unsere guten Vorsätze immer ausführen und so Gott treu dienen und das ewige Heil erlangen.

Amen.



Heiliger des Monats November 2023 >> Heiliger Johannes vom Kreuz <<

Johannes de Yepes Álvarez, dritter Sohn eines wegen seiner bürgerlichen Heirat verstoßenen Adligen, verlor schon in jungen Jahren seinen Vater und wuchs mit der Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf. Er lernte weder Lesen noch Schreiben, mehrere Versuche einer Ausbildung in einem Handwerk scheiterten; schließlich wurde er Pfleger im Armenkrankenhaus von Medina del Campo, arbeitete mit großem Eifer und war bei den Kranken sehr beliebt. Nebenbei besuchte er ab seinem 17. Lebensjahr Kurse im örtlichen Jesuitenkolleg. Zur Ausbildung gehörte dort auch die Praxis der Poesie, die in Johannes‘ späteren Werken fruchtbar wurde.

1563 verließ Johannes heimlich das Hospital und schloss sich in Medina del Campo dem Karmeliterorden an. Als Novize dichtete er – heute verschollene – Danklieder auf Maria. Er konnte ab 1564 Theologie und Philosophie in Salamanca studieren und wurde 1568 zum Priester geweiht. Die Ordnung im Karmeliterorden genügte aber nicht seinen strengen Vorstellungen, er erwog, sich den Kartäusern anzuschließen, bis er 1567 Teresa von Ávila kennen lernte. Sie hatte aufgrund ähnlicher Vorstellungen mit der Gründung des Klosters San José in Ávila ihr Reformwerk im Karmeliterorden begonnen; er unterstützte nun ihr Werk, nahm den Namen Johannes vom Kreuz an und praktizierte ab 1568 – gegen den entschiedensten Widerstand seiner Ordensoberen – im Kloster Duruelo bei Blascomillan nahe Ávila 1 zunächst allein, dann mit einem Gefährten, schließlich mit weiteren Gefährten ein Leben als strenger Eremit.

Die erste Gründung eines neuen Klosters nach diesem Vorbild erfolgte 1570 im nahen Mancera de Abajo bei Ávila. 1600 verließen die Brüder dieses Kloster und zogen um nach Ávila. Wenig später bezogen Franziskaner dieses Kloster, 1835 wurde es in der Säkularisation aufgelst, bis Maria von den Wundern Jesu das Kloster 1943 wieder belebte; es wird bis heute von Unbeschuhten Karmelitinnen bewohnt. Es folgten durch Johannes die Gründungen in Pastrana bei Guadalajara und in Alcalá de los Gazules. In Ávila wirkte Johannes als Subprior, Novizenmeister, Rektor, Spiritual und Beichtvater sowie als geistlicher Führer und Ratgeber für Teresa von Ávila. In alledem konnte er das Reformwerk erfolgreich befördern, dabei erwies er sich als talentierter Organisator des neuen Ordenszweiges.

Die Widerstände gegen die Reformer Johannes und Teresa von Ávila wurden immer stärker, die Inquisition brachte Johannes wegen Überschreitung seiner Zuständigkeiten 1577 in ein Gefängnis des Ordens nach Toledo. Die Schikanen und Qualen dort führten bei Johannes zur tiefen mystischen Erfahrung und zu deren dichterisch ausgestalteter schriftlicher Fixierung. Nach neun Monaten floh er in das abgelegene Kloster Calvario in Escalante bei Laredo. Die Erneuerung im Orden ging nun gezielt weiter, der Konflikt wurde durch die Trennung in beschuhte und unbeschuhte Karmeliten gelöst; der letztere, strenge Zweig wurde dann das Arbeitsfeld von Johannes.

Johannes wurde 1579 Rektor am Kolleg in Baeza, 1581 Prior im Kloster in Granada und im dort neu eröffneten Kloster im Campo de los Martires, wo er seinen älteren Bruder Francisco aufnahm und als Maurer arbeiten ließ – einige der Zedern im Park sollen noch von Johannes selbst gepflanzt worden sein. 1588 wurde er Prior des zentralen Klosters der Unbeschuhten Karmeliter in Segovia; viermal erschien ihm dort Christus mit Botschaften. Seine Fähigkeit zu charismatischer Seelenführung machte Johannes berühmt, er aber wollte das verbergen; als ein Mitbruder das Ausdringen von Licht aus dem Beichtstuhl beobachtete, erhielt er auf seine Frage die Antwort Schweig, du Narr, sprich nicht davon.

Der Generalvikar der Unbeschuhten Karmeliten rühmte Johannes: seine Worte seien wie Gewürzkörner, die den Appetit anregen und Wärme geben. Der Generalvikar legte sich im Kloster in Segovia ein sechsköpfiges Beratergremium zur Leitung des Ordens zu, Johannes wurde erster der Berater und Stellvertreter des Ordensoberen. In Konflikten über die Führung der Nonnenklöster und bei Auseinandersetzungen über den Vorgänger des Ordensoberen sah Johannes die Gerechtigkeit verletzt, protestierte und sollte deshalb alle Ämter verlieren; er bot an, eine Missionarsgruppe nach Mexiko zu führen, was aber an gesundheitlichen Problemen scheiterte und zog sich schließlich ins Kloster nach La Peñuela zurück, um dort als einfacher Mönch zu leben.

Durch seine Wunderkraft löschte Johannes hier einen Brand und verscheuchte ein Unwetter. Ein ehemaliger Schüler, der einen von Juan erhaltenen Tadel nicht vergessen konnte, versuchte nun, ihn aus dem Orden zu stoßen. In manchen Klöstern wurden Johannes‘ Schriften verbrannt. Im Herbst 1591 plagte ihn anhaltendes Fieber; zur Pflege nahm ihn das Kloster in Úbeda auf, aber auch dort erlitt er Schmähungen und feindselige Behandlung durch den Prior. In der Nacht seines Sterbens erschien über seinem Kopf eine leuchtende Kugel, die die Kerzen im Zimmer weit überstrahlte.

Johannes schuf eines der umfassendsten Werke der Mystik. Sein Subida al Monte Carmelo, Aufstieg zum Berg Karmel, beschreibt die menschliche Mitwirkung an der Reinigung durch theologische Tugenden. In seinem bekanntesten mystischen Gedichtswerk, Noche oscura del alma, Die dunkle Nacht der Seele, beschrieb er das Trachten der Seele nach der Vereinigung mit Gott, die sie durch eine zu Kreuzigung und Auferstehung Christi parallele Erfahrung erreicht. Zu den schönsten Gedichten gehört der im Gefängnis entstandene Cántico espiritual, Geistlicher Gesang, auch Das Lied der Liebe genannt, ein Wechselgesang zwischen Braut und Bräutigam, der an das alttestamentliche Hohelied erinnert, und die drei Stufen des Weges zur mystischen Vereinigung mit Gott darstellt, wobei auch gewagte erotische Bilder nicht gemieden werden. Llama de amor viva, Lebendige Liebesflamme, 1585 verfasst, ist eine Schilderung der Johannes zuteil gewordenen Begegnungen mit Gott als Erfüllung von Mystik.

Als seine Quellen nannte Johannes seine Erfahrungen und die Wissenschaft unter Führung des Heiligen Geistes. Aus Angst vor der Inquisition veröffentlichte er seine Werke nicht zu Lebzeiten, vor seinem Tod überarbeitete er sie, teilweise mehrfach. Eine erste Veröffentlichung erschien 1618 in Alcalá de Henares. Johannes‘ Gedichte sind Ausdruck höchster mystischer Erfahrung, zugleich höchster poetischer Vollkommenheit, gepaart mit Treue zur biblischen Überlieferung. Weil das Geschaffene keinen Vergleich mit der Absolutheit Gottes bietet, bieten Sinne und Vernunft keine Möglichkeit der Begegnung mit Gott. Nur das Freiwerden der Seele, die Nacht von Sinn und Geist, das völlige Leerwerden des Menschen, der Verzicht auf alles menschenmögliche Erkennen, die völlige Verneinung aller Begierden – das eröffnet das Licht, das dann zwangsläufig zu scheinen beginnt. So wichtig dabei der Glaube ist: erst die Liebe ist Anfang und Vollendung des mystischen Weges.

Johannes gilt als der wichtigste Kirchenlehrer der mystischen Theologie, Papst Pius nannte seine Schriften ein Gesetzbuch und Schule der gläubigen Seele. Reliquien liegen u.a. im Kloster der unbeschuhten Karmeliter in Granada.

Johannes wurde in der Kirche seines Klosters in Segovia bestattet; nach der Seligsprechung von 1675 wurden seine Gebeine in die 1692 dafür errichtete Kapelle der Klosterkirche übertragen. An der Stelle von Johannes‘ Geburtshaus in Fontiveros bei Ávila wurde um 1673 eine erste Kapelle errichtet und 1723 ein Kloster der Unbeschuhten Karmeliter angeschlossen, das 1830 in der Säkularisation aufgelöst wurde; die Kapelle wurde 1873 zur heutigen Kirche umgebaut.

 Kanonisation: Johannes wurde am 25. Januar 1675 durch Papst Clemens X: selig- und am 27. Dezember 1726 durch Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen, 1926 wurde er durch Papst Pius XI. zum Kirchenlehrer ernannt.
 Attribute: Adler, Kreuz, Ketten, Marienbild
 Patron der spanischen Dichter und Schriftsteller

Gebet zum Heiligen

Johannes vom Kreuz

Mein sind die Himmel und mein ist die Erde; mein sind die Völker, die Gerechten sind mein, und mein sind die Sünder; die Engel sind mein und die Mutter Gottes ist mein und alle Dinge sind mein, und Gott selbst ist mein und für mich, denn Christus ist mein und mein Ein und alles für mich. Was ersehnst und suchst du also noch, meine Seele? Dein ist all dies, und alles ist für dich.

Amen

Heilige des Monats September 2023 >> Heilige Euphemia von Chalkedon <<


Euphemia war Senatorentochter aus Rom, die in Chalcedon – heute der Stadtteil Kadıköy in Ístanbul – gemartert wurde.

Die Legende erzählt, dass Euphemia in Chalcedon zum Richter Priscus ging, sich öffentlich zum Christentum bekannte, ins Gefängnis geworfen wurde und dort alle von der Diokletianischen Verfolgung betroffenen Leidensgenossen stärkte. Vor ihren Augen ließ Priscus alle enthaupten, aber sie wurde dadurch nur noch mutiger und warf ihm sein Unrecht vor. Geschlagen und ins Gefängnis geworfen, wollte ihr der Richter Gewalt antun, da verdorrte seine Hand. Der Hausmeister sollte sie überreden, aber es gelang ihm weder, die Tür aufzuschließen, noch, sie mit dem Beil zu zertrümmern, er wurde darüber besessen und tötete sich selbst. Auf ein eisernes Rad gebunden, das zum Glühen gebracht werden sollte, zersprang das Rad und zerriss den Werkmeister; nun schürten dessen Eltern das Feuer, aber ein Engel stellte Euphemia auf einen höheren Ort, wo sie von der Hitze verschont wurde, aber alle sie sehen konnten. Man legte eine Leiter an, um sie herabzuholen, aber Euphemia war von Engeln bewacht; einer der Folterer wurde gelähmt, ein anderer wurde irrsinnig und wollte sich selber umbringen.

Der Schreiber des Priscus sollte nun alle Lotterbuben der Stadt zu ihr ins Gefängnis führen; als er dann zur Kontrolle ins Gefängnis kam, sah er so viele leuchtende Jungfrauen um Euphemia stehen, dass er selbst gläubig wurde. Der Richter ließ Euphemia an den Haaren aufhängen, dann sieben Tage ohne Nahrung zwischen Steine pressen, aber die Steine zerfielen zu Staub, ein Engel ernährte sie. Zu wilden Tieren in die Grube geworfen, legten diese ihre Schwänze zusammen wie zu einem Stuhl, worauf sie ruhen konnte. Der Henker stürzte in die Grube, stieß ihr sein Schwert in die Seite, Euphemia starb und der Richter warf dem Henker zur Belohnung sein seidenes Kleid und einen goldenen Gürtel zu, doch ein Löwe erfasste und verschlang ihn, nur Knochen und der Gürtel wurden gefunden; der Richter zerfleischte sich selbst. Das Martyrium erlitten der Überlieferung zufolge auch Euphemias Henker Sosthenes und Victor, weil sie sich angesichts der Standhaftigkeit von Euphemia zum Christenglauben bekehrt hatten.

Euphemia wurde mit Ehren begraben, durch ihr Verdienst bekehrten sich der Überlieferung zufolge alle Juden und Heiden in Chalcedon. Über ihrem Grab in Chalcedon, wurde im 4. Jahrhundert ein einstöckiger Rundbau errichtet, daneben eine prächtige Basilika erbaut, die die ins Heilige Land reisende Pilgerin Egeria in ihrem Bericht um 384 bezeugte und die 436 auch von Melania der Jüngeren besucht wurde. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts gab es zwei Versionen von Euphemias Martyrium: die eine des Victricius von Rouen erzählt von ihrer Enthauptung, die andere, um 400 entstandene des Bischofs Asterius von Amasia – dem heutigen Amasya – von ihrer Verbrennung nach Ausbrechen der Zähne. Damals wurde sie von Kaiser Arcadius als Helferin für den Eid angerufen. Die älteste griechische Leidensgeschichte entstand wohl um die Mitte des 5. Jahrhunderts in Chalkedon und berichtet von einer Vielfalt der Martern durch Räder, Feuer, einer Foltermaschine mit vier Steinen, Meeresgetier, Schlingen, Auspeitschung und Röstpfanne und lässt Euphemia durch wilde Tiere sterben.

451 tagte das 4. ökumenische Konzil in der Euphemia-Kirche in Chalcedon und stellte sich unter ihren Schutz; das dabei der Überlieferung zufolge durch sie geschehene Wunder hat in der Armenischen und in der Orthodoxen Kirche einen eigenen Gedenktag, weil dadurch die Orthodoxie bekräftigt wurde: Die Anhänger des Monophysitismus wandten sich gegen die Verabschiedung des Bekenntnisses, dass Jesus Christus sowohl eine göttliche als auch eine menschliche Natur besitze; beide Parteien legten ihre Entwürfe in Euphemias Sarg, diese gab dann die eine Schriftrolle zurück mit dem Bekenntnis, das dann beschlossen wurde. Spätere Überlieferung aus Edessa – dem heutigen Sanlıurfa -, die zu Beginn des 8. Jahrhunderts im Westen bezeugt ist, erzählt, dass die Akten des Konzils in ihrem Sarkophag verborgen wurden, wodurch Euphemias ausdrückliche Zustimmung zu den Konzilsbeschlüssen bezeugt sei. Der Kirchengeschichtsschreiber Evagrios Scholastikos berichtete vor 600 vom dem Wunder, dass Blut aus Euphemias Sarg fließt; nach Theophylaktos Simokates, einem byzantinischen Historiker des 7. Jahrhunderts, ereignete sich dieses Wunder jährlich.

Euphemias Verehrung war nun eng mit der Verbreitung der Beschlüsse des Konzils von Chalkedon verbunden. Nun entstand die älteste ausgeführte Leidensgeschichte und es wurden ihr im 5./6. Jahrhundert viele Kirchen geweiht, so in Alexandria, Konstantinopel – dem heutigen Ístanbul -, Tivoli bei Rom, Antiochia – dem heutigen Antakya -, Cäsarea in Palästina, Mailand, Ravenna, Piacenza und Grado bei Aquileia. Die Reliquien wurden um 620 nach Konstantinopel in die Euphemia geweihte Kirche, dem früheren Antiochos-Palast, gebracht. Um 800, während des Streites um die Verehrung von Ikonen, wurde die Kirche profaniert und die Gebeine ins Meer geworfen. Sie wurden der Überlieferung zufolge von frommen Seeleuten geborgen und auf die Insel Limnos gebracht. Nach dem 2. Konzile von Nicäa brachten der orthodoxe Kaiser Konstantin VI. und seine Mutter Eirene diese Reliquien zurück und ließen sie erneut im Martyrium im früheren Antiochos-Palast niederlegen. Heute liegen sie im ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel. Nach anderer Überlieferung kam der ganze Steinsarg mit Euphemias Reliquien nach Rovinj in Kroatien; die Legende erzählt, ein kleiner Junge habe am 13. Juli 800 den schweren Sarg, der vom Meer ans Land gespült worden sei, geborgen. Euphemias Gebeine wurden zunächst in der Georgs-Kirche in Rovinj aufbewahrt, ab 1720 wurde die heutige, Euphemia geweihte Kirche erbaut.

Euphemia wird zusammen mit Thekla von Ikonium auch in Triest besonders verehrt. Die dortige Überlieferung erzählt vom Martyrium der beiden im Jahr 256; über dem angeblichen Wohnhaus der beiden steht die aufs 9. Jahrhundert zurückgehende Kirche San Silvestro, die heute von den Waldensern genutzt wird. Andere angebliche Reliquien gibt es noch immer auf der Insel Limnos, des weiteren auf Sizilien, in Nola, in Rouen, in Afrika und in Jerusalem, im Stadtteil Fener in Ístanbul, wohin die Griechen nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453 gezogen waren, sowie in Halberstadt, wohin sie der Bischof 1208 nach dem 4. Kreuzzug brachte.

Patronin von Rovinj; für gutes Wetter

Attribute: Folter-Rad, Löwen

  Über Die heilige Euphemia und Die Rolle Chalkedons für die Konzilien schrieb Manju Anita Weber an der Universität in Salzburg eine interessante Arbeit.

Gebet zur Heiligen Euphemia von Chalkedon

In deinem Leiden hast du gut gekämpft und nach dem Tode weihest du uns durch Quellen der wunderbaren Heilungen, Allgerühmte! Deshalb verehren wir deine heilige Entschlafung, gläubig hintretend zu deinen ehrwürdigen Reliquien, auf dass wir befreit werden von den Krankheiten der Seele, um so die Gnade der Wunder entgegenzunehmen

(Kondakion (4. Ton))

ODER

O Euphemia, du erfreutest die Rechtgläubigen und beschämtest die Irrgläubigen, und die Lehre der Väter bekräftigtest du beim vierten Konzil. O glorreiche Märtyrerin, bitte Christus, unseren Gott, uns sein großes Erbarmen zu gewähren.

(Troparion (3. Ton))

Heilige des Monats März >> Heilige Franziska von Rom <<

Franziska war die Tochter der Adelsfamilie Bussa de‘ Buxis de‘ Leoni, die zu den Grundbesitzern und Kaufleuten gehörte, die im 14. Jahrhundert in Rom Einfluss gewonnen hatten, jedoch durch die Rückkehr des Papstes aus Avignon 1377 an Gewicht verloren. Von Kindesbeinen an zog es Franziska zum Ordensleben, oft spielte sie Märtyrerin. Im Alter von zwölf Jahren wurde sie aber mit Lorenzo de‘ Ponziani verheiratet und war dann 40 Jahre lang Ehefrau und wurde Mutter von sechs Kindern; zwei davon starben in jungen Jahren an der Pest.

Franziskas und ihre Schwägerin Vannozza widmeten sich intensiv der Krankenpflege, besuchten häufig die Hauptkirchen der Stadt und strebten danach, in ihrem eigenen Haus eine Form der Laienaskese nach dem Vorbild der Paula von Rom aus den Anfängen des Christentums zu verwirklichen. Die beiden Frauen hatten verständnisvolle Männer, die sie gegen Anfeindungen aus der Familie und der Stadt in Schutz nahmen, denn eine fromme Frau passte nicht so recht in das Rom jener Zeit: die Kirche befand sich in jämmerlichem Zustand, es war die Zeit des Abendländischen Schismas mit zwei, zeitweise drei Päpsten; Rom war zerstört, Schafe weideten im Petersdom, Wölfe streunten durch die Stadt, die Pest suchte ihre Opfer.

Franziska verbrachte den Tag mit Gebet, im Dienst an Armen und Kranken und als Hausfrau, sie soll täglich nicht mehr als zwei Stunden geschlafen haben. Ab 1415 wurden ihr mehrere Marienerscheinungen zuteil. Aus einem Teil ihres Palastes nahe der Basilika Santa Cecilia in Trastevere in Rom machte sie 1417 ein Krankenhaus und kümmerte sich um die Pestkranken. Durch ihre Gabe, Krankheiten und v. a. Frauenleiden zu heilen, galt sie bereits zu Lebzeiten als Wundertäterin.

1425 gründete Franziska die Compania delle Oblate del Monastero Olivetano di Santa Maria Nuova, die Gemeinschaft der Oblatinnen des Olivetanerklosters an (der Kirche) Santa Maria Nuova – der heute nach Franziska benannten Kirche Santa Francesca Romana – nach der Regel der Benediktiner; deren Mitglieder schlossen sich 1433 zusammen zum gemeinsamen Leben in einem von Franziska gekauften, heute noch bestehenden Haus in der Vorstadt Tor de‘ Specchi, um ihre caritative Tätigkeit auszubauen; diese Gemeinschaft wurde noch 1433 vom Papst bestätigt. 1436 starb Franziskas Mann an den Folgen der Verletzungen, die er während der Besetzung Roms durch neapolitanische Truppen Anfang des 15. Jahrhunderts erliten hatte; als ihre Schwiegertochter sie aus dem Haushalt vertrieb, wurde Franziska Nonne, alsbald Oberin ihrer nun Nobili Oblati di Tor de‘ Specchi, Vornehme Oblaten am Tor de‘ Specchi genannten Gemeinschaft, des weiblichen Zweigs des == Olivetanerordens.

Franziska war mystisch begabt: Ihre von ihrem Beichtvater Giovanni Mattiotti gesammelten Visionen enthalten viele lehrhafte Elemente und stehen vorwiegend mit den Hauptfesten des Kirchenjahres in Zusammenhang; oft wurde sie von teuflischen Visionen gequält, die sie zeitlebens erzittern ließen, aber die letzten Jahre ihres Lebens sah sie ständig einen Engel an ihrer Seite, in dessen Licht sie auch dunkle Gassen nicht fürchten musste und sogar auch nachts lesen und schreiben konnte.

Franz von Sales bezeichnete Franziska als eine der größten Heiligen. Nachdem man ihre Gebeine 1638 wieder aufgefunden hatte, wurde Franziska in der damaligen Kirche Santa Maria Nuova in Rom bestattet, die später nach ihr benannt wurde. Am Sonntag nach ihrem Gedenktag wird unweit davon eine Autosegnung vollzogen. Ihr Patronat für Autofahrer beruht wohl auf ihrer Fähigkeit zur Bilokation – an mehreren Orten gleichzeitig zu sein -, was an an ein schnelles Auto erinnert, oder darauf, dass sie stets einen Schutzengel hatte, oder darauf, dass ihre Schwiegertochter Mobilia hieß.

Die Kirche des Klosters Tor de‘ Specchi in Rom, Santa Maria Annunziata a Tor de‘ Specchi, ist nur an Franziskas Gedenktag, dem 9. März, geöffnet. (2017)
Die Kirche Santa Francesca Romana liegt innerhalb des Ausgrabungsgeländes Forum Romanum; dieses kann täglich ab 8.30 Uhr besucht werden, die Schließung erfolgt von April bis September um 19 Uhr, sonst früher je nach Einbruch der Dunkelheit, der Eintritt beträgt – einschließlich Besuch des Kolosseums – 12 € und kann teilweise nur mit Bank- oder Kreditkarte bezahlt werden.

Gebet zur heiligen Franziska von Rom

Allmächtiger Gott, die heilige Franziska von Rom hat uns in der Ehe wie auch im Ordensstand ein Beispiel christlichen Lebens gegeben. Gib deinen Gläubigen die Gnade, in jedem Stand und Beruf dir treu zu dienen, stets auf dich zu schauen und deiner Führung zu folgen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Heilige des Monats Februar >> Heilgie Josefina Bahhita<<

Heilige Josefina Bahhita

Bakhitas Vater war der Bruder des Stammesfürsten der Dagiu; sie hatte drei Brüder, drei Schwestern und eine Zwillingsschwester. Als Siebenjährige wurde sie zusammen mit ihrer Freundin von Räubern verschleppt und in El Obeid / Al Ubayyid an arabische Sklavenhändler verkauft; die Sklavenhändler nannten sie – zynisch – Bakhita, du hast Glück gehabt. Als sie mit einem anderen Mädchen fliehen konnte, wurde sie von einem anderen Sklavenhändler erneut gefangen genommen. Dieser behielt sie zunächst im eigenen Haushalt in El Obeid und schenkte sie dann einem türkischen Offizier, der dort stationiert war; bei ihm erlebte sie alle nur denkbaren Grausamkeiten. Der Offizier machte sie dann dem italienischen Vizekonsul, der in der Hauptstadt Al Khartum lebte, zum Geschenk; der sei wie ein Vater für sie gewesen, sagte sie.

Foto von 1938 Haus an der Stelle des früheren Gutshauses der Familie Michieli in Zianigo 

Als der italienische Vizekonsul zwei Jahre später 1885 nach Italien zurückkehren musste, weil im Sudan der Mahdi-Aufstand gegen die ägyptischen Besatzer stattfand – der erste erfolgreiche Aufstand eines afrikanischen Landes gegen Kolonialismus -, lernte er in Genua Frau Michieli und deren kleine Tochter Mimmina kennen, die sich so sehr mit der inzwischen etwa 15 Jahre alten Bakhita anfreundete, dass Bakhita in der in Zianigo – einem Ortsteil von Mirano bei Venedig – lebenden und wohlhabenden Familie als Kindermädchen eingestellt, aber dennoch weiterhin wie eine Sklavin behandelt wurde. Kurz darauf wollte Bakhita in die örtliche Kirche eintreten, was ihr jedoch untersagt wurde mit der Begründung, dass sie orthodox sei. Der Verwalter der Familie Michieli, der wusste, dass Bakhita tatsächlich keine Christin war, schenkte ihr dann ein kleines silbernes Kreuz, welches sie fortan mit sich führte.

Kirche in Zianigo Markusdom in Venedig, seit 1807 – nach dem Ende der Republik Venedig – Sitz des Patriarchen 

Als die Familie Michaeli 1888/1889 nach Afrika zog, um ihr Hotel am Roten Meer auszubauen, wurde Bakhita im Alter von 19 Jahren zusammen mit ihrem Schützling Mimmina vorübergehend im Kloster Sant’Alvise der Canossianerinnen – dem von Magdalena von Canossa gegründeten Orden der Töchter der Liebe – in Venedig untergebracht. Nach zwei Jahren kam das Ehepaar wieder in die Heimat und forderte Bakhita von der Ordensgemeinschaft zurück, denn es sei ihre Besitzerin; die Oberin war mutig und weigerte sich, Bakhita herauszugeben. Der Fall des Sklavenmädchens wurde Stadtgespräch. Am 9. Januar 1890 wurde Bakhita unter großer Anteilnahme der Bevölkerung vom Kardinal und Patriarchen von Venedig, Domenico Agostini, in ihrem Kloster getauft.

Josefinas Wunsch, Ordensschwester zu werden, wurde wegen ihrer Hautfarbe abgelehnt. Aber der Kardinal Agostini setzte sich ein, so dass Josefina 1893 bei den Canossianerinnen in Venedig als Ordensschwester eintreten konnte; 1896 legte sie im Mutterhaus in Verona ihre Gelübde ab.

ehemaliges Kloster an der Kirche Sant’Alvise in Venedig 

Josefina lebte nun im Kloster an Sant’Alvise in Venedig, wo sie lesen und schreiben, lernte, sowie die Anfertigung von Handarbeiten. Nach sechs Jahren wurde sie in die Niederlassung der Canossianerinnen nach Schio versetzt, arbeitete 21 Jahre lang als erste Köchin und hatte dabei mehr als 100 Waisenkinder, 40 Schwestern und viele Studentinnen zu versorgen; danach wurde sie Pförtnerin und Mesnerin.

Kirche Sacra Famiglia der Canossianerinnen in Schio, heute Sanktuarium Santa Bakhita 

Bakhita besaß die Gabe der Vorsehung; als während des 2. Weltkriegs die Leute Angst hatten, von Bomben getroffen zu werden, versicherte sie diesen, dass ihre Häuser verschont bleiben, was dann auch eintraf. Die schwarze Ordensschwester wurde zur Sensation in der damaligen Kirche, ihr Schicksal bewegte viele Menschen in Europa; sie reiste durch Italien, um vom Weg ihrer Befreiung Zeugnis zu geben, Kirchen und Versammlungssäle waren überfüllt. Dieses sich-zur-Schau-stellen-Müssen war aber auch Josefinas Leiden, in den letzten Jahren ihres Lebens verstärkt durch Herzkrankheit und Asthma.

Luisa Danesin Codato: Gemälde, 2018, in der Kirche in Zianigo Relief in der Kathedrale in Vicenza 

Nachdem Josefina an einer Lungenentzündung gestorben war, zog die halbe Stadt Schio an ihrem Totenbett vorbei; das schwere Schicksal der Santa madre moretta, der heiligen braunen Mutter hat viele Menschen aufgerichtet. Ihre Gebeine werden im Kloster der Canossianerinnen in Schio bewahrt, dessen Kirche zu ihrem Sanktuarium eingerichtet wurde.

Papst Franziskus erklärte den Gedenktag von Josefine Bakhita zum Internationalen Tag des Gebets für die Opfer von Menschenhandel, er wird in der römisch-katholischen Kirche seit 2015 begangen.

Den Gedenktag der Heiligen Josefina Bahhita feiert die Kirche am 8. Februar

Gebet zur Heiligen Josefina Bahhita

O Gott, Vater der Barmherzigkeit, der du uns in der heiligen Josephine Bakhita als Schwester aller ein evangelisches Vorbild schlichten Glaubens und tätiger Liebe geschenkt hast, gib auch uns den festen Willen, dem Evangelium gemäß zu glauben und zu lieben, und erhöre die Bitten aller, die ihre Fürsprache anrufen. Durch Christus unsern Herrn. Amen